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Aggression und Gewalt in der Schule

Title: Aggression und Gewalt in der Schule

Term Paper , 2004 , 17 Pages , Grade: gut

Autor:in: Kathrin Zimmermann (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
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„26. April 2002“ - ein Datum, das in den Köpfen auch heute noch gegenwärtig ist: Der Amoklauf des Robert Steinhäuser am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt. Innerhalb von zehn Minuten erschoss er 12 Lehrer, eine Sekretärin, zwei Schüler, einen Polizisten und anschließend richtete er sich selbst. Ein weiteres Ereignis in unserer Region schreckte die Bürger auf. In Neulußheim / Rhein-Neckar-Kreis prügelten 8 Jugendliche zwei Stunden lang auf einen Obdachlosen ein. Mit Holzknüppeln, Besenstielen und Ästen schlugen die Kinder und Jugendlichen auf den 54-jährigen Mann ein, der an seinen zahlreichen Verletzungen und an Unterkühlung starb. Wie die Rhein-Neckar-Zeitung am 20.10.2003 berichtete waren insgesamt acht Personen an der Tat beteiligt, der jüngste Mittäter war gerade mal 12 Jahre alt.

Aber auch „harmlosere“ Formen, wie Erpressung, Drohungen, Belästigungen, Mobbing oder Beschädigung des Schuleigentums, zeigen, dass Gewalt und Aggression Schulen heutzutage vor ein großes Problem stellen, dem dringend präventiv begegnet werden muss.

Die R hein-Neckar-Zeitung berichtete am 29.10.2003 von dem Ergebnis einer Umfrage des „Weißen Rings“. Laut dieser Umfrage fürchtet sich bereits jeder dritte Schüler in Deutschland in der Pause davor, sich auf dem Schulhof aufzuhalten, aus Angst vor Gewalt, Raub oder Schutzgelderpressung. Dies verdeutlicht auch die absolute Notwendigkeit entsprechender Maßnahmen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 BEGRIFFSERKLÄRUNG

2.1 „GEWALT“– DER VERSUCH EINER DEFINITION

2.2 WAS IST GEWALT? DEFINITIONEN VON KINDERN UND JUGENDLICHEN

2.3 „AGGRESSION“

3 POLIZEILICHE KRIMINALSTATISTIK 2001

4 VERDEUTLICHUNG IN DER MUSIKSZENE

5 VERSCHIEDENE FORMEN VON GEWALT

6 GRÜNDE UND URSACHEN

7 THEORIEN

7.1 FRUSTRATIONS-AGGRESSIONSTHEORIE

7.2 LERNTHEORIEN

7.3 TRIEBTHEORIE

8 MÖGLICHKEITEN DER PRÄVENTION

9 KONFLIKTLÖSUNG AN EINEM BEISPIEL

10 INTERVENTIONSMÖGLICHKEIT: STREITSCHLICHTER

11 ZUSAMMENFASSUNG UND FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das vielschichtige Phänomen von Gewalt und Aggression im schulischen Kontext, analysiert deren Ursachen aus systemischer Perspektive und evaluiert präventive sowie intervenierende Strategien, um ein gewaltfreies Schulklima zu fördern.

  • Definitionen und Formen von Gewalt bei Kindern und Jugendlichen
  • Soziale und psychologische Ursachen von Aggression
  • Präventionsansätze in der Schulpraxis
  • Konfliktlösung durch Mediation und Streitschlichter-Programme

Auszug aus dem Buch

2.2 Was ist Gewalt? Definitionen von Kindern und Jugendlichen

Da ich mich selbst dafür interessierte, wie Kinder und Jugendliche über den Begriff „Gewalt“ denken, habe ich 40 Kinder im Alter von 8-12 und 13-18 Jahren befragt, was für sie Gewalt ist.

Bei den Jüngeren kamen meist folgende Antworten: - „Gewalt ist, wenn man jemanden schlägt, tritt oder boxt“ - „Gewalt ist etwas Schlimmes und nichts Gutes“(Junge, 8 Jahre) - „Todschlag, Mord, Zwang, Entführung, Krieg, absichtliche Sachbeschädigung“ (Mädchen, 9 Jahre) - „Gewalt ist keine Lösung“, antwortete ein 9 jähriger Junge.

Die Älteren fanden zum Teil schon richtige Definitionen, wobei meistens Gewalt auf das Körperliche beschränkt wurde. Hier einige Beispiele: - „ Gewalt ist für mich, wenn man (eine oder mehrere Personen) jemanden mithilfe körperlicher Kraft zu etwas zwingt, das diese nicht tun will“ (Mädchen,14) - „Für mich ist Gewalt, wenn jemand gegen seinen Willen zu etwas gezwungen wird. Gewalt kann man auch oft auf dem Schulhof sehen, wie z.B. Prügelei, Erpressung, Belästigung“ (Mädchen,15) - „Gewalt ist, wenn man jemanden schlägt, misshandelt oder verprügelt“ (Junge,17) - „Gewalt bringt nur Ärger und ist keine Lösung. Es ist feige, zu fünft auf jemanden los zu gehen, der schwächer ist. Ich hasse Gewalt!“ (Junge,15) - „Gewalt ist das unbegründete, sinnlose und absichtliche Zufügen von Leid und Schmerz in physischer und psychischer Form“, sagte ein 18 jähriger Junge.

Diese Umfrage war für mich sehr lehrreich, da die Gewalt in psychischer Form für Kinder und Jugendliche oft nicht unter den Begriff „Gewalt“ an sich fällt. Viele der Befragten, die alle von verschiedenen Schulen stammten, berichteten mir, dass dieses Thema in der Schule noch nicht (ausführlich) behandelt worden sei.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung thematisiert die Zunahme von Gewalt an Schulen anhand von erschreckenden Beispielen und unterstreicht die Dringlichkeit präventiver Maßnahmen.

2 BEGRIFFSERKLÄRUNG: Hier werden wissenschaftliche Definitionen von Gewalt und Aggression erläutert und durch eine eigene Umfrage unter Kindern und Jugendlichen ergänzt.

3 POLIZEILICHE KRIMINALSTATISTIK 2001: Das Kapitel belegt den Anstieg von Gewaltstraftaten an Schulen statistisch und thematisiert die verbesserte Kooperation zwischen Schulen und Polizei.

4 VERDEUTLICHUNG IN DER MUSIKSZENE: Anhand einer Liedanalyse werden verschiedene Formen der Gewalt und deren Auswirkungen auf das Schulleben aufgezeigt.

5 VERSCHIEDENE FORMEN VON GEWALT: Es erfolgt eine Kategorisierung in physische, psychische und strukturelle Gewalt sowie eine Einteilung der Täter-Opfer-Beziehungen.

6 GRÜNDE UND URSACHEN: Die Ursachen von Gewalt werden durch einen multifaktoriellen Ansatz in den Bereichen Familie, Schule und Gesellschaft begründet.

7 THEORIEN: Das Kapitel stellt zentrale theoretische Erklärungsmodelle wie die Frustrations-Aggressionstheorie, Lerntheorien und die Triebtheorie vor.

8 MÖGLICHKEITEN DER PRÄVENTION: Es werden die drei Ebenen der Prävention (Primär, Sekundär, Tertiär) nach der WHO als Interventionsstrategien definiert.

9 KONFLIKTLÖSUNG AN EINEM BEISPIEL: Ein persönliches Fallbeispiel illustriert die Schwierigkeit der Konfliktlösung im Schulalltag und die Rolle der Lehrer.

10 INTERVENTIONSMÖGLICHKEIT: STREITSCHLICHTER: Die Wirksamkeit und der Ablauf von Streitschlichtungsprogrammen (Mediation) als Entlastung für das Schulklima werden erläutert.

11 ZUSAMMENFASSUNG UND FAZIT: Die Arbeit schließt mit einem Appell an Pädagogen und Eltern, Gewalt durch Prävention, Vorbildfunktion und Kommunikation entgegenzuwirken.

Schlüsselwörter

Aggression, Gewalt, Schule, Prävention, Streitschlichter, Mediation, Gewaltprävention, Schulalltag, Mobbing, Erziehung, Sozialisation, Konfliktlösung, Jugendgewalt, Schulgewalt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Zunahme von Aggression und Gewalt im schulischen Alltag und sucht nach Wegen, diese Phänomene durch Prävention und Intervention einzudämmen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Gewalt, deren Ursachen in Familie und Gesellschaft, sowie den praktischen Umsetzungsmöglichkeiten von Präventionskonzepten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Schulen nicht nur Orte der Wissensvermittlung sind, sondern proaktiv in die Gewaltprävention und Konfliktlösung investieren müssen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit kombiniert eine Literaturanalyse zu theoretischen Erklärungsmodellen mit einer qualitativen Umfrage unter Schülern sowie der Reflexion von Fallbeispielen.

Was behandelt der Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Definitionen und Theorien) sowie praktische Ansätze zur Konfliktlösung, wie etwa das Projekt der Streitschlichtung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Gewaltprävention, Mediation, Schulalltag und Sozialisation geprägt.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Lehrer bei Gewaltkonflikten?

Die Autorin kritisiert, dass Lehrer oft überfordert sind oder Gewalt ignorieren, und betont, dass Lehrkräfte als Vorbilder schlichtend und vermittelnd einschreiten müssen.

Welche Rolle spielt die Familie laut dieser Untersuchung?

Die Familie wird als einer der Hauptursprungsorte für Aggressionspotenzial identifiziert, da mangelnde Zeit und fehlende Erziehungswerte den Boden für gewalttätiges Verhalten bereiten können.

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Details

Title
Aggression und Gewalt in der Schule
College
University of Education Heidelberg
Grade
gut
Author
Kathrin Zimmermann (Author)
Publication Year
2004
Pages
17
Catalog Number
V23898
ISBN (eBook)
9783638269117
Language
German
Tags
Aggression Gewalt Schule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kathrin Zimmermann (Author), 2004, Aggression und Gewalt in der Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/23898
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