Ziel dieser Planung war das Erarbeiten einer sowohl ökonomischen als auch
ökologisch vertretbaren Lösung zur Regen- und Schmutzwasserentsorgung für
den Schönebecker Stadtteil Frohse. Die Entscheidung für die getrennte Ableitung
des Schmutz- und Regenwassers erfolgte auf Grund der in unmittelbarer
Nähe gelegenen Vorfluter Elbe und Sohlgraben, aber auch infolge der günstigen
Platzverhältnisse im Straßenkörper.
1.1 Schmutzwasserableitung
Die Ableitung des Schmutzwassers erfolgt über Steinzeugkanäle. Dabei wird
bis auf wenige Haltungen ein Kanal der Dimension DN 200 eingesetzt. Dieser
entspricht dem Minimaldurchmesser nach ATV-A118 von 200mm. Günstiger für
Rohrreinigungen und Kanalinspektionen wäre ein Durchmesser DN 250. Jedoch
würde sich dann infolge des geringen Abflusses eine geringere Fließgeschwindigkeit
bei Teilfüllung ergeben. Somit erhöhen sich die Gefahr von Ablagerungen
und die Anzahl der Spülvorgänge pro Jahr und Haltung. Die
Schmutzwasserableitung erfolgt prinzipiell von Norden nach Süden. Beginn des
Planungsloses ist die im Norden senkrecht zur Alten Frohse verlaufende Querstraße.
Hier wird der Schmutzwasserschacht S1 mit einer Sohle von
47,47 mNN festgelegt. Dem Schacht S1 fließen aus dem weiter nördlich liegenden
Gebiet mit 500 Einwohnern und einer Fläche von 2,00 ha 5,20l/s zu. Insbesondere
in den Anfangshaltungen, wo geringere Tiefen als in der ATV-A118
empfohlen auftreten, müssen je nach statischen Erfordernissen eventuell Hochlastrohre
verwendet werden. Auf den Anschluss von tiefer gelegenen Kellerabläufen
an die Kanalisation wird wegen der geringen Anzahl der vorhandenen
Keller verzichtet. Das Gefälle der einzelnen Haltungen ist so gewählt, das der
Einsatz von Schächten mit innerem bzw. äußerem Absturz nicht nötig ist. Die
Leitungen liegen in einer Tiefenlage von 1,50 m bis 4,50 m unter GOK. Der
Hauptsammler in der Alten Frohse übergibt das Schmutzwasser an das Anschlusspumpwerk.
Die Einleitung liegt mit 34,20 l/s unter dem Maximalwert von
64,00 l/s.
Inhaltsverzeichnis
1. ERLÄUTERUNGSBERICHT
1.1 SCHMUTZWASSERABLEITUNG
1.2 REGENWASSERABLEITUNG
1.3 BAUWERKE
1.3.1 VERSICKERUNGSBECKEN
1.3.2 REGENRÜCKHALTEBECKEN
2. BERECHNUNGSANNAHMEN
2.1 ALLGEMEINES
2.2 SCHMUTZWASSERABLEITUNG
2.3 REGENWASSERABLEITUNG
3. HYDRAULISCHE BEMESSUNG
3.1 SCHMUTZWASSERABLEITUNG
3.1.1 EINZUGSFLÄCHEN
3.1.2 BEMESSUNG
3.2 REGENWASSERABLEITUNG
3.2.1 VERSICKERUNGSBECKEN
3.2.1.1 Einzugsfläche und Gerinneführung
3.2.1.2 Bemessung und Nachweise
3.2.1.3 Grafische Darstellung
3.2.2 REGEWASSERABLEITUNG SOHLGRABEN
3.2.2.1 Einzugsfläche
3.2.2.2 Bemessung
3.2.3 REGENWASSERABLEITUNG ELBE
3.2.3.1 Einzugsflächen
3.2.3.2 Bemessung
3.2.4 REGENRÜCKHALTEBECKEN
3.2.4.1 Lageplan
3.2.4.2 Bemessung
3.2.4.3 Grafische Darstellung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Ziel dieser Arbeit ist die Erarbeitung einer ökonomisch und ökologisch vertretbaren Lösung für die Regen- und Schmutzwasserentsorgung im Schönebecker Stadtteil Frohse durch ein Trennsystem.
- Hydraulische Bemessung der Schmutzwasserableitung mittels Kanalnetzberechnung
- Konzeption und Bemessung eines Versickerungsbeckens für Regenwasser
- Planung und Dimensionierung eines Regenrückhaltebeckens
- Bestimmung von Einzugsflächen und Abflussbeiwerten für das Gesamtsystem
Auszug aus dem Buch
1.1 Schmutzwasserableitung
Die Ableitung des Schmutzwassers erfolgt über Steinzeugkanäle. Dabei wird bis auf wenige Haltungen ein Kanal der Dimension DN 200 eingesetzt. Dieser entspricht dem Minimaldurchmesser nach ATV-A118 von 200mm. Günstiger für Rohrreinigungen und Kanalinspektionen wäre ein Durchmesser DN 250. Jedoch würde sich dann infolge des geringen Abflusses eine geringere Fließgeschwindigkeit bei Teilfüllung ergeben. Somit erhöhen sich die Gefahr von Ablagerungen und die Anzahl der Spülvorgänge pro Jahr und Haltung. Die Schmutzwasserableitung erfolgt prinzipiell von Norden nach Süden.
Beginn des Planungsloses ist die im Norden senkrecht zur Alten Frohse verlaufende Querstraße. Hier wird der Schmutzwasserschacht S1 mit einer Sohle von 47,47 mNN festgelegt. Dem Schacht S1 fließen aus dem weiter nördlich liegenden Gebiet mit 500 Einwohnern und einer Fläche von 2,00 ha 5,20l/s zu. Insbesondere in den Anfangshaltungen, wo geringere Tiefen als in der ATV-A118 empfohlen auftreten, müssen je nach statischen Erfordernissen eventuell Hochlastrohre verwendet werden. Auf den Anschluss von tiefer gelegenen Kellerabläufen an die Kanalisation wird wegen der geringen Anzahl der vorhandenen Keller verzichtet.
Das Gefälle der einzelnen Haltungen ist so gewählt, das der Einsatz von Schächten mit innerem bzw. äußerem Absturz nicht nötig ist. Die Leitungen liegen in einer Tiefenlage von 1,50 m bis 4,50 m unter GOK. Der Hauptsammler in der Alten Frohse übergibt das Schmutzwasser an das Anschlusspumpwerk. Die Einleitung liegt mit 34,20 l/s unter dem Maximalwert von 64,00 l/s.
Zusammenfassung der Kapitel
1. ERLÄUTERUNGSBERICHT: Beschreibung der Planungsziele zur Schmutz- und Regenwasserentsorgung unter Berücksichtigung der lokalen Gegebenheiten in Frohse.
2. BERECHNUNGSANNAHMEN: Festlegung der Grundlagen für das Trennsystem, einschließlich Einwohnerzahlen, Wasserverbrauch und Abflussbeiwerte.
3. HYDRAULISCHE BEMESSUNG: Detaillierte Berechnung der Kanalquerschnitte sowie der Bauwerke zur Versickerung und Rückhaltung.
Schlüsselwörter
Siedlungswasserwirtschaft, Schmutzwasserableitung, Regenwasserableitung, Trennsystem, Hydraulische Bemessung, Versickerungsbecken, Regenrückhaltebecken, Steinzeugkanäle, ATV-A118, Einzugsflächen, Abflussbeiwert, Kanalnetzplanung, Schönebeck, Frohse, Betonrohre.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der technischen Planung einer Schmutz- und Regenwasserentwässerung für den Schönebecker Stadtteil Frohse im Trennsystem.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der hydraulischen Bemessung von Kanälen, der Dimensionierung von Versickerungs- und Rückhaltebauwerken sowie der Ermittlung von hydrologischen Kennwerten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist eine sowohl ökonomisch als auch ökologisch optimierte Lösung für die Entsorgungssituation des betrachteten Stadtteils unter Nutzung der örtlichen Vorfluter.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?
Es kommen standardisierte Bemessungsverfahren nach den ATV-Regelwerken (z.B. ATV-A118, ATV-A138) zur hydraulischen Nachweisführung und Volumenbestimmung zum Einsatz.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Aufstellung der Berechnungsannahmen, die systematische hydraulische Bemessung des Schmutzwassernetzes und die detaillierte Auslegung der Regenwasserinfrastruktur.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Siedlungswasserwirtschaft, Trennsystem, Kanalnetzbemessung, Versickerungsbecken, Regenrückhaltebecken und hydraulische Leistungsfähigkeit.
Warum wurde ein Trennsystem gewählt?
Die Entscheidung begründet sich durch die Nähe der Vorfluter Elbe und Sohlgraben sowie günstige Platzverhältnisse für die getrennte Leitungsführung im Straßenkörper.
Wie wird das Regenrückhaltebecken dimensioniert?
Die Dimensionierung erfolgt durch eine iterative Bestimmung des Volumens unter Berücksichtigung der zulässigen Einleitungsmengen in die Elbe und der Regenhäufigkeit.
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- Lars Schumann (Author), Dennis Riedel (Author), 2002, Belegarbeit Schmutz- und Regenwasserentwässerung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24310