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Ein Modell der Investorenstimmung

Title: Ein Modell der Investorenstimmung

Seminar Paper , 2003 , 23 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Ingo Peper (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Summary Excerpt Details

In den 60er Jahren wurde das Konzept zur Hypothese der effizienten Märkte (EMH1) von
Fama entwickelt. Innerhalb dieses Konzeptes werden Finanzmärkte als effizient bezeichnet,
wenn die Preise der Wertpapiere dem zu diesem Zeitpunkt verfügbarem Informationsstand
entsprechen.2 Es folgten mehrere theoretische Beweise, die, unterstützt von einer großen
Anzahl empirischer Studien, die Aussagen der EMH bekräftigten.
In den 80er Jahren führten verschiedene Untersuchungen an Finanzmärkten sowie neue
theoretische Ansätze zu ersten Zweifeln an der uneingeschränkten Gültigkeit der zentralen
Faktoren der EMH, die die Effizienz der Finanzmärkte aufrecht erhalten sollten. Es
entwickelte sich ein neuer, alternativer Denkansatz, um die Geschehnisse an den
Finanzmärkten zu erklären sowie abzubilden. Dieser neue Ansatz nennt sich Behavioral
Finance und bezieht unter psychologischen Gesichtspunkten das mögliche Verhalten von
Investoren in die Überlegungen zur Entwicklung von Wertpapierpreisen mit ein. Es wird im
Gegensatz zur EMH nicht mehr erwartet, dass ein Markt effizient ist.3
Bestandteil der Theorie der Behavioral Finance sind Modelle zur Art und weise der
Wertpapierpreisbildung. In dieser Seminararbeit wird sich mit einem Modell der
Investorenstimmung auseinandergesetzt, welches die Zusammenhänge zwischen dem
Glauben der Investoren an bestimmte Beobachtungen sowie dessen Zustandekommen und der
Wertpapierpreisbildung beschreibt. Das Ziel der Arbeit ist es, das Modell in den
Gesamtzusammenhang einzuordnen, es zu beschreiben sowie praktische
Anwendungsmöglichkeiten zu erläutern. Dazu werden in einem ersten Schritt einige
Grundlagen der EMH erläutert. In einem zweiten Schritt werden empirisch belegte
Phänomene an Finanzmärkten sowie psychologische Verhaltensweisen erläutert, die die Basis
des Modells bilden. Im Anschluß erfolgt eine informelle und mathematische Beschreibung
des Modells sowie abschließend eine darauf aufbauende Eröterung von Möglichkeiten zu
Simulationen mit Hilfe des vorgestellten Modells.
1 Die Abkürzung EMH orientiert sich an der englischsprachigen Bezeichnung Efficient Market Hypothesis, da
die Theorie an der University of Chicago entwickelt wurde.
2 Vgl. Shleifer, A. (2000), S. 1 sowie Fama, E. (1970).
3 Vgl. Shleifer, A: /(2000), S. 1f.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 EIN MODELL DER INVESTORENSTIMMUNG

2.1 GRUNDSÄTZLICHES

2.2 UNTERREAKTION UND ÜBERREAKTION – EMPIRISCH BELEGTE PHÄNOMENE AN WERTPAPIERMÄRKTEN

2.3 KONSERVATIVISMUS UND REPRÄSENTATIVITÄT – PSYCHOLOGISCHE ASPEKTE ZUM VERHALTEN VON INVESTOREN

2.4 EINFÜHRUNG EINES MODELL DER INVESTORENSTIMMUNG

2.4.1 Beschreibung des Modells

2.4.2 Simulationsmöglichkeiten mit dem Modell der Investorenstimmung

3 ZUSAMMENFASSSUNG

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit verfolgt das Ziel, ein Modell der Investorenstimmung innerhalb der Behavioral Finance in den Gesamtzusammenhang einzuordnen, methodisch zu beschreiben und praktische Anwendungsmöglichkeiten für Simulationen aufzuzeigen. Dabei wird die psychologische Abweichung vom rationalen Entscheidungsverhalten quantifiziert.

  • Grundlagen der Hypothese effizienter Märkte (EMH)
  • Empirische Phänomene wie Unter- und Überreaktion an Wertpapiermärkten
  • Psychologische Aspekte: Konservativismus und Repräsentativität
  • Formale Beschreibung eines Markov-Prozess-basierten Investorenmodells
  • Validierung durch Simulationsszenarien

Auszug aus dem Buch

Beschreibung des Modells

Das Modell der Investorenstimmung, das in diesem Abschnitt vorgestellt wird, verwendet die in den Abschnitten 2.2 und 2.3 beschriebenen Phänomenen als Basis und führt diese konsistent im Modell zusammen. Die folgende Auflistung enthält weitere Annahmen, die zu Grunde gelegt werden:

Es wird ein repräsentativer, risiko-neutraler Investor herangezogen, dessen Vorstellung über das Verhalten des Wertpapiermarktes als Durchschnitt der Menge der Vorstellung aller Investoren angesehen wird..

Der Investor benutzt einen konstanten Abzinsungsfaktor δ.

Es wird nur ein Wertpapier berücksichtigt, dessen Erträge zu 100% als Dividende ausgezahlt werden.

Der Gleichgewichtspreis eines Wertpapieres entspricht dem Kapitalwert zukünftiger Erträge, wie sie vom Investor vorausgesagt werden.

Die Preise der Wertpapiere bilden sich nur aus den Informationen, die auch den Erträgen zu Grund liegen.

Eine weitere Annahme, die getroffen wird, ist, dass die Gewinne einem Random Walk folgen. Wenn dies den Investoren klar ist, können sie die Erträge nicht vorhersagen. Gehen die Investoren jedoch von einem falschen Modell bzgl. der Preisentwicklung aus, so weicht der Wertpapierpreis vom Fundamentalwert ab. Ob in der Realität die Annahme über einen Random Walk ausschließlich gilt, ist für die Kernaussage des Modells nicht von Bedeutung. Der zentrale Punkt ist, dass die Investoren eine falsche Vorstellung über die Preisbildung haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die Problematik der Markteffizienz und Vorstellung des Behavioral Finance Ansatzes als Erklärungsmodell.

2 EIN MODELL DER INVESTORENSTIMMUNG: Detaillierte Herleitung der theoretischen und psychologischen Grundlagen sowie mathematische Formalisierung des Modells.

2.1 GRUNDSÄTZLICHES: Erläuterung der klassischen Finanzmarkttheorie (EMH) und deren grundlegender Rationalitätsannahmen.

2.2 UNTERREAKTION UND ÜBERREAKTION – EMPIRISCH BELEGTE PHÄNOMENE AN WERTPAPIERMÄRKTEN: Analyse empirischer Studien, die das Abweichen von effizienten Preisen durch verzögerte oder übertriebene Reaktionen belegen.

2.3 KONSERVATIVISMUS UND REPRÄSENTATIVITÄT – PSYCHOLOGISCHE ASPEKTE ZUM VERHALTEN VON INVESTOREN: Darstellung der psychologischen Heuristiken, die als Basis für das Modell dienen.

2.4 EINFÜHRUNG EINES MODELL DER INVESTORENSTIMMUNG: Zusammenführung der Phänomene in ein konsistentes Markov-Modell zur Beschreibung der Investorenerwartungen.

2.4.1 Beschreibung des Modells: Informelle und mathematische Definition der Marktmodellannahmen und des Bewertungsprozesses.

2.4.2 Simulationsmöglichkeiten mit dem Modell der Investorenstimmung: Darlegung der Vorgehensweise zur Überprüfung der Modellmechanik mittels datengestützter Simulationen.

3 ZUSAMMENFASSSUNG: Resümee über die Herleitung und Anwendung des vorgestellten Stimmungsmodells.

Schlüsselwörter

Behavioral Finance, Investorenstimmung, Markteffizienz, Unterreaktion, Überreaktion, Konservativismus, Repräsentativität, Random Walk, Markov-Prozess, Wertpapierpreisbildung, Ertragsentwicklung, Kapitalwert, Finanzmärkte, Gewinnüberraschungen, Entscheidungsverhalten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie psychologische Faktoren das Verhalten von Investoren beeinflussen und wie diese Verhaltensweisen systematisch zu Abweichungen von effizienten Wertpapierpreisen führen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Behavioral Finance Theorie, empirisch belegte Marktphänomene wie Unter- und Überreaktion sowie die psychologischen Grundlagen (Konservativismus und Repräsentativität).

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die formale Beschreibung und Einordnung eines Modells, das die Investorenstimmung mathematisch quantifiziert, um Preisentwicklungen an Finanzmärkten abzubilden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein theoretischer, modellbasierter Ansatz gewählt, der psychologische Erkenntnisse durch Markov-Prozesse formalisiert und durch Simulationsszenarien validiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der EMH, die Analyse der psychologischen und empirischen Basisdaten sowie die mathematische Konstruktion und Simulation des Stimmungsmodells.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Behavioral Finance, Investorenstimmung, Unterreaktion, Überreaktion, Konservativismus und Repräsentativität.

Warum reicht die klassische EMH laut der Arbeit nicht aus?

Die EMH setzt rationale Akteure voraus, während die Arbeit aufzeigt, dass Investoren aufgrund psychologischer Heuristiken systematische Fehlurteile fällen, die zu Preisabweichungen führen.

Welche Rolle spielt der Markov-Prozess im Modell?

Der Markov-Prozess wird genutzt, um die Übergangswahrscheinlichkeiten zwischen verschiedenen Grundzuständen des Marktes zu definieren, die das jeweilige Prognoseverhalten des Investors steuern.

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Details

Title
Ein Modell der Investorenstimmung
College
Technical University of Braunschweig  (Institut für Wirtschaftswissenschaften, Abteilung Finanzwirtschaft)
Course
Seminar Finanzwirtschaft - Behavioural Finance
Grade
2,3
Author
Ingo Peper (Author)
Publication Year
2003
Pages
23
Catalog Number
V24133
ISBN (eBook)
9783638270755
Language
German
Tags
Modell Investorenstimmung Seminar Finanzwirtschaft Behavioural Finance
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ingo Peper (Author), 2003, Ein Modell der Investorenstimmung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24133
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