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Das Konzept des Benchmarking. Darstellung und kritische Würdigung.

Title: Das Konzept des Benchmarking. Darstellung und kritische Würdigung.

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 40 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dipl. Betriebswirtin (FH) Melanie Ruehling (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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1. Einleitung und Gang der Untersuchung

„Nur ein Idiot glaubt, aus den Erfahrungen zu lernen. Ich ziehe es vor, aus den Erfahrungen anderer zu lernen, um von vornherein eigene Fehler zu vermeiden.“ Otto von Bismarck In Zeiten eines immer härter werdenden Wettbewerbumfeldes ist dieses Zitat von Bismarck aktuell wie nie zuvor, denn muss man sich kontinuierlich mit den weltweit Besten, den „Besten der Besten“, vergleichen und von diesen lernen, um den langfristigen Erfolg und die Überlebensfähigkeit zu sichern. Unternehmen sehen sich einem immer größer werdenden Konkurrenzdruck ausgesetzt. Ausgelöst durch Globalisierung und Fusionen unterstützt von neuen Medien, wie dem Internet, müssen Unternehmen schneller und ziel-gerichteter Kundenwünsche am Markt befriedigen. Immer höhere Qualität zu gleich bleibenden Preisen wird verlangt. Länder wie Japan sind seit langen bekannt dafür, dass sie sich Produktinformationen von ihren Mitbewerbern beschaffen und benutzen, um die Schwächen ihrer Konkurrenten in Europa und Amerika herauszufinden und folglich Fehler bei eigenen Produkten zu vermeiden. Dies ist auch ein Grund, warum japanische Firmen so erfolgreich in der Automobilindustrie und in der Unterhaltungselektronik sind. Das Japanische Wort dantotsu bedeutet „Das Bemühen der Beste der Besten zu sein“ und beschreibt sehr gut den Prozess, mit dem in Japan Wettbewerbsvorteile erarbeitet werden.1 Einen Wettbewerbsvorteil zu gewinnen und zu behalten ist der Schlüssel des Erfolges auf allen Wegen des Lebens sei es im Sport als auch im Geschäftsleben. Das Instrument Benchmarking soll die Unternehmen bei der Erfüllung dieser Anforderungen entscheidend unterstützen. Dabei ist es kein konkurrierendes Instrument, sondern vereint vorhandene Instrumente, und zeigt neue Sichtweisen auf. In führenden Unternehmen erweist sich Benchmarking als Hilfsmittel zur Informationssammlung. Diese werden benötigt, um ständig besser zu werden und der Konkurrenz ein Schritt voraus zu sein.2 In dieser Arbeit soll das Konzept des Benchmarking kritisch dargestellt werden. Dabei wird im ersten Teil auf die Grundlagen des Benchmarking näher eingegangen. Nachfolgend werden die Elemente des Benchmarking erläutert und anschließend wird der Bench-marking-Prozess nach Camp dargestellt und am praktischen Beispiel veranschaulicht. Abschließend werden Vor- und Nachteile des Benchmarking gegenübergestellt.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Gang der Untersuchung

2. Grundlagen des Benchmarking

2.1. Entstehung und Verbreitung des Benchmarking-Konzeptes

2.2. Benchmarking-Definitionen und Einordnung des Konzeptes

2.3. Ziele und Voraussetzungen

3. Basiselemente des Benchmarking

3.1. Benchmarkingobjekte

3.2. Bewertungs- und Vergleichskriterien

3.3. Typen des Benchmarking

3.3.1. Internes Benchmarking

3.3.2. Externes Benchmarking

3.3.2.1. Wettbewerbsorientiertes Benchmarking

3.3.2.2. Funktionales Benchmarking

4. Der Benchmarking – Prozess nach Robert C. Camp

4.1. Die Planungsphase

4.2. Die Analysephase

4.3. Die Integrationsphase

4.4. Die Aktionsphase

4.5. Die Reifephase

5. Kritische Würdigung

5.1. Gründe für Benchmarking und Vorteile für Unternehmen

5.2. Widerstände und Probleme

6. Schlussbetrachtung

7. Anhang

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Hausarbeit ist die kritische Darstellung und Würdigung des Benchmarking-Konzeptes als strategisches Management-Instrument, um durch den systematischen Vergleich mit den Besten der Branche eigene Lernprozesse anzustoßen und Wettbewerbsvorteile zu generieren.

  • Historische Entwicklung und Verbreitung des Benchmarking-Konzepts
  • Methodische Grundlagen, Zielsetzungen und Voraussetzungen für den Einsatz
  • Detaillierte Analyse des Benchmarking-Prozesses nach Robert C. Camp
  • Unterscheidung verschiedener Benchmarking-Typen (intern, wettbewerbsorientiert, funktional)
  • Kritische Reflexion von Vorteilen, Widerständen und Erfolgsfaktoren bei der Implementierung

Auszug aus dem Buch

2.1. Entstehung und Verbreitung des Benchmarking-Konzeptes

Das Benchmarking Konzept ist dem Ursprung nach ein Management-Werkzeug der Industrie, mit dem Leistungsvergleiche zwischen Unternehmen zum Zwecke der Stärkung der Markt- und Wettbewerbsposition entwickelt worden sind. Der Beginn des Benchmarking wird historisch 1979 verankert und zwar ausgehend von dem amerikanischen Unternehmen Xerox. In dieser Zeit befand sich das Unternehmen, bedingt durch Qualitäts- und Kostenprobleme, in einer schwierigen Wettbewerbsposition. Daraufhin wurde analysiert, warum der Konkurrent Canon aus Japan einen Kopierer anbieten konnte, welcher wesentlich unter den Herstellkosten für vergleichbare Geräte bei Xerox lag.

Aus diesem Benchmarking-Prozess bei Xerox wurde deutlich, dass nicht nur die Untersuchung des Erzeugnisses ausreichte, sondern das die Gestaltung der einzelnen Arbeitsabläufe im Unternehmen Canon entscheidend sind, um einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen. Seitdem stehen Methoden und Prozesse im Fokus des Benchmarking. Aufgrund der Umstellung der Fertigung und der Lagerhaltung und der enormen Anstrengung in Hinsicht der Kosten und Qualität konnte sich Xerox in der Folgezeit wieder erfolgreich am Markt etablieren. Neu und sensationell war vor allem das Benchmarking. In diesem Zusammenhang ist der Name Robert C. Camp zu nennen, der in seinem Buch über die Erfahrungen der Xerox Company mit diesem Instrument berichtete, und somit als Mitbegründer des Benchmarking gilt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Gang der Untersuchung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit des Lernens von den Besten im heutigen harten Wettbewerbsumfeld und skizziert den Aufbau der kritischen Auseinandersetzung mit dem Benchmarking-Konzept.

2. Grundlagen des Benchmarking: Dieses Kapitel behandelt die historischen Ursprünge bei Xerox, definiert den Begriff des Benchmarking und ordnet das Konzept in den Managementkontext ein.

3. Basiselemente des Benchmarking: Hier werden die Objekte, die notwendigen Bewertungskriterien sowie die verschiedenen Typen des Benchmarking (intern, extern, funktional) im Detail erläutert.

4. Der Benchmarking – Prozess nach Robert C. Camp: Dieses zentrale Kapitel beschreibt den fünfstufigen Prozess nach R. C. Camp von der Planungs- über die Analyse- bis hin zur Reifephase.

5. Kritische Würdigung: Der Abschnitt reflektiert die Vorteile des Konzepts für die Leistungssteigerung, setzt sich aber auch mit typischen Widerständen und Implementierungsproblemen in der Unternehmenskultur auseinander.

6. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass Benchmarking bei kontinuierlicher Anwendung als strategisches Analyseinstrument zur Wettbewerbssicherung dient, wobei der Erfolg maßgeblich von den Erfolgsfaktoren Projektmanagement und Mitarbeitereinbeziehung abhängt.

7. Anhang: Der Anhang enthält ergänzende Tabellen und Abbildungen sowie ein Praxisbeispiel (Advance Bank), welche die theoretischen Ausführungen verdeutlichen.

Schlüsselwörter

Benchmarking, Management-Instrument, Best Practices, Wettbewerbsvorteil, Prozessanalyse, Strategische Planung, Lernende Organisation, Robert C. Camp, Kennzahlenvergleich, Organisationsentwicklung, Lean Management, Wettbewerbsfähigkeit, Benchlearning, Unternehmenspraxis, Qualitätsmanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit stellt das Management-Instrument Benchmarking theoretisch dar und unterzieht es einer kritischen Würdigung in Bezug auf seine Anwendungsmöglichkeiten in der Unternehmenspraxis.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Definition und Herkunft des Benchmarking, die Typologie der Vergleichsformen, den strukturierten Prozess nach Robert C. Camp sowie eine Analyse der Vorteile und potenziellen Widerstände in Organisationen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das Konzept des Benchmarking zu erläutern und zu zeigen, wie Unternehmen durch den systematischen Vergleich mit den "Besten der Besten" eigene Lern- und Verbesserungsprozesse initiieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Aufarbeitung und literaturgestützte Darstellung, die durch grafische Modelle, Prozessbeschreibungen und ein praxisnahes Fallbeispiel (Advance Bank) methodisch ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodischen Grundlagen (Objekte, Typen), den detaillierten Prozessablauf nach Camp (Planung, Analyse, Integration, Aktion, Reife) sowie eine kritische Auseinandersetzung mit Nutzen und Implementierungsproblemen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Benchmarking, Best Practices, Wettbewerbsvorteil, Prozessanalyse, strategische Entscheidungsunterstützung und kontinuierlicher Verbesserungsprozess.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen internem und externem Benchmarking eine Rolle?

Die Unterscheidung ist deshalb wichtig, da interne Vergleiche einfacher und kostengünstiger umzusetzen sind, während externes oder funktionales Benchmarking ein höheres Potenzial für radikale Innovationen und echte Wettbewerbseinblicke bietet.

Wie trägt das Fallbeispiel der "Advance Bank" zur Erkenntnis bei?

Das Beispiel veranschaulicht konkret, wie eine Bank durch den bewussten Einsatz von Benchmarking-Methoden bei der strategischen Entscheidung zwischen Filialausbau oder Direktbankmodell erfolgreich neue Marktpositionen erschließen konnte.

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Details

Title
Das Konzept des Benchmarking. Darstellung und kritische Würdigung.
College
Erfurt University of Applied Sciences  (Studienschwerpunkt: Prüfungs- und Steuerwesen)
Grade
1,3
Author
Dipl. Betriebswirtin (FH) Melanie Ruehling (Author)
Publication Year
2004
Pages
40
Catalog Number
V23474
ISBN (eBook)
9783638265928
ISBN (Book)
9783638915304
Language
German
Tags
Konzept Benchmarking Darstellung Würdigung Thema Benchmarking
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Betriebswirtin (FH) Melanie Ruehling (Author), 2004, Das Konzept des Benchmarking. Darstellung und kritische Würdigung., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/23474
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