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Lernort Wald als pädagogische Herausforderung für Kindergarten- und Grundschulkinder

Pädagogische Grundlagen, Skizzierung von praktischen Aktivitäten, Begründung erlebnispädagogischer Möglichkeiten und Ausblick

Title: Lernort Wald als pädagogische Herausforderung für Kindergarten- und Grundschulkinder

Examination Thesis , 2003 , 147 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Alexandra Ludwig (Author)

Pedagogy - General
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Summary Excerpt Details

Seit Mitte der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts lässt sich ein wachsendes Interesse der Bevölkerung am Wald feststellen. Staatliche Organisationen, Verbände, aber auch private Einrichtungen haben sich dieser erhöhten Aufmerksamkeit und Aktivität der Menschen angenommen und versuchen ihr mit der Entwicklung von Informationsmaterialien, der Durchführung von Seminaren und Weiterbildungsveranstaltungen bis hin zur Neugründung von Umweltbildungseinrichtungen gerecht zu werden.
Besonders für Kinder hat der Wald als Lernort an Bedeutung gewonnen. Dies wird unter anderem an den sich seit 1993 in Deutschland rasant entwickelnden Waldkindergärten deutlich. Parallel dazu hat sich die Umweltbildung als fester Bestandteil in den Rahmenrichtlinien der allgemein bildenden Schulen etabliert. Wie auch andere Ziele in der Umweltbildung ist der Wald als Ökosystem seit 1993 als Bildungsauftrag im Niedersächsischen Schulgesetz verankert.
Mit dieser zentralen Stellung des Waldes als Lernort und dem Aufkommen obiger Einrichtungen und Aktivitäten ist zudem eine eigens auf den Wald bezogene Pädagogik entstanden, die Waldpädagogik. Neben dem Ziel, Wissen über den Wald zu vermitteln und dem Umweltschutz zu dienen, prägt der Begriff des Erlebnisses seit einigen Jahren waldpädagogische Einrichtungen und Aktivitäten. Klassische Lehrpfade haben sich zu Walderlebnispfaden, Informationszentren zu Erlebniszentren und Waldschultage zu Walderlebnistagen entwickelt.

Warum konnte sich die Waldpädagogik etablieren und warum gibt es keine Wiesen- oder Meerpädagogik? Warum hat der Wald als Lernort für Kinder an Bedeutung gewonnen? Welche Bedeutung hat das Erlebnis und damit die Erlebnispädagogik für die Waldpädagogik?
Die oben beschriebene Entwicklung lässt auf einen besonderen Bedeutungsgehalt des Waldes für den Menschen schließen. So geht die vorliegende Arbeit besonders zwei Fragestellungen nach: Worin liegt sowohl die Bedeutung des Waldes für den Menschen als auch seine Bedeutung als Gegenstand der Pädagogik? Unter dieser Fragestellung soll genauer geklärt werden, um was für einen Lernort es sich beim Wald handelt, wodurch er sich auszeichnet und warum er für Kinder geeignet ist.
Welche Institutionen gibt es einerseits und welche Aktivitäten andererseits, um Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter im Wald lernen zu lassen?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Der Wald als Lebensraum

1.1. Grundsätzliches

1.1.1. Der Begriff des Waldes

1.1.2. Die Wälder der Erde

1.1.3. Der Wald in Deutschland

1.2. Der Wald als Ökosystem

1.2.1. Der Stoffkreislauf

1.2.2. Der Aufbau des Waldes

1.2.3. Die Artenvielfalt im Wald

1.3. Die Bedeutung des Waldes für den Menschen

1.3.1. Die Geschichte des Waldes

1.3.2. Die Bedeutung des Waldes in früherer Zeit

1.3.2.1. Die mythische, traditionelle und religiöse Bedeutung des Waldes

1.3.3. Die heutige Bedeutung des Waldes

1.3.3.1. Der Wald als Wirtschaftsraum

1.3.3.2. Der Wald als Erholungsraum

1.3.3.3. Der Wald als Schutz unseres Lebensraumes

1.3.3.4. Die kulturelle Bedeutung des Waldes

1.3.3.5. Gefahren im Wald

1.3.4. Neuartige Waldschäden

1.3.4.1. Was ist gegen Neuartige Waldschäden zu tun?

1.4. Zusammenfassung

2. Grundlegung von Wald- und Erlebnispädagogik

2.1. Zur Waldpädagogik

2.1.1. Die Waldschulbewegung als Ursprung der Waldpädagogik

2.1.2. Heutige Gründung von waldpädagogischen Bildungseinrichtungen

2.1.3. Der Begriff „Waldpädagogik“

2.2. Zur Erlebnispädagogik

2.2.1. Zum Wesen des Erlebnisses

2.2.2. Abriss der Geschichte der Erlebnispädagogik

2.2.3. Das Erscheinungsbild der modernen Erlebnispädagogik

2.3. Zum Verhältnis von Wald- und Erlebnispädagogik

2.4. Zusammenfassung

3. Der Wert des Waldes für Kinder

3.1. Die Bedürfnisse der Kinder vor dem Hintergrund der „Veränderten Kindheit“

3.1.1. Das Bedürfnis nach Liebe, Geborgenheit und Sicherheit

3.1.2. Das Bedürfnis, Erlebtes, Stimmungen und Gefühle auszudrücken

3.1.3. Das Bedürfnis nach Freiheit, Grenzen, Selbständigkeit und Verantwortung

3.1.4. Das Bedürfnis nach Spannung, Abenteuer und Risiko

3.1.5. Das Bedürfnis, mit der Natur verbunden zu sein

3.1.6. Das Bedürfnis, herzustellen und zu gestalten

3.1.7. Das Bedürfnis zu spielen

3.1.8. Das Bedürfnis sich zu bewegen

3.1.9. Das Bedürfnis nach Gemeinschaft

3.1.10. Das Bedürfnis, friedlich für sich allein zu sein

3.1.11. Das Bedürfnis, die Welt zu entdecken und zu verstehen

3.1.12. Das Bedürfnis, vielfältig wahrzunehmen

3.2. Auswirkungen der mangelnden Bedürfnisbefriedigung

3.3. Befriedigung der Bedürfnisse im Wald

3.4. Zusammenfassung

4. Zur Funktion von Naturerlebnissen in der Kindheit

4.1. Definition des Begriffes „Naturerleben“

4.2. Die Bedeutung von Naturerlebnissen

4.2.1. Die Bedeutung für den Umweltschutz

4.3. Flow Learning

4.3.1. Wie man Kinder begeistert

4.4. Zusammenfassung

5. Waldkindergärten in Deutschland

5.1. Die Waldkindergartenbewegung

5.2. Formen des Waldkindergartens

5.3. Konzeptionelle Inhalte und Leitgedanken

5.4. Was alles zu einem Waldkindergarten gehört

5.4.1. Gesetzliche Grundlagen

5.4.2. Die Ausrüstung

5.4.3. Verhaltensregeln im Wald

5.5. Ein Tag im Waldkindergarten

5.6. Einbeziehung walderlebnispädagogischer Aktivitäten in den Waldkindergarten

5.6.1. Der Entwicklungsstand des Kindergartenkindes

5.6.2. Mögliche Spiele und Aktivitäten mit Waldkindergartenkindern

5.7. Der Waldkindergarten und Schulfähigkeit

5.8. Zusammenfassung

6. Integration walderlebnispädagogischer Aktivitäten in die Grundschule

6.1. Der Entwicklungsstand des Grundschulkindes

6.2. Funktionen und Organisation der Schule

6.3. Mögliche Aktivitäten im Wald

6.3.1. Das Waldklassenzimmer

6.3.2. Das Waldtheater

6.3.3. Der Naturerlebnispfad

6.3.4. Die Nachtwanderung

6.3.5. Der Walderlebnistag

6.4. Mögliche Aktivitäten im Unterricht als Folge von Waldgängen

6.5. Zur Praxis der schulischen Umweltbildung

6.6. Zusammenfassung

7. Ausblick

8. Zusammenfassende Thesen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung des Waldes als Lernort für Kindergarten- und Grundschulkinder. Dabei wird der Frage nachgegangen, warum der Wald als Lernumgebung besonders geeignet ist, welche pädagogischen Ansätze (Wald- und Erlebnispädagogik) dabei Anwendung finden und wie diese praktisch in Waldkindergärten sowie in den schulischen Alltag der Grundschule integriert werden können, um den Bedürfnissen heutiger Kinder gerecht zu werden.

  • Pädagogische Grundlagen der Wald- und Erlebnispädagogik
  • Analyse der kindlichen Bedürfnisse im Kontext der „veränderten Kindheit“
  • Praktische Methoden und Aktivitäten zur Naturerfahrung im Wald
  • Integration waldpädagogischer Elemente in den Grundschulunterricht
  • Der Waldkindergarten als pädagogische Institution und Beitrag zur Schulfähigkeit

Auszug aus dem Buch

Die Bedeutung der Natur für die seelische Entwicklung

Ausgedehnte Naturkontakte in der Kindheit sind Hart zufolge für eine gesunde seelische Entwicklung außerordentlich wichtig. Sie ermöglichen es, das komplexe Leben auf der Erde zu verstehen und zu bewerten.

Gebhard verweist darauf, dass Naturerlebnisse zwei bedeutende Ebenen beinhalten: „Zum einen scheinen sie die seelische Entwicklung eher zu fördern und zum anderen sind sie auch eine Bedingung dafür, sich für den Erhalt der Natur bzw. Umwelt einzusetzen. Nur wenn Kinder eine Beziehung zur Natur entwickeln, können sie ihre Zerstörung wahrnehmen.“

Fischerlehner führt aus, dass eine naturnahe Umgebung vor allem durch ihren Doppelcharakter von ständigem Wechsel und Kontinuität für die psychische Entwicklung des Kindes günstig ist. Durch den Wechsel der Jahreszeiten ist die Natur ständig neu, bietet aber z.B. durch die Tatsache, dass Bäume die Zeitspanne der Kindheit überdauern, trotzdem Sicherheit und Verlässlichkeit. Außerdem rege die Vielfalt an Formen, Materialien und Farben die kindliche Phantasie an.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Die Einleitung skizziert die wachsende Bedeutung des Waldes als Lernort sowie die zentralen Fragestellungen zur Eignung des Waldes für die Pädagogik und die Integration in verschiedene Bildungseinrichtungen.

1. Der Wald als Lebensraum: Dieses Kapitel erläutert die ökologischen Grundlagen, die Geschichte und die vielfältigen Funktionen des Waldes, von der wirtschaftlichen Nutzung bis hin zu seiner Bedeutung für den Schutz unseres Lebensraumes.

2. Grundlegung von Wald- und Erlebnispädagogik: Hier werden die historischen Ursprünge und heutigen Definitionen der Wald- und Erlebnispädagogik erörtert, um eine wissenschaftliche Basis für die Verbindung von Naturerfahrung und pädagogischem Handeln zu schaffen.

3. Der Wert des Waldes für Kinder: Dieses Kapitel analysiert die kindlichen Bedürfnisse im Kontext der „veränderten Kindheit“ und diskutiert, wie der Wald als Erfahrungsraum zur Befriedigung dieser Bedürfnisse und zur Förderung der kindlichen Entwicklung beitragen kann.

4. Zur Funktion von Naturerlebnissen in der Kindheit: Das Kapitel definiert den Begriff „Naturerleben“ und beschreibt dessen Funktion für die psychische Entwicklung sowie für die Förderung des Umweltbewusstseins durch Methoden wie das „Flow Learning“.

5. Waldkindergärten in Deutschland: Diese Sektion bietet einen Überblick über die Entwicklung und Konzeption von Waldkindergärten, einschließlich praktischer Aspekte wie Ausrüstung, rechtlicher Grundlagen und spezifischer Spiele zur Förderung motorischer und kognitiver Fähigkeiten.

6. Integration walderlebnispädagogischer Aktivitäten in die Grundschule: Abschließend werden Möglichkeiten und Herausforderungen aufgezeigt, wie walderlebnispädagogische Ideen und Naturerfahrungen in den fächerorientierten Unterricht der Grundschule integriert werden können.

Schlüsselwörter

Waldpädagogik, Erlebnispädagogik, Naturerleben, Waldkindergarten, Grundschule, Umweltbildung, Kindheit, Kindliche Bedürfnisse, Bewegungsförderung, Naturkontakt, Nachhaltigkeit, Wahrnehmung, Schulfähigkeit, Ökosystem Wald.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Wald als pädagogischen Lernort für Kindergarten- und Grundschulkinder und beleuchtet dessen Mehrwert für die kindliche Entwicklung angesichts veränderter gesellschaftlicher Rahmenbedingungen.

Welche Themenfelder sind zentral?

Zentrale Felder sind die Definition und Abgrenzung von Wald- und Erlebnispädagogik, eine Bedarfsanalyse kindlicher Bedürfnisse in der modernen Gesellschaft sowie die praktische Umsetzung von Naturerlebnissen in Bildungseinrichtungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Wald als „walderlebnispädagogischen Lernort“ theoretisch zu fundieren und konkrete Wege für dessen Einbeziehung in den Kindergartenalltag und den schulischen Unterricht aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auswertung bestehender Konzepte, Studien und Rahmenrichtlinien basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die ökologischen Grundlagen des Waldes, die pädagogische Fundierung, die kindlichen Bedürfnisse, die Funktion von Naturerlebnissen sowie die Praxisbeispiele für Waldkindergärten und Grundschul-Integration.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Waldpädagogik, Erlebnispädagogik, Naturerleben, Waldkindergarten, Grundschule, Umweltbildung und kindliche Entwicklung stehen im Zentrum der Untersuchung.

Wie trägt der Wald speziell zur Schulfähigkeit bei?

Studien, wie die von Prof. Roland Gorges, zeigen, dass der Waldkindergarten die körperliche Entwicklung sowie Basiskompetenzen wie Konzentrationsfähigkeit und Sozialverhalten fördert, was die Kinder auf das schulische Lernen vorbereitet.

Warum ist das "Flow Learning" für die Waldpädagogik relevant?

Die von Joseph Cornell entwickelte Methode bietet ein strukturiertes System, um durch aufeinander aufbauende Phasen (Begeisterung, Wahrnehmung, Erfahrung, Mitteilung) gezielt Naturbegegnungen zu inszenieren und Freude am Wald zu wecken.

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Details

Title
Lernort Wald als pädagogische Herausforderung für Kindergarten- und Grundschulkinder
Subtitle
Pädagogische Grundlagen, Skizzierung von praktischen Aktivitäten, Begründung erlebnispädagogischer Möglichkeiten und Ausblick
College
University of Lüneburg  (Institut für Erlebnispädagogik)
Grade
1,0
Author
Alexandra Ludwig (Author)
Publication Year
2003
Pages
147
Catalog Number
V24004
ISBN (eBook)
9783638269919
ISBN (Book)
9783638744249
Language
German
Tags
Lernort Wald Herausforderung Kindergarten- Grundschulkinder Pädagogische Grundlagen Skizzierung Aktivitäten Begründung Möglichkeiten Ausblick
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexandra Ludwig (Author), 2003, Lernort Wald als pädagogische Herausforderung für Kindergarten- und Grundschulkinder, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24004
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