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Robert Coover's 'The Babysitter' - Analyse und Vergleich von Short Story und Film

Title: Robert Coover's 'The Babysitter' - Analyse und Vergleich von Short Story und Film

Seminar Paper , 2003 , 26 Pages , Grade: 1

Autor:in: Moni Kirner (Author)

English Language and Literature Studies - Comparative Literature
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Um den Schreibstil von Robert Coover und das Empfinden beim Lesen seiner Werke beschreiben zu können, scheinen die Worte von William H. Gass am treffendsten, welcher in seiner Rezension von Coovers „Pricksongs & Descants“ das Leseerlebnis mit einem Kartenspiel vergleicht:

„Before us we have several stacks of unread cards, [...] and when, in the course of the game, we discover them, turning their faces like pages toward us they are placed in overlapping layers on the table. There, these thin and definite narrative slices play us, though of course we say that we are playing them.[…] Sharply drawn and brightly painted paragraphs are arranged like pasteboards in ascending or descending scales of alternating colors to compose the story, and the impression that we might scoop them all up and reshuffle, altering not the elements but the order or the rules of play, is deliberate.”

In diesen Worten liegt das Geheimnis von Coovers Erzählungen, welche sich bis aufs kleinste Detail in Handlung und Struktur als genauestens durchdacht zeigen. Der Autor zeigt in seinen Werken stets großes Interesse an außergewöhnlichen experimentellen Methoden, die sich mit der objektiven Schilderung von im Grunde alltäglichen und unzweideutigen Ereignissen beschäftigen, deren Verbindung untereinander zwar Kausalität vorweist, was jedoch nicht ausschließt, dass der Leser die Erzählung im Ganzen letztendlich als vollkommen fantastisch und unwahrscheinlich beurteilen muss.

Diese Abhandlung macht den Versuch, die Coovers verblüffende Kurzgeschichte "The Babysitter" mit der gleichnamigen Verfilmung mit Alicia Silverstone in der Hauptrolle tiefgehend zu vergleichen und dabei vor allem die Struktur der Short Story, welche im Film kaum imitierbar ist, zu ergründen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Robert Coover und die Metafiktion im Postmodernismus

2. Der Vergleich von Coovers Kurzgeschichte „The Babysitter“ mit der Verfilmung „Innocent Babysitter“

2.1 Handlung und Charaktere in Film und Short Story

2.1.1 Rahmeninformationen

2.1.1.1 Time und Setting

2.1.1.2 Narrative Perspective und Point of View

2.1.1.3 Erzählzeit und erzählte Zeit

2.1.2 Die Charaktere als Stereotypen

2.1.2.1 Die sekundären Figuren bei Coover

2.1.2.2 Deren Realisierung im Film

2.1.2.3 Der Babysitter in Film und Kurzgeschichte

2.1.3 Handlungsstränge

2.1.3.1 in der Short Story

2.1.3.1.1 Skizze zur Veranschaulichung der möglichen Handlungsstränge

2.1.3.1.2 Skizze zu der Aufeinanderfolge der Fernsehprogramme

2.1.3.2 Abweichungen und Parallelen in der Verfilmung

2.2 Struktur und Aufbau

2.2.1 in der Kurzgeschichte

2.2.2 im Film

2.2.2.1 Skizze zur Veranschaulichung

2.3 Symbolik in Short Story und Verfilmung

2.3.1 Badewanne

2.3.2 Pinball-machine

2.3.3 Aspirin

2.3.4 Das Fernsehen

3. Intention von Autor und Regisseur

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die metafiktionale Kurzgeschichte „The Babysitter“ von Robert Coover und vergleicht diese mit der filmischen Adaption „Innocent Babysitter“, um die unterschiedlichen erzählerischen Methoden, die Struktur und die Intentionen von Autor und Regisseur zu analysieren.

  • Analyse der metafiktionalen Erzählweise und der postmodernen Struktur bei Robert Coover.
  • Vergleich der Handlungsstränge und Charakterdarstellungen zwischen Textvorlage und Film.
  • Untersuchung der symbolischen Bedeutung von Motiven wie Badewanne, Flipper-Automat, Aspirin und Fernsehen.
  • Gegenüberstellung der Intentionen von Autor und Regisseur bezüglich Gesellschaftskritik und Rezipientensteuerung.

Auszug aus dem Buch

Robert Coover und die Metafiktion im Postmodernismus

Sowohl als Vertreter des Postmodernismus als auch durch seine experimentelle Arbeit im Bereich des „hypertext writing“ und des metafiktiven Schreibens, dessen Prinzip die in die Fiktion eingebundene Fiktion ist, hat sich Robert Coover einen Namen gemacht und auch dementsprechende Anerkennung, beispielsweise in Form des American Academy of Arts and Letters Awards in Literature und des William Faulkner Awards, erhalten. Neben Robert Coover haben sich auch Autoren wie John Barth und Jorge Luis Borges dieser „postcontemporary fiction“ oder auch „parafiction“ verschrieben. Diese Literatur hebt sich dadurch ab, dass sie keine eindeutige Realität oder feste Richtlinien aufweist, weil die tatsächliche Existenz dieser Wirklichkeit und die Reflektion derselben nicht eindeutig beweisbar sind. Nur wenige allgemeine Voraussetzungen werden von der Literatur dieser Art erfüllt: Sie entbehren alle der Linearität im plot und verstoßen gegen die traditionellen Eigenschaften der Gattung. Der point of view bleibt nie derselbe und der Autor bedient sich meist der Hilfe von Ironie.

Robert Coovers Werk ist ebenfalls durchwirkt von den eben genannten Komponenten, er hat jedoch auch eine eigene, speziellere Methodik beim Schreiben seiner Short Stories entwickelt, bei welcher er dem Leser jede vermeintliche Sicherheit über die Realität nimmt, indem er die Linearität ständig mit widersprüchlichen Informationen unterbricht. Sein Stil ist außerdem deswegen so einzigartig, weil er so facettenreich ist. Sogar Formen wie Märchen, Drama und Roman bringt Coover zu Papier und zeigt dabei seine Fähigkeit, darin im Stil ständig verblüffend zu variieren. Er wendet sich so ununterbrochen von der konventionellen Literatur ab, was das Hauptcharakteristikum seiner Arbeit ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Robert Coover und die Metafiktion im Postmodernismus: Dieses Kapitel führt in den postmodernen Hintergrund des Autors ein und erläutert sein besonderes metafiktionales Schreiben, das lineare Strukturen aufbricht.

2. Der Vergleich von Coovers Kurzgeschichte „The Babysitter“ mit der Verfilmung „Innocent Babysitter“: Dieser Hauptteil analysiert die Unterschiede in der Handlung, Charaktergestaltung, Struktur und Symbolik zwischen der literarischen Vorlage und dem Film.

3. Intention von Autor und Regisseur: Das Fazit stellt die unterschiedlichen künstlerischen Absichten gegenüber, wobei Coovers abstrakte Metafiktion der direkteren moralischen Didaktik des Regisseurs gegenübergestellt wird.

Schlüsselwörter

Robert Coover, The Babysitter, Innocent Babysitter, Metafiktion, Postmodernismus, Kurzgeschichte, Verfilmung, Handlungsstränge, Symbolismus, Struktur, Realität, Fiktion, Medienkritik, Stereotypen, Literaturvergleich.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Seminararbeit analysiert die metafiktionale Kurzgeschichte „The Babysitter“ von Robert Coover und vergleicht diese kritisch mit der filmischen Umsetzung „Innocent Babysitter“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Struktur und der Aufbau, der Einsatz von Stereotypen, die symbolische Bedeutung zentraler Motive sowie die Intentionen von Autor und Regisseur.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Coover durch eine bewusst nicht-lineare Struktur die Leser-Erwartungen manipuliert und wie der Film diese komplexe Vorlage in eine linearere, moralisch belehrende Erzählung transformiert.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Autorin nutzt eine literatur- und filmwissenschaftliche Vergleichsanalyse, indem sie zentrale Textpassagen und Filmszenen gegenüberstellt und dabei auf theoretische Konzepte der Postmoderne und Metafiktion zurückgreift.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei Bereiche: Handlung und Charaktere, Struktur und Aufbau sowie die Analyse der Symbolik (Badewanne, Pinball-machine, Aspirin, Fernsehen).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Metafiktion, Postmodernismus, Literaturvergleich, Handlungsvielfalt und Medienkritik charakterisieren.

Wie unterscheidet sich die Darstellung des Babysitters im Film von der Kurzgeschichte?

Während der Babysitter bei Coover namenlos bleibt und somit ein austauschbares Symbol für das Phänomen „Babysitter“ ist, erhält die Figur im Film den Namen „Jennifer“, wodurch ihr Geheimnisvolles verloren geht und sie stärker in eine vorgegebene Opferrolle gedrängt wird.

Warum wertet die Autorin das Ende des Films als problematisch?

Die Autorin kritisiert das Filmende, da der Regisseur eine eindeutige moralische Lehre und ein tragisches Ende wählt, was dem offenen, interpretativen Charakter der literarischen Vorlage widerspricht.

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Details

Title
Robert Coover's 'The Babysitter' - Analyse und Vergleich von Short Story und Film
College
LMU Munich  (Anglistik und Amerikanistik)
Grade
1
Author
Moni Kirner (Author)
Publication Year
2003
Pages
26
Catalog Number
V23555
ISBN (eBook)
9783638266581
ISBN (Book)
9783638729413
Language
German
Tags
Robert Coover Babysitter Analyse Vergleich Short Story Film
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Moni Kirner (Author), 2003, Robert Coover's 'The Babysitter' - Analyse und Vergleich von Short Story und Film, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/23555
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