Internationalisierung von KMU: Empirische Ergebnisse und Erfolgsfaktoren


Hausarbeit (Hauptseminar), 2003
23 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung und Zielstellung

2. Übersicht verwendeter empirischer Studien

3. Internationalisierung und Charakteristika von im Ausland aktiven KMU

4. Erfolgsfaktoren der Internationalisierung von KMU
4.1. Informationsbeschaffung und –auswertung zur Vorbereitung von Internationalisierungsentscheidungen
4.2. Planung der Internationalisierung von KMU
4.3. Prozess und Strategie der Internationalisierung
4.3.1. Internationalisierungsmotive und Wahl des Ziellandes sowie des Standorts
4.3.2. Die Wahl der Internationalisierungsform
4.3.3. Management der Internationalisierungsaktivitäten
4.4. Innovation, Produkt- und Kundenorientierung im Internationalisierungsprozess
4.5. Qualifikationen des Personals in internationalisierten KMU
4.6. Finanzierung und Fördermöglichkeiten im Internationalisierungsprozess

5. Hemmnisse der Internationalisierung

6. Fazit

Bibliographie

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung und Zielstellung

Ohne Zweifel berührt die Globalisierung nicht mehr nur die Agenda und somit das strategische und operative Verhalten der Großunternehmen, sondern seit den achtziger Jahren und verstärkt im letzten Jahrzehnt sowohl die kleinen als auch mittleren Unternehmen (KMU) in Deutschland und anderen Industriestaaten. Dieser Trend zu länderübergreifenden und möglicherweise weltweiten Märkten wird verschiedenen Determinanten – sogenannten Treibern der Globalisierung – zugeschrieben (vgl. Bamberger/Wrona 1997, 714). So erwiesen sich politische Treiber - wie etwa der Abbau von Handelshemmnissen und die Öffnung der Ostmärkte – sowie technologische Treiber in Gestalt von zügigeren Innovationen, Verbesserungen der Informationstechnologie und daraus resultierenden sinkenden Transport- und Kommunika- tionskosten als globalisierungsfördernd. Zudem muss marktbezogenen Determinanten wie z.B. den offensichtlich verkürzten Produktlebenszyklen oder gesättigten Märkten (vgl. von Behr 2001, 10) hohe Bedeutung in diesem Zusammenhang beigemessen werden, aber auch unternehmensinterne Treiber – z.B. in Form von angestrebtem Wachstum (vgl. Wurzel 2002, 297) - sind zu erwähnen (vgl. Bamberger/Wrona 1997, 715). Als Konsequenz forciert der so entstehende Druck auf die KMU eine Internationalisierung derselben, sei es in aktiver oder reaktiver Form (vgl. von Behr 2001, 10). Es ist festzuhalten, dass die Analyseeinheit innerhalb dieses Prozesses nicht zwangsläufig das Unternehmen als Ganzes, sondern die einzelne Wertaktivität darstellt (vgl. Bamberger/Wrona 1997, 715). So zwingt beispielsweise die verschärfte Kostensituation auf dem Weltmarkt deutsche KMU dazu, lediglich Teile ihrer Wertaktivität „Produktion“ ins kostengünstigere Ausland zu verlagern (vgl. von Behr 2001, 3).

Braun/Weikl definieren Internationalisierung in allgemeiner Form als grenzüberschreitende Austauschvorgänge bezüglich Waren und Dienstleistungen zwischen unabhängigen Wirtschaftsakteuren, somit erfolgt hierin eine Konzentration auf Export bzw. Import (vgl. 1997, 130). Unter Transnationalisierung erfassen die Autoren grenzüberschreitenden Kapitaltransfer - so z.B. Direktinvestitionen - aber auch neue Internationalisierungsformen wie z.B. Lizenzverträge und Kooperationen (vgl. 1997, 134).

Im weiteren Verlauf dieser Arbeit werden beide Begriffe vereinfachend unter dem Terminus „Internationalisierung“ verstanden.

Ziel dieser Arbeit soll es nun sein, anhand von dreizehn analysierten empirischen Studien das bisherige Internationalisierungsverhalten deutscher KMU zu charakterisieren sowie aus diesen sich häufig repetierende Erfolgsfaktoren zu extrahieren und zu erläutern.

Aufgrund der begrenzten Anzahl verwendeter Studien erhebt diese Arbeit keinen Anspruch auf Vollständigkeit erwähnter Erfolgsfaktoren, jedoch sollten wesentliche Faktoren erkennbar und ausreichend sein, um wichtige Hinweise für eine erfolgreiche Internationaliserung von KMU zu erhalten.

Im Anschluss hieran werden die verwendeten Studien in tabellarischer Form vorgestellt und deren Ergebnisse in den folgenden Abschnitten genauer beleuchtet. So befasst sich ein Kapitel mit Daten zur Internationalisierung deutscher KMU im allgemeinen, um für die sich anschließende Erläuterung der Erfolgsfaktoren einen inhaltlichen Rahmen zu schaffen. Auch kritische Erfolgsfaktoren und Hemmnisse der Internationalisierung werden in dieser Arbeit erfasst und vorgestellt.

2. Übersicht verwendeter empirischer Studien

Die wichtigsten Merkmale der dreizehn empirischen Studien sowie ihre Methodiken sollen dem Leser anhand der folgenden Tabelle in prägnanter Weise aufgezeigt werden. Sämtliche Studien befassen sich mit deutschen KMU.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die zahlenmäßigen Angaben in Klammern bezeichnen verwendbare Antworten je Untersuchung. Wie bereits erwähnt, folgen in den sich anschließenden Abschnitten exaktere Darstellungen der in den Studien erlangten Erkenntnisse.

3. Internationalisierung und Charakteristika von im Ausland aktiven KMU

Das Engagement deutscher KMU im Ausland ist zweifellos fortgeschrittener, als mancher anzunehmen wagt (vgl. Bassen/Behnam/Gilbert 2001, 428). Diesen Befund stützt zudem auch die Studie von Bamberger/Wrona (vgl. 1997, 723), welcher zufolge ein beachtlicher Anteil von mehr als drei viertel der befragten Unternehmen in irgendeiner Weise auf einem ausländischen Markt tätig ist. Die Autoren weisen des Weiteren darauf hin, dass zwischen der Internationalisierung von KMU und deren Globalisierungsbetroffenheit ein positiver, hochsignifikanter Korrelationszusammenhang existiert (vgl. Bamberger/Wrona 1997, 723). Demzufolge weist die Klasse der seit langem in globalen Branchen international aktiven KMU – wie z.B. der Maschinenbau oder zahlreiche Hochtechnologiebereiche – einen vergleichsweise hohen Internationalisierungsgrad auf und vermag somit die Globalisierung als Chance verstehen. Jedoch nehmen sich etwa 40% der KMU zum Zeitpunkt der Befragung noch immer nicht als von der Globalisierung betroffen wahr. Es handelt sich dabei vor allem um Kleinstunternehmen sowie Firmen in lokal bedeutsamen oder regulierten Märkten (vgl. Braun/Weikl 1997, 131). Nichtsdestotrotz sehen sich mittelständische Unternehmen in den letzten Jahrzehnten verstärkt auf ihren heimischen Märkten mit Wettbewerbern aus neuen Industrie- und Schwellenländern in und außerhalb der EU sowie Mittel- und Osteuropa konfrontiert. Es ist anzumerken, dass dieses Geschehen je nach Branche mehr oder weniger intensiv zu beobachten ist. So sind z.B. industrielle Massengüter und einfache Investitionsgüter stark betroffen. Daher rührt u.a. die recht starke Internationalisierung der Textilindustrie, welche bereits in den sechziger Jahren einsetzte. Seit Mitte der achtziger Jahre steht ebenfalls die Zulieferindustrie unter dem Anpassungsdruck des internationalen Wettbewerbs (vgl. Fieten/Friedrich/Lageman 1997, 22-23).

Bassen/Behnam/Gilbert (vgl. 2001, 416) fanden in der von ihnen durchgeführten Studie heraus, dass zwar alle Branchen den zukünftigen Einfluss der Globalisierung als stark einschätzten (die prozentualen Werte liegen hier zwischen 71% in der Bau- und 100% in der Finanzdienstleistungsbranche), sich jedoch sehr differenziert darüber äußerten, inwieweit sie sich für die Globalisierung vorbereitet fühlten. Wiederholt scheinen die seit langem stark internationalisierten Branchen wie die Finanzdienstleistungs- und Textilbranche hier bessere Voraussetzungen zu besitzen, 83% bzw. 68% der Unternehmen fühlten sich gut bis sehr gut vorbereitet. Hingegen betrachteten sich nur 44% bzw. 40% der Unternehmen in der Chemie- und Ernährungsbranche als entsprechend gewappnet (vgl. Bassen/Behnam/Gilbert 2001, 417).

[...]

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Internationalisierung von KMU: Empirische Ergebnisse und Erfolgsfaktoren
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena  (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)
Veranstaltung
Internationalisierung von Kleinen und Mittleren Unternehmen (KMU)
Note
1,3
Autor
Jahr
2003
Seiten
23
Katalognummer
V23402
ISBN (eBook)
9783638265300
Dateigröße
516 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Internationalisierung, Empirische, Ergebnisse, Erfolgsfaktoren, Kleinen, Mittleren, Unternehmen
Arbeit zitieren
Cornelia Dreßler (Autor), 2003, Internationalisierung von KMU: Empirische Ergebnisse und Erfolgsfaktoren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/23402

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