In dem nun folgenden Text möchte ich einen Überblick über die Medienerziehung liefern. Um jedermann in die Thematik einzuführen, müssen anfangs die wichtigsten Begriffe in der Medienerziehung erläutert werden. Was sind Medien bzw. Massenmedien überhaupt? Was ist Kommunikation oder Massenkommunikation? Wie unterteilt sich die Medienpädagogik? Was ist der Unterschied zwischen Mediendidaktik und Medienerziehung?
Die Definitionen genügen nicht unbedingt wissenschaftlichen Anforderungen, aber sie erläutern klar den Zusammenhang zwischen den einzelnen Bereichen.
Im weiteren Verlauf werden die wichtigsten Entwicklungen der Medienpädagogik dargestellt, die Charakteristika und Erziehungsziele werden deutlich hervorgehoben und extra behandelt. Medienpädagogik und die damit zusammenhängenden erzieherischen Bemühungen begannen, als man feststellte, welche Wirkung die Medien auf Kinder und Jugendliche hatte. Beginnend mit der bewahrenden Medienpädagogik und schliessend mit der rezeptions-und zuschauerorientierten Medienpädagogik.
Beim vierten Kapitel werden kurz die neuesten Ansätze der Medienerziehung aufgeführt und erklärt.
Im Anschluss an eher allgemeine Erläuterungen zum Thema, wird jetzt die Medienerziehung nochmals gesondert vorgestellt. In welchen Bereichen muss es zur Medienerziehung kommen? Wie sieht die Medienerziehung in diesen Bereichen aus? Welche Möglichkeiten und Grenzen hat man in diesem Zusammenhang? Wie sehen die Zielsetzungen aus?
Zum Abschluss wird noch das Verhältnis von sozialem Lernen und politischem Lernen in aller Kürze aufgegriffen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die wichtigsten Begriffe zum Thema Medienerziehung
2.1 Was ist ein Medium?
2.2 Was ist Kommunikation?
2.3 Was sind Massenmedien?
2.4 Was ist Massenkommunikation?
2.5 Was ist Medienpädagogik?
2.5.1 Was ist Mediendidaktik?
2.5.2 Was ist Medienerziehung?
2.6 Der Zusammenhang von Medienerziehung und Mediendidaktik
3. Die wichtigsten Entwicklungen in der Medienpädagogik
3.1 Die bewahrende Medienpädagogik
3.2 Die kritische Medienpädagogik
3.3 Die emanzipatorische Medienpädagogik
3.4 Die Medienpädagogik als Kommunikationspädagogik
3.5 Die rezeptions-und zuschauerorientierte Medienpädagogik
3.6 Die Bedingungen der Medienpädagogik
3.7 Die Ziele der Medienpädagogik
4. Neue Ansätze in der Medienerziehung
4.1 Der technologisch-funktionale Ansatz
4.2 Die ideologische Betrachtung
4.3 Die gesellschaftskritische Position
4.4 Die handlungsorientierte Medienerziehung
5. Medienerziehung
5.1 Medienerziehung als Gemeinschaftsaufgabe
5.1.1 Arbeitskreise zur Medienerziehung
5.1.2 Die Ziele der Medienerziehung
5.2 Medienerziehung und Elternhaus
5.2.1 Medienerziehung im Elternhaus
5.2.2 Medienpädagogische Familien-und Erwachsenenbildung
5.3 Medienerziehung in der Schule
5.3.1 Möglichkeiten und Grenzen schulischer Erziehungsarbeit
5.3.2 Fächer und Aktivitäten
5.3.3 Medienerziehung als fächerübergreifende Bildungs-und Erziehungsaufgabe
5.3.4 Lehreraus-und Lehrerfortbildung
5.4 Medienerziehung und ausserschulische Kinder-und Jugendbildung
6. Soziales Lernen
7. Zusammenfassung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit liefert einen fundierten Überblick über die Medienerziehung und verdeutlicht deren Relevanz als pädagogische Aufgabe, um Kinder und Jugendliche zu einem bewussten, kritischen und verantwortungsvollen Umgang mit modernen Massenmedien zu befähigen.
- Grundlegende Begriffsbestimmung von Medien, Kommunikation und Medienpädagogik
- Historische Entwicklung der pädagogischen Ansätze im Umgang mit Medien
- Die Rolle von Elternhaus und Schule als primäre Medienerziehungsinstanzen
- Ziele, Methoden und Handlungsfelder einer modernen Medienerziehung
Auszug aus dem Buch
Die handlungs- und interaktionsorientierte Medienerziehung
Drei wesentliche Faktoren führten zur Entwicklung einer als Kommunikationspädagogik verstandenen Medienerziehung.
Erstens zeigte sich, dass die Konzeption der system-kulturorientiert Medienerziehung nicht sehr wirksam war. Hauptelement dieser Medienerziehung war die Wissensvermittlung, welche aber wenig Einfluss auf das Verhalten hatte. Es genügte nicht, den Kindern und Jugendlichen Kenntnisse über Gestaltungsmittel und die Herausarbeitung von Beurteilungskriterien beizubringen, damit sie die Medien aktiv und gezielt nutzen konnten. Als Neuansatz genügte die marxistische Medienerziehung auch nicht, da sie faktisch eine Neuauflage der behütend-pflegenden Medienerziehung ist.
Zweitens zeigten Versuche, die Kinder und Jugendliche in der Jugendbildungsarbeit und im Unterricht zur Selbsttätigkeit zu animieren, verblüffende Ergebnisse. Diese Übungen führten auch zu einer tatsächlich kritischeren und unabhängigeren Einstellung gegenüber den Medien.
Drittens zeigte die Entwicklung von Schülerzeitungen etc. das Medien auch von Laienjournalisten gemacht werden können. Somit wurde die Aus-und Fortbildung für Laienjournalisten ein wichtiger Bestandteil der Medienpädagogik.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Medienerziehung und Erläuterung der Zielsetzung der Hausarbeit.
2. Die wichtigsten Begriffe zum Thema Medienerziehung: Definition zentraler Begriffe wie Medium, Kommunikation, Massenmedien sowie Abgrenzung von Medienpädagogik, Mediendidaktik und Medienerziehung.
3. Die wichtigsten Entwicklungen in der Medienpädagogik: Darstellung verschiedener historischer Konzepte, von der bewahrenden bis hin zur rezeptions- und zuschauerorientierten Medienpädagogik.
4. Neue Ansätze in der Medienerziehung: Überblick über zeitgemäße Ansätze, insbesondere den technologisch-funktionalen und handlungsorientierten Ansatz.
5. Medienerziehung: Untersuchung der Medienerziehung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe unter Einbeziehung des Elternhauses und der Schule.
6. Soziales Lernen: Kurze Betrachtung des Verhältnisses von sozialem Lernen und politischem Lernen im Kontext der Medien.
7. Zusammenfassung: Reflexion über die Bedeutung der Zusammenarbeit aller Erziehungsbeteiligten für eine gelingende Medienerziehung.
Schlüsselwörter
Medienerziehung, Medienpädagogik, Massenmedien, Mediendidaktik, Handlungsorientierung, Medienkompetenz, Kommunikation, Rezeptionsforschung, Schulerziehung, Elternhaus, Medienkritik, Sozialisation, Mediennutzung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet einen umfassenden Überblick über das Feld der Medienerziehung, erläutert zentrale Begriffe und analysiert die pädagogischen Ansätze zur Förderung eines kompetenten Medienumgangs bei Kindern und Jugendlichen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Kernbereichen gehören die Definition von Medien, die historische Entwicklung medienpädagogischer Ansätze, die Bedeutung der Medienerziehung im Elternhaus sowie die Möglichkeiten und Grenzen schulischer Medienerziehung.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, wie Kinder und Jugendliche dazu befähigt werden können, Medien selbstständig, kritisch und in sozialer Verantwortung zu nutzen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Auswertung ausgewählter Fachliteratur basiert, um die verschiedenen Entwicklungsstufen und Konzepte der Medienpädagogik zu systematisieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Fundierung, die historische Analyse verschiedener pädagogischer Konzepte (z.B. bewahrend, kritisch-materialistisch) und eine detaillierte Erörterung der praktischen Medienerziehung in Schule und Familie.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie Medienkompetenz, Handlungsorientierung, Massenmedien und die Zusammenarbeit zwischen den Instanzen Elternhaus und Schule charakterisieren.
Warum ist laut der Arbeit eine "bewahrende" Medienpädagogik heute nur begrenzt sinnvoll?
Die Arbeit führt aus, dass eine rein bewahrende Strategie, die auf ein Fernhalten von Medien abzielt, in der Realität kaum durchführbar ist und zudem die notwendige Entwicklung von Eigenverantwortlichkeit und Selbstbestimmung vernachlässigt.
Welche Rolle spielt die Eigenherstellung von Medien in der Schule?
Die Eigenherstellung von Medien wird als besonders wertvoll eingestuft, da sie Schüler zur kritischen Auseinandersetzung mit Inhalten, Produktionsbedingungen und medienspezifischen Formen zwingt und den "Nimbus" der Medien abbaut.
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- Jane Schönfeld (Author), 1999, Medienerziehung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/2400