Grauschimmel
(Botrytis cinerea)
Allgemeines:
Der Pilz Botrytis cinerea verursacht nicht unbedingt eine Qualitätsminderung. Je nach dem zeitlichen Auftreten
des Pilzes kann er positive als auch negative Auswirkungen haben.
Der Pilz kommt auf allen Teilen der Trauben vor. Er wird auch als toxigener Saprophyt bezeichnet, d.h. er scheidet Substanzen aus die in gesunde Gewebe eindringen und es absterben lassen. Der Pilz lebt dann saprophytisch von dem abgetöteten Gewebe. Zur Abtötung des Gewebes ist eine ganze Reihe von Substanzen nötig, vor allem pektinspaltene Enzyme oder auch Laccase.
Der Botrytispilz befällt zunächst junge Triebe und Trauben, das
ein Abfallen derselben zur Folge hat. Auch Nachhaltig kann die
Veredelungsfähigkeit in der Rebzüchtung beeinträchtigt werden.
Die Graufäule in der Weinbereitung kommt aufgrund der
grauen Konidien der Konidienträgern zustande. Qualitätsmerkmal
der betroffenen Trauben ist aus oenologischer Sicht bezogen
auf die Reife in verschiedene Klassen einzuteilen:
[...]
Inhaltsverzeichnis
- Grauschimmel
- Falscher Mehltau
- Echter Mehltau
- Schädlinge
- Nützlinge
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Dieser Text bietet einen umfassenden Überblick über wichtige Krankheitserreger und Schädlinge im Weinberg, die erhebliche Auswirkungen auf die Qualität und Quantität der Ernte haben können. Der Fokus liegt auf der Identifizierung von Symptomen, Ursachen und möglichen Maßnahmen zur Bekämpfung dieser Bedrohungen.
- Identifizierung von Krankheitserregern und Schädlingen
- Symptombeschreibung und Auswirkungen auf den Weinberg
- Biologische und chemische Maßnahmen zur Bekämpfung
- Einfluss der Krankheitserreger auf die Weinherstellung
- Sortimentswahl und Rebschutzmaßnahmen
Zusammenfassung der Kapitel
Grauschimmel
Grauschimmel (Botrytis cinerea) kann sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf die Trauben haben. Der Pilz befällt alle Teile der Rebe und verursacht sowohl eine Qualitätsminderung als auch ein Abfallen von Trauben. Der Text beleuchtet die Auswirkungen des Pilzes auf den Stoffwechsel der Trauben und die Weinherstellung.
Falscher Mehltau
Falscher Mehltau (Peronospora viticula) kann zu erheblichen Ernteausfällen führen. Der Pilz befällt alle Teile der Rebe und verursacht charakteristische Flecken auf den Blättern und Trauben. Der Text beschreibt die Symptome, Ursachen und möglichen Maßnahmen zur Bekämpfung des Falschen Mehltaus.
Schlüsselwörter
Weinbau, Krankheitserreger, Schädlinge, Grauschimmel, Botrytis cinerea, Falscher Mehltau, Peronospora viticula, Weinherstellung, Rebschutz, Ökologie, Weinqualität.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Grauschimmel (Botrytis cinerea) im Weinbau?
Botrytis ist ein Pilz, der Trauben befällt. Er kann als "Edelfäule" die Weinqualität steigern, führt aber bei unreifen Trauben als "Graufäule" zu erheblichen Verlusten.
Wie erkennt man Falschen Mehltau?
Falscher Mehltau (Peronospora) zeigt sich durch gelbliche "Ölflecken" auf der Blattoberseite und einen weißen Pilzrasen auf der Blattunterseite.
Was ist der Unterschied zwischen Echtem und Falschem Mehltau?
Echter Mehltau (Oidium) wächst auf der Oberfläche (Ektoparasit) und bildet einen mehligen Belag, während Falscher Mehltau in das Gewebe eindringt (Endoparasit).
Welche Auswirkungen haben Schädlinge auf die Weinqualität?
Schädlinge können Trauben direkt schädigen, Krankheiten übertragen oder den Stoffwechsel der Rebe so stören, dass der Zuckergehalt und das Aroma sinken.
Wie können Krankheitserreger im Weinberg bekämpft werden?
Dies geschieht durch eine Kombination aus Rebschutzmitteln, der Wahl resistenter Rebsorten und weinbaulichen Maßnahmen wie dem Entblättern zur besseren Belüftung.
- Quote paper
- Christoph Hons (Author), 2001, Krankheitserreger im Weinberg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/2444