Sexualerziehung bei geistig behinderten Schülern und Schülerinnen


Diplomarbeit, 2004

158 Seiten, Note: Gut


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1. Sexualität
1.1. Sexualität – eine Begriffsklärung
1.2. Kindliche Sexualität

2. Der Körper
2.1. Der weibliche und der männliche Körper
2.1.1. Die Entwicklung der männlichen und weiblichen Anatomie
2.1.2. Aufbau und Funktion der weiblichen Geschlechtsorgane
2.1.2.1. Die äußeren Geschlechtsorgane
2.1.2.2. Die inneren Geschlechtsorgane
2.1.2.3. Der Menstruationszyklus
2.1.2.4. Die Menopause
2.1.3. Die Brust
2.1.4. Aufbau und Funktion der männlichen Geschlechtsorgane
2.2. Der Geschlechtsverkehr

3. Die pubertäre Entwicklung der Schüler
3.1. Die Vorpubertät (Präpubertät)
3.1.1. Das Phänomen der Akzeleration
3.1.1.1. Die psychische Auswirkung der Akzeleration
3.2. Die Pubertät
3.2.1. Körperliche Entwicklung – Wachstum
3.2.2. Sexuelle Reifung

4. Die Empfängnisverhütung
4.1. Verhütungsmethoden für Männer
4.2. Verhütungsmethoden für Frauen

5. Die Schwangerschaft
5.1. Die Embryonalentwicklung
5.2. Normaler Geburtsverlauf

6. Die Geschlechtskrankheiten
6.1. Gonorrhö
6.2. Syphilis
6.3. Aids

7. Geistige Behinderung
7.1. Geistige Behinderung – Begriffsklärung

8. Geistige Behinderung und Sexualität
8.1. Vorurteile

9. Sexualpädagogik
9.1. Die Sexualpädagogik in der Geschichte
9.2. Verschiedene Wege der Sexualpädagogik
9.3. Ziele der Sexualpädagogik
9.3.1. Besondere Aufgaben der Behindertenpädagogik im Bereich der Sexualerziehung
9.4. Der Lehrer als Geschlechtserzieher
9.5. Die Bestimmungen des Lehrplans der Sonderschule

10. Elternarbeit
10.1. Die Aufgaben eines Elternabends
10.2. Einladung zum Elternabend
10.3. Der Elternabend – eine mögliche Gestaltung

11. Warming-ups

12. Unterrichtsbeispiele
12.1. Die Entstehung der Babys
12.2. Die Körperpflege
12.3. Problembewältigung in Beziehungen

13. Schlusswort

14. Erklärung

15. Anhang

Vorwort

In den letzten Jahrzehnten hat sich im Bereich der Arbeit mit Menschen mit einer sogenannten geistigen Behinderung viel verändert. Obwohl bei weitem nicht alle Missstände beseitigt sind, kann man doch deutliche Tendenzen zur Verbesserung der Lebensbedingungen dieser Menschen beobachten, z. B. was die Umsetzung des Rechts auf Schulbildung oder das Bemühen um individuell gestaltetes Wohnen betrifft. Ebenso ist im Hinblick auf das Thema Sexualität das Bewusstsein dafür gewachsen, dass dieses auch für Menschen mit geistiger Behinderung wichtig ist. Inzwischen gibt es zu diesem Themenbereich viel Literatur und zum Teil schon eigens für diesen Personenkreis entwickeltes sexualpädagogisches Material.

Die Arbeit ist folgendermaßen untergliedert: Im ersten Kapitel geht es darum den Begriff "Sexualität" zu bestimmen. Nach der Klärung erläutere ich die kindliche Sexualität mit ihren verschiedenen Phasen. Hier wird die Ansicht bestärkt, dass Sexualität schon im Babyalter beginnt und nur eine andere Form als im Jugend- oder Erwachsenenalter hat.

Im zweiten Kapitel geht es rein um die Biologie. Hier wird der Körper und besonders die Geschlechtsteile, deren Aufbau und Funktion erläutert. Danach gehe ich relativ ausführlich auf die Pubertät, die Geschlechtskrankheiten und die Verhütungsmethoden ein. Ich schreibe diesen Teil so umfangreich, da ich der Meinung bin, dass das Wissen um den menschlichen Körper, die Funktion der Organe (vor allem der Geschlechtsorgane) und die Entwicklung (zum Teil auch die psychische Entwicklung) Grundvoraussetzungen sind um überhaupt Sexualunterricht geben zu können.

Nach der Klärung des Begriffes "geistige Behinderung" erläutere ich die Problematik in bezug auf Sexualität und die Vorurteile gegenüber diesen Menschen, die von der Gesellschaft noch immer vorhanden sind.

Nachdem ich die Ziele der Sexualpädagogik und vor allem jene besonderen Aufgaben im Bereich der Behindertenpädagogik erläutert habe, widme ich mich ihrer Umsetzung und den verschiedenen Wegen dazu. In diesem Zusammenhang werde ich ausführlich über die Voraussetzungen für eine gute Lehrperson und der Zusammenarbeit zwischen Eltern/Bezugsperson und Schule schreiben. Nebenher erläutere ich noch den Lehrplan für die Sonderschule.

Im praktischen Teil beginne ich mit Warming-ups. Danach werde ich drei mögliche Unterrichtseinheiten planen. Diesen Einheiten kann ich aber leider keine Reflexion beifügen, da ich nicht die Möglichkeit hatte diese zu halten.

Im Anhang werde ich das Material zu den Stunden und anderes interessantes Material, welches ich sicher einmal verwenden werde, beigeben.

Es gibt vielerlei Gründe warum ich gerade über dieses Thema schreiben möchte. Zum Einen finde ich den menschlichen Körper, schon von frühester Kindheit an, sehr interessant. Ein weiterer Grund mag sein, dass es in meiner Familie nie Aufklärungsprobleme gegeben hat, da dieses von Anfang an, einfach nebenbei, mitgelaufen ist. Bei anderen Kindern habe ich aber eine gewisse Mystifizierung und Heimlichtuerei mitbekommen. Vielleicht waren aber auch diese zwei Wochen Ferienlager mit geistig behinderten Kindern der ausschlaggebende Grund für die Wahl dieses Themas.

Sicher ist aber, dass ich mich auch deshalb für diese Thematik interessiere da ich sehr wahrscheinlich in der Schule und auch bei der Erziehung meines Sohnes mit der Sexualität konfrontiert werde.

Zum Schluss möchte ich noch sagen, dass falls ich einmal nur die männliche oder auch nur die weibliche Person verwende, ich doch immer beide Personen meine.

1. Sexualität

Um überhaupt einmal von Sexualität sprechen zu können muss geklärt werden was man darunter versteht.

Eine klare Definition zu finden ist schwierig da es viele verschiedene Ansichten gibt, ab welcher Berührung man von Sexualität sprechen kann. Die jeweilige Definition ist geprägt von den soziokulturellen Einflüssen, vor allem aber von der Person und ihrer individuellen Einstellung zur Sexualität.

Das folgende Kapitel soll zeigen was Sexualität bedeuten kann.

1. 1. Sexualität – Begriffsklärung

Ursprünglich stammt der Begriff Sexualität aus der Botanik des 19. Jahrhunderts. Etymologisch lässt er sich von dem lateinischen Wort secare (teilen) ableiten, bezieht sich also auf die "Teilung" in zwei Geschlechter.

(vgl. SCHRIEGEL; Zit. in: WEINWURM - KRAUSE 1995, S 18)

Als alleinige Definitionsgrundlage ist das aber nicht hilfreich, obwohl immer wieder darauf zurückgegriffen wird da Sexualität sich nicht nur auf Aspekte der Zweigeschlechtlichkeit bezieht, wenngleich diese natürlich von zentraler Bedeutung sind.

DANK meint, dass ein weitgefasster Begriff von Sexualität vonnöten ist, der für alle Menschen, ob mit oder ohne Behinderung, individuell mit Leben gefüllt werden kann. Sie bezieht sich dabei auf OFFITS vielzitierten Satz:

"Sexualität ist das, was wir daraus machen." (OFFITS; Zit. in: DANK 1993, S. 116)

Wenn man sich mit der Geschichte befasst kann man erkennen, dass die Menschen Jahrhunderte hindurch unter dem Begriff "Sexualität" nur das verstanden haben, was mit Sex und sexuellem Verhalten zu tun hatte. Man war der allgemeinen Ansicht, dass sexuelles Verhalten nur als genitale Sexualität und damit untrennbar mit der Fortpflanzung verbunden, zu verstehen ist. Diese Ansicht bezeichnet man als "biologische Bedeutung". Hier wird Sexualität nur nach ihrer Zweckmäßigkeit als Genital-, Zeugungs- oder Fortpflanzungssexualität gesehen.

Den Lustaspekt hebt man hervor indem man die physiologische Seite der Sexualität betrachtet. Hier steht die Triebbefriedigung im Vordergrund.

Anders ist es wiederum bei der psychologischen Bedeutung. Diese beruht auf den Erkenntnissen FREUD's.

Sexualität wird als psychische Kraft begriffen und hat nicht nur Bedeutung für die Fortpflanzung, sondern darüber hinaus auch für die Entwicklung der Persönlichkeit und die Entwicklung von Objektbeziehungen. Bei der sozialen Bedeutung wird die Sexualität der Kommunikation, kultureller und gesellschaftlicher Vermittlung gesehen.

(vgl. WILHELM 1996, S 18 f )

Heute versteht man jedoch unter dem Begriff "Sexualität" nicht mehr primär die genitale Sexualität. Für viele ist sie so eng mit dem Menschsein verbunden, dass sie eine komplexere Bedeutung erhält. Alles was zwei verliebte Menschen miteinander mit ihren Körpern machen ist Sexualität. Das beginnt schon wenn sie sich in die Augen sehen, sich sanft streicheln oder liebkosen . Diese Auffassung ist inzwischen allgemein anerkannt. Somit ist die Grundlage zur Bejahung der Sexualität im weiteren wie im speziell genital - sexualen Sinne für alle Menschen, ob behindert oder nicht, geschaffen. (vgl. RÖMER 1995, S. 10)

SCHRÖDER hat ein sehr treffendes Gedicht zu diesem Thema verfasst:

"Sexualität ist,

wenn man ein Tier liebkost oder eine Puppe wiegt,

ist leidenschaftliches Verlangen,

aber auch das ratlose Betrachten eines Menschen,

den man gerne hat,

ist ein verstecktes Lächeln oder ein roter Kopf,

wenn man sich ertappt glaubt,

ist das Abpflücken einer Blume,

das Einatmen von salziger Seeluft -

Sexualität ist Musik oder aber ein hübscher, flüchtiger Gedanke"

(SCHRÖDER; Zit. in: RÖMER 1995, S 11)

Sexualität in vollendeter Form ist nicht angeboren sondern entwickelt sich.

Es ist wie beim Erlernen einer Sprache. Hat man diese nie gehört, erlernt man sie auch nicht. Wer also kaum Zärtlichkeit genossen hat, lernt nicht zärtlich zu sein. Der Körper wird somit für sexuelle Reize kaum empfindsam. Es kommt also auf die liebevollen, zärtlichen Körperkontakte der Bezugspersonen an. Bereits Babys reagieren sehr stark auf Zuwendung und Körperkontakt indem sie lächeln und quietschen. Mit dem ganzen Körper drücken sie ihre Freude an den zärtlichen Berührungen aus.

(vgl. PRO FAMILIA, 1998 S. 6)

1. 2. Kindliche Sexualität

Wie schon zuvor erwähnt, ist Sexualität nicht nur ein Akt der reinen Fortpflanzung. Wenn es so wäre, gäbe es keine kindliche Sexualität! Kindliche Sexualität beginnt schon unmittelbar nach der Geburt. Sie drückt sich im Bedürfnis nach Liebe, Geborgenheit, Zärtlichkeit und Nähe, der Freude und Lust am eigenen Körper und dem des anderen in alters- und entwicklungsbedingter Form aus. (vgl. KLEINSCHMIDT 1994, S. 12)

Aus FREUD's psychoanalytischer Sicht macht jedes Kind 3 Phasen durch:

-Orale Phase:

Im ersten Lebensjahr ist der Mund das Lustorgan. Über ihn wird die Nahrung durch Saugen an der Brust (Flasche) aufgenommen und somit das Hungergefühl befriedigt. Mit ihm erkundet das Baby auch seine Umgebung indem es versucht alles in den Mund zu stecken und mit der Zunge abzutasten. In dieser Phase, in der auch das Urvertrauen ausgebildet wird, braucht das Kind viel körperliche Nähe und Wärme.

-Anale Phase:

Der Objektbezug wird ausgestaltet. Im Laufe des 2. Lebensjahres lernt das Kind die Kontrolle über seine Ausscheidungsorgane und wird rein. In dieser Phase erfolgt der erste Ablösungsprozess von den Eltern, welcher ein wichtiger Schritt für die Ich- Entwicklung ist. Durch das bewusste Abgeben der Exkremente lernt das Kind etwas von sich herzugeben. Im Laufe der Zeit wird der Kot im Spiel durch Schlamm ersetzt.

-Phallische Phase

In dieser Zeit interessieren sich die Kinder besonders für ihren Körper. Zwischen dem 3. und 5. Lebensjahr erforschen und entdecken sie ihren Körper und ihr Geschlecht. Sie vergleichen sich mit ihren Freunden, Geschwistern oder/und Eltern und versuchen sich als Bub oder Mädchen zu identifizieren. Jetzt sind Doktorspiele besonders beliebt. Charakteristisch ist eine gewisse erotische Bindung zum gegengeschlechtlichen Elternteil, beziehungsweise eine unbewusste Rivalität zum gleichgeschlechtlichen (Ödipale Phase). ( FREUD; Zit. in: KLEINSCHMIDT u. a. 1994, S. 12 ff)

Diese sexuellen Erfahrungen erleben Kinder hauptsächlich Zuhause, bevor sie in die Schule kommen. Die Lehrperson kann darauf also kaum Einfluss nehmen.

Um die Schüler in der sexuellen Entwicklung in ihrer Schulzeit gut unterstützen zu können, muss die Lehrperson über die Entwicklung des Körpers in dieser Zeit, über die Ängste, Gedanken und Wünsche der Schüler bescheid wissen.

2. Der Körper

Damit sexuelle Erziehung durchführt werden kann, muss zuerst der männliche und der weibliche Körper in seinem Aussehen und der Funktion der einzelnen Organe gekannt und verstanden werden.

Das folgende Kapitel soll Aufschluss über das Aussehen und die Funktion der einzelnen Körperteile beider Geschlechter geben.

2. 1. Der weibliche und der männliche Körper

Die Geschlechtsorgane hatten schon in der Geschichte der Menschheit eine besondere Bedeutung. In früheren Kulturen wurden sie verehrt und man sagte ihnen oft sogar magische Kräfte zu. Doch mit der Zeit wandelte sich diese Einstellung. In unserem Kulturkreis betrachtet man die Geschlechtsorgane als Peinlichkeit und in der Erziehung versucht man sie oftmals zu übergehen. Man spricht immer mehr vom Intimbereich als von den Geschlechtsorganen selbst. Auch im Sprachgebrauch drückt sich diese Peinlichkeit aus. Diesen zurückhaltenden Umgang erkennt man sehr deutlich wenn man das Wort „Scham“ mit den Schamlippen und der Schambehaarung vergleicht. Die Schamlippen und die Schambehaarung versuchen bestimmte Bereiche des menschlichen Körpers zu verdecken. Aber ein Schamempfinden ist genau das, was man nicht haben sollte wenn man von diesem Teil unseres Körpers spricht.. Denn diese Organe sind das Zentrum menschlicher Lust, der Fortpflanzung und somit unseres Fortbestehens. (vgl. HANSWILLE 1986, S. 29 f)

Die Erzeugung von Nachkommen ist somit die Hauptaufgabe der Fortpflanzungsorgane. Bei allen höheren Organismen ist die Erzeugung von Nachkommen an das Zusammenwirken beider Geschlechter gebunden, wobei dem männlichen Partner andere Aufgaben als dem weiblichen zufallen.

Damit menschliches Leben entstehen kann, wird vorausgesetzt, dass die männlichen und weiblichen Geschlechtszellen (die Samenzelle und die Eizelle) ungehindert miteinander verschmelzen können. Ist das geschehen, benötigt die Frau noch jenes Organ, welches das befruchtete Ei aufnimmt und einnisten lässt. (vgl. SCHÜTZ 1973, S. 115)

2. 1. 1. Die Entwicklung der männlichen und weiblichen Anatomie

Durch verschiedene biologische Funktionen der Sexualität sind die Menschen befähigt sich fortzupflanzen. Wichtig dabei sind die Geschlechtsorgane von Mann und Frau sowie deren Funktion. Der biologische Anteil menschlicher Sexualität wird mitbestimmt durch den Sexualtrieb, dessen Merkmal die Geschlechtskraft und das geschlechtliche Verlangen sind.

(vgl. KLEINSCHMIDT u. a. 1994, S. 11)

Der anatomische Unterschied zwischen Mann und Frau ist eigentlich nicht besonders groß. Die Struktur ihrer Geschlechtsorgane ist sehr ähnlich. In den frühen Entwicklungsstadien kann man deshalb nicht genau sagen welches Geschlecht der Fötus hat. Erst später entwickeln sich die strukturellen Veränderungen die dazu führen, dass sich männliche und weibliche Geschlechtsorgane ergänzen. Aber selbst dann erkennt man noch viele Gemeinsamkeiten.

Das Geschlecht eines Menschen wird im alltäglichen Leben nach bestimmten offensichtlichen körperlichen Merkmalen und Verhaltensweisen bestimmt, ohne die Ähnlichkeiten beider Geschlechter dabei zu erkennen. Die Gesellschaft sucht nach den typischen Geschlechtsmerkmalen, die man in drei Gruppen zusammenfassen kann:

a) Die primären Geschlechtsmerkmale

Das sind die äußeren Geschlechtsorgane, anhand welcher man das Geschlecht eines Menschen schon allein durch das Aussehen erkennen kann. Beim Jungen sind dies der Penis und der Hodensack, bei den Mädchen hingegen die Klitoris und die Schamlippen.

(vgl. HAEBERLE 1985, S. 11)

Diese primären Geschlechtsmerkmale ermöglichen es das Geschlecht des Kindes schon vor der Geburt festzustellen. Die endgültige Entfaltung und Funktion erlangen sie jedoch erst während der Pubertät. (vgl. BECK u. a. 1989, S. 113)

b) Die sekundären Geschlechtsmerkmale

Diese entwickeln sich während der Pubertät unter Einfluss der Sexualhormone und verstärken die körperlichen Unterschiede zwischen Mann und Frau. Männer sind meist größer und schwerer als Frauen. Ihre Gesichtszüge sind kantiger; charakteristisch ist der Bartwuchs und die allgemein ausgeprägtere Körperbehaarung. Die Schultern sind breiter und die Muskeln sind stärker und ausgebildeter. Die Hüften sind schmäler; Hände und Füße hingegen sind kräftiger und gröber. Durch Veränderungen im Kehlkopf ( Stimmbruch) erhalten Männer in der Regel eine tiefere Stimme als Frauen. Diese sind charakterisiert durch einen feineren, gerundeteren Körperbau. Die Brüste vergrößern sich während der Pubertät und sind im Gegensatz zum Mann deutlich sichtbar mit ausgeprägten Brustwarzen. Typisch ist auch die Schambehaarung beider Geschlechter. (vgl. ebda, S. 114)

c) Die tertiären Geschlechtsmerkmale

Das sind die psychischen Qualitäten, Verhaltensweisen, die bei dem einen Geschlecht erwartet und bei dem anderen unterdrückt werden. Diese Verhaltensweisen werden durch den jeweiligen Kulturkreis und das Umfeld eines Menschen festgelegt und bestimmen ob dieser Mensch maskulin oder feminin ist. (vgl. HAEBERLE 1985, S. 11)

Unabhängig vom Kulturkreis ist jedoch das Sexualverhalten, welches durch die Hormone hervorgerufen wird. Hormone sind Stoffe, die von Drüsen an die Blutbahn abgegeben werden und an einer ganz bestimmten Stelle im Körper wirken. Für die Sexualität und Fortpflanzung ist das Zusammenwirken der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) und der männliche Hoden, beziehungsweise der weibliche Eierstöcke, wichtig.

(vgl. BECK, 1989 S. 115)

2. 1. 2. Aufbau und Funktion der weiblichen Geschlechtsorgane

2. 1. 2. 1. Die äußeren Geschlechtsorgane

Die äußeren Geschlechtsorgane der Frau bestehen aus:

- dem Venushügel (Mons Veneris),
- den großen Schamlippen (Labia maiora),
- den kleinen Schamlippen (Labia minora),
- der Klitoris (Kitzler) und
- dem Scheideneingang.

Der Venushügel und die großen Schamlippen bestehen hauptsächlich aus Fettgewebe und sind mit Schamhaaren bewachsen. Große und kleine Schamlippen liegen aneinander und umfassen die Schamspalte.

Die kleinen Schamlippen werden von zwei Hautfalten gebildet die ein dichtes Netz von Blutgefäßen und Nervenendungen durchzieht. Daher sind sie besonders sensibel. Nach vorne bilden sie eine Art Vorhaut für die Klitoris. Auf den kleinen Schamlippen münden aber auch die Ausführungsgänge der Bartholinschen Drüsen, die den Bulbourethral-Drüsen (oder auch Cowper-Drüsen) beim Mann entsprechen. Sie sondern eine kleine Menge an Gleitflüssigkeit ab. Der größte Teil, beim Geschlechtsverkehr, kommt jedoch direkt aus der Scheidenwand.

(vgl. HAEBERLE 1985, S. 47)

Die Klitoris oder auch „ der Kitzler“ genannt, liegt unterhalb des Venushügels wo die beiden kleinen Schamlippen aufeinandertreffen. Sie besteht aus Nervenendungen und einem Schwellkörper, der sich rasch mit Blut füllen kann und dadurch bei sexueller Erregung anschwillt. Sie ist ähnlich wie die Spitze des Penis sehr berührungsempfindlich. Anders als beim Penis tritt die Klitoris im Erregungszustand aber nicht hervor, sondern zieht sich hinter die Vorhaut zurück. (vgl. INTERNET 3)

Die Scheide (Vagina) ist ein bindegewebsartiger - muskulärer Schlauch, der schräg von unten nach oben unter der Symphyse und unter der Harnröhre aufwärts geht. Er endet mit dem Muttermund des Gebärmutterhalses. Der Scheideneingang liegt unterhalb des Harnröhrenausgangs und kann bei Frauen die noch keinen Geschlechtsverkehr hatten, von einem Jungfernhäutchen (Hymen) zum Teil verschlossen sein. Eine physiologische Funktion des Hymens ist nicht bekannt, trotzdem wurde ihm in der Vergangenheit erhebliche Bedeutung zugemessen. Man sah in einem unverletzten Hymen den stichhaltigen Beweis der Jungfräulichkeit, was sich allerdings als reiner Aberglaube herausstellte da, der Hymen gewöhnlich ein oder mehrere Löcher hat, die so dehnbar sein können, dass ein Finger oder auch ein Penis eingeführt werden kann, ohne dass er dabei zerreißen muss. Er kann aber auch schon ohne Geschlechtsverkehr rein durch intensive sportliche Betätigung eingerissen sein. Manche Frauen haben aber überhaupt keinen Hymen. Hieraus folgt auf alle Fälle, dass aus dem Zustand des Hymens in keiner Form Rückschlüsse auf die sexuelle Unschuld oder Erfahrung einer Frau gezogen werden können. Meistens reißt der Hymen jedoch beim ersten Koitus, Masturbation oder dem Einführen eines Tampons. Das kann mit einem kurzen Schmerz und einer leichten Blutung verbunden sein. (vgl. SCHÜTZ 1973, S. 119)

2. 1. 2. 2. Die inneren Geschlechtsorgane

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Internet 5)

Die Eierstöcke (Ovarien)

Die Eierstöcke, oder auch Ovarien genannt, sind so groß wie Pfirsichkerne und liegen der seitlichen Wand des kleinen Beckens an. Sie sind nach unten hin durch Bindegewebe befestigt. Im Unterschied zum Mann sind bei der Frau die Eizellen als sogenannte Keimzellen schon von Geburt an in den Eierstöcken angelegt.

Die Aufgabe der Eierstöcke ist die Produktion der Eizellen und der Hormone. Die Eizellen werden vom Eileiter aufgenommen, die Hormone hingegen werden direkt in die Blutbahn abgegeben. Die weiblichen Hormone sind das Östrogen, das Androgen und das Progesteron. Wenn die Eizelle fertig entwickelt ist, wird sie Graafsches Follikel-Bläschen genannt. Im Hohlraum dieses Bläschens liegt, an der Wand eng angelagert, die Eizelle. Jedes Monat reift bei einer erwachsenen Frau, beginnend mit dem Einsatz der regelmäßigen Regelblutung, ein solcher Graafscher Follikel im Eierstock heran. Wenn das Graafsche Follikel-Bläschen fertig ausgereift ist, liegt es an der Oberfläche des Eierstockgewebes. In der Mitte der Periode (meist der 14. Tag

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

von 28 Tagen) platzt das Bläschen und die Eizellen und die Follikelflüssigkeit treten heraus.

(Internet 5)

Dieser Vorgang wird als „Ovulation“ bezeichnet. Schon bei der Geburt sind insgesamt etwa 400.000 spätere Eizellen angelegt. Ab der Pubertät reifen im Laufe des Lebens etwa 400 Eizellen heran. (vgl. HANSWILLE 1990, S. 35)

Die Eileiter (Tuba uterina)

Die Eileiter sind zwei Muskelschläuche von ca. 10cm Länge, welche die Eierstöcke mit der Gebärmutter verbinden. Ihr äußerer Teil, die Tuba, ist den Eierstöcken zugewandt. Durch sie wandert die Eizelle zu dem Ort, wo sie sich im Falle einer Befruchtung einnistet. Gleichzeitig können jedoch auch die Samenzellen durch diesen Gang wandern um die Eizelle zu befruchten. Die Eizelle wird also, nachdem das Follikelbläschen geplatzt ist, von der Tuba des Eileiters aufgenommen und durch den gebärmutterwärts gerichteten Schlag der Flimmerepithelien und dem Sekretstrom zur Gebärmutter geleitet. Die Möglichkeit einer Befruchtung der Eizelle durch die Samenzelle besteht in der Zeit der Wanderung und kurz danach. Insgesamt hat die Samenzelle nur 4 Tage Zeit die Eizelle im Eileiter oder der Gebärmutter zu befruchten. (vgl. ebda, S. 35)

Die Gebärmutter (Uterus)

Die Gebärmutter liegt ungefähr in der Mitte des Unterleibes im kleinen Becken und ist muskulös und birnenförmig. Ihr Körper ist ca. 7 – 9cm lang, berührt nach vorne die Harnblase und grenzt sich von einem schmaleren unteren Teil durch eine leichte Verengung ab. Dieser Teil wird Gebärmutterhals genannt. Der unterste Rand des Gebärmutterhalses (Cervix uteri) wird Muttermund genannt und ist die Mündung in die Scheide. In den runden obersten Teil der Gebärmutter münden links und rechts die Eileiter ein. Die Gebärmutter ist das Organ, in welchem ein befruchtetes Ei die Vorbedingungen zu seiner Einbettung findet, in der also aus der befruchteten Eizelle ein Embryos heranwächst. Wenn die Eizelle aber nicht befruchtet wird, wird die Gebärmutterschleimhaut monatlich bei der Menstruation großteils ausgestoßen. (vgl. SCHÜTZ 1973, S. 117 f)

2. 1. 2. 3. Der Menstruationszyklus

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Das deutlichste von außen erkennbare Zeichen des Menstruationszyklus ist die Menstruation - auch Regelblutung genannt. Der Menstruationszyklus stellt eine Reihe von Veränderungen dar, welche sich monatlich wiederholen. Dieser Zyklus wird vom ersten Tag der Menstruation bis zum letzten vor der nächsten Periode gezählt. Gesteuert wird er durch Sexualhormone die in der Hypophyse produziert werden. (vgl. BECK u. a. 1989, S. 117)

Während der Zeit des regelmäßigen Zykluses sind die Frauen nur dann empfängnisbereit, wenn einmal im Monat die Ovarien eine reife Eizelle ausstoßen.

Die Menarche, das ist die erste Menstruation eines Mädchens tritt zwischen dem 11. und dem 13. Lebensjahr auf. Zu Beginn ist es normal, dass die Menstruation nicht regelmäßig kommt. Es können sogar 2. Monate dazwischen vergehen. Erst im Verlauf des Heranwachsens stellt sich ein regelmäßiger Rhythmus ein. Bei einer reifen Frau dauert der Menstruationszyklus zwischen 28 und 35 Tage. Schwankungen aufgrund vermehrtem Stress, Krankheit oder sportlicher Betätigung sind jedoch normal. Sie nehmen mit dem Alter der Frau wieder zu, bis der Menstruationszyklus nach der Menopause schließlich ganz aufhört. (vgl. HAEBERLE 1985, S. 53 ff)

Das Einsetzen der Menstruation kann mit Unterbauchschmerzen verbunden sein. Bei starken Schmerzen sollte ein Arzt zu Rate gezogen werden. Besonders geistig behinderte Mädchen sollten früh auf das Einsetzen der Menstruation vorbereitet werden. Man muss ihnen verständlich machen, dass das Blut nichts Schlimmes oder gar Unsauberes ist und die positiven Folgen, nämlich das Erwachsenwerden, hervorheben. So können Ängste vermieden werden. (vgl. RÖMER 1995, S. 41)

Die Grundfunktion des Menstruationszykluses ist, dass der Uterus und seine Schleimhaut auf eine mögliche Einnistung eines befruchteten Eies vorbereitet wird. Kommt diese Befruchtung nicht zustande, wird die Schleimhaut vermischt mit Blut durch die Vagina ausgestoßen. Diesen Vorgang nennt man Menstruation. Nach Beendung der Menstruation, wird der Uterus wieder auf eine mögliche Schwangerschaft vorbereitet indem sich die Gebärmutterschleimhaut neu bildet.

Den Menstruationszyklus kann man in drei Phasen einteilen:

1. Phase: Die Vorbereitung der Ovulation

Nach der Menstruation ist die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) sehr dünn. Doch unter dem Einfluss des Hormons Östrogen, welches in den Ovarien gebildet und direkt in die Blutbahn abgegeben wird, beginnt das Gewebe des Endometriums wieder zu wachsen. Durch den Anstieg des Östrogenspiegels wird aber auch das Wachstum der Eizellen in den Graafschen-Follikeln angeregt, wobei sich aber nur einer dieser Follikel bis zum Eisprung entwickelt. Die anderen bilden sich wieder zurück. Dieser Vorgang des Eisprunges wird Ovulation genannt. In der Zeit des Eisprunges ist die Schleimhaut des Uterus schon deutlich dicker geworden und somit auf eine Implantation vorbereitet. Die Zeit der möglichen Einnistung des befruchteten Eies ist ungefähr 2 Wochen vor Beginn der nächsten Menstruation. Wenn keine Implantation (Einnistung) stattfindet, wird die Schleimhaut abgelöst und nach zwei Wochen ausgeschieden. Bei einem Menstruationszyklus von 28 Tagen kann man also davon ausgehen, dass der Eisprung am 14. Tag stattfindet.

2. Die Vorbereitung der Implantation

Der Follikel mit der reifen Eizelle bildet kurz vor der Ovulation ein neues Hormon, das Progesteron. Diese Hormonbildung nimmt nach der Ovulation noch erheblich zu, während sich der geplatzte Follikel zum Gelbkörper (Corpus luteum) umwandelt. Neben dem Progesteron, dass eine erhebliche Rolle in der letzten Entwicklungsphase der Uterusschleimhaut spielt, bildet das Corpus luteum auch noch Östrogen. Mit Hilfe dieser Hormone erreicht die Uterusschleimhaut ihre größte Dicke und die Fähigkeit eine befruchtete Eizelle aufzunehmen.

Die vom Eierstock freigesetzte Eizelle wird von den Fimbrien in den Eileiter aufgenommen und in Richtung Uterus transportiert. In diesen wenigen Stunden vollzieht sich ihr letzter Reifungsprozess. Dann kann die Eizelle befruchtet werden. Nach der Befruchtung teilen sich die Zellen. Drei bis vier Tage nachdem der Zellenball den Uterus erreicht hat, kann er sich dort in die Gebärmutterschleimhaut einnisten und weiterwachsen. Somit hat die Schwangerschaft begonnen. Die Hormone Progesteron und Östrogen erhalten die Schwangerschaft indem sie eine erneute Ovulation und den Abbau der Uterusschleimhaut verhindern.

3. Menstruation

Das Ei kann nur innerhalb von 24 Stunden nach der Ovulation befruchtet werden. Trifft es in dieser Zeit nicht auf Samenzellen, stirbt es ab und wird aufgelöst. Dann findet natürlich keine Einnistung in das Gebärmuttergewebe statt und diese löst sich ab. Somit kommt es zur Menstruation die auch in der Umgangssprache als „Periode“ bezeichnet wird. In diesen drei bis fünf Tagen sondert der Körper hauptsächlich Schleim, Gewebereste und eine unterschiedlich große Menge an Blut ab.

Während dieser Zeit kann sich die Frau körperlich unwohl fühlen. Viele Frauen klagen über Kopf-, Rücken- und Bauchschmerzen, haben oft starke Temperaturschwankungen oder Schwindelanfälle. Diese Probleme können aber nicht nur während der Menstruation auftreten, sondern auch schon Vorboten sein.

Generell kann, im Gegensatz zur allgemeinen Meinung, während der Menstruation jede Sportart und sogar Geschlechtsverkehr ausgeübt werden. Medizinisch ist nichts dagegen einzuwenden. Viele Frauen unterlassen dies jedoch aus ästhetischen Gründen.

Neben den Binden werden heute hauptsächlich Tampons von den Frauen verwendet. Diese werden aus Baumwolle oder anderen saugfähigen Materialien hergestellt. Die Tampons werden direkt in die Vagina eingeführt, bringen aber auch viele Krankheitserreger mit, weshalb Ärzte heute, wieder die saugfähigen Binden zu verwenden empfehlen, die äußerlich auf die Vulva aufgelegt werden und das Einwandern von Krankheitserregern bei entsprechender Hygiene verhindern.

2. 1. 2. 4. Die Menopause

Zwischen dem 45. und 50. Lebensjahr stellen viele Frauen fest, dass ihre Menstruation nicht mehr so regelmäßig kommt. Der Grund ist, dass die Anzahl von Oozyten bei der Frau im Laufe der Jahre absinkt. Gleichzeitig lässt auch die Bildung der für den Menstruationszyklus notwendigen Hormone nach, bis er ganz verschwindet. Diese Zeit nennt man dann Menopause (von griech. men: Monat und pauomai: aufhören) oder genauer „Klimakterium“ (von griech. klimakter: Leitersprosse). Die Umstellung auf die Menopause ist für den Körper sehr anstrengend und dauert ca. 2 Jahre. In dieser Zeit klagen die Frauen meist über Schwindelanfälle, Kopfschmerzen, Hitzewellen, Müdigkeit, Schlaflosigkeit und Depressionen.

Während des Klimakteriums wird die Periode also immer unregelmäßiger und schwächer, wobei die Frauen aber trotzdem noch schwanger werden können. Gerade in dieser Zeit sollte man nicht auf Verhütungsmittel verzichten wenn eine Schwangerschaft nicht erwünscht ist, da man durch die Unregelmäßigkeit des Zykluses die Ovulation nur sehr schwer berechnen kann. Erst ein Jahr nach der letzten Menstruation kann sich die Frau sicher sein, nicht mehr schwanger werden zu können. (vgl. HAEBERLE 1985, S. 53 ff)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2. 1. 3. Die Brust

Die weibliche Brust (Mamma) wird beim Eintritt der Geschlechtsreife verstärkt entwickelt. Sie ist mit Ende des 16. bis 18. Lebensjahres der Frau voll entwickelt und sozusagen erwachsen. Die Hauptaufgabe des Busens ist die Ernährung des Neugeborenen. Sie ist jedoch auch sehr wichtig beim Geschlechtsverkehr und spielt eine wichtige Rolle für das erotische Empfinden, da die Brustwarze sehr viele Nervenendungen enthält und somit sehr leicht reizbar ist.

Der Busen besteht aus einem Drüsenkörper der aus ca. 15 - 20 Läppchen besteht. Jedes Läppchen hat einen Ausführungsgang der auf der Brustwarze endet. Rund um der Brustwarze befindet sich der stark pigmentierte Warzenhof. (Bild: Internet 5)

(vgl. SCHÜTZ 1973, S. 120)

Die Milchdrüsen sind schon von Geburt an in der Brust des Kindes, egal ob Junge oder Mädchen, vorhanden. Deshalb kann es sein, dass das Neugeborene ein wenig Milch abgibt. Dieser Zustand hält jedoch nur kurze Zeit an. Man nennt diese Milch „Neugeborenen-Milch“. Bei den Burschen verkümmern die Milchdrüsen mit den Jahren. Bei den Mädchen hingegen werden sie durch die Pubertät verstärkt und auf eine mögliche Schwangerschaft vorbereitet. (vgl. HAEBERLE 1985, S. 57 f)

2. 1. 4. Aufbau und Funktion der männlichen Geschlechtsorgane

Die männlichen Geschlechtsorgane sind, wie folgt, aufgebaut:

- das Glied (Penis)
- der Hodensack (Scrotum) mit den Hoden (Testis) und den beiden Nebenhoden (Epididymis)
- der Samenleiter (Ductus deferens oder Vasadeferentia* )
- Schwellkörper (Corpus cavernosum)
- Eichel (Glans penis)
- die Vorsteherdrüse (Prostata)
- die Samenblasen

Die äußeren Geschlechtsorgane bestehen aus Penis und Hodensack. Die Hoden und Nebenhoden, die im Hodensack liegen, werden im Allgemeinen als innere Geschlechtsorgane bezeichnet, obwohl sie außerhalb der Bauchhöhle liegen.

(vgl. HAEBERLE 1985, S. 29)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Internet 5)

Das Glied (Penis)

In der Umgangssprache wird das Glied auch Schwanz genannt. Es besteht aus drei Schwellkörpern, wovon zwei an der Ober- und einer an der Unterseite verläuft. Das Glied besteht aus zwei Teilen: den Kopf nennt man Glans (Eichel), den längeren Teil bezeichnet man als Schaft. Unter der dünnen Haut des Schaftes verlaufen die drei Schwellkörper, die von Muskelfasern umgeben sind. Diese Schwellkörper bestehen hauptsächlich aus Blutgefäßen, die sich bei sexueller Erregung innerhalb kurzer Zeit mit Blut füllen, sich dadurch vergrößern und zur Versteifung des Gliedes führen, wodurch es zur Erektion kommt. Durch die Harnröhre (Urethra) innerhalb des Gliedes gelangt der Urin von der Blase nach außen. Bei der Ejakulation (Samenerguss) wird außerdem der Samen darin befördert. Dabei schließt ein Ventil den Zugang von der Blase zur Harnröhre, so dass sich Samen und Urin nicht vermischen können. (vgl. HANSWILLE 1986, S. 40)

Das Glied ist das Organ zur Begattung, aber auch durch die Einlagerung der Harnröhre der Weg zur Ableitung des Harns. Bei der Begattung, dem Coitus, wird das steife Glied in die Scheide der Frau eingeführt, wodurch die Vorhaut, eine dünne verschiebbare Haut über der Eichel (Glans penis), zurückgeschoben wird und somit eine Reizung entsteht. Auf dem Höhepunkt des Geschlechtsverkehres erfolgt die Samenergießung (Ejakulation). Hier wird der Samen aus den Nebenhoden in die Harnröhre gedrückt und verlässt den Penis an der Mündung der Harnröhre inmitten der Eichel. Die Samenmenge von ca. 2 - 5 cm³ gelangt dann in die Scheide wo die Samenfäden aufwärts zur Gebärmutter wandern.

(vgl. SCHÜTZ 1973, S. 117)

Der Hodensack mit den Hoden und den beiden Nebenhoden

Man nennt ihn medizinisch auch Scrotum. Er befindet sich zwischen den Schenkeln an der Wurzel des Gliedes. Der Hodensack hat eine dunklere Farbe als die restliche Haut des Körpers und enthält viele Schweißdrüsen. Im Hodensack befinden sich die beiden Hoden mit den dazugehörigen Samensträngen die in die Bauchhöhle führen. Die Samenstränge transportieren die Spermien in die Samenblase. Die Samenstränge enthalten aber auch Muskeln, Nerven und Blutgefäße. Die Muskeln bewirken, dass sich die Hoden bei niedriger Temperatur dichter an den Bauch heranziehen um nicht unterkühlt zu werden. Die Haut des Hodensackes verdickt sich dann um die Temperatur im Inneren zu halten und somit die Heranbildung der Spermien zu sichern. (vgl. HANSWILLE 1986, S. 43 f)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Internet 5)

Die Hoden sind oval und etwa vier Zentimeter lang. Sie liegen getrennt im Hodensack und haben eine doppelte Funktion: Sie produzieren die Samenzellen, die dann durch ein System von Kanälen weitertransportiert werden. Sie sind aber auch für die Produktion der Hormone verantwortlich, die dann unmittelbar in die Blutbahn abgegeben werden. Da die Hoden sehr empfindlich gegen Stoß und Druck sind, sollte man sie vor allem im Sport besonders schützen. Im Hoden befinden sich dicht gewundene Knäuel von Samenkanälen, an deren Innenwänden die Keimzellen liegen. Aus ihnen gehen durch mehrfache Teilung die reifen Samenzellen hervor, welche dann von den Samenkanälen in den Nebenhodengang transportiert werden. Dort, über dem Hoden, bleiben sie bis zur Ejakulation liegen. Die im Hoden gebildeten Hormone werden von dort direkt in die Blutbahn abgegeben.

(vgl. ebda, S. 44)

Hoden, Nebenhoden und Samenleiter befinden sich im Hodensack (Scrotum). Der Hoden liegt beim Embryo im Mutterleib anfänglich zu beiden Seiten der Wirbelsäule im Bauchraum, wandert dann aber mit seinem Samenleiter durch den Leistenkanal abwärts und gelangt dabei in den außerhalb der Leibeshöhle liegenden Hodensack. Dadurch erklärt es sich, dass der Samenleiter des Mannes vom Hoden herkommend im Samenstrang aufwärts zieht und erst durch den Leistenkanal wieder in die Leibeshöhle gelangt. (SCHÜTZ 1973, S. 116)

Die Nebenhoden (Epididymis) liegen auf dem Hoden und speichern die Samenzellen die im Hoden gebildet werden. Es dauert mehrere Wochen bis die Samenzellen die Sammelgänge, mit einer Länge von ca. 6 cm, durchwandert haben. Während dieser Zeit aber lernen sie zu schwimmen. Der Nebenhoden dient als Samenspeicher der die ausgereiften, schwimmfähigen Samenzellen bei Bedarf in den Samenleiter (Ductus deferens), abgibt.

(vgl. HANSWILLE 1986, S. 44)

Die Samenleiter

bezeichnet man medizinisch als Vasadeferentia oder Ductus defernes. Sie sind zwei enge Röhren die vom Nebenhoden durch den Leistenkanal in den Bauchraum zur Prostata führen. Vor der Prostata vereinen sie sich mit dem Ausführungsgang der Samenblasen. In der Prostata treffen die beiden Samenleiter auch noch auf die Harnröhre (Urethra). Sie übernimmt von dort aus die Weiterleitung der Samenflüssigkeit mit den Samenzellen bis zur Spitze des Gliedes. (vgl. ebda, S 45 und SCHÜTZ 1973, S. 117)

Die Vorsteherdrüse (Prostata)

befindet sich im Unterbauch und hat die Form und Größe einer Kastanie. Samenleiter und Harnröhre führen durch sie hindurch. Die Prostata sondert das alkalische Prostatasekret ab, was den größten Teil der Samenflüssigkeit bei der Ejakulation ausmacht. Beim Samenerguss vermischt sich dieses Sekret mit den Samen und der Flüssigkeit aus den Samenbläschen. Diese Mischung nennt man Sperma.(vgl. HANSWILLE 1986, S. 45)

Die Samenblasen

sind zwei Beutel, die sich am Ende der Samenleiter, kurz vor dem Übergang in die Prostata, befinden. In ihnen wird eine Flüssigkeit produziert, die zusammen mit der Flüssigkeit aus der Prostata die Beweglichkeit der Spermien gewährleistet. (vgl. HANSWILLE 1986, S. 45)

2. 2. Der Geschlechtsverkehr

Geschlechtsverkehr wird von Mensch zu Mensch, von Kultur zu Kultur anders praktiziert weshalb es schwierig ist eine eindeutige Definition zu finden. Eine Meinung ist, dass Geschlechtsverkehr jede Kommunikation zwischen Menschen ist, bei der eine sexuelle Reaktion mitspielt. (vgl. HAEBERLE 1985, S. 207)

Diese Definition ist jedoch sehr weit gefasst. Deshalb wird der Begriff auf körperliche Kontakte mit den Geschlechtsorganen zumindest eines Partners reduziert. HAEBERLE beschreibt hier vier verschiedene Arten des Geschlechtsverkehrs: (vgl. ebda 1985, S. 209)

- Manueller Verkehr

Von ihm spricht man, wenn die Partner gegenseitig die Geschlechtsteile streicheln. Auch intensives "Petting" ist eine Form des manuellen Verkehrs. Im Grunde versteht man unter "Petting" aber nicht nur das Streicheln des Partners, sondern auch Küssen und Kuscheln. Diese Form des Verkehrs ist für viele Jugendliche die erste sexuelle Erfahrung. (vgl. SANDERS und SWINDEN 1992, S. 207)

- Oralverkehr ist Geschlechtsverkehr bei dem der Mund des Partners Kontakt mit den Geschlechtsteilen des anderen Partners hat.
- Genitalverkehr hat man dann, wenn die Geschlechtsorgane beider Partner Kontakt zueinander haben. Hierbei wird beim Koitus das steife Glied in die Vagina eingeführt. Wenn der Höhepunkt erreicht ist, ejakuliert der Mann und Samenflüssigkeit mit den Samenzellen fließt in die Scheide. Wenn nicht verhütet wird, arbeiten sich die Samenzellen bis zur Gebärmutter bzw. dem Eileiter vor und versuchen eine Eizelle zu befruchten. Gelingt es einer Samenzelle eine reife Eizelle zu befruchten, nisten sie sich in der Gebärmutter ein und eine Schwangerschaft besteht.
- Von Analverkehr ist die Rede, wenn die Geschlechtsorgane eines Partners mit dem After des anderen Kontakt haben.

Der menschliche Körper reagiert auf sexuelle Reize sehr unterschiedlich. Es können Gedanken, ein Kuss, Berührungsreize, optische Reize und vieles mehr sexuelle Erregung hervorrufen. Sehr oft erfolgt die Erregung durch Stimulierung der erogenen Zonen. Das sind Körperpartien, die auf Berührung besonders ansprechen, wie etwa Mund, Ohren, Gesäß, Oberschenkel und Rücken. Bei Frauen sind speziell die Brustwarzen, die Klitoris und die kleinen Schamlippen, beim Mann die Eichel, leicht stimulierbar. Die sexuelle Reaktion erfolgt nach Phasen. Sie ist gekennzeichnet durch steigende Erregung bis zum Höhepunkt (Orgasmus), der meist mit starken Glücksgefühlen einher geht und beim Mann mit dem Samenerguss endet. Danach erfolgt eine Phase der Entspannung und Rückbildung. Die Phasen laufen bei Frau und Mann nicht identisch ab, sie dauern unterschiedlich lange und werden unterschiedlich intensiv empfunden. Eine Frau kann auch ohne Orgasmus sexuell befriedigt sein. (vgl. BECK 1989, S. 158 ff)

Wie schon zuvor am Beginn dieses Kapitels erwähnt ist es eine Grundvoraussetzung für die Lehrperson über die Geschlechtsteile von Mann und Frau sowie über deren Aufbau und Funktion beim Geschlechtsakt bescheid zu wissen. Eine andere Grundvoraussetzung ist aber auch zu wissen, wie die pubertäre Entwicklung der Schüler verlaufen wird und welche Gedanken sie in der Schulzeit begleiten werden. Das nächste Kapitel soll Aufschluss über die Pubertät geben.

3. Die pubertäre Entwicklung der Schüler

3. 1. Die Vorpubertät (Präpubertät)

Als Vorpubertät bezeichnet man die Zeitspanne zwischen dem ersten Erscheinen der sekundären Geschlechtsmerkmale und dem ersten Funktionieren der Geschlechtsorgane (erste Menstruation bei Mädchen, erste Samenejakulation bei Knaben). Eine genauere zeitliche Bestimmung der Vorpubertät stößt jedoch auf große Schwierigkeiten, da sich die körperliche Reifung gegenüber früher ständig etwas vorverschiebt. Die Vorverschiebung der körperlichen Reifung bezeichnet man als Akzeleration.

(SCHENK-DANZINGER 1988, S. 321 ff)

3.1. 1. Das Phänomen der Akzeleration

Es ist interessant, dass das Akzelerationsphänomen nicht erst beim Einsetzen der sexuellen Reifung, sondern schon bei Säuglingen beobachtet werden kann. Erkennbar wird dies besonders wenn man die Geburtsdaten mit Daten von vor 30. Jahren vergleicht. Heute sind die Säuglinge einige Zentimeter größer als damals.. Die Veränderung der Körperproportionen findet heute nicht mehr erst mit 6 - 7 Lebensjahren, sondern schon mit 5 - 6 Lebensjahren oft sogar bereits im 4. Lebensjahr. 6 - 7jährige waren 1988 schon um 8 - 10 cm größer als zu Beginn des Jahrhunderts.

WURST (1964) hat in den Jahren 1953 und 1961, als er noch Leiter des schulärztlichen Dienstes in Kärnten war, eine Erhebung über die körperliche Entwicklung der gesamten Kärntner Schuljugend durchgeführt. Dabei wurde erkannt, dass bei Mädchen die Menarche 1961 um 8 Monate früher eintrat als 1953. Auch bei Knaben setzte der erste Samenerguss um einige Monate früher ein als 1953.

Diese Akzeleration war aber nicht überall gleich. Sie ist abhängig von:

E der Siedlungsform wobei

die Entwicklungsbeschleunigung auf hochgelegenen Einzelhöfen um einiges

langsamer ist.

E der sozialen Schicht ab.

(SCHENK - DANZINGER 1988, S. 325)

3. 1. 1. 1. Die psychischen Auswirkungen der Akzeleration

In der Vorpubertät haben viele Kinder große Probleme dadurch, dass sich zwar ihr Weltbild verändert, sie seelisch und geistig aber noch unreif sind. Sie wissen oft nicht, wie sie mit dem Ansturm von neuen Wünschen, Bedürfnissen, körperlichen Sensationen und Phantasien fertig werden sollen. Akzeleration bedeutet eine Verkürzung der Kindheit. Durch die verfrühte hormonale Umstellung tendieren die Burschen eher zur Selbstbehauptung und Mädchen eher zur Hingabe und Zärtlichkeit. Es werden sexuelle Reize verstärkt empfunden und das Interesse am anderen Geschlecht, außerhalb der Familie, wächst.

Wenn man sogenannte Frühreife mit Gleichaltrigen, noch nicht in die Vorpubertät gekommenen Kindern vergleicht, erkennt man bei den Frühreifen:

- verstärktes Interesse am Film als am Tiergarten,
- mehr Interesse am eigenen Körper und dessen Erscheinungsbild,
- höheres Interesse an Sportarten mit dem anderen Geschlecht,
- vermehrt Tagträume und
- geringeres Interesse an der Schule.

Besonders für Mädchen ist die Akzeleration ein großes Problem wenn die Vorpubertät schon im 8. oder 9. Lebensjahr und die erste Menstruation mit 10 Jahren eintritt.

(vgl. SCHENK - DANZINGER 1988, S. 327)

3. 2. Die Pubertät

In der Pubertät werden aus Kindern Erwachsene. In dieser Zeit verändert sich der gesamte Körper. Vor allem die Geschlechtsorgane reifen heran und werden größer. Sexuelles Interesse beeinflusst das seelische Empfinden. Bei Mädchen geschieht dies früher als bei Jungen. Die vom Hypothalamus gesteuerte Hypophyse regt die Produktion der Geschlechtshormone FSH (follikelstimulierendes Hormon) und das LH (luteinisierendes Hormon) an. Sie werden dann zu den Eierstöcken und Hoden geschickt um diese zur Bildung des Östrogens im Eierstock und Testosterons im Hoden, anzutreiben. Ihre Aufgabe ist es die Ei- und Samenzellen heranreifen zu lassen sodass die Geschlechtsorgane richtig ausreifen und größer werden können.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Bei den Angaben des Alters ist eine Abweichung von zirka 1 Jahr möglich)

(vgl. SCHNEIDER 1990, Mädchen: S. 19 ff, Knaben: S. 35 ff)

Beim Mädchen reifen in der Pubertät die Eierstöcke heran und der Menstruationszyklus setzt ein. Die Brüste entwickeln sich, die Hüften werden breiter und unter den Armen sowie im Genitalbereich wachsen Haare.

Der Junge kommt in den Stimmbruch. Seine Stimmbänder wachsen schneller und stärker als beim Mädchen. Je größer der Kehlkopf und je länger die Stimmbänder, desto tiefer wird die Stimmlage. Sie kann bis eine Oktave sinken. Zuständig dafür ist das Wachstumshormon Testosteron.

Gleichzeitig mit dem körperlichen Entwicklungsvorgang finden auch seelische Veränderungen statt. (vgl. ebda 1990, S. 16 f)

3. 2. 1. Körperliche Entwicklung - Wachstum

Während einer Periode von 2 - 4 Jahren bringt die Pubertät einen Wachstumsschub von ca. 15% der Endgröße. In dieser Zeit nimmt der Knochen auch an Dichte zu. Dies dauert bei Mädchen zirka bis zum dem 17. Lj, bei Knaben zirka bis zum 20. Lj.

Mädchen wachsen am stärksten im Zeitraum um die Menarche. Danach wachsen sie noch zirka 6 cm. Entsprechend dem unterschiedlichen Körperbau haben Mädchen im Alter von 16 Jahren doppelt so viel Fettgewebe als Knaben.

Bei Knaben liegt die maximale Wachstumssteigerung zwei Jahre später bei ca. 14 Jahren. Die Muskelmasse verdoppelt sich im Zeitraum zwischen dem 10. und dem 17. und die Knochenmasse zwischen dem 12. und dem 16. Lebensjahr. (vgl. INTERNET 4)

[...]


* sind gleichbedeutende Bezeichnungen laut "Pschyrembel Klinisches Wörterbuch" von Walter de Gruyter 1975

Ende der Leseprobe aus 158 Seiten

Details

Titel
Sexualerziehung bei geistig behinderten Schülern und Schülerinnen
Note
Gut
Autor
Jahr
2004
Seiten
158
Katalognummer
V24121
ISBN (eBook)
9783638270656
Dateigröße
1647 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sexualerziehung, Schülern, Schülerinnen
Arbeit zitieren
Verena Mittlinger (Autor), 2004, Sexualerziehung bei geistig behinderten Schülern und Schülerinnen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24121

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