Status quo und zukünftige Entwicklungen in der Automobilindustrie


Seminararbeit, 2004

23 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhalt

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Was ist E-Business

3 Arten von Markttransaktionen
3.1 Informationsbeschaffung
3.2 Vereinbarung
3.3 Durchführung (Fulfillment)
3.4 After-Sales Service

4 Bedeutung von E-Business
4.1 E-Business in der Automobilindustrie
4.1.1 Internationalisierung und Globalisierung der Autoindustrie
4.1.2 Einführung von neuen Produkt- und Modellstrategien
4.1.3 Weitergabe des Kostendrucks auf Zulieferbetriebe

5 Derzeitige Einsatzbereiche von E-Business
5.1 E-Business in der Prozessoptimierung
5.2 E-Business in der Preissenkung
5.3 Elektronische Marktplätze
5.4 Einfluss auf Strategie und Struktur der Unternehmen

6 Aktuelle Entwicklungen und zukünftige Erwartungen
6.1 Insourcing
6.2 Forschung und Entwicklung
6.3 Systemlieferanten

7 Resümee

Abbildungsverzeichnis

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Diese Seminararbeit handelt von dem Stand und den zukünftigen Entwicklungen von E-Businessanwendungen in der Automobilindustrie. Da dieses Thema jedoch sehr umfangreich ist, wird in der folgenden Arbeit nur ein kleiner Überblick über einzelne Bereiche gegeben.

Der Fokus der Arbeit liegt auf dem Bereich des E-Procurement1, da hier der Automobilsektor führend ist. Im Bereich des E-Fulfillment2 sind die Unterschiede zu anderen Industriezweigen nicht so markant und die Besonderheiten des Automobilsektors daher nicht erwähnenswert. Nach einer einleitenden allgemeinen Definition von E-Business und der Anwendungsbereiche wird in Abschnitt 4 die Bedeutung in der deutschen Industrie erst allgemein und dann für den Automobilsektor beleuchtet. In Abschnitt 5 geht es dann um die heutigen Anwendungsbereiche und Einsparungspotentiale sowie Änderungen der Unternehmensstrategien und -strukturen, die aus der verstärkten Anwendung elektronischer Lösungen folgen.

Zum Schluss erfolgt in Abschnitt 6 ein Ausblick in zukünftig zu erwartende Entwicklungen.

2 Was ist E-Business

Erstmals wurde der Begriff „E-Business“ im Rahmen einer Marketingkampagne der Firma IBM im Jahre 1987 erwähnt.3 Ziel dieser Kampagne war die integrierte Anwendung von IuK4 -Technologien in sämtlichen Unternehmensbereichen.

Sämtliche Geschäftsvorgänge zwischen Herstellern, Lieferanten, Kunden, Auftraggebern oder anderen Geschäftspartnern, die elektronisch ablaufen, bezeichnet man als E-Commerce. Darüber hinaus umfasst E-Business noch alle internen Vorgänge, die elektronisch abgewickelt werden5. Unter E-Business versteht man den Geschäftsverkehr zwischen Unternehmen (Business to Business, B2B) oder zwischen Unternehmen und ihren Kunden (Business to Customer, B2C), der ganz oder teilweise über das Internet oder ähnliche offene oder geschlossene Computernetze wie beispielsweise das Extranet abgewickelt wird.6 Lieferanten Unternehmen Kunden

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Bereiche des E-Business

Der Business to Customer Kontakt erfolgt normalerweise über offene Netze wie das World Wide Web oder E-Mail, wobei die Unternehmen über Portale, E- Marktplätze oder ähnliches ihre Waren dem Kunden anbieten und dieser sich dort über die Merkmale informieren und Bestellungen aufgeben kann. Der Business to Business Kontakt erfolgt weitgehend über geschlossene Netze wie Intranet, Extranet oder Electronic Data Interchange, wobei hier Schnittstellen zwischen den einzelnen Unternehmen bestehen, die mit besonderer Software wie SAP reibungsarm gestaltet werden müssen.

3 Arten von Markttransaktionen

Unter Markttransaktionen sind alle Transaktionen zu verstehen, die über die Unternehmensgrenzen hinausgehen.

Elektronische Transaktionen im E-Business lassen sich in vier große Bereiche7 anhand der Art der erfolgten Kommunikation zwischen den Transaktionspartnern einteilen:

3.1 Informationsbeschaffung

Das Gewinnen von Informationen über Produkte und Leistungen des Lieferanten sowie dessen Konditionen stehen hier im Vordergrund. Dazu gehören neben den detaillierten Informationen über die Produkteigenschaften auch Daten zu gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, Brancheninformationen und Informationen zu technologischen Trends etc. Hier wird die globale Präsenz der Unternehmen auf einer elektronischen Marktplattform zum Vergleich der Produktleistungen und des Preises genutzt.

3.2 Vereinbarung

Bei der Vereinbarung geht es um die Kontaktaufnahme zu den Transaktionspartnern und die Vereinbarung von Konditionen (Zahlungsbedingungen, Lieferfristen, Lieferweg, Garantieleistungen etc.). Dies ist online beispielsweise per E-Mail möglich; hierbei spielen Probleme bei der Erreichbarkeit des Handelspartners aufgrund unterschiedlicher Zeitzonen keine Rolle mehr.

3.3 Durchführung (Fulfillment)

Fulfillment bezeichnet die eigentliche Vertragsabwicklung und beinhaltet bei physischen Gütern Verpackung, Transport, Kommissionierung, Zwischenlagerung und die Finanzabwicklung.

So kann beispielsweise ein Unternehmen mittels EDI8 oder internetbasierten ECR9 -Systemen bei seinen Zulieferern zeitpunktgenau die benötigten Mengen zur Produktion abrufen und der Zulieferer kann seinerseits im System erkennen, wie die Auftragslage seines Kunden ist und wann voraussichtlich welche Ware benötigt wird.

3.4 After-Sales Service

After-Sales Service beinhaltet die Betreuung des Produktes nach dem Verkauf. Dazu gehören die Retourenabwicklung und der Kundendienst. So ist es beispielsweise durch den Internetauftritt eines Unternehmens möglich, dem Kunden im Nachhinein aktuelle Informationen über sein gekauftes Produkt, sowie Updates und Zubehör anzubieten. Bei der Retourenabwicklung können viele Fragen vorab per Mail beantwortet und durch die Bereitstellung so genannter FAQs10 bereits eine Vielzahl auftretender Probleme im Voraus geklärt werden.

4 Bedeutung von E-Business

Eine im Auftrag des Bundeswirtschaftsministerium durchgeführte Untersuchung „Stand und Entwicklungsperspektiven des elektronischen Geschäftsverkehrs“11 und der Vergleich mit Erhebungen im Rahmen eines wissenschaftlichen Forschungsprojektsprojekts „E-Business in der deutschen Automobilzuliefer- industrie“ an der Ruhr-Universität Bochum12 teilen die „User“ in verschiedene Gruppen anhand ihrer Intensität der Nutung von elektronischem Datenverkehr.

- Die Gruppe der „Offline“-Nutzer sind diejenigen Unternehmen, die keinen Anschluss an elektronische Netze haben und noch über die herkömmlichen Strukturen kommunizieren.
- Eine zweite Gruppe von Unternehmen stellt ihren Mitarbeitern das Internet „zum Herumsurfen“ und für den Kontakt mit anderen via E-Mail zur Verfügung. Diese ist die größte Gruppe der Unternehmen (siehe Abbildung 2).
- Eine weitere Gruppe von Unternehmen besitzt eine eigene Homepage, auf der sich interessierte Nutzer Informationen über das Unternehmen beschaffen können.
- Eine vierte Gruppe von Unternehmen bietet eine Homepage mit Funktionen für Kunden an, die es dem Kunden ermöglichen, Bestellungen aufzugeben oder Kontakt zum Unternehmen aufzunehmen.
- Wenige Unternehmen, die so genannten „Rundumnutzer“, ermöglichen einen Datenaustausch in beide Richtungen zwischen Lieferant und Unternehmen bzw. zwischen Unternehmen und Kunde. Sie verwirklichen sowohl einen Datenaustausch mit dem Lieferanten und dem Kunden als auch eine eigene Homepage.

[...]


1 Online-Beschaffung. Bezeichnet den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien zur Unterstützung von elektronischen Beschaffungsprozessen. [vgl. O. Schneck (2002)]

2 Online-Auftragsabwicklung. Bezeichnet die vollständige Abwicklung von der Bestellung über die Abwicklung, den Transport und die Auslieferung bis zum After-Sales Service und der Entsorgung.

3 vgl. M. Hertwig, G. Mühge, L. Pries, H. Tackenberg (2002), S. 10

4 Information und Kommunikation

5 vgl. M. Esser, K. Palme (2002), S. 4

6 vgl. O. Schneck (2002) S. 264

7 vlg. H. Heilmann (2002), S.10

8 Electronic Data Interchange

9 Efficient Consumer Response

10 Frequently Asked Questions

11 vgl. empirica 2001 und 2003

12 vgl. M. Hertwig, G. Mühge, H. Tackenberg (2003), S.2ff.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Status quo und zukünftige Entwicklungen in der Automobilindustrie
Hochschule
Technische Universität Berlin  (Institut für Technologie und Management)
Veranstaltung
strategisches Management
Note
2,0
Autor
Jahr
2004
Seiten
23
Katalognummer
V23448
ISBN (eBook)
9783638265690
Dateigröße
514 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Diese Seminararbeit handelt von dem Stand und den zukünftigen Entwicklungen von E-Businessanwendungen in der Automobilindustrie. Da dieses Thema jedoch sehr umfangreich ist, wird in der folgenden Arbeit nur ein kleiner Überblick über einzelne Bereiche gegeben. Der Fokus der Arbeit liegt auf dem Bereich des E-Procurement, da hier der Automobilsektor führend ist.
Schlagworte
Status, Entwicklungen, Automobilindustrie, Management
Arbeit zitieren
Axel Franke (Autor), 2004, Status quo und zukünftige Entwicklungen in der Automobilindustrie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/23448

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