Die Arbeit befasst sich mit dem ökonomischen Wandel der Beitrittsländer Polen, Slowenien, Tschechien, Ungarn und der Slowakischen Republik zw. 1989-2000. Dabei wurden hauptsächlich wirtschaftliche Daten herangezogen, miteinander verglichen und im Kontext der verschiedenen Reformkurse der einzelnen Staaten betrachtet. Die Arbeit berücksichtigt nur die 5 genannten Staaten weil Anfang 2000 erst diese Länder als erste mögliche Beitrittsländer der EU angesehen wurden.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
I. Reform-, Stabilisierungs- und Privatisierungsstrategien im Vergleich
I. 1. Tschechische Republik
I. 2. Ungarn
I. 3. Polen
I. 4. Slowakische Republik
I. 5. Slowenien
II. Wirtschaftsdaten im Vergleich
II. 1. Wirtschaftswachstum
II. 2. Inflation
II. 3. Arbeitslosigkeit
II. 4. Wirtschaftssektoren
II. 5. Durchschnittliches Monatsgehalt
II. 6. Konsumierungswachstum
III. Gesellschaftlicher Wandel im Vergleich
III. 1. Lebenserwartung
III. 2. Bildung
III. 3. Armutsraten
III. 4. Bevölkerungswachstum
III. 5. Meinungsklima im Vergleich
Resümee
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit analysiert den ökonomischen und gesellschaftlichen Wandel in der Tschechischen Republik, Ungarn, Polen, der Slowakischen Republik und Slowenien im Zeitraum von 1989 bis 2000. Ziel ist es, die Auswirkungen der politischen Transformation auf die wirtschaftliche Entwicklung und das soziale Umfeld der betrachteten Länder zu untersuchen und dabei Gemeinsamkeiten sowie länderspezifische Unterschiede aufzuzeigen.
- Vergleich der Reform-, Stabilisierungs- und Privatisierungsstrategien der untersuchten Staaten.
- Analyse zentraler Wirtschaftsdaten wie Wachstum, Inflation, Arbeitslosigkeit und Sektorenstruktur.
- Untersuchung gesellschaftlicher Indikatoren einschließlich Lebenserwartung, Bildung und Armut.
- Auswertung der öffentlichen Meinung zum Systemwechsel mittels vorliegender Meinungsumfragen.
Auszug aus dem Buch
I. 1. Tschechische Republik:
Bis 1990/91 hatte Tschechien, bzw. die noch damalige Tschechoslowakei, einen eher gemäßigten Stabilisierungskurs eingeschlagen, änderte dies dann aber ab 1991 und begann mit einer härteren Stabilisierungs- und Privatisierungspolitik .
Waren 1991 in einer kleinen Privatisierungsrunde Kleinbetriebe, die in der Zeit des Kommunismus enteignet worden waren, zurückgegeben worden, so führte man 1991-95 die „große Couponprivatisierung“ (oder „Voucherprivatisierung“) in zwei Runden durch, in der 77 % der verstaatlichten Industrie zumindest formal in private Hände übergeben worden waren.
Für 1000 Kronen (ca. 35 €) konnte jeder Bürger Tschechiens ein Couponheft mit 1000 Investitionspunkten kaufen, die er dann in zur Privatisierung ausgeschriebenen Unternehmen anlegen konnte. Formal hatte man die Unternehmen zwar bald privatisiert, ein Großteil der Bevölkerung verkaufte aber bald seine Coupons an Fonds, die oft zum Einflussbereich der staatsnahen Großbanken gehörten. Dies führte dazu, dass einerseits die Banken die Unternehmen teilweise nicht in ihre Unabhängigkeit entlassen wollten und dringend anfällige Sanierungen der Unternehmen durch die versplitterten Eigentumsverhältnisse nicht durchgeführt wurden.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung erläutert die Zielsetzung der Arbeit, den Wandel in den Ex-Ostblockstaaten zu analysieren, und begründet die Auswahl der fünf untersuchten Länder.
I. Reform-, Stabilisierungs- und Privatisierungsstrategien im Vergleich: Dieses Kapitel stellt die unterschiedlichen Ansätze der fünf Länder bei der Transformation ihrer Wirtschafts- und Privatisierungspolitik nach 1989 dar.
II. Wirtschaftsdaten im Vergleich: Hier werden quantitative Wirtschaftsindikatoren wie Wachstum, Inflation und Arbeitslosigkeit sowie der Strukturwandel in den Sektoren statistisch ausgewertet und verglichen.
III. Gesellschaftlicher Wandel im Vergleich: Dieses Kapitel untersucht soziale Faktoren wie Lebenserwartung, Bildung und Armut und analysiert zudem das Meinungsbild der Bevölkerung zum Systemwechsel.
Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen, konstatiert eine wirtschaftliche Angleichung der Staaten und reflektiert die Grenzen der statistischen Interpretationsmöglichkeiten.
Schlüsselwörter
Osterweiterung, Transformation, Marktwirtschaft, Privatisierung, Wirtschaftswachstum, Inflation, Arbeitslosigkeit, Sozialer Wandel, Tschechische Republik, Ungarn, Polen, Slowakische Republik, Slowenien, Systemwechsel, Osteuropa.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem ökonomischen und gesellschaftlichen Wandel in fünf ausgewählten EU-Beitrittskandidaten zwischen 1989 und 2000.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Transformationsstrategien der Länder, ihre Wirtschaftsdaten und verschiedene gesellschaftliche Indikatoren des Wandels.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist ein vergleichender Überblick, um die wirtschaftliche Entwicklung und deren gesellschaftliche Auswirkungen in den untersuchten Reformstaaten nachvollziehbar zu machen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine vergleichende Analyse, die auf der Auswertung vorhandener Wirtschaftsstatistiken und soziologischer Meinungsumfragen basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der politischen Reformstrategien, eine detaillierte Analyse ökonomischer Kennzahlen und die Betrachtung gesellschaftlicher Veränderungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Transformation, Marktwirtschaft, Privatisierung, Osterweiterung und den Namen der fünf untersuchten Staaten charakterisiert.
Warum wurde die Slowakische Republik explizit in die Untersuchung aufgenommen?
Die Autorin nahm die Slowakei auf, da sie ein Nachbarland Österreichs ist und nach ihrer Einschätzung wirtschaftlich trotz anfänglicher Rückstände mit den anderen Staaten konkurrieren kann.
Was ist das Ergebnis der Untersuchung bezüglich der Meinungsforschung?
Obwohl eine nostalgische Verbundenheit mit dem alten System und ökonomische Unzufriedenheit existieren, zeigen die Umfragen, dass die Mehrheit der Bevölkerung in allen fünf Ländern hinter den neuen demokratischen Institutionen steht.
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- Birgit Hittenberger (Author), 2002, Ökonomischer und gesellschaftlicher Wandel im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/23626