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Ansätze zur Internalisierung externer Effekte

Titel: Ansätze zur Internalisierung externer Effekte

Hausarbeit , 2003 , 15 Seiten , Note: gut (1,7)

Autor:in: Kristin Berghoff (Autor:in)

VWL - Makroökonomie, allgemein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Externe Effekte werden in der Regel bei der Bildung eines Marktes nicht berücksichtigt, weil z.B. die Umwelt von allen kostenlos genutzt werden kann. Dabei werden die entstehenden sozialen Kosten, die bei der Nutzung entstehen, automatisch unbeteiligten Dritte n auferlegt. Auf der anderen Seite kommt ein Nutzen, der als externer Effekt entsteht, nicht alleine dem Verursacher zu Gute. Um diese ungerechte Kostenverteilung zu beheben, wurden unterschiedliche Verfahren entwickelt, mit denen eine Marktsituation geschaffen wird, die der Realität am ehesten entsprechen soll. Man spricht in diesem Fall von Internalisierung externer Effekte.

2. Externe Effekte

Unter externen Effekten versteht man die Auswirkung ökonomischer Aktivitäten von Wirtschaftseinheiten auf die Wohlfahrt von unbeteiligten Dritten, die in den Wirtschaftsrechnungen nicht berücksichtigt werden. 1

Man kann im Allgemeinen eine Unterscheidung zwischen pekuniären und technol ogischen externen Effekten vornehmen. Der pekuniäre externe Effekt zeigt sich vor allem in Preisänderungen. Durch eine steigende Nachfrage nach bestimmten erzeugten Gütern werden in der Produktionsrichtung dieser Güter bestimmte Produkti-onsfaktoren vermehrt nachgefragt, was eine Erhöhung der Produktionsfaktorpreise nach sich zieht. Dadurch steigen die Kosten der Produktion, so dass es zu einer Preiserhöhung kommt. 2 Trotz pekuniären externen Effekten kann es also zu einem effizienten Marktergebnis kommen.

Die technologischen externen Effekte haben im Gegensatz zu den pekuniären exte rnen Effekten keinen Einfluss auf die Preise. Man unterscheidet hier zwischen den negativen und den positiven e xternen Effekten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Externe Effekte

3. Internalisierung externer Effekte

3.1 Notwendigkeit der Internalisierung

3.2 Das Coase-Theorem

3.3 Regulierung

3.4 Pigou-Steuer

3.5 Umweltzertifikate

4. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das ökonomische Problem externer Effekte und analysiert verschiedene staatliche sowie marktorientierte Ansätze zu deren Internalisierung, um eine effiziente Allokation von Ressourcen zu erreichen. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, welche Instrumente zur Korrektur von Marktversagen bei Vorliegen externer Effekte geeignet sind.

  • Definition und Kategorisierung externer Effekte
  • Die Bedeutung von Eigentumsrechten nach Ronald Coase
  • Staatliche Regulierungsmaßnahmen wie Gebote und Verbote
  • Die Pigou-Steuer als preiskorrektives Instrument
  • Marktbasierte Lösungen durch Umweltzertifikate

Auszug aus dem Buch

3.2 Das Coase-Theorem

Der Amerikaner Ronald Coase (geb. 1910) ging davon aus, dass bei negativen externen Effekte eine Schädigung eines Wirtschaftssubjekts vorliegt, die zu Wohlfahrtsverlusten führt. Dem gegenüber steht ein Vorteil des Schädigers. Die Betroffenen (z.B. externe Effekte verursachende Unternehmen und die unbeteiligten Dritten, die die Kosten dafür tragen) würden durch Verhandlungen die optimale Lösung finden, wenn Eigentumsrechte klar definiert wären.

Coase sieht in der ungenügenden Formulierung der Eigentumsrechte die Ursache für externe Effekte. Grenzt z.B. die Weide eines Viehzüchters an das Land eines Getreidebauern und frisst das Vieh das Getreide, entsteht dem Getreidebauer ein Schaden. Eine Vergrößerung der Herde würde beim Viehzüchter zu einem zusätzlichen Erlös von 50 € führen, während dem Getreidebauer ein Schaden von 75 € entsteht. Demnach liegt ein Wohlfahrtsverlust von 25 € vor, da der Schaden des Bauern über den Nutzen des Züchters liegt. Aus Gesamtsicht ist also die Unterbleibung der Vergrößerung der Herde sinnvoll.

Würde dem Getreidebauern eine Entschädigung zustehen, würde der Viehzüchter auf die Vergrößerung der Herde verzichten, da die Schadensersatzzahlung über dem Erlös liegt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung erläutert die Grundproblematik, dass externe Effekte bei der Marktbildung häufig unberücksichtigt bleiben, was zu einer ungleichen Kostenverteilung führt.

2. Externe Effekte: Dieses Kapitel differenziert zwischen pekuniären und technologischen Effekten sowie zwischen positiven und negativen Auswirkungen ökonomischer Aktivitäten auf unbeteiligte Dritte.

3. Internalisierung externer Effekte: Dieser Hauptteil analysiert theoretische Konzepte und praktische Instrumente wie das Coase-Theorem, staatliche Regulierungen, die Pigou-Steuer und Umweltzertifikate zur Korrektur von Marktversagen.

4. Fazit: Das Fazit bewertet die vorgestellten Methoden und kommt zu dem Schluss, dass die Wahl des Instruments von der jeweiligen Fallkonstellation, der Anzahl der Beteiligten und den Kosten abhängen sollte.

Schlüsselwörter

Externe Effekte, Internalisierung, Marktversagen, Coase-Theorem, Eigentumsrechte, Wohlfahrtsverlust, Pigou-Steuer, Umweltzertifikate, Regulierung, Staatseingriff, Transaktionskosten, Emissionsausstoß, Grenzkosten, soziale Kosten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die ökonomische Problematik externer Effekte und untersucht, wie diese durch staatliche oder marktorientierte Maßnahmen korrigiert werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Themenfelder umfassen die Definition negativer und positiver externer Effekte, die Rolle von Eigentumsrechten sowie die Funktionsweise von Steuern, Zertifikaten und Verboten.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Marktsituationen so gestaltet werden können, dass sie das gesamtwirtschaftliche Optimum erreichen und externe Kosten internalisiert werden.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse volkswirtschaftstheoretischer Ansätze, insbesondere zur Mikroökonomie und Umweltökonomie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert das Coase-Theorem, staatliche Regulierungen, die Pigou-Steuer und das Konzept der Umweltzertifikate anhand theoretischer Beispiele.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Text?

Wichtige Begriffe sind unter anderem externe Effekte, Internalisierung, Marktversagen, Coase-Theorem und Pigou-Steuer.

Warum ist das Coase-Theorem in der Praxis oft schwer umsetzbar?

In der Praxis sind die Anforderungen an die klare Zuweisung von Eigentumsrechten und die Annahme verschwindend geringer Transaktionskosten bei vielen Beteiligten selten erfüllt.

Warum gelten Emissionssteuern als geeignetes Instrument?

Emissionssteuern setzen direkte Anreize zur Schadstoffreduzierung und sind im Vergleich zu pauschalen Verboten oft kosteneffizienter, da Unternehmen ihre Produktionsabläufe flexibler anpassen können.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ansätze zur Internalisierung externer Effekte
Hochschule
Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie Bochum gGmbH
Note
gut (1,7)
Autor
Kristin Berghoff (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
15
Katalognummer
V24097
ISBN (eBook)
9783638270564
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ansätze Internalisierung Effekte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kristin Berghoff (Autor:in), 2003, Ansätze zur Internalisierung externer Effekte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24097
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Leseprobe aus  15  Seiten
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