Praktikum im Sprachheilzentrum Ravensburg


Hausarbeit, 2001

20 Seiten, Note: 1,4


Leseprobe

Gliederung

1. Einleitung

2. Die Einrichtung
2.1. Organisation und Trägerschaft
2.2. Beschreibung der Einrichtung
2.3. Aufgaben und Ziele
2.4. Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

3. Meine eigene Tätigkeit
3.1. Schwerpunkt meiner Arbeit
3.2. Tagesablauf
3.3. Mein Projekt

4. Fallstudie
4.1. Vorgeschichte
4.2. Kognitives Verhalten
4.3. Motorisches Verhalten
4.4. Psychische Situation und Lernverhalten
4.5. Soziales Verhalten
4.6. Sprachentwicklung
4.7. Schulreife
4.8. Bewertung
4.9. Pädagogische Empfehlung

5. Schluss

6. Literaturliste

7. Anhang
7.1. Mann-Zeichen Test von L.

1. Einleitung

Ich studiere seit dem Wintersemester 2000/01 Diplom Sonderpädagogik an der Universität Hannover.

Für die Praktikumstelle, in dem Sprachheilkindergarten, habe ich mich entschieden, da ich bereits ein Praktikum in einem Regelkindergarten abgeleistet habe und nun eine neue Art von Einrichtung kennen lernen wollte.

Außerdem ziehe ich in Erwägung in meinem Hauptstudium den Schwerpunkt „Sprachbehindertenpädagogik“ zu wählen und dachte, dass ich durch diese Praktikumstelle ein gewissen Einblick in das betreffende Berufsfeld bekomme.

Die Arbeit mit Kindern ist mir auch eher gelegen und vor allem finde ich es wichtig, dass man Kinder so früh wie möglich fördert, wenn sie ein Entwicklungsdefizit aufweisen. Daher auch meine Entscheidung für einen Kindergarten als Praktikum.

2. Die Einrichtung

2.1. Organisation und Trägerschaft

Träger des Spracheilkindergartens sind die „Zieglerschen Anstalten“, die 1837 gegründet wurden. Seit dem haben sie ein weites Netzwerk an diakonischen Einrichtungen um das oberschwäbische Wilhelmsdorf aufgebaut.

Die „Zieglerschen Anstalten“ sind wie bereits erwähnt ein diakonisches Unternehmen und es versteht sich in der Nachfolge der tätigen Liebe Christi. Daher nimmt das geistliche Leben in allen Einrichtungen einen wesentlichen Platz ein.

Es arbeiten mehr als 1.200 Mitarbeiter in den Bereichen Altenhilfe, Behindertenhilfe, Suchtkrankenhilfe, Hör-Sprachbehindertenhilfe und in der Ausbildung für Heil- und Pflegeberufe. Sie betreuen insgesamt etwa 2.000 Menschen.

Die Sprachheilgruppe in Friedrichshafen wurde vor 13 Jahren gegründet und wird seither von der Erzieherin Frau Jehle geleitet.

2.2. Beschreibung der Einrichtung

Die Kindergartengruppe für Sprachbehinderte Kinder befindet sich in einem evangelischen Kindergarten, der in der Goethestrasse in Friedrichshafen liegt.

In diesem Kindergarten gibt es neben der Sprachheilgruppe, zwei Gruppen mit normal entwickelten Kindern und eine Integrativgruppe.

Doch lediglich die Sprachheilgruppe unterliegt der Trägerschaft der „Zieglerschen Anstalten“. Der andere Teil des Kindergartens wird von der evangelischen Gesamtkirche getragen.

In der Sprachheilgruppe befinden sich momentan zehn Kinder im Alter von fünf-sechs Jahren, die täglich von einer Erzieherin betreut werden. Diese arbeitet hauptsächlich mit einer Sprachheillehrerin und einer Physiotherapeutin zusammen.

Zum Klientel des Sprachheilkindergartens gehören Kinder im Alter von drei-sieben Jahren, die eine Sprachstörung aufweisen, die nicht in einer ambulanten Therapie behoben werden kann.

Bevor die Kinder in die Gruppe aufgenommen werden, müssen sie sich einer Untersuchung unterziehen, die eine Logopädin vom Sprachheilzentrum durchführt.

Zum einen soll verhindert werden, dass Kinder mit einer leichten Sprachstörung in den Kindergarten aufgenommen werden und zum anderen auch, dass es in der Gruppe Kinder gibt, die eine starke geistige Behinderung aufweisen und in dieser Gruppe nicht ausreichend genug gefördert werden könnten.

2.3. Aufgaben und Ziele

Ein großes Anliegen aller Mitarbeiter ist es, die Kinder nach ihrer Kindergartenzeit problemlos auf die entsprechende Heimatschule entlassen zu können, d.h. auf eine Regelgrundschule.

Da die Kinder sehr unterschiedliche Defizite in ihrer Entwicklung aufweisen, erhält jedes Kind zweimal in der Woche Einzeltherapie.

Die Sprachtherapeutin steht in engem Kontakt mit der Erzieherin, über den jeweiligen Entwicklungstand, damit auch sie, die Kinder während der restlichen Zeit gezielt fördern kann.

Damit neben der schulischen auch die soziale Integration nach der Zeit in der Sprachheilgruppe gewährleistet wird, ist es der Erzieherin wichtig, das Sozialverhalten der Kinder zu fördern.

Ein weiteres wichtiges Ziel ist eine „Infrastruktur“ im Kindergartenjahr zu erhalten. Damit sind zum Beispiel Feste zur Aufnahme und Entlassung der Kinder, sowie zu jahreszeitlichen Anlässen gemeint.

Viele der Kinder haben enorme Probleme sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden.

Daher wird darauf geachtet, dass feste Rituale den Tagesablauf kennzeichnen. Dazu zählt zum Beispiel das gemeinsame Frühstück am Vormittag, das gemeinsame Beten vorher und das Singen am Ende.

Außerdem müssen ihnen oft klare Regeln und Grenzen aufgezeigt werden, damit sie sich im täglichen Leben besser zurechtfinden können, unter anderem, dass am Tisch gewartet wird, bis alle Kinder mit Essen fertig sind und dass das Geschirr von den Kinder selbst aufgeräumt wird.

2.4. Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

Der Sprachheilkindergarten arbeitet mit den unterschiedlichsten Einrichtungen zusammen. Das hängt sehr davon ab, welche Entwicklungsstörungen die Kinder neben der Sprachentwicklungsstörung aufweisen.

So arbeitet die Einrichtungen z.B. mit Regelgrundschulen, einer Schule für Geistig Behinderte Kinder, eine Lernbehinderten Schule, einem Körperbehinderten Zentrum, einer Gehörlosen Schule, einem heilpädagogischem Kindergarten für verhaltensauffällige Kinder etc. zusammen.

Außerdem ist der Kindergarten Mitglied in einer Frühförder AG. Dazu gehören auch Mitarbeiter anderer Kindergärten, Lehrer der oben genannten Schulen, des Jugendamtes, der psychologischen Beratungsstelle für Eltern, Kindern und Jugendlichen und ein Neuropädiater.

Diese Arbeitsgemeinschaft trifft sich jeweils vierteljährlich und es werden einzelne problematische Fälle diskutiert, damit diese Kinder in die für sie beste Einrichtung kommen.

Viele der Kinder durchlaufen auch die meisten der genannten Stellen und daher ist es hilfreich sich untereinander auszutauschen.

3. Meine eigene Tätigkeit

3.1. Schwerpunkt meiner Arbeit

Meine Tätigkeit im Sprachheilkindergarten war der einer Erzieherin sehr ähnlich. Ich habe mich den Morgen über, um die Kinder gekümmert.

Dabei habe ich zum Beispiel darauf geachtet, dass sich alle Kinder mit etwas sinnvollem beschäftigen und versucht Kinder die abseits saßen in das gemeinsame Spiel zu integrieren.

Außerdem habe ich auch immer wieder mit einzelnen Kindern spezielle Spiele gespielt und damit versucht, so weit es mir möglich war, an bestimmten Sprachproblemen zu arbeiten.

Ich habe dabei nicht nur hospitiert, sondern aktiv an der Gestaltung des Tages mitgearbeitet.

Des weiteren habe ich auch noch, wenn es die Zeit zugelassen hat, an der Einzelsprachtherapie mitgemacht.

Da ich mich und meine Ideen auch in die Arbeit mit einbringen wollte, schlug ich vor eine Art „Projektwoche“ mit den Kindern zu machen und gemeinsam mit ihnen das Thema „Indianer“ zu erarbeiten.

[...]

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Praktikum im Sprachheilzentrum Ravensburg
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover  (Fachbereich Erziehungswissenschaften)
Note
1,4
Autor
Jahr
2001
Seiten
20
Katalognummer
V2413
ISBN (eBook)
9783638114677
Dateigröße
561 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Praktikum, Sprachheilzentrum, Ravensburg
Arbeit zitieren
Sarah Masa (Autor), 2001, Praktikum im Sprachheilzentrum Ravensburg, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/2413

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