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Das Frauenbild in Friedrich Schillers Trauerspiel "Maria Stuart"

Titel: Das Frauenbild in Friedrich Schillers Trauerspiel "Maria Stuart"

Seminararbeit , 2001 , 20 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Magistra Artium Melanie Kindermann (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In seinem Trauerspiel Maria Stuart, das im Jahr 1800 uraufgeführt wurde, hat Friedrich Schiller zwei Königinnen als Hauptfiguren gewählt. Was will Schiller hiermit aufzeigen? In welcher Hinsicht lässt er die Charaktere sich entwickeln? Ist es am Ende möglich, dass Frauen der Herrscheraufgabe gewachsen sind, ohne sich selbst zu entfremden? Die vorliegende Arbeit soll das Frauenbild, das Schiller hatte, genauer untersuchen. Außerdem sollen die für seine Theorien grundlegenden Begriffe "Freiheit", "Schöne Seele" und "Erhabenheit" erklärt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Schillers Begriffe von Freiheit, Schöner Seele und Erhabenheit

2.1 Schillers Freiheitsbegriff

2.2 Schillers Begriff der Schönen Seele

2.3 Schillers Begriff der Erhabenheit

3. Schillers bürgerliches Frauenbild

4. Das Frauenbild in Maria Stuart

4.1 Schillers bürgerliches Frauenbild in Maria Stuart

4.2 Maria – schöne Seele oder erhabener Charakter

4.3 Elisabeth – Darstellung unnatürlicher Weiblichkeit

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Frauenbild in Friedrich Schillers Trauerspiel „Maria Stuart“ unter Berücksichtigung seiner philosophischen Theorien. Die zentrale Fragestellung zielt darauf ab, inwieweit die weiblichen Hauptfiguren Maria und Elisabeth diesen theoretischen Vorgaben entsprechen und ob eine Frau in der damaligen Rollenkonzeption der Herrscheraufgabe gerecht werden kann, ohne sich von ihrer menschlichen Natur zu entfremden.

  • Schillers philosophische Grundbegriffe (Freiheit, Schöne Seele, Erhabenheit)
  • Das bürgerliche Frauenbild des 18. Jahrhunderts bei Schiller
  • Analyse der Charaktere Maria Stuart und Elisabeth
  • Entwicklungsprozesse der Figuren im Kontext der Geschlechterrollen
  • Moralische Bewertung des Scheiterns beider Königinnen

Auszug aus dem Buch

Maria – schöne Seele oder erhabener Charakter

In der Forschung teilen sich die Ansichten darüber, ob Maria das Ideal der schönen Seele verkörpert, oder doch eher einen erhabenen Charakter darstellt.

Ein Interpretationsansatz ist der von Sautermeister. Dieser besagt, dass sich Maria zur schönen Seele wandelt, da sie den Bruch von äußerem Ideal und menschlicher Unvollkommenheit in dem Moment aufhebt, in dem ihr der Tod unumgänglich bevorsteht. Dass Maria sich teilweise nur zum Schein als eine schöne Seele darstellt bezeugen ihre Wortausbrüche vor ihrer endgültigen Wandlung wie „langverhaltner Groll“ oder „Rache“. Außerdem fühlt sie Triumph darüber, dass sie als Siegerin aus dem Königinnentreffen herausging: „Wie Bergeslasten fällt´s von meinem Herzen / Das Messer stieß ich in der Feindin Brust“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung erläutert die Forschungsfrage hinsichtlich des Frauenbildes in „Maria Stuart“ und skizziert die methodische Vorgehensweise anhand Schillers philosophischer Grundbegriffe.

2. Schillers Begriffe von Freiheit, Schöner Seele und Erhabenheit: Dieses Kapitel definiert die theoretischen Grundlagen, insbesondere die Unterscheidung zwischen der schönen Seele, die aus Neigung handelt, und dem erhabenen Charakter, der moralisch aus Pflicht handelt.

3. Schillers bürgerliches Frauenbild: Hier wird der Gegensatz zwischen dem männlichen und weiblichen Rollenverständnis in Schillers Zeit dargelegt, wobei der Frau Aufgaben im häuslichen Bereich zugeschrieben werden.

4. Das Frauenbild in Maria Stuart: Dieser Hauptteil analysiert die Umsetzung der theoretischen Vorgaben im Drama durch die Betrachtung von Machtstrukturen, Marias Wandlung und Elisabeths unnatürliche Position als Herrscherin.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst das Scheitern beider Königinnen zusammen: Maria als politische Verliererin mit moralischem Sieg und Elisabeth als politische Siegerin, die jedoch als moralische Person versagt.

Schlüsselwörter

Friedrich Schiller, Maria Stuart, Elisabeth I., Frauenbild, Schöne Seele, Erhabenheit, Freiheit, bürgerliches Frauenbild, Geschlechterrollen, Moralität, Schuld, Macht, Herrscheraufgabe, Ethik, Klassik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht das Frauenbild in Schillers Trauerspiel „Maria Stuart“ und stellt dieses seinen philosophischen Begriffen von Freiheit, schöner Seele und Erhabenheit gegenüber.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit befasst sich mit den Geschlechterrollen im 18. Jahrhundert, der philosophischen Ästhetik Schillers und deren Anwendung auf die literarischen Figuren des Dramas.

Was ist die zentrale Forschungsfrage der Untersuchung?

Die Frage ist, ob Maria und Elisabeth als Frauen den Herrscheraufgaben gewachsen sind, ohne sich von ihrem weiblichen Wesen und ihrer menschlichen Natur zu entfremden.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Die Autorin nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, die Schillers philosophische Traktate als interpretatorischen Rahmen für die Analyse der dramatischen Handlung und Figurenentwicklung verwendet.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des theoretischen Frauenbildes und eine detaillierte Charakteranalyse von Maria Stuart und Elisabeth, inklusive einer kritischen Auseinandersetzung mit der Forschungsliteratur.

Welche Begriffe charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe „Schöne Seele“, „Erhabenheit“, „Weiblichkeit“, „Macht“ und „moralische Reflexion“ charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Entwicklung von Maria zu der von Elisabeth?

Laut der Arbeit durchläuft Maria eine positive moralische Entwicklung hin zur Läuterung und zum „erhabenen Charakter“, während sich Elisabeth negativ entwickelt und durch den Machtmissbrauch ihr Gewissen verliert.

Wie bewertet die Verfasserin Elisabeths politisches und moralisches Handeln?

Obwohl Elisabeth politisch ihre Herrschaft behauptet, wird sie als moralische Verliererin eingestuft, da ihre Position als Frau auf dem Thron als unnatürlich und in ihrer Konsequenz als unmenschlich betrachtet wird.

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Details

Titel
Das Frauenbild in Friedrich Schillers Trauerspiel "Maria Stuart"
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Germanistisches Seminar)
Veranstaltung
Proseminar: Schiller: 'Maria Stuart' und 'Die Jungfrau von Orleans'
Note
2,7
Autor
Magistra Artium Melanie Kindermann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2001
Seiten
20
Katalognummer
V24094
ISBN (eBook)
9783638270533
ISBN (Buch)
9783638781787
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Frauenbild Friedrich Schillers Trauerspiel Maria Stuart Proseminar Schiller Stuart“ Jungfrau Orleans“
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Magistra Artium Melanie Kindermann (Autor:in), 2001, Das Frauenbild in Friedrich Schillers Trauerspiel "Maria Stuart", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24094
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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