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Unterbringung in der forensischen Psychiatrie:

Title: Unterbringung in der forensischen Psychiatrie:

Term Paper (Advanced seminar) , 2000 , 18 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Maren-Anneke van Drimmelen (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Die Aufgabe des psychiatrischen Gutachters liegen in einem schwierige Spannungsfeld zwischen Therapie und Recht. Diese Arbeit erläutern die rechtliche Grundlage seines Arbeitsfeldes und die Rahmenbedingungen unter denen ein Gutachter im Strafverfahren hinzugezogen wird. Dabei beziehe ich mich auf den Fall der Anordnung einer Maßregel in Form von der Unterbringung im psychiatrischen Krankenhaus. In diesem Zusammenhang werde ich auch die Gutachtenerstellung zur Lockerung im Maßregelvollzug und zur Anordnung der Aussetzung der Maßregel behandeln. In diesem Rahmen gebe ich auch eine kurze Einführung in die Frage der Schuldfähigkeit und gehe grob auf die in den betreffenden Paragraphen erwähnten Krankeitsbilder ein.
Abschließend erläutere ich die Fehlerquellen bei der Erstellung eines Gutachtens und erläutere die verschiedenen Arten, eine Prognose zu stellen. Die vorliegende Arbeit ist im Zusammenhang mit der Arbeit von Alexandra Gras zu sehen. Die bearbeiteten Themen beider Arbeiten ergänzen sich und sind aufeinander abgestimmt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Begriff und Aufgaben des gerichtlichen Gutachters

2. Grundlagen des psychiatrischen Gutachtens im strafrechtlichen Verfahren

2.1 Schuldunfähigkeit und verminderte Schuldfähigkeit

2.2 Psychopathologische Merkmale und ihr Einfluß auf Einsichts- und Steuerungsfähigkeit

2.3 Die Begutachtung der Schuldfähigkeit

3. Die Rechtsfolgen

3.1 Maßregeln der Besserung und Sicherung

3.2 Die Unterbringung in einer Psychiatrischen Anstalt

4. Die Prognose

4.1 Die Prognoseentscheidung über Lockerung und Urlaub

4.2 Die Prognoseentscheidung zur Aussetzung der Maßregel

5. Vorgehen bei der Erstellung eines Gutachtens

6. Erwartungen des Gerichts an den Sachverständigen und Fehlerquellen bei der Erstellung eines Gutachtens

7. Definition und Verfahren der Prognose

7.1 Begriffsbestimmung

7.2 Verschiedene Arten der Prognose

7.3 Prognoseverfahren

7.3.1 Die intuitive Prognose

7.3.2 Die klinische Prognose

7.3.3 Die statistische Prognose

7.3.4 Strukturprognosetafeln

7.3.5 Sozialprognostische Regeln

Schlußbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die rechtlichen Grundlagen und Rahmenbedingungen für die Erstellung psychiatrischer Gutachten im Strafverfahren, insbesondere im Kontext der Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus sowie der Prognoseentscheidungen zur Lockerung oder Aussetzung von Maßregeln.

  • Rolle und Pflichten des forensischen Psychiaters im Strafprozess
  • Feststellung von Schuldunfähigkeit und verminderter Schuldfähigkeit
  • Voraussetzungen und Ablauf der Unterbringung in der forensischen Psychiatrie
  • Methoden der Gefährlichkeitsprognose (intuitiv, klinisch, statistisch)
  • Fehlerquellen bei der Gutachtenerstellung und Anforderungen des Gerichts

Auszug aus dem Buch

6. Erwartungen des Gerichts an den Sachverständigen und Fehlerquellen bei der Erstellung eines Gutachtens

Zunächst scheint die Aufgabe des Sachverständigen im Strafprozeß klar definiert: Er ist beauftragt, die Prozeßbeteiligten bezüglich einer Fragestellung mit sachkundigen Informationen auszustatten, so daß die Beteiligten in der Lage sind, die Persönlichkeit und Beweggründe des Angeklagten zu beurteilen und in das Urteil einzubeziehen. Dabei wird erwartet, daß diese sachkundigen Informationen in Form von Erfahrungssätzen dargelegt werden, die im Fach unbestritten oder von der Mehrzahl der Fachvertreter anerkannt werden.

Das Problem liegt darin vor, daß es solche Erfahrungssätze in der Psychiatrie bzw. Psychopathologie nicht gibt. Das liegt zum einen daran, daß solche pauschalen Regeln auf keine Person angewandt werden können: Zwei Menschen erleben die gleichen Situation unter Umständen völlig unterschiedlich und selbst der gleich Mensch kann, wenn er mehrmals der gleichen Situation ausgesetzt ist, abhängig von seinen inneren Prozessen sehr unterschiedlich reagieren. Wenn allgemeine Erfahrungssätze gefaßt werden, dann müssen sie bezogen auf den Einzelfall soweit relativiert und eingeschränkt werden, daß sie keinen Wert mehr für den Richter darstellen, der konkrete Antworten sucht.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in das Spannungsfeld zwischen Therapie und Recht sowie den Rahmen der Gutachtenerstellung im Maßregelvollzug.

1. Begriff und Aufgaben des gerichtlichen Gutachters: Definition des Sachverständigen als Beweismittel und dessen rechtliche Stellung sowie Pflichten im Strafverfahren.

2. Grundlagen des psychiatrischen Gutachtens im strafrechtlichen Verfahren: Erläuterung der Kriterien für Schuldunfähigkeit und verminderte Schuldfähigkeit gemäß StGB.

3. Die Rechtsfolgen: Darstellung der Maßregeln der Besserung und Sicherung sowie der besonderen Voraussetzungen für die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus.

4. Die Prognose: Analyse der Bedeutung von Gefährlichkeitsprognosen für Lockerungsentscheidungen und die Entlassung aus der Maßregel.

5. Vorgehen bei der Erstellung eines Gutachtens: Beschreibung der notwendigen Analysebereiche, wie Deliktsgeschichte, Therapieentwicklung und soziale Prognosefaktoren.

6. Erwartungen des Gerichts an den Sachverständigen und Fehlerquellen bei der Erstellung eines Gutachtens: Erörterung der Problematik fachlicher Erfahrungssätze und häufiger Fehler bei der Gutachtenbegründung.

7. Definition und Verfahren der Prognose: Gegenüberstellung verschiedener Prognosemethoden, von der intuitiven Schätzung bis hin zu statistischen Punktwertverfahren.

Schlußbemerkung: Reflektion über die Verantwortung des Gutachters und die Bedeutung der praktischen Arbeit vor Ort.

Schlüsselwörter

Forensische Psychiatrie, Strafverfahren, Gutachten, Schuldfähigkeit, Maßregelvollzug, Gefährlichkeitsprognose, Unterbringung, Psychopathologie, Kriminalprognose, Rückfallgefahr, Sachverständiger, Steuerungsfähigkeit, Einsichtsfähigkeit, Gutachterpflichten, Prognoseverfahren.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle des psychiatrischen Gutachters im Strafprozess, insbesondere im Kontext der Unterbringung von Straftätern in psychiatrischen Krankenhäusern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Prüfung der Schuldfähigkeit, die Anordnung von Maßregeln der Besserung und Sicherung sowie die Erstellung von Gefährlichkeitsprognosen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die rechtlichen Rahmenbedingungen und die methodischen Anforderungen darzulegen, unter denen forensische Gutachter Prognosen über künftiges Verhalten und psychische Zustände von Probanden treffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine kriminologische und rechtswissenschaftliche Perspektive, gestützt auf Fachliteratur und gesetzliche Vorschriften (StGB, StPO), um den Prozess der psychiatrischen Begutachtung zu analysieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die rechtlichen Grundlagen des Gutachtens, die Kriterien der Schuldfähigkeit, die Prognoseentscheidungen im Maßregelvollzug sowie verschiedene wissenschaftliche Prognoseverfahren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Forensische Psychiatrie, Schuldunfähigkeit, Gefährlichkeitsprognose und Maßregelvollzug charakterisiert.

Warum ist die Unterscheidung zwischen intuitiver und klinischer Prognose so wichtig?

Weil die intuitive Prognose oft auf subjektiver Erfahrung basiert und hohe Fehlerraten aufweist, während die klinische Prognose auf empirischer Forschung und systematischen Testverfahren beruht.

Welche Rolle spielt die "Verantwortungsklausel" bei der Entlassung aus der Maßregel?

Sie erfordert vom Gutachter die Prüfung, ob es vertretbar ist, zu erproben, dass der Untergebrachte keine weiteren rechtswidrigen Taten begehen wird, was die zentrale Hürde für eine Entlassung darstellt.

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Details

Title
Unterbringung in der forensischen Psychiatrie:
College
University of Applied Sciences Düsseldorf  (Fachbereich Sozialpädagogik)
Course
Verfahrensrecht mit Schwerpunkt Strafprozeßrecht sowie Scheidungs- und Adoptionsverfahren
Grade
2,3
Author
Maren-Anneke van Drimmelen (Author)
Publication Year
2000
Pages
18
Catalog Number
V24412
ISBN (eBook)
9783638272940
Language
German
Tags
Unterbringung Psychiatrie Verfahrensrecht Schwerpunkt Strafprozeßrecht Scheidungs- Adoptionsverfahren
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maren-Anneke van Drimmelen (Author), 2000, Unterbringung in der forensischen Psychiatrie:, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24412
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