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Serien und ihr Publikum. Frauenrollen und Rezipienten am Beispiel der Lindenstraße

Title: Serien und ihr Publikum. Frauenrollen und Rezipienten am Beispiel der Lindenstraße

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 38 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Kerstin Tille (Author)

Pedagogy - Media Pedagogy
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Bei den Zuschauern erfreuen sich Fernsehserien anhaltender Beliebtheit und man kann davon sprechen, daß sie ein Teil der Populärkultur unserer Zeit geworden sind, da sie eine große gesellschaftliche Reichweite haben. Sie haben für den Zuschauer, seinen Alltag und damit auch für unsere Gesellschaft Bedeutung erlangt. Dadurch sind sie auch in das Interesse der Wissenschaftler gerückt.
Gleich zu Anfang möchte ich hierbei auf, bei der Serienuntersuchung aufgetretene Probleme hinweisen. So kann die Arbeit keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben, da zum einen die möglichen Untersuchungsaspekte so zahlreich sind, daß sie den Rahmen einer Hausarbeit sprengen würden. Ich habe daher versucht Schwerpunkte zu setzen. Zum anderen besitzt die Serie kein abgeschlossenes Ende und es ist schwierig Grenzen der Untersuchung zu setzen. Hinzu kommt, daß ich zwar zahlreiche, aber längst nicht alle Folgen der gesehen oder zur Verfügung habe.
In dieser Arbeit möchte ich mich mit der Lindenstraße und allen drei Teilbereichen des Kommunikationsprozesses, wie Produktion, Inhalt und Rezeption beschäftigen. Bis heute zieht die Lindenstraße ihr Publikum in ihren Bann, der nur schwer zu erklären scheint. In dieser Arbeit soll ebenfalls die Frage untersucht werden worin diese Faszination begründet liegt, dabei wird besonders auf das Thema der Darstellung der Frau in der Lindenstraße und die Rezipienten der Serie eingegangen. Zu Anfang werden ein paar grundlegende Charakteristik a des Seriengenres aufgezeigt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Fakten zur Lindenstraße

3. Grundlagen

3.1 Zur Geschichte des Genres Serie

3.2 Charakteristika von Serien

4. Narrative Struktur der Lindenstraße

4.1 Handlung – Dominanz des Wortes

4.2 Handlungsstrukturen

4.3 Zeitproblematik

5. Handlungsorte

6. Rollenfiguren

7. Die Themenauswahl

7.1 Allgemeine Betrachtungen

7.2 Darstellung der Frauen

8. Zu den Rezipienten

8.1 Soziale Interaktion

8.2 Rezeptionssituation

8.3 Para-soziale Interaktion

9. Schluß

10. Literatur- und Internetquellenverzeichnis

10.1 Literaturverzeichnis

10.2 Internetadressverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Kommunikationsprozess der deutschen Endlosserie "Lindenstraße" unter Berücksichtigung von Produktion, Inhalt und Rezeption. Ziel ist es, die anhaltende Faszination der Serie zu ergründen und insbesondere die Darstellung von Frauen sowie das Verhalten der Rezipienten kritisch zu analysieren.

  • Strukturelle Merkmale und narrative Erzählweise der Serie
  • Die Funktion der Lindenstraße als "Spiegel der Gesellschaft"
  • Qualitative und quantitative Analyse der Frauenrollen
  • Rezeptionsforschung: Soziale und para-soziale Interaktion der Zuschauer

Auszug aus dem Buch

4.2 Handlungsstrukturen

In der Lindenstraße entspricht eine Folge nicht einer Episode, das bedeutet, daß in den 30 Minuten keine abgeschlossene Geschichte erzählt wird, sondern die einzelnen Episoden der Serie finden erst im Laufe von mehreren Folgen einen Abschluß. Daß sie keinen Anfang und kein Ende besitzt ist einer ihrer größten Unterschiede zu den bis zu ihrer Ausstrahlung in Deutschland bekannten Serien.

Jede Folge setzt sich aus mehreren Handlungssträngen zusammen, die miteinander verwoben oder vermischt sind. Meist werden in der Lindenstraße drei Erzählstränge innerhalb einer Folge behandelt. In Strang A läuft die Handlungsgeschichte mit einer Dauer von etwa 10 bis 12 Minuten ab. Strang B zeigt eine zweite Geschichte, deren dramatischer Höhepunkt in der Regel erst in einer der nächsten Folgen erzählt wird oder aber schon erzählt wurde. Geißendörfer schreibt dazu Folgendes:

„B-Stränge verlaufen also im Unterschied zum A-Strang vergleichsweise ruhig, ebenmäßig und ohne beherrschenden Höhepunkt. Sie erzählen eine Geschichte weiter, vermeiden aber den A-Strang an Spannung oder Dramatik zu überbieten.“

Der kürzeste Strang ist Strang C, er bereitet entweder eine größere Geschichte vor, erzählt die Fortsetzung eines Handlungsfadens oder verwebt die Stränge A und B miteinander. Dieses Verbinden hat eine wichtige Funktion in der Dramaturgie der Lindenstraße, so werden die einzelnen Stränge nicht an einem Stück sondern in Handlungsfragmente zerlegt gesendet. Dabei müssen die drei Stränge geschmeidig aneinandergefügt werden. Die Übergänge sollen weich und fließend sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Bedeutung der Lindenstraße als Teil der Populärkultur und Darlegung der Untersuchungsschwerpunkte.

2. Fakten zur Lindenstraße: Überblick über die Produktionsbedingungen, das Ensemble und die historische Einordnung der Serie.

3. Grundlagen: Analyse des Seriengenres und der spezifischen Charakteristika von Seifenopern im Vergleich zur Lindenstraße.

4. Narrative Struktur der Lindenstraße: Untersuchung der Handlungsführung, der Bedeutung der Dialoge, der Erzählstränge und der Cliffhanger-Technik.

5. Handlungsorte: Betrachtung der Bedeutung von Kulissen und Schauplätzen für den angestrebten Realismus der Serie.

6. Rollenfiguren: Analyse der Figurenkonzepte, Prototypen und deren dramaturgische Funktionen innerhalb der Serie.

7. Die Themenauswahl: Diskussion der Themenvielfalt, des sozialen Realismus und der spezifischen Darstellung von Frauenrollen.

8. Zu den Rezipienten: Untersuchung der sozialen und para-sozialen Interaktion der Zuschauer mit der Serie.

9. Schluß: Zusammenfassende Bewertung der Pionierrolle der Lindenstraße und ihrer Wirkung auf die deutsche Fernsehlandschaft.

Schlüsselwörter

Lindenstraße, Seifenoper, Familienserie, Rezeption, Frauenrollen, Handlungsstrukturen, para-soziale Interaktion, Seriengenre, Medienforschung, Fernsehproduktion, Alltagskultur, Cliffhanger, Identifikation, gesellschaftliche Relevanz, Narrativ.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die deutsche Endlosserie "Lindenstraße" und untersucht, wie die Serie produziert wird, welche narrativen Strukturen sie aufweist und wie das Publikum auf die Inhalte reagiert.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Erzählstruktur (z.B. Cliffhanger, Handlungsstränge), der Bedeutung von Handlungsorten, den Prototypen der Rollenfiguren sowie dem Frauenbild in der Serie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Faszination der Lindenstraße zu erklären und kritisch zu hinterfragen, ob die Serie tatsächlich ein realistisches Spiegelbild der bundesdeutschen Gesellschaft darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine Kombination aus qualitativer und quantitativer Analyse angewandt, um sowohl statistische Daten als auch erzähltheoretische Strukturen und Rezeptionsmuster zu erfassen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Produktionsfakten, narrativen Strukturen (Zeit und Handlungsorte), der Typisierung von Rollenfiguren sowie der Rezeptionsforschung.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Lindenstraße, Seifenoper, para-soziale Interaktion, Frauenrollen, Realismus, Zuschauerbindung und narrative Strukturen.

Wie beeinflussen die "Cliffhanger" die Zuschauer?

Cliffhanger erzeugen Spannungsmomente am Ende einer Folge, die den Zuschauer neugierig auf die Auflösung in der nächsten Woche machen und somit als Garant für eine kontinuierliche Zuschauerbindung dienen.

Welche Rolle spielen Frauenfiguren in der Lindenstraße laut der Autorin?

Die Autorin stellt fest, dass Frauen in der Serie oft in traditionellen, häuslichen Rollen und weniger in Karriere- oder Machtpositionen gezeigt werden, was sie als ein eher konservatives Bild der Frauenrolle in der Gesellschaft wertet.

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Details

Title
Serien und ihr Publikum. Frauenrollen und Rezipienten am Beispiel der Lindenstraße
College
University of Siegen  (Medien-Planung, -Entwicklung und -Beratung)
Course
Serien und ihr Publikum
Grade
1,0
Author
Kerstin Tille (Author)
Publication Year
2002
Pages
38
Catalog Number
V23456
ISBN (eBook)
9783638265775
ISBN (Book)
9783640203031
Language
German
Tags
Untersuchung Frauenrollen Rezipienten Beispiel Lindenstraße Serien Publikum
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kerstin Tille (Author), 2002, Serien und ihr Publikum. Frauenrollen und Rezipienten am Beispiel der Lindenstraße, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/23456
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