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Förderdiagnostik mit schwerst-behinderten Kindern

Titel: Förderdiagnostik mit schwerst-behinderten Kindern

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2003 , 15 Seiten , Note: gut

Autor:in: Kamila Urbaniak (Autor:in)

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Behinderung gehen weit auseinander. Dies hat seine Ursache zum Teil
darin, dass in unterschiedlichen Bereichen verschiedene Schwerpunkte
gesetzt werden. So sind z.B. Ärzte, Psychiater, Therapeuten und
Sonderpädagogen an diesen Menschen interessiert, betrachten sie aber
jeweils von einem anderen Standpunkt aus und verfolgen verschiedene
Interessen.
Wir (angehende Sonderpädagogen) legen natürlich besonderes
Augenmerk auf den Umgang mit schwerstbehinderten Kindern in der
Schule und betrachten die Beschreibungen aus der Sonderpädagogik.
FRÖHLICH/HAUPT beschreiben den Personenkreis folgendermaßen:
“Als schwerstbehindert werden körperbehinderte Kinder bezeichnet,
die in allen Hauptbereichen der Entwicklung (psychomotorisch,
emotional, kommunikativ, sozial, kognitiv) extreme
Entwicklungsbeeinträc htigungen aufweisen. Es handelt sich vor allem
um Kinder, die nicht nur Ausfälle oder Störungen in einem
Hauptbereich ihrer Entwicklung haben, sondern in allen miteinander in
Beziehung stehenden Bereichen.“
Es handelt sich also nicht um eine Behinderung, die einer klassischen
Behinderung (z.B. körper-, geistig- oder sehbehindert, usw.) zugeordnet
werden kann, sondern um „eine komplexe Beeinträchtigung des ganzen
Menschen in allen seinen Erlebnis- und Ausdrucksmöglichkeiten“
(FRÖLICH/HAUPT). [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Über die Autoren

2. Personenkreis

3. Möglichkeiten und Ziele dieser Förderdiagnostik

4. Die fünf Niveaustufen

5. Grundlagen des Diagnoseverfahren

6. Das Diagnoseverfahren nach Fröhlich und Haupt

6.1. Beziehung zwischen Mutter (Hauptbezugsperson) und dem Kind

6.2. Die Reaktion des Kindes auf Stimme und Sprache

6.3. Die lautlichen Äußerungen des Kindes

6.4. Die Reaktion des Kindes auf sensorische Angebote

6.5. Die Hände (Handbewegungen)

6.6. Bewegung des ganzen Körpers

6.7. Räumliches Erleben

6.8. Trinken und Essen

6.9. Umgang mit dem Kind

7. Durchführung

7.1. Zeitaufwand

7.2. Äußere Bedingungen

7.3. Elternmitarbeit

8. Auswertung

8.1. Fördervorschläge

9. Kritik zu diesem Diagnoseverfahren

10. Beschreibung meines Beobachtungskindes und Fördervorschläge

11. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, eine praxisnahe Einführung in die Förderdiagnostik bei schwerstbehinderten Kindern zu geben. Dabei wird insbesondere die Bedeutung einer individuell angepassten, pädagogisch-therapeutischen Einschätzung zur Ableitung konkreter Förderangebote untersucht.

  • Grundlagen und theoretischer Rahmen der Förderdiagnostik nach Fröhlich und Haupt
  • Detaillierte Analyse der verschiedenen Entwicklungsbereiche und Niveaustufen
  • Methodik der Durchführung und Beobachtung in der pädagogischen Praxis
  • Praktische Fallbeschreibung inklusive Ableitung von Fördervorschlägen

Auszug aus dem Buch

Die fünf Niveaustufen

Fröhlich und Haupt nutzen für ihr Testverfahren das Modell des Entwicklungsniveaus, welches darauf beruht, dass sich an der Normalentwicklung im Bereich der frühen Kindheit orientiert wird. Grundlage dessen ist der Gedanke, dass sich die kindliche Entwicklung mehr in Phasen als in Stufen vollzieht, dies soll bedeuten, dass es innerhalb einer Niveaustufe eine gewisse Einheitlichkeit besteht, die sich aber auf die unterschiedlichsten Bereiche bezieht. Kommunikation, Wahrnehmung und Bewegung bilden dabei eine sich wechselseitig beeinflussende Einheit, und können eigentlich nicht ohne weiteres voneinander getrennt betrachtet werden. Daher sind die in den Einschätzungsbögen auftretenden Items, die verschiedene Entwicklungsbereiche betreffen, nur als unterschiedliche Aspekte ein und derselben Entwicklung zu sehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Über die Autoren: Vorstellung der fachlichen Qualifikationen und der praktischen Erfahrungshintergründe von Prof. Dr. Andreas Fröhlich und Prof. Dr. Ursula Haupt.

2. Personenkreis: Definition der Zielgruppe der schwerstbehinderten Kinder und Erläuterung der komplexen Beeinträchtigungsstruktur.

3. Möglichkeiten und Ziele dieser Förderdiagnostik: Darlegung der Intention, den Entwicklungsstand zur Optimierung pädagogischer Angebote abzubilden, statt nur isolierte Intelligenzwerte zu ermitteln.

4. Die fünf Niveaustufen: Beschreibung des entwicklungspsychologisch orientierten Stufenmodells, das sich an der frühen Kindheit orientiert.

5. Grundlagen des Diagnoseverfahren: Einführung in die vier zentralen Dimensionen (psychomotorisch, emotional, sozial-kommunikativ, kognitiv) und deren methodische Abdeckung.

6. Das Diagnoseverfahren nach Fröhlich und Haupt: Detaillierte Erläuterung der neun thematischen Bereiche des Diagnoseinstruments.

7. Durchführung: Beschreibung der praktischen Anwendung, inklusive Zeitmanagement, Rahmenbedingungen und Einbezug der Eltern.

8. Auswertung: Erläuterung der schriftlichen Zusammenfassung und der Ableitung zielgerichteter Fördervorschläge.

9. Kritik zu diesem Diagnoseverfahren: Reflexion über die Testleiterabhängigkeit und die methodischen Grenzen des Verfahrens.

10. Beschreibung meines Beobachtungskindes und Fördervorschläge: Anwendung des theoretischen Wissens auf einen konkreten Fallbericht.

11. Bibliographie: Auflistung der verwendeten Literatur und Quellen.

Schlüsselwörter

Förderdiagnostik, schwerstbehinderte Kinder, Basale Stimulation, Entwicklungsniveaus, Sonderpädagogik, Diagnoseverfahren, pädagogisch-therapeutische Einschätzung, Fröhlich und Haupt, Förderung, Entwicklungsbereiche, Kommunikation, Beobachtung, Psychomotorik, Körpererfahrung, Alltagspädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet einen praxisorientierten Leitfaden zur diagnostischen Einschätzung von schwerstbehinderten Kindern im Rahmen der sonderpädagogischen Förderung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die theoretische Einordnung des Begriffs Schwerstbehinderung, das Diagnosemodell nach Fröhlich und Haupt sowie die praktische Umsetzung der Förderung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist es, ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie durch systematische Beobachtung der Entwicklungsstand erfasst werden kann, um eine maßgeschneiderte pädagogische Förderung zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird das Diagnoseverfahren nach Fröhlich und Haupt als Beobachtungsinstrument für die pädagogisch-therapeutische Einschätzung herangezogen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Verfahrens, die Beschreibung der Diagnosebereiche sowie die praktische Anwendung durch eine Fallstudie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Förderdiagnostik, Schwerstbehinderung, Basale Stimulation, Entwicklungsstufen und ganzheitliche Beobachtung.

Welche Rolle spielen die Eltern bei der Diagnostik?

Die Elternmitarbeit ist essenziell, da Angehörige spezifische, oft subtile Kommunikationsweisen oder Signale des Kindes deuten können, die dem Testleiter verborgen bleiben könnten.

Warum ist die Wahl der Niveaustufen für die Förderung so wichtig?

Die Einordnung in Niveaustufen verhindert sowohl Über- als auch Unterforderung, da die Förderangebote gezielt an den aktuellen Fähigkeiten des Kindes anknüpfen können.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Förderdiagnostik mit schwerst-behinderten Kindern
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Insititut für Rehabilitationswissenschaften)
Veranstaltung
Rehabilitationswissenschaften
Note
gut
Autor
Kamila Urbaniak (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
15
Katalognummer
V24134
ISBN (eBook)
9783638270762
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Förderdiagnostik Kindern Rehabilitationswissenschaften
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kamila Urbaniak (Autor:in), 2003, Förderdiagnostik mit schwerst-behinderten Kindern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24134
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Leseprobe aus  15  Seiten
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