Lolita - eine Geschlechter(gender)-Studie


Hausarbeit (Hauptseminar), 1999
34 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 ‘Frauentausch‘- Eine Theorie der Geschlechterrollen
2.1 Zum spezifischen Charakter der FRAU in der Gesellschaft
2.2 ‘Frauenmarkt‘ - die Zirkulation von Frauen als gesellschaftliches Konstitutiv
2.2.1 Inzestverbot
2.2.2 FRAU als Ware: Wertform und Gebrauchsform
2.3 Gesellschaftlich/kulturell legitimierte Rollentypen der FRAU

3 Vladimir Nabokov: Lolita.
3.1 Lolitas ‘Wert’: Die Nymphe
3.2 Humbert versus Quilty
3.3 Lolita - zwischen MANN und Gesellschaft
3.3.1 Die Jungfrau
3.3.2 Die Prostituierte
3.3.3 Die Mutter
3.4 Auseinandersetzung mit den Mechanismen des Frauentausches im Roman
3.4.1 Das Finale: (Selbst)Mord eines Sunders
3.4.2 Die Schuldfrage
3.4.3 Humbert, oder die Unmoglichkeit einer Utopie

4 SchluBbemerkung(en).
4.1 Eine gewagte These: Zur Skandalrezeption des Romans
4.2 Fazit

5 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

“Was man weifi, sieht man erst.” (J. W. Goethe, Einleitung in die Propylaen)

Der gescharfte Blick, sensibilisiert fur diese oder jene Seite einer Sache, fur einen ganz bestimmten Aspekt, einen Blickwinkel in einem Problem, einem Text, laBt unvermutet Fragen erscheinen, aber auch Antworten finden. Es ist die Eigenart einer solchen Sensibilisierung, daB sie ’erlernbar‘ ist - und daB sie notwendige Voraussetzung der Vermittlung eines ungewohnten Problems sein muB. Den Versuch, einen solchen Blickwinkel vorzustellen, soll diese Arbeit unternehmen. Ich hoffe, sie wird ihrer Aufgabe - der Sensibilisierung fur einen ’unvermuteten‘ Aspekt dieses Textes, einer Lesart nach Kategorien und Fragestellungen der gender-Forschung - gerecht werden konnen.

Die Fragestellung, mit der ich an den Roman Lolita von Vladimir Nabokov herantreten mochte, ist der Versuch einer Synthese von Literaturwissenschaft und Uberlegungen zu gesellschaftlichen Beziehungs- und Rollenmustern, die kulturell eingeschriebene Rezeptions- und Interpretationsmuster von gender[1] hinterfragen, sie in ihrer Funktion und Wirkungsmacht im kulturellen und sozialen Diskurs zu bestimmen versuchen.

Den Ausgangspunkt dieser Untersuchung bildet ein theoretischer Ansatz von Luce Irigaray[2], der den Versuch unternimmt, kulturell etablierte und legitimierte Rollenmuster und Hierarchien zwischen den ’Geschlechtern‘ in ihrer Schematik darzustellen, die aus ihnen begrundeten Verhaltensmuster von ’Mann‘ und ’Frau‘ darzustellen, um sich uber ihre BewuBtmachung von ihrer Festschreibung als galtige Dichotomie zu befreien. Dabei bleibt Irigaray einem Geschlechterbegriff verhaftet, der sich noch stark an einer Definition von ’Mann‘ und ’Frau‘ als gesellschaftliches Gegensatzpaar orientiert. Sie abstrahiert zwar weitgehend von einem ontologischen Begriff von Geschlecht, ordnet aber Individuen immer das Geschlecht zu, dem sie gemeinhin zuerkannt werden. Mit anderen Worten: Irigaray untersucht die Wirkungsmacht kulturell vorgebildeter Rollenmuster, zu denen sich (biologisch) mannliche bzw. weibliche Individuen verhalten mussen, an und gegen die sie sich identifizieren. Ihr Ansatz ist gepragt durch eine Tradition der Frauenforschung, wie sie seitdem schon weit differenzierter zu dem Begriff der gender-Forschung entwickelt wurde. Ich bediene mich ihres Blickwinkels aber dennoch in meiner Untersuchung eines literarischen Textes, da es mit seinen Begriffen und Kategorien moglich ist, die Wirkungsmacht und Funktion genau jener kulturellen Geschlechterkonzeptionen im Text zu verdeutlichen, ihre Motivationskraft fur den Text und auch ihre Untergrabung im Text herauszustellen. Ich mochte in dieser Arbeit dokumentieren, wie der Roman kulturell verfestigte Geschlechterrollen zum einen nachvollzieht, sich aber gleichzeitig mit ihnen auseinandersetzt. In der letztmoglichen Konsequenz der Inszenierung dieser stereotypen Verhaltens- und Rollenmuster wird ihre Gultigkeit, jenseits von jeder Moralisierung, zu Schau gestellt, und so auch der Regelkreislauf, dem diese Geschlechterrollen und die in ihnen definierten Individuen unterliegen, in seinem zerstorerischen Potential zu einem der treibenden Faktoren fur die Handlungsentwicklung in Lolita.

Zunachst werde ich den theoretischen Ansatz nach Luce Irigaray darstellen: Er verbindet geschlechteranthroplogische Ansatze mit den Begriffen Marx’scher Warenanalyse, um den gesellschaftlichen Charakter der Frau in unserer - patriarchalisch-logozentrisch dominierten - Kultur zu beschreiben. Die Frau als gesellschaftliches Wesen unterliegt danach als Warenobjekt der Zirkulation unter den Tausch-Subjekten, den Mannern. Sie bekommt bestimmte Rollen vom Mann zugewiesen, und sie kann nur durch diese Zuweisung gesellschaftlichen Wert erhalten.

Es folgt eine textnahe Lesart (close reading) des Romans Lolita, bei dem ich zunachst die theoretisch ausgearbeiteten Strukturen im Text aufsuche, um dann die kritische Auseinandersetzung des Textes mit diesen Strukturen herauszuarbeiten. So bekommt Lolita in ihrer Funktion als Tauschobjekt zwischen Humbert und Quilty die bei Irigaray beschriebenen Rollen als Frau nacheinander zugewiesen, sie dient den Verhandlungen der Manner fur deren Beziehungen zueinander.

SchlieBlich werde ich eine - zugegeben gewagte - These zum auBergewohnlichen Skandalcharakter der Rezeptionsgeschichte dieses Romans aufstellen, die seine Wirkung aus den beschriebenen Strukturen heraus, als einen geschlechtskulturellen Tabubruch, erklart.

Diese Arbeit versteht sich als ein Beitrag zu einem umfassenderen Verstandnis sowohl des vorliegenden Romans als auch der ihm und der Kultur zugrundeliegenden Geschlechterstrukturen. Im BewuBtmachen der Wirkung und der Herkunft solcher Schematisierungen liegt die Moglichkeit der Sensibilisierung fur ihr Auftreten in literarischen (Kon)Texten, und damit eines tieferen Verstandnisses solcher Strukturen fur die eigene literarische und kulturelle Rezeption.

2 ‘Frauentausch‘ - Eine Theorie der Geschlechterrollen

“Die weibliche Sexualitat ist immer von mannlichen Parametern ausgehend gedacht worden." (IRIGARAY 1977a, 22)

Die Grundannahme des vorzustellenden theoretischen Ansatzes fuBt auf der Beobachtung, daB in einer seit Jahrtausenden von Mannern dominierten Gesellschaft, in einem patriarchalisch uberformten kulturellen Erinnern, einem logozentrisch begrundeten Denken grundlegende Oppositionen von eben diesen mannlichen Parametern ausgehend konstruiert sind, daB diese Parameter jegliche kulturelle Rezeption, also das Modell von Welt, das der Wahrnehmung und Interpretation zugrunde liegt, von vornherein bestimmen. Uns als selbstverstandlich erscheinende Gegensatzpaare von Gut und Bose, Schwarz und WeiB, Mann und Frau und viele andere mehr sind in diesem Sinne gesellschaftlich-kulturelle Konstrukte, die unser Denken, unser kulturelles BewuBtsein, Selbstverstandnis und Erinnern maBgeblich bestimmen und formen. Weibliche Sexualitat, die in einer mannlichen dominierten Welt immer das ‘andere’, der Gegensatz ist, wird so auch immer nur im Unterschied zur mannlichen Norm gedacht. Im Denken unserer Kultur hat sich seit der Antike ein Begriff vom ’Mann‘ als der Norm, der unmarkierten Form der menschlichen Art herausgebildet, der die Frau immer als das Gegenuber, das Fremde, das (ratselhafte) Andere begreift. Weiblichkeit erscheint so vor allem als Negativbild von Mannlichkeit, als Abweichung. Mehr noch, weibliche Sexualitat konstruiert sich selbst in ihrer Identitat aus eben jenen Denkmustern, versteht sich unter den Voraussetzungen dieser mannlichen Norm und erscheint - von der Bibel bis zur zeitgenossischen Belletristik - auch und vor allem in literarischen Diskursen als Gegenpol zum ’Mann‘. Diese Dichotomie in ihrer unreflektierten Interpretation als ontologische Wahrheit, als Naturgesetz gilt es zu hinterfragen, in ihrer Bedingtheit und Wirkung zu beschreiben.

2.1 Zum spezifischen Charakter der FRAU in der Gesellschaft

“Die Frau ist innerhalb dieses sexuellen Imaginaren nichts als eine mehr oder weniger gefallige Stutze fur die Inszenierung der mannlichen Phantasien. Dafi sie dabei Lust empfmdet, sofern sie dazu ermachtigt wird, ist moglich und sogar gewifi. Aber diese Lust ist vor allem masochistische Prostitution ihres Korpers fur einen Wunsch, der nicht der ihre ist; das belafit sie in diesem Zustand der Abhangigkeit vom Mann, den man ihr zuweist.” (ebd., 24)

Die FRAU[3] erscheint vor diesem Hintergrund als ein Medium, in dem sich der MANN1 spiegelt. Sie kann nur Wert erhalten, indem er ihn ihr zuweist. Nur durch den MANN wird die FRAU zum gesellschaftlichen Wesen, kann sie ein Selbstverstandnis entwickeln, bekommt sie Anerkennung.

Diese Abhangigkeit von der mannlichen Definitionsmacht manifestiert sich schon in der Zuweisung des Eigennamens durch den MANN an seine Frau, Kinder, etc. Irigaray spricht hier von dem ‘phallomorphistischen’ Bestreben der Manner, alles in ihrer Welt nach der ‘Logik des Blickes’, der ‘Individualisierung der Form’ zu definieren:

“Die Frau geniefit mehr durch die Beruhrung als durch den Blick, und ihr Eintritt in eine herrschende skopische Okonomie bedeutet fur sie wiederum eine Zuweisung zur Passivitat: sie wird das schone Objekt zum Anschauen sein.” (ebd., 25)

Das weibliche Geschlecht ist fur den Blick unsichtbar, und da es nicht eins ist, muB es nach mannlicher Logik als keines erscheinen.

“Sie ist weder eine noch zwei. Bei aller Anstrengung kann sie nicht als eine Person, noch auch als zwei, bestimmt werden. Sie widersteht jeder adaquaten Definition. Sie hat daruber hinaus keinen ”Eigen”-Namen. Und ihr Geschlecht, das nicht ein Geschlecht ist, wird als kein Geschlecht gezahlt. Als Negativ, Gegenteil, Kehrseite dessen, (!) das einzig sichtbare und morphologisch bezeichenbare [...] Geschlecht zu besitzen: den Penis.” (ebd., 25/26)

Die FRAU wird so zum Objekt des Anschauens, zum erst vom MANN zu bezeichnenden. Sie erscheint in zweierlei Weise als Spiegel des Mannes: Als Trager seines Namens und Objekt seiner Begierde. Sie wird “...eingeengt auf den eifersuchtigen Besitz seines wertvollen Produkts." (ebd., 30) Die Frau wird zur Ware, zum Tauschobjekt unter Mannern. Sie wird unter Mannern verhandelt und findet so Eingang in den Zirkulationskreislauf der patriarchalischen Gesellschaft.

“Wie kann dieses Tauschobjekt ein Recht auf Lust beanspruchen, ohne aus dem etablierten Handel auszusteigen? Wie konnte diese Ware zu den ubrigen Waren eine andere Beziehung haben, als die einer aggressiven Eifersucht? Wie konnte diese Materie sich selbst geniefien, ohne beim Konsumenten Angst vor dem Verschwinden seines Nahrbodens zu provozieren? Wie konnte dieser Austausch des Wunsches der Frau in nichts, was sich definieren, in Handen halten liefie, nicht als blofies Trugbild, als Wahnsinn erscheinen, der allzu schnell durch einen sinnreichen Diskurs und ein System von scheinbar greifbareren Werten vereinnahmt werden kann?” (ebd., 31)

2.2 ‘Frauenmarkt‘ - die Zirkulation von Frauen als gesellschaftliches Konstitutiv

“Die Frau hat also Wert nur, sofern sie getauscht werden kann. ” (IRIGARAY 1977b, 183)

Luce Irigaray nimmt Denkansatze des Kulturanthroplogen Claude Levi-Strauss auf, nach denen die Zirkulation von Frauen unter Mannern oder Mannergruppen die Grundlage der uns bekannten Gesellschaft, unserer Kultur bildet. Der ‘Frauentausch’ motiviert sich aus dem Eindruck der ‘Knappheit’ der Frauen, “...,weil die tiefverwurzelte Tendenz zur Polygamie, deren Tendenz bei allen Mannern anzunehmen ist, die Zahl der zur Verfugung stehenden Frauen immer als nicht ausreichend erscheinen lafit. Und selbst wenn die Frauen genauso zahlreich sind wie die Manner, sind sie nicht alle genauso begehrenswert, und die begehrenswerten Frauen sind, per se, eine Minderheit.” (Levi-Strauss, Structures elementaires de la parente, Paris 1949: ebd., 177) Doch Irigaray fragt noch weiter:

“...warum sind Manner kein Tauschobjekt unter Frauen? Weil die Korper der Frauen - durch ihren Gebrauch, ihre Konsumtion, ihre Zirkulation - die Bedingungen liefern, die die Sozialitat und die Kultur moglich machen, aber eine verkannte ‘Infrastruktur’ ihres Aufbaus bleiben.” (ebd., 177)

Der Frauentausch, konstitutiv fur unsere Sozialitat, muB sich zum Erhalt des Systems immer selbst regenerieren. Die Individuen sind so zum einen gefangen in diesem Regelkreislauf und tragen zum anderen selbst zur Reproduktion seiner Strukturen bei. Ein solcher ProzeB ist nur schwer interpretierbar in einem Denksystem, das sich auf eben jene Voraussetzungen grundet, die es zu untersuchen vorgibt, also in der Sprache und Kultur, aus der der Frauentausch stammt und die er zu erhalten hat.

2.2.1 Inzestverbot

“Der Ubergang zur gesellschaftlichen, zur symbolischen, zur Ordnung schlechthin wird also dadurch gewahrleistet, dafi die Manner oder Mannergruppen Frauen unter sich zirkulieren lassen: eine Regel, die unter dem Namen Inzestverbot bekannt ist.” (ebd., 177)

Das Inzestverbot garantiert die Einspeisung der FRAUEN (Waren) in den Zirkulationskreislauf, indem es den Vatern verbietet, ihre Produkte ‘fur sich’ zu behalten. Es regelt die fur das Bestehen des Frauenmarktes notwendige Freisetzung der Waren, mit Hilfe derer Manner ihre Beziehungen untereinander verhandeln konnen. Irigaray fuhrt den Begriff der ‘Hom(m)osexualitat’ (ebd., 179) ein, der das Beziehungsgefuge der Manner untereinander “...uber die Korper der Frauen, als Materie oder Zeichen...” beschreibt: “Und bisher ist Heterosexualitat nichts anderes als ein Alibi fur die reibungslosen Beziehungen unter Mannern. ” (ebd., 179) Diese These impliziert auch eine Motivation fur die gesellschaftliche Denunziation der Homosexualitat (”Schwule” und ”Lesben”): Hier werden Beziehungen zwischen Mannern bzw. Frauen verhandelt, ohne dab sie in den gesellschaftlich verankerten Regelkreislauf eingebunden sind. Sie entziehen sich so dem sozialen und kulturellen Reglement, das der Gesellschaft gleichsam als Existenzbegrundung dient. Dadurch ruhrt Homosexualitat, eine so ‘private’ Sache, mochte man zunachst glauben, an den Grundfesten einer Gesellschaft, eines Moralbegriffs, eines Machtgefuges, daher wahrscheinlich auch seine moralische Denunziation, deren Strategie der Ausgrenzung erst in den vergangenen zwei Jahrzehnten durch eine ’Beherrschbarkeit durch Integration‘ ersetzt wurde. Nicht umsonst ist Sexualitat auberhalb der kulturell dafur legitimierten Raume und Diskurszusammenhange ein Tabu! Irigaray spricht von einer mannlich dominierten Sexualitat, die alle anderen gesellschaftlichen Diskurse bestimmt, sie beschreibt das Wirken einer ‘soziokulturellen Endogamie’, die die Beteiligung der Anderen, der Fremden, der FRAU, von vornherein ausschliebt. “Zwar verlangt die Exogamie, dafi man aus seinem Clan herausgeht, um Ehebundnisse zu schliefien. Sie duldet deshalb aber noch keineswegs die Eheschliefiung mit allzu entfernten, aufierhalb der herrschenden kulturellen Regeln stehenden Populationen. Eine sozio-kulturelle Endogamie wurde also den Handelsverkehr mit Frauen [als Partner, M.O.] verbieten.

[...]


[1] Zum Begriff gender wie ich ihn hier verwende: Diese Untersuchungskategorie beschreibt Auspragungen von ’Geschlecht‘, wie sie in sozialen, kulturellen, okonomischen, literarischen, u.s.w., also insgesamt kulturellen Kontexten einer Gesellschaft erscheinen. Es ist der Versuch einer Analyse der einzelnen Komponenten einer Zuordnung, die in der Regel biologisch oder ontologisch verortet, also als einmal definiert und identisch verstanden wurde und wird; einer Zuordnung, die sich aus den verschiedensten, gesellschaftlich bedingten, Faktoren zusammensetzt, deren jeweilige Funktion im kulturellen Kontext es einzeln zu beschreiben und zu bestimmen gilt. Im Rahmen dieser Arbeit wird es erforderlich sein, sich auf einige Untersuchungszusammenhange fur diese Kategorie zu konzentrieren, wie ich sie im folgenden genauer erlautern werde.

[2] Luce Irigaray: ”Das Geschlecht, das nicht eins ist”, 1977 ’Frauenmarkt”, 1977

[3] Ich benutze die kapitalisierte Schreibform FRAU (wie auch MANN), in Anlehnung an die Sprachwissenschaften, um zu verdeutlichen, daB wir hier vom Konzept FRAU (MANN) sprechen, wie es im kulturellen BewuBtsein erscheint. Jedes anatomisch weibliche (mannliche) Individuum muB sich zu diesem Konzept FRAU (MANN) verhalten, wobei sich die Freiheit dieser Beziehungsdefinition in den letzten zwei Jahrzehnten verandert haben mag; das Bild der FRAU (des MANNes) in der Gesellschaft aber scheint seine, hier skizzierten, Zuge in wesentlichen Punkten erhalten zu haben.

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten

Details

Titel
Lolita - eine Geschlechter(gender)-Studie
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Institut für Anglistik/ Amerikanistik)
Veranstaltung
Vladimir Nabokov: Selected Novels and Short Stories.
Note
1,0
Autor
Jahr
1999
Seiten
34
Katalognummer
V23525
ISBN (eBook)
9783638266307
ISBN (Buch)
9783638727617
Dateigröße
652 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lolita, Geschlechter(gender)-Studie, Vladimir, Nabokov, Selected, Novels, Short, Stories
Arbeit zitieren
Michael Obenaus (Autor), 1999, Lolita - eine Geschlechter(gender)-Studie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/23525

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