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Neologismen am Beispiel des PONS-Medienpreises

Título: Neologismen am Beispiel des PONS-Medienpreises

Trabajo , 2004 , 32 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor)

Filología alemana - Lingüística
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„Gouvernator“ oder „Praxisgebühr“ – alles Wörter, die vor einiger Zeit noch keinen Sinn machten. Heute sind sie jedem verständlich und werden im allgemeinen Sprachgebrauch ganz selbstverständlich benutzt. Da drängt sich die Frage auf, um welche Wortschöpfungen handelt es sich hier, woher kommen sie und wieso entwickeln sie sich innerhalb einer derart kurzen Zeit sogar zu Schlagwörtern? Die Antwort darauf ist nur zu geben, wenn man diese Worte als Neubildungen, d.h. Neologismen klassifiziert. Denn dann wird klar, dass diese Worte alle eng mit dem aktuellen Zeitgeschehen verbunden sind und sich so erst entwickeln konnten. Der Gouvernator bezieht sich auf Arnold Schwarzenegger und seine Wahl zum Gouverneur, während die Praxisgebühr durch die Gesundheitsreform entstanden ist.
Die Kreation neuer Worte wird meistens erst nötig, wenn für ein neues Phänomen keine geeignete Bezeichnung zur Verfügung steht. Dieser Vorgang ist vor allem während den Anfängen der Sprachentwicklung zu beobachten, doch auch heute besteht sehr häufig das Bedürfnis nach einer neuen Bezeichnung. Bedingt ist dies durch einen raschen technischen Fortschritt, die Globalisierung, auf deren Grundlage immer mehr fremde Einflüsse in die deutsche Kultur gelangen, und einen Wandel in der Gesellschaft. Die Menschen haben den Drang für alles sofort einen Namen zu finden oder mit Hilfe eines Schlagworts bestimmte Ereignisse zu charakterisieren. Diese Tendenzen machen eine verstärkte Forschung im Bereich der Neologismen notwendig und erregten auch mein Interesse.
Um jedoch die inneren Zusammenhänge zu verstehen, müssen zuerst folgende Fragen aufgeworfen werden: Was ist ein Neologismus? Wie entstand das Phänomen, das hinter dem Namen „Neologismus“ steckt? Welche Forschungsergebnisse liegen darüber bereits vor und wie hat sich die Wissenschaft in diesem Bereich entwickelt? Auf welchem Stand ist die moderne Forschung? Werden Neologismen in der Sprache wahrgenommen?
Anhand der Fragen ist bereits erkennbar, dass es sich hier um ein sehr komplexes Thema handelt. So soll im ersten Teil der Arbeit der Begriff Neologismus und seine theoretischen Grundlagen erläutert und auf den neuesten Forschungsstand eingegangen werden. Im zweiten Teil der Arbeit wird am Beispiel des PONS – Medienpreis der Stellenwert von Neologismen am Anfang des 21. Jahrhunderts dargelegt und versucht, die Tendenzen deren zukünftigen Entwicklung in der deutschen Sprache vorherzusehen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Neologismen und ihre Bewertung

2.1 Entwicklung und Bewertung des Begriffs Neologismus in der Sprachgeschichte

2.1.1 Die Bedeutung des Neologismus in der Forschungsgeschichte

2.1.2 Die Wortgeschichte von Neologismus und seine Bewertung

2.1.3 Die Fortentwicklung des Neologismus in der neueren Forschung

2.2 Die untergeordnete Rolle des Neologismus in der Sprachwandelforschung

2.2.1 Einordnung des Phänomens „Neologismus“ in den Sprachwandel

2.2.2 Der Prozess der Wortneuschöpfung

2.3 Das heutige Verständnis von Neologismus

2.3.1 Das Neulexem

2.3.2 Die Neubedeutung oder Neusemem

2.3.3 Definition des Neologismus am Anfang des 21. Jahrhunderts

2.4 Der Neologismus als ein Teil der lexikalischen Innovation

2.4.1 Motive für Wortneubildungen

2.4.2 Einordnung in die lexikalische Innovation

2.5 Der aktuelle Stand der Neologismenforschung

2.5.1 Die Entwicklung von Neologismenwörterbüchern

2.5.2 Kennzeichen der heutigen Neologismen

3. Der PONS – Medienpreis „PONS PONS“ für Wortneuschöpfungen

3.1 Die Idee und Konzeption des Preises

3.1.1 Der Grundgedanke und die Zielsetzung des Preises

3.1.2 Die Vorgehensweise bei der Auswahl der Wörter

3.2 Die Preisträger des PONS - Medienpreis

3.2.1 Die Preisträger des PONS PONS 2000

3.2.2 Die Preisträger des PONS PONS 2001

3.2.3 Die Preisträger des PONS PONS 2002

3.2.4 Die Preisträger des PONS PONS 2003

3.3 Beispielhafte Betrachtung von einigen prämierten Neologismen

3.3.1 Das Beispiel für den Preis 2000: Inder-Wahnsinn

3.3.2 Das Beispiel für den Preis 2001: Blabylon

3.3.3 Das Beispiel für den Preis 2002: Sparminator

3.3.4 Das Beispiel für den Preis 2003: Der Scholzomat

3.4 Kritische Betrachtung des PONS - Medienpreis

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Neologismen am Beispiel des „PONS - Medienpreises“. Ziel ist es, die theoretischen Grundlagen der Neologismenforschung darzulegen, den aktuellen Stand der Wissenschaft zu beleuchten und anhand der prämierten Wortschöpfungen Tendenzen für die zukünftige Entwicklung in der deutschen Sprache aufzuzeigen.

  • Historische Entwicklung und Definition von Neologismen
  • Einordnung von Neologismen in die lexikalische Innovation
  • Methodik und Konzeption des PONS - Medienpreises
  • Analyse und Charakteristik prämierter Wortschöpfungen
  • Kritische Reflexion der Neologismenforschung und des Medienpreises

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Das Beispiel für den Preis 2000: Inder-Wahnsinn

Das Wort Inder-Wahnsinn entstand im Zusammenhang mit der Diskussion um eine so genannte Green-Card für indische Computerspezialisten. Es ist wahrscheinlich eine Abwandlung des Wortes „Rinderwahnsinn“. Auffällig ist hierbei die unterschiedliche Schreibweise, die durch eine Schreibung mit Bindestrich auf den besonderen Charakter des Neologismus hinweisen soll. Inder-Wahnsinn ist ein Determinativkompositum, bestehend aus zwei Substantiven. Die Verwendung von substantivischen Ausdrücken ist sehr häufig bei Wortneuschöpfungen.

Im elektronischen Korpus ist das Wort viermal zu finden. Es ist vor allem in Zeitschriften wie z.B. Focus, Stern etc. zu finden und wird dort in allen Kategorien von Politik bis hin zu Kultur verwendet.

Im Internet werden 128 Homepages angezeigt, die dieses Wort in verschiedenen Zusammenhängen verwenden. Dies ist sehr aufschlussreich, denn nur ein geringer Teil der Neologismen schafft es, aus dem Kontext gebundenen Text herausgenommen, auch allgemein verständlich zu sein und verwendet zu werden.

Diese Wortschöpfung scheint im deutschen Sprachraum akzeptiert worden zu sein und in die unterschiedlichsten Bereiche als Schlagwort Zugang gefunden zu haben. Dennoch ist es ein Wort, das in eher kürzerer Zeit veraltet sein wird, denn es beinhaltet ein Thema, das bereits seit längerer Zeit nicht mehr aktuell ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung motiviert das Thema durch aktuelle Neologismen und stellt die zentrale Forschungsfrage sowie das Vorgehen in der Arbeit vor.

2. Neologismen und ihre Bewertung: Dieses Kapitel erläutert die sprachgeschichtliche Entwicklung, die theoretischen Definitionen sowie die Einordnung von Neologismen in den lexikalischen Wandel.

3. Der PONS – Medienpreis „PONS PONS“ für Wortneuschöpfungen: Dieser Teil analysiert das Konzept, die Auswahlkriterien und die Preisträger des PONS - Medienpreises sowie die beispielhafte Untersuchung ausgewählter Neologismen und eine kritische Reflexion des Preises.

Schlüsselwörter

Neologismus, Wortneuschöpfung, Sprachwandel, Neulexem, Neubedeutung, PONS-Medienpreis, Lexikalische Innovation, Okkasionalismus, Medien, Germanistik, Sprachgebrauch, Wortbildung, Korpusanalyse, Etymologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entstehung und Bewertung von Neologismen in der deutschen Gegenwartssprache, fokussiert auf die Rolle kreativer Wortschöpfungen in den Medien.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen die Theorie der Neologismen, deren Einordnung in den Sprachwandel, die Erforschung durch Neologismenwörterbücher sowie die Analyse des PONS - Medienpreises.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, den Stellenwert von Neologismen am Anfang des 21. Jahrhunderts zu untersuchen und Tendenzen ihrer zukünftigen Entwicklung in der deutschen Sprache vorherzusehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Methode umfasst die theoretische Fundierung durch Literaturrecherche, die Auswertung von Korpusdaten sowie eine beispielhafte Analyse ausgewählter Preisträgerwörter inklusive Internet-Recherche.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, den aktuellen Forschungsstand, die detaillierte Vorstellung und Analyse des PONS - Medienpreises sowie eine kritische Auseinandersetzung mit dessen Durchführung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Neologismus, Sprachwandel, Wortneuschöpfung, Medienpreis und lexikalische Innovation charakterisiert.

Warum ist der Begriff „Inder-Wahnsinn“ für die Forschung relevant?

Er dient als illustratives Beispiel dafür, wie ein Neologismus als Determinativkompositum aus einem aktuellen Anlass entsteht, kurzzeitig als Schlagwort fungiert und aufgrund seiner Themenbezogenheit wieder an Aktualität verliert.

Welche Rolle spielt die „Usualisierung“ für Neologismen laut dem Autor?

Die Usualisierung ist ein entscheidender Prozess, bei dem eine neue Wortkonstruktion in den allgemeinsprachlichen Wortschatz der Standardsprache übernommen wird, um als etablierter Neologismus zu gelten.

Wie bewertet der Autor den PONS - Medienpreis kritisch?

Der Autor lobt die Initiative als fortschrittlich, bemängelt jedoch die mangelnde Objektivität bei der Auswahl durch die Jury und regt ein systematischeres, wissenschaftliches Vorgehen bei der Recherche an.

Final del extracto de 32 páginas  - subir

Detalles

Título
Neologismen am Beispiel des PONS-Medienpreises
Curso
Hauptseminar
Calificación
1,0
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
32
No. de catálogo
V23471
ISBN (Ebook)
9783638265898
Idioma
Alemán
Etiqueta
Neologismen Beispiel PONS-Medienpreises Hauptseminar
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2004, Neologismen am Beispiel des PONS-Medienpreises, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/23471
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