Die Küche in ihrer heutigen Form hat eine
lange Entwicklung hinter sich.
Dieser Weg über die letzten 50 bis 70 Jahre
wird in der vorgelegten Arbeit unter den Aspekten
der Konstruktion, der Nutzung, der
Langlebigkeit und der Verwertung aufgezeigt.
Dabei erfolgt eine besondere Betrachtung der
relevanten Veränderungen, die ökonomische
und ökologische Auswirkungen auf den Produktlebenszyklus
haben.
Die jeweiligen Vor- und Nachteile dieser Veränderungen
werden anhand von einigen Beispielen
dargestellt.
Diese Arbeit soll Ratgeber sein, für die Planung
und Herstellung von Küchen und einen
Ausblick auf zukünftige Entwicklungswege
geben. Vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit
der Entwicklung der Küche unter Konstruktions-,
Nutzungs- und Verwertungsaspekten
und ist im Rahmen des Projekts „Integrierte
Produktpolitik (IPP) am Beispiel Küche“ entstanden.
Im Februar 2001 veröffentlichte die Europäische
Kommission ein Grünbuch zur integrierten
Produktpolitik, in dem eine Strategie zur
Neuorientierung und Stärkung produktorientierter
Umweltpolitik vorgeschlagen wird.
Das bayerische Umweltministerium hat seinerseits
IPP zu einem Schwerpunkt des Umweltpakts
„Nachhaltiges Wirtschaften im 21.
Jahrhundert“ erklärt.
Als umwelt- und wirtschaftspolitisches Konzept
verfolgt IPP das Ziel, durch innovative,
marktfähige Lösungen die negativen Umwelteinwirkungen
von Produkten auf ihrem
gesamten Lebensweg zu verringern.
Unter der Leitung der Gesellschaft für Arbeitssicherheits-,
Qualitäts- und Umweltmanagement
(Arqum GmbH, München) beschäftigen
sich Vertreter der Küchen- und Zuliefererindustrie,
des Umweltministeriums, der
Fachhochschule Rosenheim und weiterer Interessensvertreter
an der Realisierung eines
branchenbezogenen Produktpanels am Beispiel
Küche. Als Diplomand der Fachhochschule Rosenheim
hatte ich die Gelegenheit, mich an zahlreichen
Arbeitstreffen dieser Gruppe zu
beteiligen.
Durch das vielschichtige Teilnehmerfeld und
den offenen Umgang mit der Thematik, wurden
vielseitige Aspekte diskutiert, die mir
aufschlussreiche Informationen und interessante
Anknüpfungspunkte für meine Arbeit
boten.
Es freut mich sehr mit meiner Diplomarbeit
einen Beitrag zu diesem Projekt leisten zu
können und hoffe, dass daraus nützliche Erkenntnisse
gezogen werden.
[...]
Inhaltsverzeichnis
Kurzfassung.................................................. 2
Inhaltsverzeichnis ....................................... 3
Abbildungsverzeichnis................................ 4
Abkürzungsverzeichnis .............................. 5
Vorwort......................................................... 6
Einführung ................................................... 7
1 Konstruktion .................................. 11
1.1 Material..............................................11
1.1.1 Massivholz.........................................11
1.1.2 Holzwerkstoffe ..................................12
1.1.3 Beschichtungsstoffe .........................14
1.1.4 Metall .................................................14
1.1.5 Glas ....................................................15
1.1.6 Stein ...................................................15
1.1.7 Mineralischer Verbundwerkstoff ....16
1.1.8 Leichtbauplatten ..............................16
1.1.9 Holz-PP-Compound...........................16
1.2 Dimensionierung...............................17
1.2.1 Korpuskonstruktion ..........................17
1.2.2 Korpusabmessungen........................18
1.2.3 Fronten...............................................19
1.2.4 Arbeitsplatten...................................20
1.3 Beschläge ..........................................20
1.3.1 Türbeschläge.....................................20
1.3.2 Schubkastenführungen ....................23
1.3.3 Sonderbeschläge...............................24
1.4 Verbindungen ...................................25
1.4.1 Unlösbare Verbindungen.................25
1.4.2 Lösbare Verbindungen ....................27
1.5 Transportierbarkeit...........................29
1.6 Montierbarkeit ..................................30
1.7 Anforderungen an die Produktentwicklung .........................31
2 Nutzung .......................................... 33
2.1 Arbeitsaufwand................................ 34
2.2 Ergonomie......................................... 42
2.2.1 Arbeitshöhe ...................................... 43
2.2.2 Gestaltung und Anordnung der Gegenstände .................................... 45
2.2.3 Belastung und Unfallintensität....... 47
2.3 Energie- und Wasserverbrauch...... 49
2.3.1 Energielabel...................................... 51
2.3.2 Kochen und Backen.......................... 52
2.3.3 Kühlen und Gefrieren....................... 56
2.3.4 Geschirrspülen ................................. 58
2.4 Hygiene ............................................. 61
3 Langlebigkeit.................................. 63
3.1 Stabilität............................................ 63
3.2 Design und Funktion ....................... 65
3.3 Wertewandel .................................... 67
3.4 Wohnungswechsel........................... 70
4 Verwertung .................................... 73
4.1 Verwertungs- und Entsorgungswege für Altmöbel ..... 73
4.1.1 Wiederverwendung ......................... 75
4.1.2 Stoffliche Verwertung...................... 76
4.1.3 Energetische Verwertung ............... 78
4.1.4 Biologische Verwertung .................. 79
4.2 Prognose für die Zukunft ................. 80
Abschlussbetrachtung ............................... 82
Quellenverzeichnis..................................... 84
Erklärung .................................................... 85
Stichwortverzeichnis ................................. 86
Zielsetzung & Themen
Die Diplomarbeit untersucht die historische Entwicklung der Küche über die letzten 50 bis 70 Jahre unter besonderer Berücksichtigung der Konstruktions-, Nutzungs- und Verwertungsaspekte. Ziel ist es, ökonomische und ökologische Auswirkungen im Produktlebenszyklus zu analysieren und als Ratgeber für die Planung sowie für zukünftige Entwicklungswege zu dienen.
- Entwicklung der Küchenkonstruktion und verwendeter Materialien
- Ergonomische Optimierung der Arbeitsabläufe
- Energie- und Wasserverbrauchsaspekte von Einbaugeräten
- Langlebigkeit und Wertewandel bei Küchenmöbeln
- Nachhaltige Verwertungs- und Entsorgungsstrategien für Altmöbel
Auszug aus dem Buch
1.2.2 Korpusabmessungen
Mit Festlegung der Dimensionen für die Küchenmöbelindustrie durch den AMK Normenausschuss um 1960 ist es den Herstellern möglich, einheitliche Küchenschränke zu produzieren.
Dadurch erleichtert sich die Planung von Küchen enorm, besonders in der Integration von Einbaugeräten. Die Breiten sind zuerst lange Zeit auf die Maße 45, 60 und 90 cm beschränkt. Um den Küchenplanern entgegenzukommen werden Abstufungen im 5 cm Raster eingeführt.
Ab Mitte der 80er Jahre werden Korpusse in Überbreiten von 120, 160 und sogar 180 cm angeboten. Der Sinn dieser Breiten ist aber umstritten und setzt sich als Standartmaße nicht durch.
Heute fangen die Breiten bei 25 cm an. Ab einer Breite von 35 cm ist der Einbau von Auszügen und Schüben möglich. Spülenunterschränke gibt es ab einer Breite von 45 cm, bei Herdunterschränken sind 60 und 90 cm Standard, bei jenen für Geschirrspüler 45 und 60 cm. Kühlgerätenischen haben ebenfalls das Maß von 60 cm.
In der Höhe sind 72 cm das gängige Maß, welches gegenüber dem früher verbreiteten 67,5 cm hohen Korpus ein Plus an Stauraum bietet.
Zusammenfassung der Kapitel
Konstruktion: Dieses Kapitel behandelt die technischen Grundlagen der Küchenmöbelherstellung, einschließlich der Materialeigenschaften, Dimensionierung, Beschlagtechnik und Verbindungsmethoden.
Nutzung: Hier werden ergonomische Anforderungen, Arbeitsabläufe und der Energie- sowie Wasserverbrauch moderner Kücheneinrichtungen analysiert.
Langlebigkeit: Dieses Kapitel erörtert die Stabilitätskriterien von Möbeln, den gesellschaftlichen Wertewandel und Herausforderungen bei einem Wohnungswechsel.
Verwertung: Hier werden Strategien und gesetzliche Rahmenbedingungen für die ökologische Entsorgung und Wiederverwertung von ausgedienten Küchenmöbeln erläutert.
Schlüsselwörter
Küchenmöbel, Konstruktion, Ergonomie, Arbeitsabläufe, Energieverbrauch, Langlebigkeit, Lebenszyklus, Verwertung, Altholz, Einbauküche, Materialeinsatz, Nachhaltigkeit, Produktentwicklung, Küchennutzung, Wertewandel
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung der Küche unter den Aspekten der Konstruktion, der Nutzung, der Langlebigkeit und der Verwertung im Kontext der Integrierten Produktpolitik.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die materialtechnische Entwicklung von Küchenmöbeln, ergonomische Planung, Energie- und Ressourceneffizienz bei Haushaltsgeräten sowie Strategien für das Recycling von Altmöbeln.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Lebenszyklus-Optimierung von Küchen zu schaffen und als Ratgeber für Planer und Hersteller zu fungieren, um zukünftige Entwicklungen nachhaltiger zu gestalten.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Der Autor stützt sich auf eine Analyse historischer Entwicklungen, ergonomische Studien (wie die Fadenstudie) und technische Bewertungskriterien (z.B. DIN-Normen und Möbelprüfungen), um Optimierungspotenziale abzuleiten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in Konstruktion (Material, Dimensionierung, Beschläge), Nutzung (Arbeitsabläufe, Ergonomie, Energie), Langlebigkeit (Stabilität, Design) und Verwertung (Recycling von Altmöbeln).
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Küchenmöbel, Ergonomie, Arbeitsabläufe, Langlebigkeit, Lebenszyklus, Verwertung, Nachhaltigkeit und Materialeinsatz.
Warum ist das "Arbeitsdreieck" für die Küchenplanung so wichtig?
Das Arbeitsdreieck organisiert die zentralen Funktionsbereiche (Vorratshaltung, Vorbereitung, Kochen) so, dass Wege minimiert und ergonomische Belastungen für den Nutzer reduziert werden.
Welche Rolle spielt das Energielabel im Hinblick auf den Ressourcenverbrauch?
Das Energielabel dient als gesetzlich vorgeschriebene Verbraucherinformation, die den Anwender dabei unterstützt, energieeffiziente Geräte zu wählen, was langfristig den Strom- und Wasserverbrauch im Haushalt signifikant senkt.
- Citar trabajo
- Dominik Schwab (Autor), 2004, Entwicklung der Küche unter Konstruktions-, Nutzungs- und Verwertungsaspekten, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24281