Der Autor gibt in dieser Arbeit einen Überblick über die staatliche Ordnung bei Locke und die verfassungsmäßige Ordnung (Teil 2) und das Widerstandsrecht bei Locke (Punkt 3.2).
Gliederung
1. Konsens und Mehrheitsprinzip
2. Die verfassungsmäßige Ordnung
2.1 Der Staatszweck
2.2 Die Gewaltenteilung nach Locke (II, Kap. 12)
2.2.1 Die Exekutive
2.2.2 Die Legislative
2.2.3 Die prärogative und die föderative Gewalt (II, Kap. 14)
2.2.3.1 Die prärogative Gewalt
2.2.3.2 Die föderative Gewalt
2.2.3.3 Kontrolle der prärogativen und föderativen Gewalt durch die Legislative
2.2.4 King in Parliament
2.3 Die Konstruktion der politischen Institutionen
2.3.1 Das Regierungssystem
2.3.2 Die beste Regierungsform bei Locke
2.4 Macht und Machtmissbrauch
3. Der Schutz vor dem Machtmissbrauch des Staates
3.1 durch die Verfassung
3.2 durch das Widerstandsrecht bei Locke
4. Der Einfluss von Locke`s Staatstheorie auf die Nachwelt
4.1 Amerikanische Unabhängigkeitserklärung
4.2 Amerikanische Verfassung
Inhaltsverzeichnis
1. Konsens und Mehrheitsprinzip
2. Die verfassungsmäßige Ordnung
2.1 Der Staatszweck
2.2 Die Gewaltenteilung nach Locke (II, Kap. 12)
2.2.1 Die Exekutive
2.2.2 Die Legislative
2.2.3 Die prärogative und die föderative Gewalt (II, Kap. 14)
2.2.3.1 Die prärogative Gewalt
2.2.3.2 Die föderative Gewalt
2.2.3.3 Kontrolle der prärogativen und föderativen Gewalt durch die Legislative
2.2.4 King in Parliament
2.3 Die Konstruktion der politischen Institutionen
2.3.1 Das Regierungssystem
2.3.2 Die beste Regierungsform bei Locke
2.4 Macht und Machtmissbrauch
3. Der Schutz vor dem Machtmissbrauch des Staates
3.1 durch die Verfassung
3.2 durch das Widerstandsrecht bei Locke
4. Der Einfluss von Locke`s Staatstheorie auf die Nachwelt
4.1 Amerikanische Unabhängigkeitserklärung
4.2 Amerikanische Verfassung
Zielsetzung und Themen
Diese Arbeit untersucht die politische Theorie von John Locke mit einem besonderen Fokus auf die Konzeption der verfassungsmäßigen Ordnung und die Legitimität des Widerstandsrechts bei Machtmissbrauch des Staates. Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Locke durch die Trennung der Gewalten und den Gesellschaftsvertrag den Schutz natürlicher Rechte wie Leben, Freiheit und Eigentum innerhalb eines staatlichen Gefüges gewährleistet.
- Konsens, Mehrheitsprinzip und die Entstehung politischer Gemeinschaft
- Die Gewaltenteilungslehre: Legislative, Exekutive, Föderative und Prärogative
- Die Bedeutung des Eigentumsschutzes als zentraler Staatszweck
- Voraussetzungen und Bedingungen des Widerstandsrechts gegen staatliche Tyrannei
- Der Einfluss von Lockes Staatstheorie auf moderne Verfassungsmodelle
Auszug aus dem Buch
3.2 durch das Widerstandsrecht bei Locke
Im Naturzustand verstößt derjenige, der sich mich oder einen anderen in seine Gewalt bringen will, in den Naturzustand. Damit sagt er sich von der Rationalitiät des natürlichen Gesetzes los, stellt sich auf eine Stufe mit einem Raubtier und darf folglich getötet werde (II, §§ 11, 17f.)72. Locke überträgt bereits in seiner Schilderung des Naturzustandes dieses Argument auf den politischen Bereich. Um diesen immer wieder auftauchenden Konflikten zu entkommen, haben die Menschen ein Gemeinwesen geschaffen. Doch auch dort gibt es keine Gewalt dafür, dass die friedlich-zivilen Verhältnisse nicht von Gewalt unterminiert werden, selbst nicht in einem parlamentarischen System, das noch am ehesten Schutz gegen derartige Übergriffe bietet. Streben die Herrschenden nach absoluter Gewalt, so gilt dieselbe Logik wie im Naturzustand: Wer dazu bedroht wird, hat um sein Eigentum zu fürchten, und dagegen darf er sich wehren (II, §§ 12, 20, 138)73.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Konsens und Mehrheitsprinzip: Erläutert den Übergang vom Naturzustand in eine politische Gesellschaft durch den freiwilligen Konsens der Bürger und die Notwendigkeit der Unterordnung unter das Mehrheitsprinzip.
2. Die verfassungsmäßige Ordnung: Analysiert die Struktur staatlicher Institutionen, den Staatszweck des Eigentumsschutzes und die detaillierte Funktionsweise der Gewaltenteilung bei Locke.
3. Der Schutz vor dem Machtmissbrauch des Staates: Untersucht verfassungsrechtliche Schranken der Machtausübung und legitimiert das Widerstandsrecht der Bürger gegen tyrannische Herrschaft.
4. Der Einfluss von Locke`s Staatstheorie auf die Nachwelt: Beleuchtet die Auswirkungen von Lockes politischer Philosophie auf die amerikanische Unabhängigkeitserklärung und die amerikanische Verfassung.
Schlüsselwörter
John Locke, Politische Theorie, Gesellschaftsvertrag, Gewaltenteilung, Legislative, Exekutive, Eigentumsschutz, Widerstandsrecht, Volkssouveränität, Verfassungsstaat, Mehrheitsprinzip, Naturrecht, Rechtsstaat, Bürgerrechte, Machtmissbrauch.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Staatstheorie von John Locke, insbesondere den Aufbau einer verfassungsmäßigen Ordnung und die Rolle des Widerstandsrechts.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Legitimität politischer Macht, die Gewaltenteilung, der Schutz individueller Freiheitsrechte und die Bedingungen für den legitimen Widerstand gegen den Staat.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die wissenschaftliche Rekonstruktion von Lockes Modell eines liberalen Verfassungsstaates, das den Einzelnen vor staatlicher Willkür schützt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine politiktheoretische Analyse, die primär auf der Interpretation von Lockes "Second Treatise of Government" sowie einschlägiger Fachliteratur basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Konstruktion der politischen Institutionen, der Gewaltenteilung und der Abgrenzung zwischen rechtmäßigem Handeln und tyrannischem Machtmissbrauch.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den Kernbegriffen zählen Volkssouveränität, Eigentumsschutz, Gewaltenteilung, Gesellschaftsvertrag und das Recht auf Widerstand.
Wie unterscheidet Locke zwischen Exekutive und Föderativer Gewalt?
Während die Exekutive für den Vollzug der Gesetze im Inneren zuständig ist, umfasst die Föderative die Entscheidungskompetenzen über Krieg, Frieden und internationale Beziehungen.
Was versteht Locke unter der "Prärogative"?
Die Prärogative ist ein Notstandsrecht der Exekutive, das es ihr ermöglicht, in unvorhersehbaren Situationen zum öffentlichen Wohl zu handeln, wenn kein Gesetz vorliegt.
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- Robert Tanania (Author), 2003, Die staatliche Ordnung bei John Locke: verfassungsmäßige Ordnung und Widerstandsrecht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24018