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Militärische Entwicklungen zwischen 1650 und 1750

Title: Militärische Entwicklungen zwischen 1650 und 1750

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 29 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Jean Philipp Ruprecht Beckmann (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Summary Excerpt Details

Der Krieg ist eine Sache, die die Geschichte durch die Jahrhunderte durchzieht und die
wohl zu den schlimmsten Ereignissen gehört.
Aber die Geschichte eines Krieges lässt sich nicht betrachten, ohne das Instrument der
Kriegsführung, die Armee, näher zu betrachten.
Diese Arbeit will einen Überblick über die Entwicklung im Kriegswesen innerhalb
eines 100 Jahre umfassenden Zeitraumes geben.
In dieser Zeit vollzog sich die Entwicklung vom Söldnerheer des dreißigjährigen
Krieges hin zum stehenden Heer aus Landeskindern, das mit Abwandlungen bis heute
besteht.
Hans Delbrück schreibt dazu: „Die ungeheuren Nachteile des Kriegsführens mit nur auf
Zeit angenommenen Söldnern war von Anfang an den Staatsmännern wie den
Theoretikern nicht verborgen. Der Fortschritt vollzog sich auf eine Weise, die kein
Theoretiker vorgeschlagen, kein Philosoph konstruiert und Niemand vorausgesehen
hatte. (…) Die Soldbanden wurden nicht ersetzt durch ein Kriegertum anderen
Ursprungs, sondern sie änderten ihren Charakter, indem sie dauernd unter den Fahnen
blieben und zu stehenden Heeren wurden. (…) Der gesamte politisch-soziale Zustand
Europas wandelt sich mit der neuen Heerordnung. “1
Zunächst werden die Charakteristika dieser Epoche in einem kurzen Abriss vorgestellt.
Anschließend werden die Entwicklungen auf dem militärischen Gebiet, der Ausrüstung,
Taktik erläutert.
Am Ende der Arbeit soll ein kurzer Ausblick die weiteren Entwicklungen zeigen, die
das Militär in den folgenden Jahrzehnten genommen hat.
Nicht behandeln werde ich den Festungs- und Seekrieg, da diese so umfangreiche
Vorbemerkungen zur Technik erfordern, dass dies den Rahmen dieser Arbeit sprengen
würde.

1 Hans Delbrück: Geschichte der Kriegskunst: 3. Buch. Die Epoche der stehenden Heere, S. 2 ff. IN:
Digitale Bibliothek Band 72: Geschichte der Kriegskunst, S. 3872 ff (vgl. Delbrück Gdk 4. Teil, S. 255).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Abriss der Epoche

3) Militärische Entwicklungen

3.1) Die Bewaffnung

3.2) Die Versorgung

4) Taktik und Strategien

4.1) Vorbemerkung zu den Begriffen Strategie und Taktik

4.2) Die Infanterietaktik

4.3) Die Kavallerietaktik

4.4) Die Artillerietaktik

4.5) Zusammenwirken der Waffen in der Schlacht

4.6) Die Strategie

5) Bewertung und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegenden Entwicklungen des Kriegswesens innerhalb eines Zeitraums von 100 Jahren, wobei der Fokus auf dem Übergang von Söldnerheeren zu stehenden Armeen unter landesherrlicher Kontrolle liegt.

  • Transformation der Militärstrukturen und Heerwesen im Absolutismus
  • Wandel in der Bewaffnung und Ausrüstung der Truppen
  • Entwicklung und Optimierung von Versorgungs- und Verwaltungssystemen
  • Analyse taktischer Formationen von Infanterie, Kavallerie und Artillerie
  • Strategische Konzepte der Zeit (Manöverstrategie, Niederwerfungs- vs. Abnützungsstrategie)

Auszug aus dem Buch

3.1) Bewaffnung

„Bei kriegerischen Auseinandersetzungen spielte auch stets die Art der Bewaffnung eine Rolle, denn sie beeinflusste die Taktik und schrieb sie oft zwingend vor. Bessere Angriffswaffen nötigen den Gegner, neue Mittel zu ihrer Abwehr zu finden. Damit entstand gleichzeitig eine Fortdauernde Wechselwirkung bei der Entwicklung von Angriffs- und Schutzwaffen.“

Man muss bei der Bewaffnung folgende Arten von Waffen unterscheiden: Schusswaffen, Gewehre, Pistolen und Kanonen, Blankwaffen, Säbel, Degen, etc, und Schutzwaffen, also Helme und Harnische.

An dieser Stelle ist schon zu sagen, dass „die Soldaten dieses Zeitabschnittes viel einheitlicher bewaffnet sind als ihre Vorgänger, weil für die Masse der Kriegsleute das Selbstbeschaffen der Ausrüstung fortfiel. Die Waffen wurden schon gemeinschaftlich vom Kriegsunternehmer, dem Kompaniechef oder Regimentskommandeur, aber auch vom Staat angeschafft.“

Die Kategorie der Schutzwaffen lässt sich hier am einfachsten Beschreiben, da diese Ausrüstungsteile nach dem Dreißigjährigen Krieg fast vollständig verschwinden. Einzig die Reiterei behält den Harnisch bei, allerdings nur noch als Brust- und Rückenschutz, dem so genannten Küraß. Mit dieser Reduzierung der Panzerung geht auch ein Wandel in den verwendeten Materialien einher. Der eiserne Küraß wird immer mehr vom ledernen verdrängt.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Die Einleitung skizziert den Wandel der militärischen Organisation vom Söldnerwesen zum stehenden Heer und steckt den zeitlichen Rahmen der Untersuchung ab.

2) Abriss der Epoche: Dieses Kapitel bettet die militärische Entwicklung in den politisch-sozialen Kontext des Absolutismus und die Machtverschiebungen innerhalb Europas ein.

3) Militärische Entwicklungen: Hier werden die technologischen Fortschritte bei Schuss- und Blankwaffen sowie die effizientere staatliche Organisation der logistischen Versorgung der Truppen thematisiert.

4) Taktik und Strategien: Der Hauptteil analysiert die spezifischen Taktiken der Teilstreitkräfte sowie das strategische Handeln, welches durch das mechanistische Denken der Zeit geprägt war.

5) Bewertung und Ausblick: Das Fazit fasst die langfristigen Auswirkungen der militärischen Umbrüche zusammen und verknüpft diese mit der Entwicklung moderner Armeen bis in die heutige Zeit.

Schlüsselwörter

Militärgeschichte, Absolutismus, Stehendes Heer, Infanterietaktik, Kavallerie, Artillerie, Bewaffnung, Logistik, Kriegsführung, Manöverstrategie, Preußen, Söldnerwesen, Waffenentwicklung, Taktik, Versorgung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die grundlegenden militärischen Veränderungen in einem Zeitraum von 100 Jahren, insbesondere die Wandlung vom Söldnerheer zum stehenden Heer.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Bewaffnung, der logistischen Versorgung der Armee durch den Staat sowie den taktischen und strategischen Doktrinen des 17. und 18. Jahrhunderts.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, einen Überblick über die Entwicklung im Kriegswesen innerhalb der absolutistischen Epoche zu geben und aufzuzeigen, wie sich militärische Strukturen und Vorgehensweisen in dieser Zeit veränderten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine historisch-analytische Methode, die zentrale militärhistorische Quellen und Literatur auswertet, um militärische Abläufe in den Kontext der jeweiligen Zeit einzuordnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die militärische Ausrüstung, die Versorgung (Logistik) und eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Taktik der einzelnen Waffengattungen sowie den übergeordneten Strategieformen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben Begriffen wie Absolutismus und Militärgeschichte sind die Stichworte Stehendes Heer, Manöverstrategie und Waffenentwicklung für das Verständnis der Arbeit essentiell.

Welche Rolle spielte das "Kanton-Reglement" in Preußen?

Das Kanton-Reglement von 1733 diente der effizienten personellen Ergänzung der Armee, indem jedem Regiment feste Rekrutierungsbezirke zugewiesen wurden, was als Vorläufer der modernen Wehrpflicht gilt.

Warum war die "Manöverstrategie" für das 18. Jahrhundert prägend?

Aufgrund der starren, linearen Taktik und der Abhängigkeit von Magazinen war die Bewegungsfreiheit der Heere eingeschränkt, was Feldherren zu einem zögerlichen, methodischen Vorgehen zwang, um gegnerische Versorgungsnetze anzugreifen.

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Details

Title
Militärische Entwicklungen zwischen 1650 und 1750
College
University of Mannheim  (Seminar für neuere Geschichte)
Course
Hauptsemniar der Siebenjährige Krieg
Grade
2,0
Author
Jean Philipp Ruprecht Beckmann (Author)
Publication Year
2003
Pages
29
Catalog Number
V24365
ISBN (eBook)
9783638272568
Language
German
Tags
Militärische Entwicklungen Hauptsemniar Siebenjährige Krieg
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jean Philipp Ruprecht Beckmann (Author), 2003, Militärische Entwicklungen zwischen 1650 und 1750, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24365
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