In dieser Seminararbeit wird zunächst im Rahmen der kulturellen Gegebenheiten zum Verständnis ein kurzer geschichtlicher Abriss über das Land und die wirtschaftliche Lage gegeben. Um die kulturelle Charakteristik Russlands und die russische Geschäftsmentalität zu verstehen, ist es dabei wichtig, einige historische und gesellschaftliche Merkmale zu verinnerlichen.
Im zweiten Teil wird auf die Besonderheiten der Geschäftsbeziehungen zwischen Russland und Deutschland eingegangen. Dabei erfolgt zuerst grundlegend die Betrachtung der wirtschaftlichen und juristischen Rahmenbedingungen. Nachfolgend soll schwerpunktmäßig der Umgang mit russischen Geschäftspartnern behandelt werden.
Im letzten Kapitel wird eine Beurteilung für die weitere Entwicklung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Geschäftsbeziehungen gegeben. Es stellt sich die Frage, ob Russland Chancen auf die Ausweitung von Geschäftsbeziehungen hat, bzw. in der Lage ist, die dazu notwendigen Reformen durchzuführen.
Inhaltsverzeichnis
1 Kulturelle Charakteristik Russlands
1.1 Grundlagen
1.2 Einflüsse von Geschichte und Politik
1.3 Heutige Situation
1.3.1 Strukturen
1.3.2 Wirtschaft
2 Geschäftsbeziehungen zwischen Russland und Deutschland
2.1 Interkulturelle Kommunikation als Grundlage
2.2 Investitionen
2.3 Juristische Besonderheiten
2.4 Rechtsformen einer Niederlassung in der RF
2.5 Steuerliche Vorschriften
2.6 Zusammenarbeit mit Verwaltungen
2.7 Umgang mit Geschäftspartnern
2.7.1 Kulturelle Besonderheiten
2.7.2 Joint Ventures und Gegengeschäfte
2.8 Risiken und Garantien
3 Beurteilung der zukünftigen Geschäftsbeziehungen
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Seminararbeit untersucht die kulturellen Rahmenbedingungen Russlands sowie deren Einfluss auf die Geschäftsmentalität. Dabei werden insbesondere die Besonderheiten der deutsch-russischen Geschäftsbeziehungen analysiert, um Handlungsempfehlungen für westliche Unternehmen abzuleiten und eine Einschätzung der zukünftigen wirtschaftlichen Zusammenarbeit vorzunehmen.
- Analyse kultureller, historischer und politischer Prägungen der russischen Gesellschaft.
- Darstellung der wirtschaftlichen und juristischen Rahmenbedingungen für ausländische Investoren.
- Untersuchung der interkulturellen Kommunikation und des Umgangs mit russischen Geschäftspartnern.
- Bewertung von Risiken sowie praktischen Lösungsansätzen bei der Projektabwicklung vor Ort.
- Prognose zur weiteren Entwicklung der deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen.
Auszug aus dem Buch
Umgang mit Geschäftspartnern
Zu Zeiten der Sowjetunion standen zwischen den ausländischen Geschäftsleuten und dem Kunden staatliche Außenhandelsorganisationen. Einblicke wurden selten gewährt, Direktkontakte waren eher unerwünscht. Die Unterschiede, die sich durch die Schwächung der Zentralregierung in Moskau und die wachsende Bedeutung der Regionen ergeben, werden immer größer. Es gibt heute kaum einen Staat in der Welt, dessen einzelne Teile so unterschiedlich sind, wie die 89 Föderationssubjekte mit ihren ethnischen, politischen und sozialen Eigenheiten.
Die russische Gesellschaft befindet sich im Umbruch. Heute ist der direkte Kontakt zu den Partnern selbst zu suchen. Gegenwärtig bildet sich eine neue Generation heraus, die westlichen Geschäftsleuten an Aktivismus, Dynamik und Individualität in nichts nachsteht. Das gilt auch für das Wirtschaftsleben.
Um erfolgreich Geschäfte machen zu können oder die russische Geschäftsmentalität zu verstehen, muss man den psychologischen Hintergrund verstehen, vor dem russische Geschäftspartner agieren. Russen sagt man eine gewisse Dickköpfigkeit, Neigung zu Extremen und Melancholie nach. Diese Eigenschaften wurden scheinbar durch die anfangs erwähnten klimatischen Widrigkeiten gefördert. In der Zusammenarbeit wird man auf nicht immer nachvollziehbare Verschwiegenheit und historisch bedingtes Misstrauen stoßen. Zum Vergleich aus der Sicht der Russen verfügen die Deutschen über das positive Image, diszipliniert, akkurat und pünktlich zu sein.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Kulturelle Charakteristik Russlands: Dieses Kapitel bietet einen geschichtlichen Abriss und analysiert die sozioökonomischen Rahmenbedingungen sowie die heutige Situation Russlands.
2 Geschäftsbeziehungen zwischen Russland und Deutschland: Der Hauptteil beleuchtet die Herausforderungen bei Investitionen, juristische Aspekte, den Umgang mit Behörden und die kulturellen Nuancen in der Kommunikation mit Geschäftspartnern.
3 Beurteilung der zukünftigen Geschäftsbeziehungen: Hier werden die Erfolgsaussichten für die deutsch-russische Zusammenarbeit bewertet, wobei Reformbedarf und politische Stabilität im Fokus stehen.
Schlüsselwörter
Russland, Geschäftsbeziehungen, Deutschland, Interkulturelle Kommunikation, Investitionen, Unternehmertum, Wirtschaftsreformen, Rechtsrahmen, Behörden, Geschäftspartner, Joint Ventures, Risikomanagement, Unternehmenskultur, Export, Wirtschaftswachstum.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den kulturellen Besonderheiten Russlands und wie diese die geschäftliche Zusammenarbeit mit deutschen Unternehmen beeinflussen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Felder sind die Analyse der russischen Mentalität, die juristischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie praktische Strategien für den Aufbau von Geschäftsbeziehungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, deutschen Unternehmen ein tieferes Verständnis für die russische Geschäftswelt zu vermitteln, um Projekte erfolgreicher abzuwickeln und Risiken besser einschätzen zu können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle wirtschaftliche Daten, rechtliche Grundlagen und interkulturelle Forschungsergebnisse zusammengeführt und bewertet werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die rechtliche Situation, steuerliche Vorschriften, die Zusammenarbeit mit der Verwaltung und spezifische kulturelle Verhaltensregeln im Umgang mit Geschäftspartnern.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte umfassen unter anderem Russland, Interkulturelle Kommunikation, Investitionsrisiken, Unternehmertum und deutsch-russische Kooperation.
Warum ist der Umgang mit der lokalen Verwaltung so schwierig?
Die Verwaltung ist streng hierarchisch und bürokratisch geprägt; Entscheidungen dauern oft lange, und die hohe Fluktuation sowie Korruptionsrisiken erschweren eine beständige Partnerschaft.
Warum wird allgemein von Joint Ventures abgeraten?
Die Erfahrung zeigt, dass russische Partner oft veraltete Anlagen einbringen und das langfristige Renditeverständnis oft mit dem westlicher Investoren kollidiert, was häufig zum Scheitern solcher Projekte führt.
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- Claus Hertle (Author), 2002, Kulturelle Charakteristik Russlands und Besonderheiten der Geschäftsbeziehungen zwischen Russland und Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/23466