Bei der Personalisierung geht es darum, dem Kunden auf seine Interessen zugeschnittene Informationen zu präsentieren. U m auf jeden Kunden individuell eingehen zu können, muss ein Profil für jeden Nutzer erstellt werden. Mit Hilfe der Personalisierung kann der Betreiber der Webseite alles Wesentliche über die Interessengebiete des Kunden erfahren. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: Die explizite und die implizite Personalisierung.
1. Explizite Personalisierung
Bei der expliziten Personalisierung kann sich der User die gewünschten Inhalte der Webseite selbst zusammenstellen. Der Betreiber bekommt somit bewusst vom Kunden bereitgestellte Daten.
Die explizite Personalisierung lässt sich auf zwei Arten realisieren.
Inhaltsverzeichnis
1. Explizite Personalisierung
1.1. Clustern des Contents
1.2. Benutzerdefinierte Personalisierung
2. Implizite Personalisierung
3. Vor- und Nachteile der expliziten bzw. impliziten Personalisierung
3.1. Explizite Personalisierung
3.1.1. Clustern des Contents
3.1.2. Benutzerdefinierte Personalisierung
3.2. Implizite Personalisierung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung verschiedener Formen der Personalisierung von Webinhalten, um auf die individuellen Interessen von Nutzern einzugehen und die Informationsbeschaffung zu optimieren. Dabei wird analysiert, wie durch unterschiedliche methodische Ansätze die Relevanz von Inhalten für den Anwender gesteigert werden kann.
- Grundlagen und Definition der expliziten Personalisierung
- Anwendung des Clustern des Contents anhand von Praxisbeispielen
- Funktionsweise der benutzerdefinierten Personalisierung
- Analyse der impliziten Personalisierung durch Klickverhalten
- Vergleichende Bewertung der Vor- und Nachteile beider Ansätze
Auszug aus dem Buch
1.2. Benutzerdefinierte Personalisierung
Bei der zweiten Variante der expliziten Personalisierung geht der Betreiber noch mehr auf die individuellen Interessen jedes einzelnen Kunden ein. Der Benutzer wählt anhand von Themenlisten aus, welche speziellen Informationen bei seinen Sitzungen angezeigt werden sollen.
Die benutzerdefinierte Personalisierung wird beispielsweise auf der Internetseite der medizinischen Wochenzeitung „Medical Tribune“ angewendet.
Da sich die Zeitung vorwiegend an niedergelassene Ärzte richtet, ist die Internetseite in einen Ärztebereich und in den „Offenen Bereich“ aufgeteilt.
Im offenen Bereich von www.MedicalTribune.de kann sich der Besucher seine persönliche Medical Tribune Seite einrichten.
Hier erfolgt die Personalisierung durch den User. Er gibt seine Email-Adresse an und wählt ein Passwort.
Auf der nächsten Seite kann er die Themenbereiche ankreuzen, zu denen er die neusten Infos angezeigt bekommen möchte. Diese Auswahl kann jedoch jeder Zeit vom Benutzer verändert werden.
Bei diesem Beispiel wurde der Themenkomplex „Rauchen“ angegeben.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Explizite Personalisierung: Dieses Kapitel erläutert die Methode, bei der Nutzer ihre gewünschten Webinhalte aktiv mitgestalten können, und unterteilt dies in das Clustern von Inhalten sowie benutzerdefinierte Einstellungen.
2. Implizite Personalisierung: Hier wird beschrieben, wie das System durch die automatische Analyse des Klick- und Kaufverhaltens unbewusst Interessenprofile erstellt, um passgenaue Angebote zu generieren.
3. Vor- und Nachteile der expliziten bzw. impliziten Personalisierung: Dieses Kapitel führt eine kritische Gegenüberstellung der Ansätze durch, wobei Faktoren wie technischer Aufwand, Flexibilität für den Nutzer und der Zeitaufwand für die Konfiguration gegeneinander abgewogen werden.
Schlüsselwörter
Personalisierung, Web-Content, Explizite Personalisierung, Implizite Personalisierung, Clustern des Contents, Benutzerdefinierte Personalisierung, Nutzerprofil, Klickverhalten, Surfverhalten, Online-Shop, Webseiten-Management, Informationsmanagement, Zielgruppen, Online-Angebote
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den verschiedenen Methoden der Web-Personalisierung, die es Webseitenbetreibern ermöglichen, Inhalte gezielt auf die individuellen Interessen ihrer Nutzer zuzuschneiden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Differenzierung zwischen expliziter Personalisierung (aktive Auswahl durch den Nutzer) und impliziter Personalisierung (passives Lernen durch Systemanalyse).
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Erläuterung der verschiedenen Personalisierungsformen anhand realer Praxisbeispiele, um deren Einsatzmöglichkeiten und Grenzen aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit nutzt eine deskriptive Analyse und den Vergleich von Praxisbeispielen (wie etwa GDV, Medical Tribune und Amazon), um die konzeptionellen Unterschiede und praktischen Vor- und Nachteile der Personalisierungsansätze darzustellen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Beschreibung expliziter und impliziter Personalisierungsformen sowie deren anschließende kritische Bewertung hinsichtlich Effizienz und Nutzeraufwand.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Personalisierung, Nutzerprofilierung, Klickverhalten und Web-Usability charakterisieren.
Warum ist die explizite Personalisierung für Fachportale sinnvoll?
Bei medizinischen Portalen wie der "Medical Tribune" nehmen Nutzer den Zeitaufwand für eine einmalige Konfiguration in Kauf, um langfristig hochrelevante und spezifische Informationen zu erhalten.
Warum eignet sich für Amazon eher die implizite Personalisierung?
In einem Online-Shop wäre es ineffizient, den Kunden zu zwingen, manuell all seine Präferenzen anzugeben. Die implizite Methode ist hier benutzerfreundlicher, da sie ohne aktiven Mehraufwand des Kunden funktioniert.
- Quote paper
- Nicole Streich (Author), 2003, Formen der Personalisierung im Internet anhand von Praxisbeispielen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/23724