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Luhmanns Theorie sozialer Systeme vs. Foucaults systematische Reflexion der Ordnung der Dinge und Diskurse - ein Vergleich zwischen zwei Lesarten einer Systemtheorie der Gesellschaft?

Título: Luhmanns Theorie sozialer Systeme vs. Foucaults systematische Reflexion der Ordnung der Dinge und Diskurse - ein Vergleich zwischen zwei Lesarten einer Systemtheorie der Gesellschaft?

Trabajo , 2003 , 34 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Jens Klinkicht (Autor)

Sociología - General y Teorías
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Die zentrale Frage der Arbeit ist bereits im Titel formuliert: es soll um zwei unterschiedliche
Lesarten einer Systemtheorie der modernen (bürgerlichen) Gesellschaft gehen – eine kritische
und eine zustimmende Variante. Das erscheint zumindest auf den ersten Blick. Bevor es um
die Feinheiten und Einzelheiten der Theorie gehen soll und wie diese im Zusammenhang interpretiert
werden können, müssen zunächst grundsätzliche Fragen im Mittelpunkt stehen:
Was qualifiziert eine Systemtheorie zu einer eben solchen? Was beinhaltet dieser Vergleich?
Warum gerade Michel FOUCAULT und Niklas LUHMANN? Die Beantwortung dieser Frage ist nicht so einfach wie es scheint, denn es sind mehrere Punkte
und Dimensionen zu beachten. Vorab zunächst einige Bemerkungen zu Systemtheorien und
dem Systembegriff im Allgemeinen.
Die soziologischen Systemtheorien erklären das Verhalten von Einzelnen aus dem jeweiligen
Systemzusammenhang. Sie betrachten elementare soziale Einheiten wie soziale Handlungen,
Kommunikationen, Interaktionen etc. nicht isoliert, sondern stellen sie in den strukturellen
und funktionalen Rahmen eines Systemzusammenhangs. Es sind also die sozialen Systeme,
wie Gesellschaften, Familien, Vereine, Betriebe, Glaubensgemeinschaften etc., die die Gemeinsamkeit
des Handelns organisieren und so sozialen Prozessen eine Gestalt, eine Struktur
geben (vgl. Kneer/Nassehi 1993, S.29-30). Dies gilt natürlich nicht nur für die soziologischen
Systemtheorien, sondern auch für die Systemtheorien der Gesellschaft im weiteren, hier verstandenen
Sinne.
Es geht bei der Rekonstruktion einer Systemtheorie der Gesellschaft noch um eine zusätzliche
Vertiefung, denn dort werden Fragen zu Handlungen und Verhalten eines Einzelnen aus dem
Gesamtzusammenhang des Gesamtsystems „Gesellschaft“ beantwortet. Dieses System muss
als umfassend begriffen werden, da es sonst den Anspruch verliert, die Gesellschaft als ein
Gesamtsystem rekonstruieren zu können. Das ist zugleich der Ausgangspunkt dieser Arbeit,
die Annahme das die Grundfiguren des systemtheoretischen Denkens (...)1 nicht nur bei der einzig wirklich ausformulierten Systemtheorie
(LUHMANN) zu finden sind, sondern sich bei anderen Theorien gleichermaßen identifizieren lassen. [...]
1 Vgl. dazu auch Kiss 1989, S.89-107 – der Autor stellt in diesem Abschnitt die „Evolution“ des soziologischen
Grundbegriffs System ausführlich dar und verwendet dabei die Bezeichnungen geschlossen, offen und autopoietisch
zur Kennzeichnung der Paradigmenwechsel.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. EINFÜHRUNG

1.1. WAS MACHT EINE SYSTEMTHEORIE AUS?

1.2. WAS BEINHALTET DIESER VERGLEICH?

1.3. WARUM FOUCAULT UND LUHMANN?

II. WAS IST KRITISCH AN FOUCAULTS THEORETISCHEN ÜBERLEGUNGEN ZUR GESELLSCHAFT?

III. WAS IST DANKBAR AN LUHMANNS THEORETISCHEN REFLEXIONEN AUF DIE GESELLSCHAFT?

IV. EIN VERGLEICH!

4.1. SYSTEMVERSTÄNDNIS

4.2. STRUKTURVERSTÄNDNIS

4.3. GESELLSCHAFTSVERSTÄNDNIS

4.4. SUBJEKTVERSTÄNDNIS

4.5. SELBSTVERSTÄNDNIS

V. SCHLUSSBETRACHTUNG UND RESÜMEE

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit verfolgt das Ziel, zwei unterschiedliche Lesarten der Systemtheorie – die von Michel Foucault und Niklas Luhmann – kritisch miteinander zu vergleichen, um Gemeinsamkeiten in ihrer Architektur und ihrem Verständnis gesellschaftlicher Ordnung freizulegen.

  • Analyse des systemtheoretischen Verständnisses bei Foucault und Luhmann.
  • Untersuchung der zentralen Kategorien "Diskurs" und "Sinn" als Systembausteine.
  • Gegenüberstellung der Rolle von Struktur, Gesellschaft und Subjekt.
  • Reflexion über die Beobachterposition und das Selbstverständnis der Autoren.

Auszug aus dem Buch

1.1. Was macht eine Systemtheorie aus?

Die Beantwortung dieser Frage ist nicht so einfach wie es scheint, denn es sind mehrere Punkte und Dimensionen zu beachten. Vorab zunächst einige Bemerkungen zu Systemtheorien und dem Systembegriff im Allgemeinen.

Die soziologischen Systemtheorien erklären das Verhalten von Einzelnen aus dem jeweiligen Systemzusammenhang. Sie betrachten elementare soziale Einheiten wie soziale Handlungen, Kommunikationen, Interaktionen etc. nicht isoliert, sondern stellen sie in den strukturellen und funktionalen Rahmen eines Systemzusammenhangs. Es sind also die sozialen Systeme, wie Gesellschaften, Familien, Vereine, Betriebe, Glaubensgemeinschaften etc., die die Gemeinsamkeit des Handelns organisieren und so sozialen Prozessen eine Gestalt, eine Struktur geben (vgl. Kneer/Nassehi 1993, S.29-30). Dies gilt natürlich nicht nur für die soziologischen Systemtheorien, sondern auch für die Systemtheorien der Gesellschaft im weiteren, hier verstandenen Sinne.

Zusammenfassung der Kapitel

I. EINFÜHRUNG: Die Einleitung definiert die zentrale Fragestellung des Vergleichs zwischen Foucaults und Luhmanns systemtheoretischen Ansätzen und rechtfertigt die Auswahl dieser beiden Autoren.

II. WAS IST KRITISCH AN FOUCAULTS THEORETISCHEN ÜBERLEGUNGEN ZUR GESELLSCHAFT?: Dieses Kapitel untersucht Foucaults archäologische Methode und sein Verständnis von Diskursen als regelgeleitete, machtdurchzogene Strukturen.

III. WAS IST DANKBAR AN LUHMANNS THEORETISCHEN REFLEXIONEN AUF DIE GESELLSCHAFT?: Hier wird Luhmanns Theorie autopoietischer Systeme, insbesondere die Bedeutung von Sinn, Kommunikation und Differenz, detailliert rekonstruiert.

IV. EIN VERGLEICH!: Der Hauptteil vergleicht systematisch die Dimensionen Systemverständnis, Struktur, Gesellschaftsverständnis, Subjekt und Selbstverständnis beider Theoretiker.

V. SCHLUSSBETRACHTUNG UND RESÜMEE: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt hervor, dass bei genauerer Betrachtung eine unerwartet hohe strukturelle Gemeinsamkeit in der Thematisierung von Grenzen besteht.

Schlüsselwörter

Systemtheorie, Niklas Luhmann, Michel Foucault, Soziale Systeme, Diskurs, Autopoiesis, Selbstreferenz, Gesellschaft, Macht, Struktur, Subjekt, Sinn, Differenz, Konstruktivismus, Beobachtung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht zwei maßgebliche systemtheoretische Perspektiven auf die moderne Gesellschaft: den diskursanalytischen Ansatz von Michel Foucault und die soziologische Systemtheorie von Niklas Luhmann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit fokussiert auf die Architektur sozialer Systeme, den Stellenwert von Wissen und Kommunikation sowie die Rolle des Subjekts innerhalb dieser theoretischen Gefüge.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist der Nachweis, dass trotz unterschiedlicher theoretischer Ausgangspunkte beide Autoren in ihrer Systemrekonstruktion eine fundamentale Gemeinsamkeit in der Logik der Grenzziehung und Differenzierung aufweisen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor wendet eine vergleichende Analyse an, die die theoretischen Konzepte auf verschiedenen Abstraktionsebenen wie System, Struktur und Subjekt gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit Foucaults Diskursbegriff, Luhmanns Systemtheorie und eine abschließende Synopse ihrer jeweiligen Konzepte.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Autopoiesis, Episteme, funktionale Differenzierung, Macht, Grenzregime und Selbstreferentialität.

Wie unterscheidet sich Luhmanns Verständnis von Autopoiesis von Foucaults Diskursanalyse?

Während Luhmann auf der operativen Geschlossenheit von Kommunikationssystemen beharrt, betrachtet Foucault Diskurse als historisch gewachsene, machtvolle Wissensordnungen, die Subjekte direkt formen.

Wie gehen beide Autoren mit dem "blinden Fleck" der Beobachtung um?

Beide reflektieren die eigene Beobachterposition: Luhmann integriert den blinden Fleck in seine Theorie als unvermeidbare systemische Begrenzung, während Foucault seine eigene Verstrickung in die Machtnetze thematisiert.

Final del extracto de 34 páginas  - subir

Detalles

Título
Luhmanns Theorie sozialer Systeme vs. Foucaults systematische Reflexion der Ordnung der Dinge und Diskurse - ein Vergleich zwischen zwei Lesarten einer Systemtheorie der Gesellschaft?
Universidad
Dresden Technical University  (Institut für Soziologie)
Curso
Systemtheorien der Gesellschaft: Hegel, Adorno, Foucault und Luhmann
Calificación
1,0
Autor
Jens Klinkicht (Autor)
Año de publicación
2003
Páginas
34
No. de catálogo
V24005
ISBN (Ebook)
9783638269926
Idioma
Alemán
Etiqueta
Luhmanns Theorie Systeme Foucaults Reflexion Ordnung Dinge Diskurse Vergleich Lesarten Systemtheorie Gesellschaft Systemtheorien Gesellschaft Hegel Adorno Foucault Luhmann
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jens Klinkicht (Autor), 2003, Luhmanns Theorie sozialer Systeme vs. Foucaults systematische Reflexion der Ordnung der Dinge und Diskurse - ein Vergleich zwischen zwei Lesarten einer Systemtheorie der Gesellschaft?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24005
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