Die vorliegende Hausarbeit behandelt das psychopathologische Störungsbild
der Angsterkrankungen, „Panikstörung, generalisierte Angststörung und der
phobischen Störungen“, wobei ich im Speziellen auf die generalisierte
Angststörungen bzw. Angstneurose näher eingehen werde.
Als Einstieg zum Thema richtet sich mein Fokus, im Kapitel 2, zunächst auf das
Phänomen der Angst. Thematisiert wird, was unter Angst zu verstehen ist, wie
Angst und Stress zusammenwirken, welche Unterscheidung hinsichtlich Angst
getroffen werden kann, aus welchen Komponenten die Angst besteht und wie
der Teufelskreis Angst entsteht. Ergänzend zum Symptom Angst, erfolgt im
Schlussteil des Kapitels 2 dann die Überleitung zu den Entstehungsbedingungen
pathologischer Angst, aus neuropsychologischem Verständnis.
Im Kapitel 3 werden danach die psychoanalytischen Erklärungsmodelle
neurotischer Ängste nach Freud, sowie deren Erscheinungsformen vorgestellt.
Anschließend wende ich mich im 4. Kapitel der Diagnostik der Angstneurose
zu. Bedeutsam erschien mir an dieser Stelle, zunächst den Begriff
Angstneurose und das Störungsbild dieser Erkrankung zu verdeutlichen, wobei
in diesem Kontext auch die Abgrenzung zu den psychopathologischen
Krankheitsbildern Panikstörung und den phobischen Störungen erfolgt. Wichtig
ist mir dabei, die Krankheitsbilder getrennt darzustellen, um klare Aussagen
treffen zu können. Verweisen möchte ich in diesem Zusammenhang auch auf
die unter Punkt 4.4 angeführten Fallbeispiele, welche meinen Versuch der
Abgrenzung noch einmal anschaulich unterstreichen.
Im Kapitel 5 wird schließlich, auf den Begriff „Coping“ -Prozess der
Bewältigung- eingeangen, wobei ich mich unter Punkt 5.2 mit dem verhaltenstherapeutischen
Ansatz und unter 5.3 mit dem Modell der sozialen
Unterstützung auseinandersetzten werde. Abschnitt 5.4, bildet den Schlußpunkt
der Arbeit, und setzt das Thema mit dem System professioneller
sozialpädagogischer Hilfen in Bezug.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Symptomatik der Angst
- Entstehung von Angst
- Stresskonzept nach Richard S. Lazarus
- Reale Angst / nicht- reale Angst
- Komponenten der Angst
- Teufelskreis der Angst
- Pathologische Angst
- Psychoanalytische Erklärungsmodelle neurotischer Ängste nach Freud
- Freud neurotische Angst
- Erscheinungsformen von Ängsten
- Diagnostik Angstneurose / Angsterkrankungen
- Begriff Angstneurose
- Die Angstneurose nach F41.1 ICD
- Abgrenzung: Panikstörung, generalisierte Angststörung, Phobische Störung
- Fallbeispiele zu 4.3
- Leben mit der Angst
- Coping - Prozeß der Bewältigung
- Verhaltenstherapeutischer Ansatz
- Modell der sozialen Unterstützung
- Ansätze der Hilfe im sozialpäd. Feld
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit dem psychopathologischen Störungsbild der Angsterkrankungen, insbesondere mit der generalisierten Angststörung bzw. Angstneurose. Sie analysiert die Symptomatik von Angst, erörtert verschiedene Erklärungsmodelle, beleuchtet die Diagnostik der Angstneurose und untersucht Möglichkeiten der Bewältigung.
- Die Entstehung von Angst und die Rolle von Stress
- Psychoanalytische Ansätze zur Erklärung von Angst
- Diagnostische Kriterien und Abgrenzung zu anderen Angsterkrankungen
- Coping-Strategien und der Einfluss sozialer Unterstützung
- Soziale und therapeutische Hilfen im Umgang mit Angst
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 2: Dieses Kapitel beleuchtet die Entstehung von Angst und den Zusammenhang zwischen Angst und Stress. Es werden verschiedene Komponenten der Angst sowie der Teufelskreis der Angst erläutert. Schließlich wird der Übergang zu pathologischer Angst im neuropsychologischen Kontext dargestellt.
- Kapitel 3: Hier werden die psychoanalytischen Erklärungsmodelle neurotischer Ängste nach Freud vorgestellt. Dabei wird auch auf die verschiedenen Erscheinungsformen von Ängsten eingegangen.
- Kapitel 4: Dieses Kapitel beschäftigt sich mit der Diagnostik der Angstneurose und erläutert den Begriff "Angstneurose". Es wird die Abgrenzung zu anderen Angsterkrankungen wie Panikstörung und Phobischen Störungen diskutiert, und Fallbeispiele verdeutlichen die Unterschiede.
- Kapitel 5: Im Fokus dieses Kapitels steht der "Coping"-Prozess der Bewältigung. Der verhaltenstherapeutische Ansatz sowie das Modell der sozialen Unterstützung werden beleuchtet. Der Abschnitt endet mit einer Betrachtung des Systems professioneller sozialpädagogischer Hilfen.
Schlüsselwörter
Angsterkrankungen, Angstneurose, generalisierte Angststörung, Panikstörung, Phobische Störungen, Stress, Psychoanalyse, Freud, Diagnostik, Coping, soziale Unterstützung, Sozialpädagogik.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter einer Angstneurose?
Die Angstneurose, heute oft als generalisierte Angststörung bezeichnet, ist ein Krankheitsbild, bei dem Betroffene unter ständigen, unkontrollierbaren Sorgen und Ängsten leiden, die nicht an spezifische Situationen gebunden sind.
Wie unterscheiden sich Panikstörungen von Phobien?
Panikstörungen zeichnen sich durch plötzliche, heftige Angstattacken aus. Phobien hingegen sind Ängste, die durch ganz bestimmte Objekte oder Situationen (z. B. Spinnen oder Menschenmengen) ausgelöst werden.
Welches Erklärungsmodell bietet die Psychoanalyse nach Freud?
Freud sah neurotische Ängste als Ergebnis innerpsychischer Konflikte, meist zwischen triebhaften Impulsen und moralischen Verboten, die ins Unbewusste verdrängt wurden und sich als Angstsymptome äußern.
Was bedeutet der Begriff „Coping“?
Coping bezeichnet den Prozess der Bewältigung von belastenden Situationen oder Krankheiten. Es umfasst Strategien, um mit der Angst umzugehen, wie z. B. kognitive Umbewertung oder Entspannungstechniken.
Wie kann Sozialpädagogik bei Angsterkrankungen helfen?
Sozialpädagogische Hilfe setzt bei der sozialen Unterstützung an. Sie hilft Betroffenen, ihren Alltag zu strukturieren, soziale Isolation zu vermeiden und den Zugang zu therapeutischen Netzwerken zu finden.
- Arbeit zitieren
- Frank Kotterer (Autor:in), 2003, Angsterkrankungen - Angstneurose, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/23921