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Giacomo Leopardi und der "Canto notturno di un pastore errante nell'Asia"

Title: Giacomo Leopardi und der "Canto notturno di un pastore errante nell'Asia"

Seminar Paper , 2002 , 22 Pages , Grade: 1-

Autor:in: Clara La Terra (Author)

Romance Studies - Italian and Sardinian Studies
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit versucht einen Einblick in die Lebensanschauung Giacomo Leopardis und dessen Motivierung für den "Canto notturno di un pastore errante nell’Asia" zu vermitteln.
Leopardi durchläuft in seinem Leben verschiedene Stationen des Pessimismus. Seine Grundstimmung ist ein unheilbarer Weltschmerz. Alle Gegenwart ist schal, leer und nichtig. Trost und Ansporn zu Tätigkeit findet das Gemüt nur in zwei unüberwindlichen Täuschungen: Hoffnung und Erinnerung, sie allein verklären „l’infinita vanità del tutto“. Mit jeder neuen Station ändern sich seine Weltsicht, seine Lebensanschauung und sein Naturverständnis. Der Canto notturno entstand in einer fortgeschrittenen Phase des leopardischen Pessimismus und kann daher als Synthese seiner Reflexionen angesehen werden. Die Motivierung zu diesem Gedicht resultiert aus den großen Themen der leopardischen Konzeption des Lebens.
Ziel dieser Arbeit ist folglich anhand des Canto notturno und dessen Prämissen Leopardis finale Lebensauffassung und deren Aufkommen darzustellen und zu beschreiben.
Die von mir zu diesem Zwecke ausgesuchten Texte sind vor allem Gedichte aus der Sammlung "Canti" und aus den "Operette morali". Des Weiteren wird anhand einiger Auszüge aus dem "Zibaldone" seine Konzeption des Lebens und der Dinge unterstrichen, die für die Motivierung des Canto notturno eine wichtige Rolle spielt.
Kapitel eins befasst sich zunächst mit Leopardis Weltsicht und Lebensanschauung mittels der Darstellung der Entwicklung seines Pessimismus und Naturverständnisses. Im zweiten Kapitel werden die signifikanten Reflexionen aus dem "Zibaldone" beschrieben, die als gedankliche Vorüberlegungen seine Motivierung für den Canto notturno markieren. Anschließend erfolgt im dritten Kapitel die Darstellung und Beschreibung des Canto notturno.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Leopardis Weltsicht und Lebensanschauung

1.1 Die Entwicklung des Pessimismus

1.2 Leopardis Naturverständnis

2. Leopardis Vorüberlegungen – Die gedanklichen Quellen

3. „Canto notturno di un pastore errante nell’Asia“ – Die Umsetzung

3.1 Der Anfang der Diskussion – die Szene der Befragung und Betrachtung

3.2 Der Lebensweg des Menschen

3.3 Die Geburt und der Tod – die bittere Realität

3.4 Der Sinn des Lebens – Wissen und Nichtwissen

3.5 Der Neid und der „tedio“

3.6 Die Ausweglosigkeit und die endgültige Erkenntnis

Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die philosophische Lebensanschauung Giacomo Leopardis und analysiert, wie diese in seinem zentralen Gedicht „Canto notturno di un pastore errante nell’Asia“ zum Ausdruck kommt, um das finale pessimistische Weltbild des Dichters zu verdeutlichen.

  • Entwicklung und Phasen des leopardinischen Pessimismus.
  • Wandel des Naturverständnisses von der idyllischen zur grausamen „Stiefmutter“.
  • Analyse der philosophischen Quellen aus dem „Zibaldone“ und den „Operette morali“.
  • Interpretation des „Canto notturno“ als Synthese von Leopardis Existenzphilosophie.
  • Die Bedeutung zentraler Konzepte wie „noia“ (Langeweile), „male“ (das Übel) und der Sinnlosigkeit des Daseins.

Auszug aus dem Buch

3.1 Der Anfang der Diskussion – die Szene der Befragung und Betrachtung

Schon die ersten Verse, beginnend mit einer Apostrophe, eröffnen die existentielle Diskussion über den Sinn des Lebens.

Che fai tu, luna, in ciel? dimmi che fai,

Silenziosa luna?

Sorgi la sera, vai,

Contemplando i deserti; indi ti posi. (V. 1 -4)

Die visuelle Eröffnung des Canto notturno ist ganz auf den Himmel gerichtet. Der Mond erscheint von Anfang an als überlegene, beinahe göttliche Instanz, als möglicher Orientierungspunkt menschlichen Handelns, der der Existenz, dem menschlichen Leiden sowie der Welt überhaupt Sinn verleihen könnte (Güntert 1992:92).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Thematik der Lebensanschauung Leopardis und die methodische Herangehensweise zur Untersuchung des „Canto notturno“.

1. Leopardis Weltsicht und Lebensanschauung: Darstellung der Entwicklung seines Pessimismus in drei Phasen sowie der Wandel seines Naturverständnisses.

2. Leopardis Vorüberlegungen – Die gedanklichen Quellen: Untersuchung der Reflexionen aus dem „Zibaldone“ und „Operette morali“, die die philosophischen Grundlagen für das Gedicht bilden.

3. „Canto notturno di un pastore errante nell’Asia“ – Die Umsetzung: Detaillierte Analyse des Gedichts anhand seiner sechs Strophen und der zentralen existentiellen Fragen.

3.1 Der Anfang der Diskussion – die Szene der Befragung und Betrachtung: Analyse der einleitenden Apostrophe an den Mond und der Etablierung des Mondes als überlegene Instanz.

3.2 Der Lebensweg des Menschen: Interpretation des Sinnbildes des kreisenden, leidenden Greises als Metapher für die menschliche Existenz.

3.3 Die Geburt und der Tod – die bittere Realität: Betrachtung der Geburt als Beginn des Leidens und der Rolle der Eltern als Tröster in einem sinnlosen Dasein.

3.4 Der Sinn des Lebens – Wissen und Nichtwissen: Gegenüberstellung des Wissens des Mondes mit der begrenzten Erkenntnisfähigkeit des Menschen.

3.5 Der Neid und der „tedio“: Erörterung der existentiellen Langeweile und des Neids des Hirten auf die Gedankenlosigkeit der Tiere.

3.6 Die Ausweglosigkeit und die endgültige Erkenntnis: Zusammenfassung der pessimistischen Erkenntnis, dass das Unglück ein universales Gesetz für alles Lebendige ist.

Ausblick: Resümee über die Bedeutung des Gedichts als Ausdruck der existentiellen Angst und der Unfähigkeit, einen finalen Sinn im Leben zu finden.

Schlüsselwörter

Giacomo Leopardi, Canto notturno, Pessimismus, Naturverständnis, Existenzphilosophie, Zibaldone, Weltschmerz, Noia, Tedio, Sinnlosigkeit, Menschsein, Vergänglichkeit, Leid, Moderne, Antike.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die philosophische Lebensauffassung von Giacomo Leopardi und wie diese in seinem Werk „Canto notturno di un pastore errante nell’Asia“ verarbeitet wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die Entwicklung des leopardinischen Pessimismus, die sich wandelnde Beziehung des Dichters zur Natur sowie die Reflexion über den Sinn und die Sinnlosigkeit des menschlichen Lebens.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, anhand des „Canto notturno“ und der zugrunde liegenden Texte aus dem „Zibaldone“ Leopardis finales Weltbild darzustellen und zu beschreiben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Text des Gedichts mit biografischen und philosophischen Reflexionen des Autors aus dessen Aufzeichnungen verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Vorbereitung zu Leopardis Weltbild sowie eine detaillierte, strophische Analyse des Gedichts „Canto notturno“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Pessimismus, Weltschmerz, Noia (existentielle Langeweile), Natur, Leid und Sinnlosigkeit charakterisiert.

Warum ist das Naturverständnis für die Arbeit so wichtig?

Das Naturverständnis markiert den entscheidenden Wandel in Leopardis Denken: von der Natur als liebevoller Mutter hin zu einer blinden, grausamen Macht, die für das Leid der Geschöpfe verantwortlich ist.

Welche spezifische Rolle spielt der „Canto notturno“ im Werk Leopardis?

Das Gedicht fungiert als Synthese seiner Reflexionen und gilt als einer der bittersten Texte Leopardis, in dem die existentiellen Fragen des Dichters durch die Figur des Hirten Ausdruck finden.

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Details

Title
Giacomo Leopardi und der "Canto notturno di un pastore errante nell'Asia"
College
University of Bonn  (Romanisches Seminar)
Course
Proseminar - Giacomo Leopardi
Grade
1-
Author
Clara La Terra (Author)
Publication Year
2002
Pages
22
Catalog Number
V24027
ISBN (eBook)
9783638270069
ISBN (Book)
9783638848169
Language
German
Tags
Giacomo Leopardi Canto Asia Proseminar Giacomo Leopardi
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Clara La Terra (Author), 2002, Giacomo Leopardi und der "Canto notturno di un pastore errante nell'Asia", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24027
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