Das Hören ist ein Sinn, den wir jeden Tag ganz selbstverständlich benutzen, ohne uns dessen wirklich bewusst zu sein. Er ist mit den anderen Sinnen zusammen unser Zugang zur Welt. Alle unsere Erlebnisse und Erfahrungen erreichen uns über unsere Sinnesorgane.
Die Welt der Gefühle eröffnet sich sogar erst durch die Sinne. So kann über die Stimmlage z.B. das Gefühl eines Menschen besser übermittelt werden, als durch seine Worte. Durch den Klang der Worte merken wir außerdem, wenn jemand z.B. etwas nicht so meint, wie er es sagt.
Mit Bildern und Geräuschen werden wir täglich überflutet und überfordert. Das Hören kann man nicht einfach abschalten, wie z.B. das Sehen, durch das Schließen der Augen. Häufig setzen wir uns selbst einer Reizüberflutung aus, was nicht sein müsste. So dringt von draußen Straßenlärm herein, das Radio läuft und wir gehen einer Tätigkeit nach, die ebenfalls noch Geräusche erzeugt. Eigentlich dürften wir bei diesem Lärm gar nichts Einzelnes mehr hören und wahrnehmen. Jedoch haben wir gelernt, die einzelnen Geräusche zu differenzieren und können außerdem diejenigen, die für uns gerade nicht relevant sind „ausblenden“. So ist es uns möglich nur das bewusst zu hören, was wir hören wollen.
In dieser Stunde möchte ich nun die Aufmerksamkeit auf all die alltäglichen Geräusche richten, die wir nicht mehr wahrnehmen und ein Bewusstsein dafür schaffen, dass es nicht so leise und ruhig um uns ist, wie wir denken.
Inhaltsverzeichnis
- DAS HÖREN..
- THEORETISCHER HINTERGRUND..
- Der Aufbau des Ohres
- Einflussfaktoren auf das Hören...
- Wofür das Hören benötigt wird...
- Das Hören
- etwas Besonderes
- STUNDENDURCHFÜHRUNG...
- AUSWERTUNG UND REFLEXION DER STUNDE..
- ANHANG
- LITERATURVERZEICHNIS
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Das Seminar "Einführung in musiktherapeutische Verfahren" zielt darauf ab, ein grundlegendes Verständnis für die Möglichkeiten und Einsatzbereiche musiktherapeutischer Methoden zu vermitteln. Dabei wird insbesondere der Einfluss von Musik auf das Hören und die Wahrnehmung von Musik als Mittel der Kommunikation und des emotionalen Ausdrucks beleuchtet.
- Das Hören als fundamentaler Sinn und seine Bedeutung für die menschliche Wahrnehmung und Kommunikation.
- Die Bedeutung des Hörens im Kontext der emotionalen Entwicklung und des Gefühlsausdrucks.
- Die Auswirkungen von Lärm und Reizüberflutung auf das Hören und die Notwendigkeit bewusster Pausen.
- Der Aufbau des Ohres und die Funktionsweise des Hörprozesses.
- Einflussfaktoren auf die Hörwahrnehmung und die individuelle Interpretation von Geräuschen.
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel beschäftigt sich mit dem Hören als fundamentalem Sinn und erläutert dessen Bedeutung für die menschliche Wahrnehmung und Kommunikation. Es wird betont, dass das Hören jeden Tag unweigerlich im Einsatz ist, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Das Kapitel beleuchtet, wie der Hörprozess funktioniert und welche Einflussfaktoren auf die Hörwahrnehmung wirken.
Der zweite Abschnitt widmet sich der Frage, wofür das Hören benötigt wird. Er veranschaulicht die Rolle des Hörens in der Entwicklung der Sprache und des Zusammenlebens. Darüber hinaus wird die Bedeutung des Hörens im Kontext der emotionalen Entwicklung und des Gefühlsausdrucks hervorgehoben. Das Kapitel verweist auf die frühzeitige Entwicklung des Hörens im Mutterleib und die Bedeutung von Geräuschen und Rhythmen für die kindliche Entwicklung.
Das dritte Kapitel "Das Hören - etwas Besonderes" thematisiert die Notwendigkeit, bewusst mit dem Hören umzugehen und Pausen einzulegen, um die Ohren zu schonen. Es wird darauf hingewiesen, dass Lärm, den Erwachsene nicht stört, für Kinder schädlich sein kann. Das Kapitel liefert einige Beispiele für verschiedene Lautstärken und deren Auswirkungen auf das Hören.
Schlüsselwörter
Das Seminar "Einführung in musiktherapeutische Verfahren" befasst sich mit Themen wie Hören, Wahrnehmung, Musiktherapie, Kommunikation, Emotionalität, Sinnesorgane, Lärm, Reizüberflutung, Bewusstsein, Ohr, Frequenzdispersion, Hörwahrnehmung, Einflussfaktoren, Sprache, emotionale Entwicklung, Entwicklung des Hörens, Pausen, Ruhezeiten, Lautstärke.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist das Hören ein besonderer Sinn?
Das Hören lässt sich nicht wie das Sehen einfach "abschalten" und ist unser ständiger Zugang zur Welt der Gefühle und Kommunikation.
Wie beeinflusst Lärm unsere Wahrnehmung?
Tägliche Reizüberflutung fordert das Gehirn heraus, relevante Geräusche zu filtern und Unwichtiges "auszublenden".
Was ist das Ziel der hier beschriebenen Unterrichtsstunde?
Sie soll ein Bewusstsein für alltägliche Geräusche schaffen und die Aufmerksamkeit auf die oft ignorierte akustische Umwelt lenken.
Welche Rolle spielt das Hören in der Musiktherapie?
Hören dient als Mittel der Kommunikation und des emotionalen Ausdrucks, wobei Musiktherapie diese Kanäle gezielt nutzt.
Ab wann entwickelt sich das Gehör beim Menschen?
Das Gehör entwickelt sich bereits sehr früh im Mutterleib, wo das Kind Rhythmen und Geräusche wahrnimmt.
Warum sind Ruhepausen für die Ohren wichtig?
Um Hörschäden vorzubeugen und die Sensibilität für feine akustische Reize zu erhalten, besonders bei Kindern.
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- Sabine Hörner (Author), 2000, Hören: Etwas Erstaunliches und Besonderes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/23983