Neologismen am Beispiel des PONS-Medienpreises


Hausarbeit (Hauptseminar), 2004

32 Seiten, Note: 1,0

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Neologismen und ihre Bewertung
2.1 Entwicklung und Bewertung des Begriffs Neologismus in der Sprachgeschichte
2.1.1 Die Bedeutung des Neologismus in der Forschungsgeschichte
2.1.2 Die Wortgeschichte von Neologismus und seine Bewertung
2.1.3 Die Fortentwicklung des Neologismus in der neueren Forschung
2.2 Die untergeordnete Rolle des Neologismus in der Sprachwandelforschung
2.2.1 Einordnung des Phänomens „Neologismus“ in den Sprachwandel
2.2.2 Der Prozess der Wortneuschöpfung
2.3 Das heutige Verständnis von Neologismus
2.3.1 Das Neulexem
2.3.2 Die Neubedeutung oder Neusemem
2.3.3 Definition des Neologismus am Anfang des 21. Jahrhunderts
2.4 Der Neologismus als ein Teil der lexikalischen Innovation
2.4.1 Motive für Wortneubildungen
2.4.2 Einordnung in die lexikalische Innovation
2.5 Der aktuelle Stand der Neologismenforschung
2.5.1 Die Entwicklung von Neologismenwörterbüchern
2.5.2 Kennzeichen der heutigen Neologismen

3. Der PONS – Medienpreis „PONS PONS“ für Wortneuschöpfungen
3.1 Die Idee und Konzeption des Preises
3.1.1 Der Grundgedanke und die Zielsetzung des Preises
3.1.2 Die Vorgehensweise bei der Auswahl der Wörter
3.2 Die Preisträger des PONS - Medienpreis
3.2.1 Die Preisträger des PONS PONS 2000
3.2.2 Die Preisträger des PONS PONS 2001
3.2.3 Die Preisträger des PONS PONS 2002
3.2.4 Die Preisträger des PONS PONS 2003
3.3 Beispielhafte Betrachtung von einigen prämierten Neologismen
3.3.1 Das Beispiel für den Preis 2000: Inder-Wahnsinn
3.3.2 Das Beispiel für den Preis 2001: Blabylon
3.3.3 Das Beispiel für den Preis 2002: Sparminator
3.3.4 Das Beispiel für den Preis 2003: Der Scholzomat
3.4 Kritische Betrachtung des PONS - Medienpreis

5. Anhang

6. Literaturverzeichnis
6.1 Literatur
6.2 Internet

1. Einführung

„Gouvernator“ oder „Praxisgebühr“ – alles Wörter, die vor einiger Zeit noch keinen Sinn machten. Heute sind sie jedem verständlich und werden im allgemeinen Sprachgebrauch ganz selbstverständlich benutzt. Da drängt sich die Frage auf, um welche Wortschöpfungen handelt es sich hier, woher kommen sie und wieso entwickeln sie sich innerhalb einer derart kurzen Zeit sogar zu Schlagwörtern? Die Antwort darauf ist nur zu geben, wenn man diese Worte als Neubildungen, d.h. Neologismen klassifiziert. Denn dann wird klar, dass diese Worte alle eng mit dem aktuellen Zeitgeschehen verbunden sind und sich so erst entwickeln konnten. Der Gouvernator bezieht sich auf Arnold Schwarzenegger und seine Wahl zum Gouverneur, während die Praxisgebühr durch die Gesundheitsreform entstanden ist.

Die Kreation neuer Worte wird meistens erst nötig, wenn für ein neues Phänomen keine geeignete Bezeichnung zur Verfügung steht. Dieser Vorgang ist vor allem während den Anfängen der Sprachentwicklung zu beobachten, doch auch heute besteht sehr häufig das Bedürfnis nach einer neuen Bezeichnung. Bedingt ist dies durch einen raschen technischen Fortschritt, die Globalisierung, auf deren Grundlage immer mehr fremde Einflüsse in die deutsche Kultur gelangen, und einen Wandel in der Gesellschaft. Die Menschen haben den Drang für alles sofort einen Namen zu finden oder mit Hilfe eines Schlagworts bestimmte Ereignisse zu charakterisieren. Diese Tendenzen machen eine verstärkte Forschung im Bereich der Neologismen notwendig und erregten auch mein Interesse.

Um jedoch die inneren Zusammenhänge zu verstehen, müssen zuerst folgende Fragen aufgeworfen werden: Was ist ein Neologismus? Wie entstand das Phänomen, das hinter dem Namen „Neologismus“ steckt? Welche Forschungsergebnisse liegen darüber bereits vor und wie hat sich die Wissenschaft in diesem Bereich entwickelt? Auf welchem Stand ist die moderne Forschung? Werden Neologismen in der Sprache wahrgenommen?

Anhand der Fragen ist bereits erkennbar, dass es sich hier um ein sehr komplexes Thema handelt. So soll im ersten Teil der Arbeit der Begriff Neologismus und seine theoretischen Grundlagen erläutert und auf den neuesten Forschungsstand eingegangen werden. Im zweiten Teil der Arbeit wird am Beispiel des PONS – Medienpreis der Stellenwert von Neologismen am Anfang des 21. Jahrhunderts dargelegt und versucht, die Tendenzen deren zukünftigen Entwicklung in der deutschen Sprache vorherzusehen.

2. Neologismen und ihre Bewertung

2.1 Entwicklung und Bewertung des Begriffs Neologismus in der Sprachgeschichte

2.1.1 Die Bedeutung des Neologismus in der Forschungsgeschichte

Das Phänomen und auch der Begriff des Neologismus waren in Deutschland bis in die jüngere Vergangenheit eher unwichtig und demzufolge auch in der Forschung wenig berücksichtigt. Dies ist verwundernd, denn gerade in der jüngeren deutschen Geschichte hatten politische Ereignisse einen starken Einfluss auf den deutschen Wortschatz und die damit verbundenen lexikalischen Veränderungen. Als Beispiele sind hier unter anderem die Zeit des Nationalsozialismus, der DDR und der Einfluss der Besatzungsmächte nach dem 2. Weltkrieg zu nennen.

Erste Ansätze für eine Erforschung der Erscheinung neuer Lexeme und Ausdrücke wurden durch Spezialwörterbücher in der DDR gemacht, die jedoch noch nicht als reine Neologismenwörterbücher zu sehen sind.

Die weitere Entwicklung dieser Forschung wird im zweiten Teil dieser Arbeit noch genauer behandelt. Zunächst erscheint es wichtig den Terminus „Neologismus“ genauer zu definieren.

2.1.2 Die Wortgeschichte von Neologismus und seine Bewertung

Das Wort „Neologismus“ wurde in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts aus dem Französischen ins Deutsche entlehnt. In Frankreich ist „néologisme“ erstmals um 1734 belegt und war in der Bedeutung „Wortneuschöpfung“ zu finden. Es handelt sich um eine neoklassische Lehnwortbildung, bestehend aus den Teilen [néos] = neu und [logos] = Wort, Lehre. Dieser Begriff war damals in Frankreich bereits in einem linguistisch-lexikographischen Wortfeld verankert, aber es herrschte eine bis heute andauernde Ablehnung gegenüber jeglicher sprachlicher Innovation und den damit verbundenen fremdsprachlichen Einflüssen.

In Deutschland wird der Begriff Neologismus erstmals 1754 bei Christoph Otto Freiherr von Schönaichs „Die ganze Aesthetik in einer Nuss oder Neologisches Wörterbuch“ verwendet. Dieses Werk ist jedoch noch eine eher ironisch-kritische Betrachtung der verschiedenen Wortneuschöpfungen und behandelt vor allem Okkasionalismen. Dieses Buch bleibt für lange der erste Ansatz Neologismen lexikographisch zu erfassen.

Erstmals 1804 bei Heyse bzw. 1816 bei Oertel ist die Wortgruppe um den Neologismus in Fremdwörterbüchern aufzufinden. Die Bedeutungen unterscheiden sich stark von der heutigen. Der Bezug zur Sprache fehlt vollkommen bzw. die Sprache erscheint nur als untergeordnete Konnotation. So wurde z.B. 1816 bei Oertel „Neologismus“ noch mit Neuerungssucht bzw. Neu- oder Irrgläubigkeit gleichgesetzt.[1] Daran ist zu sehen, dass der Begriff des Neologismus im Gegensatz zum Französischen sich nicht nur auf einen sprachlichen Bezug beschränkte, sondern auch andere Bereiche, wie z.B. auch Religion, mit einschloss.

Erst in den frühen Konversationslexika wurde der Begriff an die Sprache gebunden. Einen direkten sprachlichen Bezug stellte erstmals Sanders 1863 her, der folgende Definition gab: „Neuerung, namentlich auf sprachlichem Gebiet“[2] Damit war der Weg von einem ursprünglich negativ konnotierten Wort zu einer wertneutralen Bezeichnung vollzogen.

Als direkter Fachterminus ist der Neologismus zum ersten Mal 1978 in einem allgemeinen Wörterbuch beschrieben worden und dennoch gibt es bis heute keine einheitlich systematische Definition. Folgende Beispiele mögen dies verdeutlichen:

- Neologismus:

1. Neuerungssucht, besonders auf religiösem Gebiet
2. Sprachliche Neubildung

(Duden: Das Fremdwörterbuch)[3]

- Neologismus:

„Neue“ Wortschatzeinheit, die eine Zwischenstellung im Wortschatz einnimmt.

(Fleischer: Grundzüge der deutschen Wortbildung)[4]

- Neologismus:

(verkrampfte) Wortneubildung

(Mackensen: Deutsches Wörterbuch)[5]

- Neologismus:

(sprachwidrige) Wortneubildung

(Wahrig: Fremdwörter-Lexikon)[6]

2.1.3 Die Fortentwicklung des Neologismus in der neueren Forschung

Während es z.B. in Ländern wie China und Dänemark so genannte Neologismen-Wörterbücher auf deutscher Basis gibt, ist in Deutschland dieses Spezialgebiet für lange Zeit nicht beachtet worden. Diese Tatsache scheint in vielen Aspekten für das Deutsche nicht förderlich zu sein, denn so können Informationslücken für neue Wörter entstehen. Ein wichtige Notwendigkeit für die Forschung über Neologismen ergibt sich deshalb daraus, dass so auch neue Lexeme, die noch nicht in herkömmlichen Wörterbüchern stehen, gefunden werden können. Ein weiterer Grund ist die Möglichkeit der fundierten wortgeschichtlichen Informationen[7] mit Hilfe von Neologismen-Wörterbüchern.

Wie bereits in der Wortgeschichte des Neologismus sichtbar wird, spielt dieser Begriff bis in die 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts keine wichtige Rolle in der deutschen Forschung. Erstmalige Forschungsansätze werden in den 50er Jahren für das Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache gemacht, in dem hinter den Wörterbucheinträgen eine Kennzeichnung für Neuwort erfolgt. Von diesem Zeitpunkt an entwickelt sich die Forschung nur langsam weiter. Ende der 80er Jahre entsteht ein neues Projekt über die Neologismen der 90er Jahre am Institut für deutsche Sprache. Darauf soll später noch genauer eingegangen werden.

2.2 Die untergeordnete Rolle des Neologismus in der Sprachwandelforschung

2.2.1 Einordnung des Phänomens „Neologismus“ in den Sprachwandel

Obwohl Neologismen als lexikalische Erscheinungen durchaus dem Sprachwandel zugeordnet werden können, werden sie in der spezifischen Forschung kaum berücksichtigt, sodass es keine „grundlegend-systematischen Darstellungen“[8] gibt. Die Ursache dafür mag wohl darin liegen, dass Sprachwandel vorwiegend durch den Lautwandel in einer Sprache dargestellt wird, während der Bedeutungswandel und auch syntaktische Veränderungen eher in den Hintergrund treten. Der lexikalische Wandel, dem auch die Neologismen zuzuordnen sind, kann nur durch eine Generalisierung der allgemeinen Ergebnisse über Sprachwandel beschrieben werden.

So werden die Veränderungen einer Sprache immer von zwei Sichtweisen aus betrachtet. Zum einen durch Deutungen, die auf der internen Sprachstruktur basieren, zum anderen durch eine Untersuchung des außersprachlichen Bereichs, der die Funktionszusammenhänge mit einbindet. Lexikalischer Wandel ist meistens im systemexternen Bereich anzutreffen.

Die Formen des Wortschatzwandels sind in drei Kategorien einzuteilen, die sich jeweils auf Inhalts- und Ausdrucksseite des Lexems erstrecken. Diese Differenzierung in Vermehrung, Abwandlung und Schwund des Lexemguts einer Sprache ist bei den Neologismen nur eingeschränkt zu beobachten. Hier herrscht die Form der Vermehrung und in geringen Zügen auch die der Abwandlung vor. Die Vermehrung des Wortschatzes geschieht in diesem Fall durch Wortbildung, Entlehnungen und Phraseologiebildungen. Die lexikalische Sprachwandelforschung ist durch einige spezifische Merkmale gekennzeichnet, die im folgenden Abschnitt erläutert werden.

2.2.2 Der Prozess der Wortneuschöpfung

Die Basis dieser Forschungsrichtung bildet die Untersuchung von sowohl der Spezifik und Motivation des Auftretens eines neuen Lexems als auch des Prozesses des Festsetzens und der Akzeptanz der Neuerung.[9]

Der Ausgangspunkt für eine lexikalische Neuerung ist demzufolge ein „individuell-subjektiver Schöpfungsakt“[10] nach den individuellen Bedürfnissen des Sprechers für eine Neubenennung. Diese Bildungen werden als Okkasionalismen oder auch Gelegenheitsbildungen bezeichnet, denn sie werden zwar nach den Wortbildungsregeln produziert, sind aber dennoch häufig nur individuell verständlich, da sie entweder text- oder autorenbezogen sind oder nur innerhalb einer bestimmten Gruppe oder Situation verstanden werden können.

Doch hierbei stellt sich die Frage, wieso nicht alle neuen dekodierbaren Wortbildungskonstruktionen auch als wirklich neu wahrgenommen werden. Die Antwort ist darin zu suchen, dass bei den Bildungen kein besonderer Neuigkeitseffekt zu beobachten ist, z.B. bei der Bildung Selbstbewegung statt Eigenbewegung. Ein weiter Ansatz wäre zu vermuten, dass durch analogische Häufungen einzelne Elemente neu wirken und dadurch Schlagwortcharakter erhalten, wie z.B. Rock-, Intellektuellen- oder Atomszene.

Jedoch machen Prägungen und textgebundene Verwendungen diese neuen Konstruktionen noch nicht zu Teilen des Wortschatzes. Erst wenn eine Übernahme in den allgemeinen Gebrauch und ein relativ konstantes Wissen aller um diesen Sachverhalt besteht, spricht man von Neologismen.

Diese Durchsetzungs- und Aneignungsprozesse neuer lexikalischer Einheiten können unterschiedlich lang dauern, viele verschwinden auch wieder.

Die Usualisierung und Speicherung neuer Wortkonstruktionen ist beeinflusst durch:

- außersprachliche Faktoren, wie z.B. Kultur, Zeit und Kommunikationsbedürfnisse
- kommunikative Notwendigkeit ® Benennungsbedürfnisse der Gesellschaft im Rahmen der Verständigung
- sprachliche Variabilität ® der Sprecher will sich anpassen, erweitern oder auswählen können

Neben diesen Faktoren ist zudem die Akzeptanz, die den neuen Bildungen entgegen gebracht wird, sehr wichtig. Die damit verbundenen Bedingungen für einen hohen Grad an Akzeptanz sind:

- der Bekanntheitsgrad des Denotats
- das Verhältnis zu konkurrierenden Benennungen ® Mit der Usualisierung einer Benennung ist meist auch eine Standardisierung verbunden.
- die Usualität der einzelnen Glieder
- die Modellgerechtigkeit der jeweiligen Glieder ® Semantische und strukturelle Besonderheiten wirken oft hemmend oder begünstigend.

Die Neigung zur Demotivation und Speicherung der neuen Lexeme ist vor allem bei folgenden Wortschöpfungen gering:

- Wortbildungskonstruktionen aus mehr als drei Grundmorphemen, z.B. Straßengüterfernverkehr
- Bildungen mit Durchkopplungsbindestrich, wie historisch-kulturell-technisch bedingt
- Lexeme mit Eigennamenbestandteilen[11]

Zusammenfassend kann man den Prozess von Wortneuschöpfungen folgendermaßen beschreiben: Basierend auf einer Anfangsneuerung bzw. auf einem Okkasionalismus folgt die Ausbreitung und Durchsetzung einzelner Neuerungen, die nach einem Prozess der Usualisierung und Akzeptierung zu Neologismen werden. Schließlich folgt die Lexikalisierung, nach der die ehemaligen Neuschöpfungen als feste Bestandteile des Wortschatzes anerkannt sind und nur noch von wenigen Mitgliedern der Kommunikationsgemeinschaft als neu empfunden werden. Vor allem dieser Prozess der Etablierung und Durchsetzung von Neologismen ist für die gegenwärtige Forschung interessant.

2.3 Das heutige Verständnis von Neologismus

Auf Grund seiner beiden Haupterscheinungsformen kann eine Definition von Neologismus, wie er heute gesehen wird, versucht werden. Als Ausgangspunkt dient dabei die Tatsache, dass der Neologismus als lexikalische Einheit sowohl eine Inhaltsseite als auch eine Ausdrucksseite hat. Von den gebräuchlichen Wörtern unterscheidet sich der Neologismus dadurch, dass entweder seine Form und seine Bedeutung oder nur seine Bedeutung von den meisten Menschen einer Sprechergemeinschaft als unbekannt empfunden werden. Dadurch ergibt sich eine Unterscheidung in Neulexem bzw. Neubedeutung, die im Folgenden genauer erklärt werden soll.

2.3.1 Das Neulexem

= „neue lexikalische Einheit [...], bei der Form und Bedeutung neu sind“[12]

Das Neulexem wird verwendet, wenn neue Sachverhalte erstmals zu benennen sind oder weitere Bezeichnungen für bereits existierende Dinge gesucht werden. Einige Beispiele sind Infopost, Osterweiterung oder ICE[13].

Je nach Bildungsart können zwei Untergruppen unterschieden werden:

1. Neuschöpfung: „ohne analoge Wortbildungsmuster, sehr selten“[14]
2. Neuprägung oder Neubildung: „nach indigenen oder entlehnten Wortbildungsmustern; aus indigenen und/oder entlehnten Morphemen/Wörtern, in der Regel Komposita und Derivate [...]“[15]

Wichtig ist hierbei von „Neulexem“ und nicht von „Neuwort“ zu sprechen, da in dem Terminus Lexem auch Wortgruppen und Phraseologien umfasst werden.

2.3.2 Die Neubedeutung oder Neusemem

= „neue Bedeutung, die einer bereits vorhandenen mono- oder polysemen lexikalischen Einheit hinzugefügt wird (Bedeutungserweiterung)“[16]

[...]


[1] Kinne, Michael: Der lange Weg zum deutschen Neologismenwörterbuch. In: Neologie und Korpus. Hrsg. von Wolfgang Teubert. Tübingen: Gunter Narr Verlag 1998, S. 71

[2] Ebd., S. 73

[3] Drosdowski, Günther [Hrsg.]: Duden: Das Fremdwörterbuch. 6. Auflage. Mannheim/Gütersloh: Bertelsmann Verlagsgruppe 1997, S. 547

[4] Fleischer, Wolfgang/Stepanowa, Marija: Grundzüge der deutschen Wortbildung, Leipzig: VEB Bibliographisches Institut 1985, S. 174

[5] Mackensen, Lutz: Deutsches Wörterbuch. 10. Auflage. München: Pawlak Verlagsgesellschaft 1982, S. 753

[6] Wahrig, Gerhard: Fremdwörter – Lexikon. Gütersloh: Bertelsmann Verlag 1974, S. 425

[7] Kinne: Der lange Weg zum deutschen Neologismenwörterbuch, S. 65

[8] Ebd., S. 76

[9] vgl. sinngemäß Kinne: Der lange Weg zum deutschen Neologismenwörterbuch, S. 77

[10] Ebd., S. 77

[11] Fleischer: Grundzüge der deutschen Wortbildung, S. 175

[12] Kinne: Der lange Weg zum deutschen Neologismenwörterbuch, S. 83

[13] Ebd., S. 83

[14] Ebd., S. 83

[15] Ebd., S. 83

[16] Kinne: Der lange Weg zum deutschen Neologismenwörterbuch, S. 84

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten

Details

Titel
Neologismen am Beispiel des PONS-Medienpreises
Veranstaltung
Hauptseminar
Note
1,0
Jahr
2004
Seiten
32
Katalognummer
V23471
ISBN (eBook)
9783638265898
Dateigröße
558 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Neologismen, Beispiel, PONS-Medienpreises, Hauptseminar
Arbeit zitieren
Anonym, 2004, Neologismen am Beispiel des PONS-Medienpreises, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/23471

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