1. Einleitung
Im Rahmen der vorliegenden Hausarbeit wird auf grundlegende Fragen und Aspekte der Qualitätssicherung und der Transfersteuerung (Umsetzung) von Personalmaßnahmen in der Personalentwicklung eingegangen. Eine Definition von Personalentwicklung und die Bedeutung von Qualität und Transfer in diesem Zusammenhang sollen einen ersten Einstieg in das Thema geben. Durch 5 in die Hausarbeit eingearbeitete Thesen werden verschiedene Ansichtsweisen in Bezug auf die PE (1), die Qualitätssicherung (1) und die Transfersteuerung (3) erläutert und dargestellt.
Eine erste Annäherung an das Thema besteht darin, Aufklärung über PE zu geben. Außerdem werden 2 unterschiedliche Definitionen dazu aufgeführt, wobei die Sichtweisen der Definitionsgeber analysiert und gegenüber gestellt werden und eine kritische These wiederlegt wird. Über PE herrschen in der Literatur verschiedene Auffassungen. So gehen einige davon aus, dass sich PE auf die reine Qualifikations- und Wissensvermittlung beschränkt, während andere Auffassungen PE mit Organisationsentwicklung auf eine Stufe stellen. In dieser Hausarbeit wird die Organisationsentwicklung mit einbezogen. Die Sicherung der Qualität von Personalentwicklungsmaßnahmen in diesem Zusammenhang und der dafür notwendige Transfer (Umsetzung) sollen Kern dieser Hausarbeit sein und werden im weiteren ausführlich erläutert.
2. Hinführung zum Thema
Personalentwicklung beschäftigt sich mit der Qualifikation des Personals, zur Wahrnehmung künftiger oder gegenwärtiger Aufgaben des Unternehmens. Eine zunehmende Komplexität und Dynamik der verschiedenen Betriebsabläufe hat ein Umdenken in der Personalpolitik, hinsichtlich der Fähigkeiten und Fertigkeiten des Personals erforderlich gemacht. So ist das Hauptanliegen der Personalentwicklung – als eine Funktion des Personalwesens - die Fähigkeit mit Veränderungen zurechtzukommen.1 So soll die Personalentwicklung zur Aufgabe haben, dass jeder Mitarbeiter die ihm gestellten Aufgaben optimal bewältigen kann und darüber hinaus in der Lage ist, diese Aufgabendurchführung selbständig und in Kommunikation mit anderen Aufgabenträgern (Kollegen) zu verbessern oder auch eigene Strategien der Aufgabenbewältigung zu erarbeiten und umzusetzen.2
2.1. Definition der Personalentwicklung
[...]
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Hinführung zum Thema
2.1. Definition der Personalentwicklung
2.1.1 Antithese zur Personalentwicklung
2.1.2 These zur Personalentwicklung
2.1.3 Zusammenfassung der Thesen und Schlussfolgerung
2.2 Beschreibung der Qualitätssicherung von PE-Maßnahme
2.3 Umschreibung der Transfersteuerung von PE-Maßnahmen
3. Qualitätssicherung in der Personalentwicklung
3.1 Prämissen für ein Weiterbildungs-Qualitätssicherungskonzept
3.2 Möglichkeiten der Übertragbarkeit der Qualitätssicherungsmethoden
3.3 Auswahl der Bewerber für PE-Maßnahmen
3.3.1 Personalbeurteilung
3.3.2 Mitarbeitergespräch
3.3.3 Assessment-Center
3.4 Mentoring und Coaching
4. Transfersteuerung in der Personalentwicklung
4.1 Definition von Transfer im Kontext mit der PE
4.2 Unterteilung in Lern- und Funktionsfeld
4.3 Unmöglichkeit des Transfers von PE-Maßnahmen
4.3.1 Unmögliche Transferierbarkeit von Trainingsmaßnahmen
4.3.2 Transfer von Wissen aus Trainingsmaßnahmen ist möglich
4.3.3 Fazit und Schlussfolgerung
4.4 Ist die Messung eines Transfers möglich?
4.4.1 These zur Unmöglichkeit der Messung des Transfers
4.4.2 These zur Messbarkeit von Transfer
4.4.3 Fazit und Schlussfolgerung
4.5 Stehen die Kosten von PEM im Verhältnis zu ihrem Nutzen?
4.5.1 Kosten von PEM stehen in keinem Verhältnis zu ihrem Nutzen
4.5.2 Angemessene Kosten von PEM stehen in einem tragbaren Verhältnis zu ihrem Nutzen
4.5.3 Fazit und Schlußfolgerung
5. Zusammenfassung und Ausblick:
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit analysiert die Herausforderungen der Qualitätssicherung und Transfersteuerung bei Personalentwicklungsmaßnahmen. Ziel ist es, durch die Untersuchung verschiedener Thesen zu belegen, dass eine professionelle Planung, Messung und Kosten-Nutzen-Bewertung von Entwicklungsmaßnahmen wesentlich zum Unternehmenserfolg beiträgt.
- Definition und Einordnung der Personalentwicklung inklusive Organisationsentwicklung.
- Qualitätssicherungsinstrumente wie Assessment-Center, Mentoring und Coaching.
- Problemstellung und Möglichkeiten der Transfermessung in Lern- und Funktionsfeldern.
- Kosten-Nutzen-Analyse und Bewertung von Bildungsinvestitionen.
- Ableitung eines ganzheitlichen Personalentwicklungszyklus.
Auszug aus dem Buch
3.3.3 Assessment-Center
Das A.C. ist eine multiple Verfahrenstechnik, bei der mehrere eignungsdiagnostische Instrumente oder leistungsrelevante Aufgaben zusammengestellt werden, mit denen eine Gruppe von 6-12 Personen aus dem Unternehmen konfrontiert wird. Interne Personalauswahl, Förderung, Potentialbeurteilungen, Laufbahnplanung, Trainingsbedarfsanalysen, Teamentwicklung sollen die wesentlichsten Ziele eines A.C. sein. Es werden individuell auszuführende Arbeitsproben (Postcorbübungen), Selbstvorstellungen, Präsentationen, Kreativitätsspiele und führerlose Gruppendiskussionen veranstaltet.31 Bei jeder Aufgabe werden die Teilnehmer von anwesenden Beobachtern benotet und eingeschätzt. Am Ende des A.C. müssen alle Beobachter zu einem gemeinsamen Urteil kommen, welches jedem Teilnehmer in einem abschließenden Gespräch dargelegt wird. Hier werden sämtliche Stärken und Schwächen angesprochen, wobei der Teilnehmer ein Bild über die Einschätzung seines Auftretens durch das Unternehmen und über seine Zukunftsaussichten erhält. Während des Gesprächs soll es zu einem Kompromiss über weitere BM und die zukünftige Weiterentwicklung kommen.32
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Themen Qualitätssicherung und Transfersteuerung sowie Vorstellung der in der Arbeit behandelten Thesen.
2. Hinführung zum Thema: Definition der Personalentwicklung, deren Bedeutung im Kontext der Organisationsentwicklung und Umschreibung der Transfersteuerung.
3. Qualitätssicherung in der Personalentwicklung: Analyse von Instrumenten wie Personalbeurteilung, Mitarbeitergesprächen, Assessment-Centern sowie Mentoring und Coaching zur Sicherung von Qualität.
4. Transfersteuerung in der Personalentwicklung: Diskussion über die Möglichkeiten und Herausforderungen des Wissenstransfers, der Erfolgsmessung sowie der Kosten-Nutzen-Rechtfertigung von Bildungsmaßnahmen.
5. Zusammenfassung und Ausblick: Fazit zur Notwendigkeit einer systemischen Betrachtung von Qualifizierung und der Rolle der Personalentwicklung für den Unternehmenserfolg.
Schlüsselwörter
Personalentwicklung, Qualitätssicherung, Transfersteuerung, Bildungscontrolling, Weiterbildungsmaßnahme, Assessment-Center, Personalbeurteilung, Mitarbeitergespräch, Mentoring, Coaching, Lernfeld, Funktionsfeld, Humankapital, Kosten-Nutzen-Analyse, Kompetenzentwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den zentralen Herausforderungen der Qualitätssicherung und der Transfersteuerung (Umsetzung) von Personalentwicklungsmaßnahmen im betrieblichen Umfeld.
Welche sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition der Personalentwicklung, der Qualitätssicherung durch Instrumente wie Mentoring oder Assessment-Center sowie der Analyse der Transferierbarkeit und Messbarkeit von Trainingserfolgen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch systematisches Controlling und eine ganzheitliche Betrachtung der Personalentwicklung ein messbarer Beitrag zum Unternehmenserfolg und zur Wettbewerbsfähigkeit geleistet werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Der Autor arbeitet mit einer theoretischen Aufarbeitung sowie der kritischen Analyse und Widerlegung verschiedener Thesen zu Personalentwicklung, Qualitätssicherung und Transfermanagement.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden sowohl Qualitätssicherungsinstrumente im Detail erläutert als auch die drei zentralen Thesen zur (Un-)Möglichkeit des Transfers, der Messbarkeit und der Kosten-Nutzen-Relation analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Personalentwicklung, Qualitätssicherung, Transfersteuerung, Bildungscontrolling, Assessment-Center sowie Kosten-Nutzen-Analyse.
Warum wird das "dynamische Assessment-Center" dem klassischen Modell vorgezogen?
Das dynamische Assessment-Center ermöglicht durch die Verknüpfung von Aufgaben und eine kontinuierliche Prozessgestaltung eine höhere Realitätsnähe und bietet Teilnehmern die Chance, an ihrem Verhalten zu arbeiten, anstatt nur eine einmalige Leistungsbewertung zu erhalten.
Wie lässt sich der Erfolg von Personalentwicklungsmaßnahmen messen?
Die Messung erfolgt durch Lernkontrollen (im Lernfeld) und durch die Beobachtung von Verhaltensänderungen am Arbeitsplatz (im Funktionsfeld), wobei in der Industrie auch betriebswirtschaftliche Kennziffern herangezogen werden können.
- Quote paper
- Marco Eichenberg (Author), 2004, Qualitätssicherung in der Personalentwicklung und ihr Transfer, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24291