Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Didactics for the subject German - German as a Second Language

Fachsprache - ein Sprach- und Lernproblem im Unterricht Deutsch als Zweit- und Fremdsprache (DaZ / DaF)

Title: Fachsprache - ein Sprach- und Lernproblem im Unterricht Deutsch als Zweit- und Fremdsprache (DaZ / DaF)

Seminar Paper , 1999 , 19 Pages , Grade: 2

Autor:in: Natalie Taepel (Author)

Didactics for the subject German - German as a Second Language
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Einleitung
,,Wir verstehen unter Fachsprache heute die Variante der Gesamtsprache, die der Erkenntnis und begrifflichen Bestimmung fachspezifischer Gegenstände sowie der Verständigung über sie dient und damit den spezifischen kommunikativen Bedürfnissen im Fach allgemein Rechnung trägt. Fachsprache ist primär an Fachleute gebunden, doch können an ihr fachlich Interessierte teilhaben. Entsprechend der Vielzahl der Fächer, die man mehr oder weniger exakt unterscheiden kann, ist die Variante `Fachsprache` in zahlreichen, mehr oder weniger exakt abgrenzbaren Erscheinungsformen realisiert, die als Fachsprachen bezeichnet sind. Je nach fachlich bestimmter Situation werden sie schriftlich oder mündlich gebraucht, sowohl innerhalb der Fächer (fachintern) als auch zwischen den Fächern (interfachlich)" (Möhn / Pelka, 1984, S. 26).
Fachsprachen sind grundsätzlich öffentlich, zumindest aber der Öffentlichkeit zugänglich, was nicht im gleichen Maße für die fachlich bestimmten Situationen gilt. Fachsprachen sind grundsätzlich überregional, jedoch kann aufgrund von nur regional existierenden Fächern ihr Verwendungsbereich regional eingeschränkt sein. Fachsprachen sind durch eine charakteristische Auswahl, Verwendung und Frequenz sprachlicher Mittel, besonders auf den Systemebenen `Morphologie`, `Syntax` und `Text` bestimmt. Gegenüber anderen Sprachvarianten zeichnet sich `Fachsprache` durch einen höheren Grad an Normhaftigkeit aus, besonders im lexikalischen und textlinguistischen Bereich" (ebd. S. 26f.).
Die hier definierten Besonderheiten von Fachsprachen zeigen, daß sie sich in ihrer Erscheinungsform stark von der normal gebrauchten Sprache abweicht. Obwohl Fachsprachen öffentlich zugänglich, d.h. für jeden verständlich sein sollten, treten oftmals Verstehensprobleme auf. Gerade
,,bei Fremdsprachen-Lernern können nicht nur Schwierigkeiten beim inhaltlichen Verstehen von Fachtexten auftreten, sondern es kommen noch Probleme der sprachlichen Verständigung hinzu. Über den fachlichen Inhalt von Texten sollen wichtige lexikalische Elemente und grammatische Strukturen vermittelt werden. Damit es dem Lerner wenig Mühe bereitet, die Texte zunächst inhaltlich zu verstehen, sollten sie gut verständlich aufgebaut sein." (Jahr, 1996, S. 175).
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1) EINLEITUNG

2) ZUR FACHSPRACHENFORSCHUNG

3) VERSTÄNDLICHKEITSKONZEPTE

3.1) Das Hamburger Modell der Verständlichkeit

3.1.1) Die Beziehung der einzelnen Dimensionen untereinander

3.1.2) Messung der Verständlichkeit

3.1.3) Einfluß der 4 Dimensionen der Verständlichkeit auf das Verständnis und Behalten des Lesers

4) Beispielhafte Darstellung einer Textvereinfachung nach dem Hamburger Modell der Verständlichkeit

4.1) Vorstellung des zur Vereinfachung gewählten Originaltextes

4.2) Analyse des Textes nach dem Hamburger Modell der Verständlichkeit

Textoptimierung nach dem Hamburger Modell der Verständlichkeit

5) Schlußbetrachtung

6) Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Herausforderungen von Fachsprachen im Unterricht für Deutsch als Zweit- oder Fremdsprache und präsentiert das „Hamburger Modell der Verständlichkeit“ als Instrument zur Textoptimierung, um die Verstehensleistung von Schülern zu verbessern.

  • Grundlagen der Fachsprachenforschung und Kommunikation
  • Analyse der vier Dimensionen der Verständlichkeit
  • Methoden der Messung und Bewertung von Fachtexten
  • Praktische Textoptimierung an einem Geographie-Beispiel
  • Kritische Reflexion des Hamburger Modells im schulischen Kontext

Auszug aus dem Buch

4.2) Analyse des Textes nach dem Hamburger Modell der Verständlichkeit

Wie bereits erwähnt, soll der Text nun bezüglich der vier Dimensionen anhand des Hamburger Modells untersucht werden. Hierbei werden die vier Dimensionen in ihrer Reihenfolge analysiert.

Einfachheit: Der Text erfüllt zwar hier die Anforderung der Dimension Einfachheit hinsichtlich der kurzen Sätze, enthält aber viele grammatische Besondersheiten, wie: Funktions-Verbgefüge [...] auf sich selbst gestellt [...] (Z. 4), Passivkonstruktionen [...] wird gebraut [...] (Z. 27), präfigierte Verben [...] umschlossen [...] (Z. 3), zusammengesetzte Nomen [...] Gemeinschaftsleben [...] (Z. 5), [...] Palmengedeckten [...] (Z. 6), Komposita von Nomen und Verben [..] wildwachsende [...] (Z. 14), zusammengesetzte (abgeleitete) Adjektive [...] persönlichen [...] (Z. 7), trennbare Verben [...] greift nur dann ein [...] (Z. 13), die genau wie schwierige Wörter aus dem Alltagswissen oft nicht erschließbar sind, wie [...] einzelne (Indianer) [...] (Z. 8), [...] unterwegs [...] (Z. 17/18). Viele Wörter wie [...] weben [...] (Z. 20), [...] berauschendes [...] (Z. 27) sind im heutigen Wortschatz kaum bis gar nicht mehr vorhanden und sind von daher für bereits für deutsche Kinder schwer verständlich, lassen aber speziell bei ausländischen Kindern keinen Transfer aus ihrem Alltagswissen mehr zu.

Zusammenfassung der Kapitel

1) EINLEITUNG: Einleitung in die Problematik der Fachsprache als Lernbarriere für Schüler im DaZ/DaF-Unterricht.

2) ZUR FACHSPRACHENFORSCHUNG: Überblick über die historische Entwicklung und die zunehmende Komplexität der Fachsprachenforschung.

3) VERSTÄNDLICHKEITSKONZEPTE: Vorstellung des Hamburger Modells der Verständlichkeit und seiner vier Kerndimensionen.

4) Beispielhafte Darstellung einer Textvereinfachung nach dem Hamburger Modell der Verständlichkeit: Anwendung des Modells auf einen konkreten Schulbuchtext zur Optimierung der Verständlichkeit.

5) Schlußbetrachtung: Kritische Reflexion der Grenzen des Modells, insbesondere hinsichtlich grammatischer Strukturen und des Vorwissens der Lerner.

6) Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten fachwissenschaftlichen Quellen.

Schlüsselwörter

Fachsprache, DaZ, DaF, Hamburger Modell der Verständlichkeit, Textvereinfachung, Verständlichkeitsforschung, Fachtextanalyse, Sprachdidaktik, Schulbuchtext, Fachkommunikation, Sprachbarriere, Textoptimierung, Leseverständnis, Lernproblem, Syntax.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Schwierigkeit, die Fachsprache für Lernende des Deutschen als Zweit- oder Fremdsprache verständlich zu machen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen Fachsprachenforschung, Modelle zur Messung von Textverständlichkeit und die praktische Optimierung von Lehrmaterialien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie komplexe Fachtexte durch das Hamburger Modell so vereinfacht werden können, dass sie für Schüler leichter erschließbar sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird das „Hamburger Modell der Verständlichkeit“ angewandt, welches Texte anhand von vier Dimensionen (Einfachheit, Gliederung-Ordnung, Kürze-Prägnanz, zusätzliche Stimulanz) bewertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Forschung, die Erläuterung des Hamburger Modells und die praktische Analyse sowie Optimierung eines Geographie-Schulbuchtextes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Fachsprache, Textvereinfachung, Verständlichkeit, DaZ/DaF und didaktische Optimierung.

Warum reicht das Hamburger Modell laut Autorin für die Praxis nicht vollständig aus?

Die Autorin kritisiert, dass das Modell grammatische Komplexität und den spezifischen Lernerhintergrund kaum berücksichtigt, was für ausländische Schüler eine Hürde bleibt.

Wie könnten die Schwachstellen des Modells in der Lehre ausgeglichen werden?

Eine sinnvolle Ergänzung wäre laut der Arbeit die Kombination mit anderen Modellen (z.B. nach Groeben) oder eine zusätzliche manuelle Markierung schwieriger Begriffe für die Lehrkraft.

Excerpt out of 19 pages  - scroll top

Details

Title
Fachsprache - ein Sprach- und Lernproblem im Unterricht Deutsch als Zweit- und Fremdsprache (DaZ / DaF)
College
University of Flensburg  (Institut für Germanistik)
Course
Seminar: Fachsprache - ein Sprach- und Lernproblem im Unterricht Deutsch als Zweit- und Fremdsprache (DaZ / DaF)
Grade
2
Author
Natalie Taepel (Author)
Publication Year
1999
Pages
19
Catalog Number
V2368
ISBN (eBook)
9783638114455
Language
German
Tags
Fachsprache Sprach- Lernproblem Unterricht Deutsch Zweit- Fremdsprache DaF) Seminar Fachsprache Sprach- Lernproblem Unterricht Deutsch Zweit- Fremdsprache DaF)
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Natalie Taepel (Author), 1999, Fachsprache - ein Sprach- und Lernproblem im Unterricht Deutsch als Zweit- und Fremdsprache (DaZ / DaF), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/2368
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  19  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint