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Hauptströmungen der Psychologie: Behaviorismus, Kognitivismus und Psychoanalyse

Title: Hauptströmungen der Psychologie: Behaviorismus, Kognitivismus und Psychoanalyse

Seminar Paper , 2004 , 12 Pages , Grade: keine Note

Autor:in: Katrin Reichwein (Author)

Psychology - General
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1. Psychologische Theorien und politisches Verhalten: Kann man Phänomene im Bereich politisch relevanten Verhaltens mit behavioristischen, kognitivistischen und/oder psychoanalytischen Begriffen erklären?

Im Mittelpunkt der Politischen Psychologie bzw. der Wahlforschung steht die Frage „Wer wählte was und warum“. Einstellungen, Wahlverhalten und Motive des Wählers werden analysiert. Eine wichtige Rolle spielen ebenso die Voraussetzungen, Einflüsse und Bedingungen, unter denen die Wahl getroffen wurde, und welche Konsequenzen davon erwartet werden. Zwischen diesen Einflussfaktoren bestehen komplexe Wechselwirkungen, deren Bestimmung selbst der Wahlforschung schwerfällt.

Edward L. Thorndike, ein Vertreter des Behaviorismus, erforschte, dass Verhaltensweisen, die zu „guten“ Konsequenzen führen, wiederholt werden und solche, die zu „schlechten“ Konsequenzen führen, nicht wiederholt bzw. vergessen werden. Im Falle von Wählerverha lten heißt dies, wenn ein Wähler Partei X gewählt hat und diese auch nach dem Wahlkampf seine Interessen vertritt bzw. in seinen Augen „gut“ regiert, wird er die Partei mit höchster Wahrscheinlichkeit wieder wählen. Dies gilt natürlich auch vice versa für „schlechte“ Konsequenzen seiner Wahl.

B. F. Skinner, ein weiterer Behaviorist, war der Auffassung, dass das Ignorieren eines bestimmten Verhaltens zur Extinktion (Löschung) dessen führt: Fühlt sich der Wähler nun also von einer Partei betrogen und somit enttäuscht, da sie das Anliegen des Wählers nicht beachtet, führt dies dazu, dass er entweder gar nicht mehr oder aber eine andere Partei wählt. Im Kognitivismus geht es hingegen beim Treffen von Entscheidungen, wie hier der Entsche idung für Partei X oder Y, um das Prinzip des einsichtigen Handelns: Kognitivisten gehen davon aus, dass jeder Mensch in der Lage ist, planmäßig zu handeln und seine Handlungen auf die Zukunft auszurichten. Der Mensch setzt sich Ziele und entwirft unter großen Erfolgserwartungen und Nützlichkeitserwägungen Strategien, um dieses Ziel zu erreichen.

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Psychologische Theorien und politisches Verhalten: Kann man Phänomene im Bereich politisch relevanten Verhaltens mit behavoristischen, kognitivistischen und/oder psychoanalytischen Begriffen erklären?

2. Psychologische Theorien und eigene Erfahrung – am Beispiel der Wahl des eigenen Studienfaches

2.1 Wie erklären Behaviorismus, Kognitivisums und Psychoanalyse Präferenzen und Entscheidungen?

2.2 Treffen die Aussagen dieser Theorien auf die eigene Wahl zu?

3. Hauptströmungen der Psychologie am Beispiel des Behaviorismus

3.1 Vorläufer des Behaviorismus

3.2 Die Blütezeit des Behaviorismus und sein Hauptprotagonist John B. Watson

3.3. Neo-Behaviorismus

3.4 Bedeutung des Behaviorismus für die heutige Psychologie

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die Anwendung psychologischer Hauptströmungen – insbesondere des Behaviorismus, Kognitivismus und der Psychoanalyse – auf konkrete Phänomene des menschlichen Verhaltens, wie das politische Wahlverhalten und die individuelle Studienfachwahl. Ziel ist es, zu analysieren, inwiefern diese theoretischen Ansätze zur Erklärung von Entscheidungsfindungsprozessen beitragen können.

  • Anwendung behavioristischer, kognitivistischer und psychoanalytischer Theorien auf das politische Wahlverhalten.
  • Analyse der eigenen Studienfachwahl unter dem Blickwinkel dieser psychologischen Erklärungsansätze.
  • Detaillierte historische und konzeptionelle Betrachtung der Entwicklung des Behaviorismus.
  • Kritische Würdigung der Bedeutung behavioristischer Methoden für die moderne Psychologie.

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Blütezeit des Behaviorismus und sein Hauptprotagonist John B. Watson

Der Behaviorismus ist eine auf positivistischen Überzeugungen aufbauende, von John B. Watson geprägte, Bewegung, die eine neue Sicht der Psychologie zum Ziel hatte. Sie beruht insbesondere auf den oben erwähnten Forschungen der Tierpsychologie von Pawlow und Thorndike.

John B. Watsons Vorbilder dabei waren Naturwissenschaftler und Physiologen, die wie er erforschen, wie einzelne Teile eines Individuums im Alltagsleben funktionieren. Der Behaviorismus möchte jedoch nicht nur das Verhalten verstehen und voraussagen, er möchte es auch kontrollieren können. Um eine Voraussage einer Reaktion auf einen bestimmten Reiz treffen zu können, müsse der Behaviorist wissenschaftliche Daten anhand von Experimenten zusammentragen.

Watson und die gesamte behavioristische Lernpsychologie nahmen an, dass Menschen nur wenige angeborene Instinkte und Verhaltensweisen haben und sie ihr Überleben nur durch die Anpassung ihres (gewohnheitsmäßigen) Verhaltens bzw. durch Lernen sichern können. Somit wurde Verhalten unter zwei Gesichtspunkten betrachtet: Funktion der Anpassung und Verbesserung der Anpassung. Das Verhalten wurde als Reflex verstanden; es sei die Konsequenz von, dem Verhalten vorausgehenden, Reizen und den Reaktionen darauf.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Psychologische Theorien und politisches Verhalten: Kann man Phänomene im Bereich politisch relevanten Verhaltens mit behavoristischen, kognitivistischen und/oder psychoanalytischen Begriffen erklären?: Das Kapitel erläutert, wie unterschiedliche psychologische Strömungen Motive und Bedingungen des Wahlverhaltens sowie politische Einstellungsbildungen interpretieren können.

2. Psychologische Theorien und eigene Erfahrung – am Beispiel der Wahl des eigenen Studienfaches: Hier wird untersucht, wie kognitivistische, behavioristische und psychoanalytische Ansätze die individuelle Entscheidung für ein Studium erklären und inwieweit diese Theorien an persönlichen Beispielen plausibel sind.

3. Hauptströmungen der Psychologie am Beispiel des Behaviorismus: Dieses Kapitel liefert eine umfassende Darstellung der historischen Entwicklung des Behaviorismus, von seinen funktionalistischen Vorläufern über die Ära John B. Watsons bis hin zum Neo-Behaviorismus.

Schlüsselwörter

Psychologie, Behaviorismus, Kognitivismus, Psychoanalyse, Politisches Verhalten, Wahlverhalten, Studienfachwahl, John B. Watson, Klassische Konditionierung, Operante Konditionierung, Neo-Behaviorismus, Verstärkung, Anpassung, Reiz-Reaktions-Schema, Lernpsychologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung psychologischer Kernströmungen auf reale menschliche Entscheidungssituationen, insbesondere im politischen und akademischen Kontext.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Politische Psychologie, die Entscheidungspsychologie sowie die historische und theoretische Entwicklung des Behaviorismus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Prüfung, inwieweit behavioristische, kognitivistische und psychoanalytische Konzepte menschliches Verhalten wie Wahlentscheidungen oder die Fächerwahl erklären können.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die psychologische Modelle auf lebensweltliche Beispiele anwendet und durch historische Herleitungen fundiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Anwendung der Theorien auf politisches Handeln, eine persönliche Reflexion zur Studienwahl sowie eine tiefgehende historische Analyse des Behaviorismus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Text?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Konditionierung, Verstärkung, Kognitive Landkarten, Reiz-Reaktions-Schema und psychologische Anpassung geprägt.

Welche Bedeutung hat der „kleine Albert“ in dieser Arbeit?

Das Experiment mit dem kleinen Albert dient als zentrales Beispiel für John B. Watsons These, dass selbst komplexe emotionale Reaktionen wie Angst durch Konditionierung erlernt und somit kontrolliert werden können.

Wie unterscheidet sich der Neo-Behaviorismus vom ursprünglichen Ansatz nach Watson?

Während Watson nur streng objektiv beobachtbares Verhalten berücksichtigte, öffnete sich der Neo-Behaviorismus für innere Zustände wie Erwartungen, Triebe und Kognitionen, sofern diese wissenschaftlich belegbar sind.

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Details

Title
Hauptströmungen der Psychologie: Behaviorismus, Kognitivismus und Psychoanalyse
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Institut für Psychologie und Sportwissenschaft)
Course
Einführung in die Psychologie für Nebenfachstudierende
Grade
keine Note
Author
Katrin Reichwein (Author)
Publication Year
2004
Pages
12
Catalog Number
V24152
ISBN (eBook)
9783638270922
ISBN (Book)
9783656555254
Language
German
Tags
Hauptströmungen Psychologie Behaviorismus Kognitivismus Psychoanalyse Einführung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katrin Reichwein (Author), 2004, Hauptströmungen der Psychologie: Behaviorismus, Kognitivismus und Psychoanalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24152
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