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Der Kalte Krieg aus der Sicht Willy Brandt's 1945 - 1953

Title: Der Kalte Krieg aus der Sicht Willy Brandt's 1945 - 1953

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 25 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Stefanie Müller (Author)

History of Germany - Postwar Period, Cold War
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Summary Excerpt Details

Grob beschrieben stellt der Kalte Krieg einen weltweiten
ideologischen und machtpolitischen Konflikt zwischen der UdSSR
und der USA dar, der erst in der Auflösung der Sowjet-Union am
21.12.1991 sein Ende findet. Begonnen als Ost-West-Konflikt am
Ende des Ersten Weltkrieges 1917/ 1918, zieht er sich, unter
abweichenden Interessen, aber auch Hoffnungen, vorerst friedlich
bis zum Zweiten Weltkrieg weiter. Wachsendes Misstrauen und die
zusätzliche Belastung der künftigen Deutschlandregelung, rücken
eine Einigung zwischen Ost und West in weite Ferne.
Ausgangspunkt ist hierbei die Verbreitung des Kommunismus nach
dem Zweiten Weltkrieg in Osteuropa, wodurch die Blockbildung
und die Militarisierung der Ost-West-Beziehungen besiegelt werden.
Aus dem anfänglichen Konflikt entsteht der Kalte Krieg.1 Das Themenfeld des Kalten Krieges ist weit. In dieser Hausarbeit
möchte ich mich deshalb einer Person mit zentraler Bedeutung für
die Entwicklung, während der Auseinandersetzungen auf
deutschem Territorium, widmen – Willy Brandt. Zwar rückt dieser
erst mit Beginn seiner Kanzlerschaft 1969 in das allgemeine Blickfeld
der politischen Öffentlichkeit, doch sind seine Wurzeln schon tiefer
im politischen Boden des In- und Auslandes verankert. Genährt
wurden diese durch seinen Aufenthalt in Norwegen und besonders
durch seine Mitgliedschaft in der Berliner SPD.
Und genau um diesen Zeitraum soll es sich im Folgenden handeln:
Die Jahre zwischen Kriegsende 1945 und dem Tod Stalins 1953.
Dabei dreht sich alles um die Frage, wie Brandt aus seiner Sicht und seinem Wissen den Kalten Krieg und dessen Entwicklung, während
seiner politischen Arbeit in dem besetzten Deutschland, beurteilte.
Interessant hierbei, ob er von Anfang an eine Meinung vertrat?
Ich beginne mit einem Überblick über die Stationen seines Lebens bis
zu der Wahl zum Bundeskanzler 1969, da die Informationen sonst
den Rahmen einer Hausarbeit sprengen würden. Die Biographie soll
bereits einen Überblick über die Erfahrungen und Blickwinkel
Brandts liefern.
In Kapitel 3 wird auf dieser Grundlage konkret die Frage nach seiner
Gesinnung, bezüglich des Konflikts der Siegermächte, aufgegriffen.
Hierbei geht es darum, seine Bewertung der gefassten Beschlüsse
und Verhandlungen darzustellen. Der Schlussteil greift die
Ausgangsfrage nochmals auf und dient letztendlich der
Zusammenfassung und Abrundung der erarbeiteten Ergebnisse.
1 Nohlen, Dieter (Hrsg.): Kleines Lexikon der Politik. München 2001

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Forschungsgegenstand

1.1 Der Kalte Krieg

1.2 Schwerpunktsetzung und Fragestellung

1.3 Quellengrundlage

2. Willy Brandt: Die Stationen seines Lebens bis 1969

2.1 1912 – 1948

2.2 1948 – 1969

3. Der „Kalte Krieg“ aus der Sicht Brandts

3.1 1945: Das Ende des Zweiten Weltkriegs

3.2 1946/47: Eintritt in den Kalten Krieg

3.3 1948: Das Berlin –und Deutschlandproblem

3.4 1949: Geburt der Bundesrepublik

3.5 1950: Streit um die Eingliederung Berlins

3.6 1950/51: Korea-Krieg & deutscher Militärbeitrag

3.7 1952/ 53: Innerdeutsche Sperrzone und die Stalin-Noten

4. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Wahrnehmung und Beurteilung des Kalten Krieges durch Willy Brandt in der politisch prägenden Zeit zwischen Kriegsende 1945 und dem Tod Stalins 1953. Ziel ist es zu analysieren, wie Brandt vor dem Hintergrund seiner Erfahrungen im Exil und seiner Tätigkeit in Deutschland zu einer dezidiert antisowjetischen Haltung fand und wie er die deutsche Rolle in den internationalen Machtblöcken bewertete.

  • Entwicklung von Brandts politischer Einstellung zur Sowjetunion
  • Integration Berlins und der Bundesrepublik in das westliche Verteidigungssystem
  • Bedeutung der „Politik der Stärke“ in der frühen Deutschlandpolitik
  • Reaktion Brandts auf die Teilung Deutschlands und die Blockbildung

Auszug aus dem Buch

3.1 1945: Das Ende des Zweiten Weltkriegs

Nach Ende des Krieges stellt sich für Brandt die Frage, in welchem seiner beiden Vaterländer er nun weiterleben möchte. In seiner Wahlheimat Norwegen oder in seiner Ursprungsheimat Deutschland?

Als neue Führungsmacht des Westens erkennt er 1945 zweifellos die Vereinigten Staaten von Amerika an, die er gleichfalls als Hoffnungsträger für Veränderungen in Mittel-Europa tituliert. Große Bewunderung findet das Land, welches von Brandt bereits während des Krieges als durchweg positiv beschrieben wurde, auch durch dessen materielle Überlegenheit und dessen wissenschaftlichen, als auch kulturellen Leistungen. Doch verliert Brandt gleichfalls die Sowjetunion nicht aus den Augen. Auch sie wird von ihm als entscheidende Weltmacht gesehen, die er mit hoffnungsvollen Erwartungen bestückt.

Seine derzeitige, positive Einstellung zur Sowjetunion spiegelt gleichfalls die Hoffnungen des Westens wieder. Die Sowjetunion als friedliebende Macht, die Interesse an internationaler Kooperation beim Wiederaufbau hat. Auch Amerika und England sehen keinen Grund dafür „Uncle Joe“ etwas Negatives abzugewinnen. Diese Illusionen sind es, die den Wandel Brandts – zurück zu einem Anhänger der Sowjetunion – bestärken. Seine vorherige Abneigung und Kritik, unter anderem durch den Hitler-Stalin-Pakt von 1939, wird mit etwas gutem Willen zum Positiven gekehrt. So blendet Brandts Einheitssehnsucht die einst gewonnene Einsicht der verbrecherischen Politik Stalins aus.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Forschungsgegenstand: Definition des Kalten Krieges und Darlegung der Fragestellung zur Rolle Willy Brandts in den Jahren 1945 bis 1953.

2. Willy Brandt: Die Stationen seines Lebens bis 1969: Biografischer Abriss von den Anfängen in Lübeck über die Zeit im Exil bis zum Aufstieg in die aktive Bundespolitik.

3. Der „Kalte Krieg“ aus der Sicht Brandts: Hauptteil der Arbeit, der Brandts Haltung zu den sicherheitspolitischen Entwicklungen, der Teilung Deutschlands und den internationalen Krisen chronologisch analysiert.

4. Schluss: Zusammenfassung der Ergebnisse und Reflexion über den Wandel von Brandts politischer Positionierung gegenüber dem Osten.

Schlüsselwörter

Willy Brandt, Kalter Krieg, Deutschlandpolitik, Sowjetunion, Westintegration, Berlin-Blockade, DDR, NATO, Wiederbewaffnung, Stalin-Noten, SPD, Teilung Deutschlands, Außenpolitik, Westalliierten, Politik der Stärke

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der außenpolitischen Bewertung des Kalten Krieges durch Willy Brandt im Zeitraum zwischen 1945 und 1953.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen Brandts Wandel im Umgang mit der Sowjetunion, seine Bemühungen um die Einbindung Berlins und der Bundesrepublik in den Westen sowie seine Einschätzungen zur deutschen Wiedervereinigung.

Was ist die Forschungsfrage?

Es wird untersucht, wie Brandt aus seiner Sicht und mit seinem Wissen den Kalten Krieg beurteilte und ob er bezüglich der Rolle Deutschlands eine konsistente Meinung vertrat.

Welche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine literaturgestützte Analyse, wobei sie hauptsächlich das Werk von Wolfgang Schmidt sowie zeitgenössische Dokumente und Zeittafeln auswertet.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in chronologische Abschnitte, die Ereignisse wie die Konferenz von Jalta, die Gründung der NATO, den Korea-Krieg und die Stalin-Noten aus der Perspektive Brandts betrachten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind neben dem Namen Willy Brandt vor allem der Kalte Krieg, die Deutschlandpolitik, die Westintegration sowie die sicherheitspolitische Konfrontation zwischen den Weltmächten.

Wie bewertete Brandt die Rolle der Sowjetunion 1945 im Vergleich zu 1950?

Brandt hegte 1945 anfangs noch Hoffnungen auf eine friedliche Kooperation, entwickelte jedoch nach den Prager Ereignissen 1948 und dem zunehmenden „Stalinismus“ eine klare antisowjetische Haltung.

Warum lehnte Brandt 1949 die Anerkennung der DDR ab?

Brandt sah die Bundesrepublik als alleinige demokratische Vertreterin der Deutschen und wollte den Kontakt zum „Zonenregime“ zwar durch Handel halten, die Teilung jedoch keinesfalls staatspolitisch zementieren.

Excerpt out of 25 pages  - scroll top

Details

Title
Der Kalte Krieg aus der Sicht Willy Brandt's 1945 - 1953
College
University of Mannheim  (Geschichte)
Course
Der Kalte Krieg
Grade
1,5
Author
Stefanie Müller (Author)
Publication Year
2004
Pages
25
Catalog Number
V24448
ISBN (eBook)
9783638273220
ISBN (Book)
9783656202196
Language
German
Tags
Kalte Krieg Sicht Willy Brandt Kalte Krieg
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Müller (Author), 2004, Der Kalte Krieg aus der Sicht Willy Brandt's 1945 - 1953, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24448
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