Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Sociologie - Culture, Technique, Nations

Primitive Gesellschaften: Die Ureinwohner Australiens

Titre: Primitive Gesellschaften: Die Ureinwohner Australiens

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2000 , 17 Pages

Autor:in: Jane Schönfeld (Auteur)

Sociologie - Culture, Technique, Nations
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

In dem folgenden Text möchte ich Parsons Theorie über die primitiven Gesellschaften der Naturvölker, insbesondere der Aboriginies entweder bestätigen oder widerlegen. Anfangs werde ich Parsons Theorien in eigene Worte fassen und sie für jedermann verständlich wiedergeben. Ich habe in einem Lexikon nachgeschlagen was dort unter dem Wort ,,primitiv" zu finden war. Primitiv heisst soviel wie ,,noch nicht weit entwickelt" und ,,von geringem gesellschaftlichen Stand bzw. Niveau". Bei ,,Gesellschaft" heisst es unter anderem ,,in einem Staat, einem Kulturraum zusammenlebende Menschen" oder auch die ,,politisch, wirtschaftlich und kulturell dominierende Schicht in einem Staat". Ist jetzt die Gesellschaft der Aboriginies wirklich so unterentwickelt, wie Parsons der Meinung ist, oder gibt es nur einige Bereiche die nicht der üblichen Gesellschaftnorm entsprechen? Oder ist es vielleicht sogar so, dass man die Gesellschaft der Aboriginies wirklich als primitiv bezeichnen kann ? Im folgenden möchte ich diese Punkte mit Hilfe ausgewählter Fachliteratur (siehe Literaturverzeichnis) bearbeiten, so dass meine Ausführungen der Thematik gerecht werden und meine gestellten Fragen im Resümee beantwortet werden können.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Die Geschichte der Aborigines

1. Begriffserklärung: Aborigines

2. Die Geschichte

III. Parsons über primitive Gesellschaften

1. Der Unterschied zwischen Menschen und anderen Lebewesen

2. Die Komponenten einer primitiven Gesellschaft

3. Die primitive Gesellschaft der Ureinwohner Australiens

IV. Die Aborigines

1. Die Gesellschaftsstrukturen

1.1 Die Beziehung zwischen Mann und Frau

1.2 Die Ältesten bzw. wer hat die Macht ?

1.3 Hochzeit und Ehe

2. Familie, Lebensweise und Bräuche

2.1 Totem/Totemismus

2.2 Familie und Verwandtschaft

2.3 Die Vorstellung der Aborigines von Familie

2.4 Sitten, Riten, Bräuche, Mythen und Legenden

2.4.1 Woher wußten die Aborigines wann der richtige Zeitpunkt ...

2.4.2 Die Wondjina der Nordwest-Australier

2.4.3 Das Finden von Geistkindern

2.4.4 Warum springt ein Kängeru und läuft nicht wie alle ...

V. Resümee

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die soziologische Theorie von Talcott Parsons über primitive Gesellschaften und stellt diese der tatsächlichen Lebensweise der australischen Aborigines gegenüber, um den Begriff "primitiv" kritisch zu hinterfragen und zu prüfen, inwieweit er auf diese Kultur anwendbar ist.

  • Analyse der soziologischen Begriffsdefinition von "primitiven Gesellschaften" nach Parsons.
  • Historischer Abriss der Besiedlung und Kolonialisierung Australiens.
  • Untersuchung sozialer Strukturen, Verwandtschaftsverhältnisse und Machtgefüge der Aborigines.
  • Bedeutung von Mythen, Totemismus und religiösen Bräuchen für die Lebenswelt der Ureinwohner.
  • Kritische Bewertung der kulturellen Komplexität und gesellschaftlichen Errungenschaften der Aborigines.

Auszug aus dem Buch

2.4.2 Die Wondjina der Nordwest-Australier

In diesem Beispiel handelt es sich hauptsächlich um das grosse Volk der Ungarinyin in den zentralen Kimberleys ( jeder Stamm hat normalerweise seine eigenen lokalen Mythen). Die Ungarinyin haben die Vorstellung einer Urzeit, einer sagenhaften Vergangenheit, in der die Erde von Gestalten bevölkert wurde, die schöpferische und das heutige Dasein prägende Handlungen vollbrachten. Nach dem Glauben dieses Volkes waren die Gestalten tüchtiger als alle Menschen der Gegenwart: sie durchwanderten die damals noch formlose flache Welt und prägten somit das heutige Landschaftsbild. Ausserdem erfanden sie alle Dinge die für den täglichen Gebrauch von Nutzen sein konnten und riefen die kultischen und sozialen Einrichtungen des Stammes ins Leben. Und diese Gestalten der Urzeit nennt man Wondjina.

Die Urzeit selber wird von den Ungarinyin Ungur, Lalannànga und Ya-Yari. Im engeren Sinne versteht der Eingeborene unter Ya-Yari auch seine eigene Lebenskraft, also die Substanz seines physisch-psychischen Daseins.. Ya-Yari ist das was man in seinem Inneren fühlt, denkt und erlebt, aber vorallem ist es die Kraft, die den Menschen zu dem, in seinem geistigen und kultischen Leben so wichtigen Zustandes des Traumes und Endrückseins, zu befähigen. Nur in einem solchen Zustand kann er die wesentlichen und ausserhalb der Alltagserfahrungen liegenden Dinge, also die Welt der Geister und die grossen Kultfeste, erleben. Die Eingeborenen lassen bei ihren Kultfeiern durch Corroborees ( Tänze) und Gesänge die Heroen der Urzeit mit ihren Taten und Worten in dramatischer Form neu entstehen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Arbeit führt in die Fragestellung ein, ob die Theorie von Talcott Parsons zur Primitivität von Gesellschaften auf die Ureinwohner Australiens zutrifft.

II. Die Geschichte der Aborigines: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Ursprünge und die wechselvolle Geschichte der Aborigines seit der europäischen Kolonialisierung bis hin zur Moderne.

III. Parsons über primitive Gesellschaften: Hier werden die Kriterien für eine primitive Gesellschaft nach Parsons, wie die religiöse Weltorientierung und die Vorrangigkeit von Verwandtschaft, theoretisch erläutert.

IV. Die Aborigines: Das Hauptkapitel widmet sich detailliert den soziologischen Aspekten, der Sozialstruktur, dem Eherecht sowie den religiösen und mythologischen Praktiken der Aborigines.

V. Resümee: Das Resümee zieht ein Fazit zur Ausgangsfrage und stellt fest, dass die Aborigines trotz Parsons Einordnung komplexe und in mancher Hinsicht fortschrittliche soziale Strukturen aufweisen.

Schlüsselwörter

Aborigines, Talcott Parsons, primitive Gesellschaft, Totemismus, Traumzeit, Verwandtschaftsstruktur, Wondjina, Sozialstruktur, Mythen, Kolonialgeschichte, Stammeskultur, Geistkinder, Kulturgeschichte, Lebensweise.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob die soziologische Klassifizierung von "primitiven Gesellschaften" nach Talcott Parsons auf die Kultur und Lebensweise der australischen Aborigines angewendet werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit thematisiert soziologische Theorien, die koloniale Geschichte Australiens, soziale Organisationsformen sowie Mythen, Riten und den spirituellen Kontext der Aborigines.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Parsons Theorien durch eine detaillierte Betrachtung der Aborigines-Kultur zu prüfen und zu bewerten, ob die Bezeichnung "primitiv" für diese Gesellschaft gerechtfertigt ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, bei der soziologische Definitionen mit ethnologischen Fachberichten und historischen Fakten verknüpft werden, um die Thesen zu untermauern oder zu widerlegen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Gesellschaftsstrukturen der Aborigines, insbesondere Verwandtschaftssysteme, Machtverhältnisse, das Eherecht und die tief verwurzelte Bedeutung von Totemismus und Mythen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Aborigines, Sozialstruktur, Parsons, Totemismus, Traumzeit, Verwandtschaftsregeln und kulturelle Identität.

Welche Bedeutung haben die Wondjina im Kontext der Ungarinyin?

Die Wondjina gelten als schöpferische Urzeitgestalten, die das heutige Landschaftsbild prägten und den Stämmen ihre sozialen und kultischen Einrichtungen verliehen haben.

Wie verhält sich die Rolle der Frau in der Gesellschaft der Aborigines?

Obwohl Männer nach außen hin dominanter wirken, verfügen Frauen über eigene heilige Traditionen, besitzen Einfluss innerhalb der Gruppe und leisten wesentliche Beiträge zur sozialen und wirtschaftlichen Stabilität.

Fin de l'extrait de 17 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Primitive Gesellschaften: Die Ureinwohner Australiens
Université
University of Augsburg  (FB Soziologie)
Cours
Seminar: Sozialstruktur Deutschlands im Vergleich
Auteur
Jane Schönfeld (Auteur)
Année de publication
2000
Pages
17
N° de catalogue
V2401
ISBN (ebook)
9783638114639
ISBN (Livre)
9783640462896
Langue
allemand
mots-clé
Primitive Gesellschaften Ureinwohner Australiens Seminar Sozialstruktur Deutschlands Vergleich
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Jane Schönfeld (Auteur), 2000, Primitive Gesellschaften: Die Ureinwohner Australiens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/2401
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  17  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint