Wie entwickelt sich ein Kind motorisch und sensu-motorisch im ersten und zweiten Lebensjahr?


Hausarbeit, 2004

14 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 VORWORT

2 Definition Entwicklung
2.2 Merkmale Entwicklungsbedingter Veränderungen
2.2.1 Veränderungen über die Zeit
2.2.2 Lebensalterbezogenheit
2.2.3 Entwicklungstempo
2.2.4 Festgelegte Reihenfolge
2.2.5 Zusammenhängende Veränderungen
2.2.6 Differenzierung und Integration

3 DEFINITION MOTORIK
3.1 Prinzipien der Motorik
3.2 Reflexe
3.3 Zusammenspiel von Reifung, Erfahrung und Übung
3.3.1 Reifung
3.3.2 Erfahrung und Übung
3.4 Übersicht über die motorische Entwicklung (0- 2 Jahre)
3.4.1 Erster bis vierter Monat
3.4.2 Vierter bis achter Monat
3.4.3 Achter bis zwölfter Monat
3.4.4 Zwölfter bis achtzehnter Monat
3.4.5 Achtzehnter bis vierundzwanzigster Monat

4 SENSU- MOTORISCHE INTELLIGENZ NACH JEAN PIAGET (0-2 LEBENSJAHR)
4.1 Assimilation und Akkommodation
4.1.1 Einfache Reflexhandlungen (0.- 4. Woche)
4.1.2 Primäre Kreisbewegungen (1.- 4. Monat)
4.1.3 Sekundäre Kreisbewegung (4.- 8. Monat)
4.1.4 Koordinierung sekundärer Kreisbewegungen (8.- 12. Monat)
4.1.5 Tertiäre Kreisbewegungen (12.-18. Monat )
4.1.6 Verinnerlichtes Handeln (18.- 24. Monat)

5 NACHWORT

6 LITERATURVERZEICHNIS

1 Vorwort

Für viele Eltern ist die Entwicklung ihres Kindes in den ersten zwei Lebensjahren besonders von Bedeutung. Was sich in den nächsten Monaten nach der Geburt ereignet ist ein Wunder. Das Neugeborene entwickelt sich rasant zum Kleinkind. Ich bin selbst Mutter von zwei Kindern und konnte kaum erwarten, dass mein Kind sitzt, krabbelt oder läuft.

Wie sich ein Kind in den ersten zwei Lebensjahren entwickelt, lässt sich ganz gut am Beispiel der Motorik erläutern. Anhand der motorischen Entwicklung können wir Wahrnehmen, dass das Neugeborene Fortschritte macht. Dieses halten viele Eltern auf Bildern und Videos fest. Aber nicht nur Eltern interessieren sich für die Entwicklung ihres Kindes, sondern auch Mediziner. Durch regelmäßige Voruntersuchungen, welche auch die Motorik beinhalten, kann geprüft werden, ob die Entwicklung altersgerecht verläuft.

Meine Hausarbeit ist in drei Teile gegliedert und soll einen groben Überblick über das Thema geben. Der erste Teil ( Kap.2 ), gibt Auskunft darüber, was man unter Entwicklung versteht und deren Merkmale, welche ich anhand von Beispielen kurz erläutere. Der zweite Teil (Kap.3), erklärt den Begriff Motorik, deren Prinzipien und welche Rolle dabei Reflexe, Reifung, Erfahrung und Übung spielen. Außerdem gebe ich in diesen Kapitel eine Übersicht darüber, was das Kind motorisch in den jeweiligen Monaten bis zum zweiten Lebensjahr ausführen kann. Der dritte und letzte Teil (Kap.4), zeigt wie ein Kind durch Wahrnehmung und motorische Fähigkeiten lernt seine Umwelt zu verstehen. Dabei beziehe ich mich auf die kognitive Lerntheorie PIAGETs.

2 DEFINITION ENTWICKLUNG

Entwicklung beginnt mit der Befruchtung der Eizelle und endet mit dem Tod des Individuums. (Mietzel 2002, S.3)

Laut Trautner „…gibt es nicht die Entwicklungspsychologie und damit einen einheitlichen Entwicklungsbegriff, sondern mehrere Entwicklungspsychologien, die sich darin unterscheiden, wie sie Forschungsprobleme formulieren und diese untersuchen (Trautner, Band 12, 2003, S.25).“

Zu den wichtigsten Theorien der Entwicklungspsychologie gehören, die Lerntheorien, die Psychoanalyse, die kognitive Entwicklungstheorie und die ökologische Entwicklungstheorie. ( Hobmair,1995, S.329 )

Es gibt allerdings die Übereinstimmung darüber, dass Entwicklung, eine Reihe von miteinander zusammenhängender Veränderung des Erlebens und Verhaltens bedeuten, welche sich auf bestimmte zeitliche Abschnitte im Leben eines Individuums beziehen. (Hobmair, 1995, S.258 )

T.Herrmann (1991) teilt Entwicklungsprozesse in fünf Faktorengruppen auf.

Dabei unterscheidet er endogene und exogene Faktoren. Zu den endogenen Faktoren zählt er die allgemein- und die individuell genetischen Faktoren, sowie die Reifungsvorgänge. Zu den exogenen Faktoren zählt er die Einflüsse aus der materiellen Umgebung und die Einflüsse der sozialen Umwelt. (vgl. Trautner, Band 12, 2003, S.74 )

2.2 Merkmale Entwicklungsbedingter Veränderungen

Es gibt verschiedene Merkmale des Entwicklungsbegriffs, welche sich zwar nicht klar abgrenzen, sondern sich partiell überlappen. Dabei lassen sich Entwicklungsprozesse nicht selbst beobachten, sondern nur das Resultat des Entwicklungsprozesses. (Trautner, Band 12, 2003, S.26 ff. )

2.2.1 Veränderungen über die Zeit

Veränderungen treten immer zu einem bestimmten Zeitpunkt auf, d.h. wenn man Veränderungen analysieren will, ist immer der Zeitraum und das Merkmal festzulegen. (Trautner, Band 12, 2003,S.28)

Beispiel:

In meiner Hausarbeit beschränke ich mich auf das erste und zweite Lebensjahr des Kindes und gehe dabei auf die motorische Entwicklung ein.

2.2.2 Lebensalterbezogenheit

Entwicklungsverläufe können bestimmten Altersspannen zugeordnet werden. Es besteht häufig eine Wechselbeziehung zwischen dem Lebensalter und der Variation eines Merkmals. ( Trautner, Band 12, 2003, S. 28 )

Beispiel:

Nach der Geburt greifen Hände und Füße des Säuglings durch Reflexe. Bis zum Ende des dritten Monats kann der Säugling schon besser greifen. Am Ende des vierten Monats greift der Säugling gezielt nach Gegenständen die er sieht.

2.2.3 Entwicklungstempo

Wenn man von Entwicklung spricht, handelt es sich um „langfristige, überdauernde Veränderungen“. (Trautner, Band 12, 2003, S.28 )

Jedes Baby ist einmalig. Keines entwickelt sich so wie das andere. Entwicklungsverläufe können gleichmäßig, verlangsamt oder beschleunigt anzutreffen sein und doch entwickeln sie sich gleichermaßen normal.

Beispiel:

So wäre beim „laufen- lernen“ der Anfangszustand das „ nicht –laufen- können“, das allmählich und stetig fortlaufend durch den Erwerb des Sitzens, Robbens, Krabbelns, und Hochziehens zum Beherrschen des Laufens führt. Dabei laufen manche Babys bereits mit neuneinhalb Monaten und andere erst mit anderthalb Jahren.

2.2.4 Festgelegte Reihenfolge

Die Abfolge von Veränderungen ist nicht umkehrbar. (Hobmair, 1995,S.261)

Laut Trautner kann eine Veränderung „…zwar durch etwas Neues ersetzt werden, eine Regression ( Zurückfall auf ein früheres Entwicklungsniveau ) wird aber ausgeschlossen. (Trautner, Band 12, 2003, S.29 )“.

Beispiel:

Wenn ein Kind einmal gelernt hat zu laufen, wird es nicht plötzlich wieder nur noch liegen und strampeln.

Dieses Merkmal würde ich allerdings nicht verallgemeinern, da es laut S.Freud (vgl. Trautner, Band 2, 1997, S.75) in Belastungssituationen die Gefahr einer Regression besteht, dabei liegt die Betonung auf der Triebtheorie.

2.2.5.Zusammenhängende Veränderungen

Die Veränderungen stehen untereinander im Zusammenhang. Sie sind aufeinander folgend und überdauernd.“ …sie gehen systematisch auseinander hervor. ( Thomae 1959 )“ (in Trautner, Band 12, 2003, S.28 )

Beispiel:

Ein Kind kann sitzen bevor es läuft, es kann laufen bevor es hüpft usw. .

2.2.6 Differenzierung und Integration

Differenzierung und Integration ist ein wechselseitiger Prozess. Man versteht die Entwicklung eines Kindes erst richtig, wenn man sie als Differenzierung begreift.

Differenzierung meint“…eine Entwicklung von unkoordinierten und unkontrollierten Bewegungen hin zu bewusst gesteuerten, ganz gezielten Bewegungen. ( Hobmair, 1995, S.267) „

Beispiel:

Aus den unkontrollierten Strampeln entwickelt sich ein koordiniertes und kontrolliertes strampeln, welches zum sicheren laufen führt.

[...]

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Details

Titel
Wie entwickelt sich ein Kind motorisch und sensu-motorisch im ersten und zweiten Lebensjahr?
Hochschule
Ernst-Abbe-Hochschule Jena, ehem. Fachhochschule Jena  (Fachbereich Sozialwesen)
Note
2,0
Autor
Jahr
2004
Seiten
14
Katalognummer
V24355
ISBN (eBook)
9783638272476
ISBN (Buch)
9783656543374
Dateigröße
584 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kind, Lebensjahr
Arbeit zitieren
Sandy Brunner (Autor), 2004, Wie entwickelt sich ein Kind motorisch und sensu-motorisch im ersten und zweiten Lebensjahr?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24355

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