Im ersten Teil meiner Arbeit möchte ich einen Überblick über die wichtigsten Gebiete der Demenz geben. Dabei werde ich zunächst den Begriff der Demenz definieren, die Symptome erklären, Möglichkeiten zur Sicherung der Diagnose aufzeigen, sowie anschließend Behandlungsmöglichkeiten diskutieren.
Ich habe mich dazu entschlossen, all diese Bereiche der Erkrankung zu betrachten und nicht einzelne Themen herauszupicken, wodurch ich einige Themen auch nur angeschnitten hab, damit einen Einblick in das gesamte Krankheitsbild der Demenz gewährleistet ist. Ich versuche zu beschreiben, wie Erkrankte optimal versorgt werden können, wie man die zum Teil verwirrten Verhaltensweisen verstehen und wie ein Zugang zur inneren Welt des dementen Menschen zu finden ist. Dazu zähle ich neben dem Grundwissen, welches ich mit Hilfe dieser Arbeit vermitteln möchte, auch Wissen über den Krankheitsverlauf und die pflegerischen Möglichkeiten, über das benötigte Verständnis und Einfühlungsvermögen sowie über die Achtung der Menschenwürde.
Im weiteren Verlauf gehe ich auch auf die Bedeutung einer solchen Erkrankung auf die gesamte Gesellschaft ein. Themen wie, wie die Verbreitung der Demenz oder die entstehenden Kosten werden hier ebenfalls miteinbezogen. Den letzten Teil dieser Arbeit habe ich der Pflege, dem Umgang und der Betreuung von Demenzkranken gewidmet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung in das Krankheitsbild der Demenz
1.1 Definition
1.2 Klassifikation der Demenz
1.2.1 Die primäre Demenz
1.2.2 Die sekundäre Demenz
1.2.3 Demenzähnliche Zustandsbilder
1.3 Die Demenz vom Alzheimer Typ (DAT)
1.3.1 Symptome der Alzheimer Demenz
1.4 Die Schweregrade der Demenz
1.4.1 Leichte Demenz
1.4.2 Mittelschwere Demenz
1.4.3 Schwere Demenz
2. Klinische Diagnosekriterien
2.1 Anamnese
2.1.1 Eigenanamnese
2.1.2 Fremdanamnese
3. Diagnostische Methoden
3.1 Internistischer und neurologischer Befund
3.2 Indikation der Zusatzdiagnostik
3.2.1 Kognitive Testung
3.2.2 Laborparameter
3.3.3 Elektrokardiogramm
3.3.4 Elektroenzephalogramm
3.3.5 Magnetresonanz-Tomographie/kardiale Computertomographie
4. Das Krankheitsbild der Demenz
4.1 Risikofaktoren
4.1.1 Soziodemographische Faktoren
4.1.2 Lebensstilfaktoren
4.1.3 Berufliche Exposition, Umweltfaktoren
4.1.4 Medizinische Vorgeschichte
4.1.4.1 AD und Schädelhirntrauma
4.1.4.2 AD und depressive Störungen
4.1.5 Medikation
4.2 Ursachen
4.3 Behandlungsmöglichkeiten
4.3.1 Medikation
4.3.2 Nicht medikamentöse Behandlung
4.3.2.1 Die Milieu-Therapie
4.3.2.2 Ergo- und Beschäftigungstherapie
4.3.2.3 Biographie-Arbeit
4.3.2.4 Validation
4.3.2.5 Logopädie
4.3.2.6 Physiotherapie
4.3.2.7 Musik- und Kunstherapie
5. Demenzen und Public Health
5.1 Pflegebedürftigkeit und Inanspruchnahme stationärer Pflege
5.2 Häufigkeit von Heimunterbringungen
6. Versorgung Demenzkranker
6.1 Integrationsmöglichkeiten
6.2 Häusliche Pflege
6.3 Bericht von pflegenden Angehörigen
6.4 Pflegebedürftigkeit und Inanspruchnahme stationärer Pflege
6.5 Krankheitserwartung
6.6 Krankheitskosten
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, einen umfassenden Überblick über das Krankheitsbild der Demenz, insbesondere der Alzheimer-Demenz, zu geben und dabei Aspekte der Diagnose, Ursachen, Behandlung sowie die gesellschaftliche Bedeutung und pflegerische Herausforderungen zu beleuchten.
- Definition, Klassifikation und Symptomatik der Demenz
- Diagnostische Verfahren und klinische Diagnosekriterien
- Ätiologie und Behandlungsmöglichkeiten (medikamentös und nicht-medikamentös)
- Epidemiologische Relevanz und Versorgungssituation von Demenzkranken
Auszug aus dem Buch
3.2 Ursachen
Die Ursachen sind bis heute noch teilweise ungeklärt. Diskutiert werden vor allem genetische Faktoren und Störungen im Haushalt chemischer Stoffe im Gehirn, die Nervensignale weiterleiten (vor allem im Azetylcholin-Stoffwechsel).
Die Nervenzellen des Gehirns tauschen ständig Informationen untereinander aus. In der Regel geschieht dies über elektrische Impulse, die die Nervenfaser wie in einem Stromkabel entlang wandern lassen. Die Information wird von einer Nervenzelle auf eine andere weitergegeben, indem dieser elektrische Impuls in einen chemischen umgewandelt wird. Das geschieht durch Botenstoffe an den kleinen Ausbuchtungen am Ende einer Nervenfaser, den sogenannten Synapsen. Im Gehirn gibt es eine ganze Reihe von solchen Botenstoffen (Neurotransmitter), die für unterschiedliche Aufgaben verantwortlich sind. Bei der Alzheimer-Erkrankung sind vor allem jene Nervenzellen betroffen, die für die Produktion des Botenstoffs „Acetylcholin“ zuständig sind, einer der wichtigsten Überträgersubstanzen im Zentralnervensystem. Acetylcholin ist maßgeblich für das Erinnern, das Denken, das Lernen und für die räumliche Orientierung verantwortlich.
Aus noch nicht bekannten Gründen lagert sich außerhalb der Acetylcholin produzierenden Nervenzellen ein fadenförmiges Eiweiß ab, das Amyloid oder Plaque genannt wird.
Auch innerhalb der Zellen kommt es zu Veränderungen, die den regulären Stofftransport behindern. Folge dieser Veränderungen ist, dass immer mehr der acetylcholinproduzierenden Nervenzellen absterben. Im Gehirn entsteht dadurch ein Mangel an dem Botenstoff Acetylcholin, wodurch das geistige Leistungsvermögen beeinträchtigt wird. Je größer das Ausmaß dieses Mangels wird, umso stärker macht sich die Demenz bemerkbar.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung in das Krankheitsbild der Demenz: Dieses Kapitel definiert den Demenzbegriff und erläutert die verschiedenen Klassifikationen, die Alzheimer-Demenz sowie die unterschiedlichen Schweregrade der Erkrankung.
2. Klinische Diagnosekriterien: Hier werden die medizinischen Standards zur Diagnosesicherung, inklusive Eigen- und Fremdanamnese, beschrieben.
3. Diagnostische Methoden: Dieses Kapitel behandelt internistische, neurologische Befunde und die verschiedenen Formen der Zusatzdiagnostik wie kognitive Tests und Laborparameter.
4. Das Krankheitsbild der Demenz: Das Kapitel widmet sich detailliert den Risikofaktoren, den vermuteten Ursachen sowie den medikamentösen und nicht-medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten.
5. Demenzen und Public Health: Hier wird die epidemiologische Bedeutung der Demenz sowie die zukünftige gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderung der steigenden Lebenserwartung thematisiert.
6. Versorgung Demenzkranker: Der letzte Teil fokussiert auf praktische Integrationsmöglichkeiten, die häusliche Pflege, die Belastung pflegender Angehöriger sowie die Krankheitskosten.
Schlüsselwörter
Demenz, Alzheimer, kognitive Kompetenzen, Diagnosekriterien, Acetylcholin, Neurotransmitter, Pflegedienst, Angehörigenbetreuung, Milieutherapie, Epidemiologie, Lebensqualität, Krankheitsverlauf, Geriatrie, Antidementiva, soziale Integration.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt das Krankheitsbild der Demenz, wobei der Fokus auf dem Verständnis der Erkrankung, deren Diagnose, den Ursachen und den Versorgungsmöglichkeiten für Betroffene liegt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die klinische Symptomatik, diagnostische Methoden, ätiologische Hintergründe, therapeutische Ansätze sowie die sozioökonomische Relevanz und pflegerische Aspekte der Demenzversorgung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, ein tiefgreifendes Grundwissen über Demenz zu vermitteln, den Krankheitsverlauf zu verdeutlichen und pflegerische Ansätze aufzuzeigen, um den Leidensweg der Betroffenen zu mildern.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle medizinische Definitionen, Diagnosekriterien und Studien zu Risikofaktoren und Behandlungsmethoden ausgewertet werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Einführung ins Krankheitsbild, die diagnostische Abklärung, die Erörterung von Risikofaktoren und Ursachen sowie die detaillierte Darstellung medikamentöser und nicht-medikamentöser Therapien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlüsselbegriffe sind Demenz, Alzheimer-Erkrankung, Symptomatik, Diagnose, Antidementiva, Milieutherapie, Pflege und soziale Integration.
Welche Rolle spielt Acetylcholin bei der Entstehung von Alzheimer?
Ein Mangel an Acetylcholin, einem wichtigen Botenstoff im Gehirn, beeinträchtigt das geistige Leistungsvermögen maßgeblich. Bei Alzheimer sterben die Zellen ab, die diesen Stoff produzieren, was die typischen Symptome verursacht.
Warum wird die häusliche Pflege als vorteilhaft angesehen?
Die häusliche Umgebung bietet dem Demenzkranken Vertrautheit durch bekannte Personen und Situationen, was den Krankheitsverlauf verlangsamen und die Lebensqualität positiv beeinflussen kann.
- Citar trabajo
- Inga Oesterle (Autor), 2004, Demenz. Symptome, Diagnose, Behandlungsmöglichkeiten, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24230