In seinem Trauerspiel Maria Stuart, das im Jahr 1800 uraufgeführt wurde, hat Friedrich Schiller zwei Königinnen als Hauptfiguren gewählt. Was will Schiller hiermit aufzeigen? In welcher Hinsicht lässt er die Charaktere sich entwickeln? Ist es am Ende möglich, dass Frauen der Herrscheraufgabe gewachsen sind, ohne sich selbst zu entfremden? Die vorliegende Arbeit soll das Frauenbild, das Schiller hatte, genauer untersuchen. Außerdem sollen die für seine Theorien grundlegenden Begriffe "Freiheit", "Schöne Seele" und "Erhabenheit" erklärt werden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Schillers Begriffe von Freiheit, Schöner Seele und Erhabenheit
- Schillers Freiheitsbegriff
- Schillers Begriff der Schönen Seele
- Schillers Begriff der Erhabenheit
- Schillers bürgerliches Frauenbild
- Das Frauenbild in Maria Stuart
- Schillers bürgerliches Frauenbild in Maria Stuart
- Maria - schöne Seele oder erhabener Charakter
- Elisabeth – Darstellung unnatürlicher Weiblichkeit
- Schlussbetrachtung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht das Frauenbild, das Schiller in seinem Trauerspiel „Maria Stuart“ präsentiert. Sie analysiert zunächst Schillers grundlegende Konzepte von Freiheit, Schöner Seele und Erhabenheit, um diese in Bezug auf die Charaktere des Dramas zu verstehen. Anschließend wird Schillers allgemeines Frauenbild dargestellt und auf seine Relevanz in „Maria Stuart“ eingegangen. Des Weiteren wird die Entwicklung der beiden weiblichen Hauptfiguren, Maria Stuart und Elisabeth, im Kontext von Schillers Frauenbild betrachtet.
- Schillers Freiheitsbegriff und seine Bedeutung für die moralische Handlungsfähigkeit
- Schillers Konzepte der Schönen Seele und Erhabenheit
- Das bürgerliche Frauenbild bei Schiller
- Die Darstellung von Maria Stuart und Elisabeth im Kontext des Schillerschen Frauenbildes
- Die Entwicklung der Charaktere Maria und Elisabeth
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt das Thema der Arbeit und den Forschungsfokus dar. Im zweiten Kapitel werden Schillers zentrale Begriffe Freiheit, Schöne Seele und Erhabenheit erläutert, um die folgenden Analysen zu ermöglichen. Das dritte Kapitel befasst sich mit Schillers allgemeinem Frauenbild und seiner Prägung durch die Zeit. Das vierte Kapitel untersucht die Darstellung von Maria Stuart und Elisabeth im Kontext des Schillerschen Frauenbildes, einschließlich der Analyse von Marias Entwicklung und Elisabeths Charakter.
Schlüsselwörter
Schiller, Maria Stuart, Frauenbild, Freiheit, Schöne Seele, Erhabenheit, bürgerliches Frauenbild, weibliche Charaktere, Maria Stuart, Elisabeth, Interpretationen, Entwicklung, Schlussbetrachtung.
Häufig gestellte Fragen
Wie stellt Schiller Maria Stuart und Elisabeth dar?
Schiller kontrastiert Maria als eine Figur, die zur "erhabenen Seele" reift, mit Elisabeth, die als Darstellung einer "unnatürlichen Weiblichkeit" erscheint.
Was bedeutet der Begriff "Schöne Seele" bei Schiller?
Es beschreibt einen Zustand, in dem Pflicht und Neigung im Einklang stehen – ein zentrales Konzept für Schillers Frauenbild.
Können Frauen laut Schiller Herrscheraufgaben ohne Selbstentfremdung erfüllen?
Die Arbeit untersucht genau diese Frage und analysiert, inwieweit die Machtposition der Königinnen mit Schillers bürgerlichem Frauenbild kollidiert.
Was versteht Schiller unter "Erhabenheit"?
Erhabenheit zeigt sich, wenn der Mensch über seine physische Natur hinauswächst und moralische Freiheit gegenüber dem Schicksal beweist, wie Maria Stuart am Ende des Stücks.
Welchen Einfluss hatte das bürgerliche Frauenbild auf das Drama?
Schillers zeitgenössisches Verständnis von Weiblichkeit prägt die Charakterentwicklung und die moralische Bewertung der beiden Königinnen maßgeblich.
- Citation du texte
- Magistra Artium Melanie Kindermann (Auteur), 2001, Das Frauenbild in Friedrich Schillers Trauerspiel "Maria Stuart", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24094