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Richard Sennetts "Der flexible Mensch". Die Kultur des neuen Kapitalismus

Title: Richard Sennetts "Der flexible Mensch". Die Kultur des neuen Kapitalismus

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 25 Pages , Grade: sehr gut (1,0)

Autor:in: Matthias Bunzel (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Dieses Essay befasst sich mit Richard Sennetts Bestseller "Der flexible Mensch. Die Kultur des neuen Kapitalismus". Aufbauend auf einer Darlegung des Argumentationsganges und der Sennettschen Konzeption des Schlüsselbegriffs "Flexiblität" erfolgt eine Analyse der zentralen Diagnosen Sennetts für die Gelingensbedingungen menschlicher Existenz unter Bedingungen des neuen Kapitalismus. Die sprichwörtlich gewordenen Diagnosen Sennetts, "Drift" und "Unlesbarkeit", werden auf diese Weise erläutert. Vor diesem Hintergrund wird das originär soziologische Werk in den Kontext der modernen politischen Theorie gestellt, um zu klären, in welchem Zusammenhang die Befunde über die Kultur des neuen Kapitalismus mit der Legitimitätslage demokratischer Systeme stehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.) Einleitung

2.) Argumentationsgang und Grundbegriffe in „der flexible Mensch“

a. Der Argumentationsgang

b. Der Begriff „Flexibilität“

c. Flexibilität als Organisationsprinzip des neuen Kapitalismus

d. Konsequenzen für die Zeitstrukturierung

3.) Zu Sennetts Begriff der „Unlesbarkeit“

4.) Zu Sennetts Begriff „Drift“

5.) Der neue Kapitalismus und gemeinschaftliches Handeln

6.) „Der flexible Mensch“ im Kontext der modernen politischen Theorie

7.) Kritische Würdigung des „flexiblen Menschen“

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Richard Sennetts Werk „Der flexible Mensch“ im Hinblick auf seine Relevanz für die politische Wissenschaft und analysiert, wie die ökonomischen Bedingungen des neuen Kapitalismus den menschlichen Charakter und die Möglichkeit gemeinschaftlichen Handelns beeinflussen.

  • Kritische Analyse des Begriffs „Flexibilität“ im neuen Kapitalismus
  • Untersuchung der Auswirkungen auf die Charakterbildung und Identität
  • Beleuchtung von Machtstrukturen und Kontrollmechanismen in modernen Arbeitswelten
  • Einordnung von Sennetts Thesen in den Kontext der modernen politischen Theorie
  • Reflexion über Legitimität, Vertrauen und gesellschaftlichen Zusammenhalt

Auszug aus dem Buch

3.) Zu Sennetts Begriff der „Unlesbarkeit“

Die Bedingungen des flexiblen Kapitalismus haben Auswirkungen auf die Rahmenbedingungen, in denen Arbeit stattfindet und auf die Inhalte von Arbeit. Daher gilt es zu untersuchen, ob diese Änderungen auch Auswirkungen auf die Art und Weise haben, wie Arbeit von Menschen wahrgenommen wird, beziehungsweise, welchen Stellenwert sie der Arbeit zumessen und welche Funktion eine berufliche Tätigkeit für den Menschen hat. Der Begriff „Arbeit“ wird immer häufiger mit dem Begriff „Job“ gleichgesetzt oder umschrieben. Ein Job war ursprünglich allerdings etwas völlig anderes. Der Begriff bezeichnete Ladung, die verschoben werden und beliebig abgestellt werden konnte und wurde nicht originär auf Tätigkeiten angewendet. Der Begriff enthält somit Attribute wie Verschiebbarkeit, Beliebigkeit oder Gleichgültigkeit und kann nur dann zutreffenderweise für Tätigkeiten, die dem Gelderwerb dienen, angewendet werden, wenn diese Zuschreibungen auch mit der Tätigkeit in Zusammenhang stehen. Wenn Arbeit beliebig wird, wenn ihrem Inhalt eine geringere Bedeutung zugemessen wird, hat das auch Auswirkungen auf ihren biographischen Stellenwert.

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Einleitung: Diese Einleitung bettet Sennetts Werk in den Kontext des Seminars zur modernen politischen Theorie ein und erläutert die induktiv-phänomenologische Vorgehensweise der Untersuchung.

2.) Argumentationsgang und Grundbegriffe in „der flexible Mensch“: Hier werden die zentralen Begriffe Flexibilität, Kapitalismus und Charakter definiert sowie das methodische Vorgehen Sennetts durch die Analyse von Macht- und Kontrollstrukturen expliziert.

3.) Zu Sennetts Begriff der „Unlesbarkeit“: Dieses Kapitel thematisiert die Entfremdung und emotionale Distanzierung von der Arbeit, die durch die Digitalisierung und die Oberflächlichkeit moderner Arbeitsprozesse entsteht.

4.) Zu Sennetts Begriff „Drift“: Hier wird der Verlust innerer Sicherheit und die Fragmentierung der Biografie als Konsequenz erzwungener Instabilität in der Arbeitswelt erläutert.

5.) Der neue Kapitalismus und gemeinschaftliches Handeln: Dieses Kapitel untersucht das Spannungsfeld zwischen den Anforderungen des flexiblen Kapitalismus und der notwendigen Entwicklung von Vertrauen und Verantwortung in einer Gemeinschaft.

6.) „Der flexible Mensch“ im Kontext der modernen politischen Theorie: Diese Sektion setzt Sennetts Denken in Bezug zu Isaiah Berlins Freiheitsbegriff und kommunitaristischen Demokratietheorien.

7.) Kritische Würdigung des „flexiblen Menschen“: Das abschließende Kapitel reflektiert die methodischen Schwächen von Sennetts Essay, würdigt aber dessen Bedeutung für die Debatte über Machtstrukturen und die soziale Verantwortung von Systemen.

Schlüsselwörter

Richard Sennett, Der flexible Mensch, neuer Kapitalismus, Flexibilität, Charakter, Arbeit, Identität, Entfremdung, Machtstrukturen, Unlesbarkeit, Drift, Gemeinschaft, Vertrauen, politische Theorie, Postmoderne

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Richard Sennetts Werk „Der flexible Mensch“ und prüft dessen Bedeutung für politikwissenschaftliche Fragestellungen im Kontext des modernen Kapitalismus.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Begriffe Flexibilität, Charakterzerfall, Machtstrukturen im Neoliberalismus und die Auswirkungen dieser Bedingungen auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den politikwissenschaftlichen Gehalt von Sennetts soziologischer Studie nachzuvollziehen und zu prüfen, wie sich ökonomische Wandlungsprozesse auf die individuelle Lebensführung auswirken.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit stützt sich auf eine induktiv-phänomenologische Methodik, bei der individuelle Erfahrungen aus Interviews in den theoretischen Kontext überführt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition des flexiblen Kapitalismus, der kritischen Auseinandersetzung mit Begriffen wie „Unlesbarkeit“ und „Drift“ sowie der Einordnung Sennetts in den Kontext politischer Theorien.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Flexibilität, Charakter, Identität, Entfremdung, Machtkonzentration und das Spannungsverhältnis zwischen ökonomischer Kurzfristigkeit und langfristiger sozialer Verantwortung.

Inwiefern beeinflusst der Kapitalismus das Vertrauen in der Gesellschaft?

Laut Sennett untergräbt der flexible Kapitalismus durch kurzfristige Projektarbeit und ständige Umstrukturierungen die Möglichkeiten, Verlässlichkeit zu erfahren, was das Vertrauen zwischen Menschen nachhaltig schwächt.

Warum kritisiert der Autor den Begriff der „Flexibilität“?

Sennett sieht in der heutigen Verwendung eine gefährliche Verkürzung, die Macht- und Kontrollstrukturen verschleiert und das Individuum zu einer permanenten, aber oft orientierungslosen Anpassung zwingt.

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Details

Title
Richard Sennetts "Der flexible Mensch". Die Kultur des neuen Kapitalismus
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Institut für Politische Wissenschaften)
Course
Hauptseminar „Moderne politische Theorie“
Grade
sehr gut (1,0)
Author
Matthias Bunzel (Author)
Publication Year
2004
Pages
25
Catalog Number
V24013
ISBN (eBook)
9783638269995
ISBN (Book)
9783638648196
Language
German
Tags
Richard Sennetts Mensch Kultur Kapitalismus Hauptseminar Theorie“
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Bunzel (Author), 2004, Richard Sennetts "Der flexible Mensch". Die Kultur des neuen Kapitalismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24013
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