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Die Bedeutung der Aussage "Geboren von der Jungfrau Maria"

Title: Die Bedeutung der Aussage "Geboren von der Jungfrau Maria"

Seminar Paper , 2004 , 12 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Ulrike Tschirner (Author)

Theology - Systematic Theology
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Summary Excerpt Details

Jahrhundertelang wurde die jungfräuliche Geburt nicht von Christen angezweifelt. Seit der
Aufklärung des 18./ 19. Jahrhunderts fällt es den Menschen zunehmend schwerer, das
Dogma von der jungfräulichen Geburt Jesu Christi als Glaubenswahrheit anzuerkennen. 1
Heute wirkt es auf Atheisten und auch auf viele Christen, vor allem Junge und
Neuhinzugekommene, sogar absurd und lächerlich, da es den Menschen aus eigener
Erfahrung völlig irreal erscheint. Der Satz wird im Credo zwar meist mitgesprochen, oft
geschieht das jedoch nur noch formelhaft aus Tradition und immer seltener aus
Glaubensüberzeugung. Kritische Stimmen sehen in dieser Aussage eine moralisierende,
frauen- und sexualfeindliche und weltfremde Lüge, mit der die Gläubigen der Vergangenheit
für dumm verkauft werden sollten.
Was ist nun aber wirklich mit der Jungfrauengeburt2 gemeint? Wird hier ein biologisches
Wunder beschrieben oder hat es eine symbolische Bedeutung? Und was bedeutet die
jungfräuliche Geburt des Messias für die Menschheit – ist Marias Jungfräulichkeit überhaupt
wichtig und heilsnotwendig?

1 Vgl. Betz, 1025 und vgl. Beinert, 87/ 88.
2 Im Folgenden auch als „J.“ abgekürzt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung

2. Sachanalyse

2.1. Biblische Quellen zum Thema

2.2. Theologiegeschichtlicher Blick auf die Fragestellung

2.3. Neuzeitliche theologische Stimmen zum Thema

2.4. Religionswissenschaftliche Stimmen zum Thema

3. Systematisch-theologische Betrachtung der Fragen

3.1. Frage nach der physischen Jungfräulichkeit

3.2. Frage nach der symbolischen Jungfräulichkeit

3.3. Frage nach der Heilsnotwendigkeit der Jungfräulichkeit

4. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die dogmatische Bedeutung der Aussage „Geboren von der Jungfrau Maria“ und analysiert kritisch, inwieweit dieses Glaubensbekenntnis als biologisches Wunder oder als symbolische Glaubenswahrheit zu verstehen ist.

  • Biblische Exegese zur Jungfrauengeburt im Neuen Testament
  • Theologiegeschichtliche Entwicklung und Einordnung der Mariendogmen
  • Abgrenzung zwischen physischer und symbolischer Jungfräulichkeit
  • Analyse der Heilsnotwendigkeit des Jungfrau-Dogmas
  • Diskussion feministischer und neuzeitlich-theologischer Perspektiven

Auszug aus dem Buch

3.2. Frage nach der symbolischen Jungfräulichkeit

Bei Betrachtung der fehlenden naturwissenschaftlichen Belege für eine biologische Jungfräulichkeit drängt sich die Tendenz zur Annahme einer symbolischen Jungfräulichkeit Marias förmlich auf. Auch die Tatsache, dass in den Evangelien wesentlich öfter die Elternschaft Marias und Josefs und Jesu natürliche Geburt erwähnt wird, als die Tradition der Jungfrauengeburt, lässt auf eine symbolisch gemeinte Jungfräulichkeit schließen.

Betrachtet man die herausgehobene Stellung Marias im Lukas-Evangelium, wird die Glaubenshaltung Marias deutlich, die der Zeugung durch Gottes weibliche Kraft (ruach) vorausgeht. Erst ihr „Fiat mihi“(Lk 1, 38) ermöglicht die Empfängnis – da Gott bei der Verwirklichung seiner schöpferischen Kraft Rücksicht auf die Menschen, hier Maria nimmt und nicht über ihren Kopf hinweg handelt – auch wenn es ihm möglich wäre. Marias Glaubensgehorsam steht also vor der göttlichen Neuschöpfung – und macht ihr glaubendes Vertrauen deutlich – ist also durchaus als symbolische Jungfräulichkeit zu interpretieren: Maria bietet sich Gott an, wobei sie von ihrer Person absieht und zu Gott hinsieht – ein Zeichen für ihren starken Glauben! Marias Glaube macht so einen Neubeginn mit möglich – nicht das Hymnen!

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung: Einleitung in die kritische Hinterfragung des Dogmas der jungfräulichen Geburt im modernen Kontext sowie Formulierung der zentralen Forschungsfragen.

2. Sachanalyse: Untersuchung biblischer Quellen, historischer Entwicklungen und neuzeitlicher bzw. religionswissenschaftlicher Sichtweisen auf das Motiv der Jungfrauengeburt.

3. Systematisch-theologische Betrachtung der Fragen: Detaillierte Analyse der Unterscheidung zwischen physischer, symbolischer und heilsnotwendiger Jungfräulichkeit aus theologischer Sicht.

4. Schlussfolgerung: Fazit zur Bedeutung des Glaubens an die jungfräuliche Geburt als Bekenntnis zur Autorität Jesu und zur Rolle Marias als Urbild des Glaubens.

Schlüsselwörter

Jungfrauengeburt, Mariendogma, Dogmatik, Neues Testament, symbolische Jungfräulichkeit, physische Jungfräulichkeit, Heilsnotwendigkeit, christlicher Glaube, Mariologie, Verkündigung, Glaubenshaltung, Inkarnation, Kirchenväter, feministische Theologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das christliche Dogma der jungfräulichen Geburt Jesu Christi und setzt sich mit dessen Bedeutung in einer modernen, wissenschaftlich geprägten Zeit auseinander.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören die Exegese der biblischen Texte, die kirchengeschichtliche Entwicklung der Mariendogmen sowie die systematisch-theologische Reflexion über den physischen versus den symbolischen Gehalt der Jungfräulichkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, ob die Jungfrauengeburt als historisch-biologisches Faktum oder als theologisch-symbolische Aussage für den heutigen Glauben relevant und heilsnotwendig ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine dogmatische Seminararbeit, die historisch-kritische Bibelforschung mit systematischer Theologie verbindet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Sachanalyse biblischer und historischer Quellen sowie eine systematische Erörterung der Fragen nach physischer und symbolischer Jungfräulichkeit sowie deren Heilsnotwendigkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Jungfrauengeburt, Mariologie, Dogmatik, Glaubenshaltung, symbolische Jungfräulichkeit und Inkarnation.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen physischer und symbolischer Jungfräulichkeit?

Die physische Jungfräulichkeit wird als biologisch unwahrscheinlich und historisch nicht belegbar eingestuft, während die symbolische Jungfräulichkeit als Ausdruck einer inneren Glaubenshaltung und absoluten Offenheit für Gott gedeutet wird.

Welche Rolle spielt das „Fiat mihi“ Marias in der Argumentation?

Das „Fiat mihi“ (Lukas 1,38) wird als zentrales Element verstanden, das Marias bewussten Glaubensgehorsam und ihr aktives Einverständnis in die göttliche Neuschöpfung betont, anstatt Maria nur als passives Instrument zu sehen.

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Details

Title
Die Bedeutung der Aussage "Geboren von der Jungfrau Maria"
College
Protestant University of Applied Sciences Berlin  (Religionspädagogik)
Grade
1,0
Author
Ulrike Tschirner (Author)
Publication Year
2004
Pages
12
Catalog Number
V24311
ISBN (eBook)
9783638272148
ISBN (Book)
9783656205388
Language
German
Tags
Bedeutung Aussage Geboren Jungfrau Maria
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ulrike Tschirner (Author), 2004, Die Bedeutung der Aussage "Geboren von der Jungfrau Maria", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24311
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