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Entwicklungsländer: Wachstum, Krisen und Reformen

Title: Entwicklungsländer: Wachstum, Krisen und Reformen

Seminar Paper , 2003 , 39 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Philipp Kötter (Author), Fabian Qednau (Author)

Economics - Economic Cycle and Growth
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Das Kapitel 22 des Buches „International Macroeconomic Policy“ von Krugman und Obstfeld
befasst sich mit den Entwicklungs- und Schwellenländern (EWL), während in den vorherigen
Kapiteln größtenteils Industrieländer (IL), also wirtschaftlich und politisch stabile
Länder, analysiert wurden. Als erstes werden die Unterschiede der Entwicklungsländer zu
den Industrieländern dargestellt. Danach wird die zeitliche Entwicklung und das Wachstum
der EWL untersucht, bevor aufgetretene Krisen der EWL und deren Situation aufgezeigt und
erklärt werden. Diese Analyse wird anhand von den Beispielen Lateinamerika und Asien
verdeutlicht, bevor am Ende Lehren aus den Krisen gezogen und Ausblicke in die Zukunft
gegeben werden. Zur Einordnung der Länder biete sich das Schema der Weltbank an. Die
Weltbank hat 4 verschiedene Kategorien für die Pro-Kopf-Einkommen-Level:
1. Länder mit low-income (Indien, Pakistan, die Sahara-Staaten, etc.)
2. Länder mit lower middle-income (China, kleinere Südamerikastaaten, etc.)
3. Länder mit upper middle-income (grosse Südamerikastaaten, Malaysia, etc.)
4. Länder mit high-income (Industriestaaten)
Die Konvergenztheorie besagte, dass sich durch weitestgehend freien Handel das Pro-Kopf
Einkommen aller Länder angleichen (konvergieren) müsste, da Kapital in die Länder bewegt
werden kann, die den höchsten Ertrag bieten und außerdem auch Wissen an sich über politische
Grenzen transferierbar ist. Allerdings gilt diese Theorie nur für Ausnahmen, wie z.B.
Kanada. Der Grund dafür liegt vor allem in den unterschiedlichen politischen und wirtschaftlichen
Merkmalen dieser Länder.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Konvergenztheorie

3. Entwicklungs- und Schwellenländer

3.1. Strukturelle Merkmale dieser Länder

3.2. Kapitalzufluss an Entwicklungs- und Schwellenländer

3.3. Rückzahlungsschwierigkeiten der EWL

4. Lateinamerika: Von Krisen zu ungleichen Reformen

4.1. Inflation und Schuldenkrise 1980 in Lateinamerika

4.1.1. Bekämpfung der Inflation: Das Tablitas der 70er

4.1.2. Die Schuldenkrise in den 80ern

4.1.3. Reformen, Kapitalzuflüsse und Rückkehr der Krisen (90er)

4.1.4. Argentinien vor der Einführung des Currency Boards

4.2. Das Currency Board

4.2.1. Stabilitätsmechanismus

4.2.2. Internal Drain

4.2.3. External Drain

4.2.4. Bonitätsverlust

4.2.5. Argentinien während des Currency Boards (1991-2001)

4.3. Chile, das Vorbild Lateinamerikas

4.4. Argentiniens Krise 2001-2002

5. Erklärung der Krisen anhand des DD-AA-Modells

5.1. Krisenerklärung anhand des DD-AA-Modells in Ursprungsform

5.2. Erklärung der Krisen anhand eines Modells von Krugman

6. Krise in Asien

6.1. Vor der Krise

6.2. Anfang der Krise

6.3. Auswirkungen für einzelne asiatische Länder

6.4. Auswirkungen auf Europa

6.5. Weitere Auswirkungen

7. Russlandkrise

8. Erklärungen der Asienkrise

9. Gründe für die Asienkrise

9.1. Diagnose und Rezeptur des IWF

9.2. Kritik am IWF

9.3. Entwicklung durch Kapitalimport

9.4. Folgen der Verschuldungsstrategie

10. Die Folgen für die Entwicklungsländer

11. Fazit:

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Interaktion von Real- und Finanzmärkten in Entwicklungs- und Schwellenländern. Dabei wird analysiert, wie wirtschaftliche Reformen, insbesondere währungsbasierte Strategien und Kapitalzuflüsse, einerseits zu Wachstum führen, aber andererseits in schweren Krisen resultieren können. Die Forschungsfrage fokussiert sich auf die Ursachen dieser Krisen, die Rolle des Internationalen Währungsfonds (IWF) sowie die Frage, ob währungsstabilisierende Instrumente wie Currency Boards für Länder mit geringer geldpolitischer Reputation geeignet sind.

  • Strukturelle Merkmale und wirtschaftliche Entwicklung von Entwicklungs- und Schwellenländern.
  • Die Mechanismen und Krisenanfälligkeit von Währungssystemen am Beispiel Lateinamerikas (insbesondere Argentinien).
  • Analyse von Währungskrisen mittels des DD-AA-Modells sowie Modellen von Krugman.
  • Untersuchung der Asienkrise (1997) und der russischen Finanzkrise.
  • Kritische Würdigung der IWF-Interventionen und Strategien zur Krisenbewältigung.

Auszug aus dem Buch

4.2. Das Currency Board

Ein Currency Board ist eine spezielle Art von Festkurssystem. Currency Board heißt übersetzt Währungsamt. Durch den Ankauf ausländischer Währung zu einem per Gesetz festgelegten Kurs, bringt das Währungsamt die nationale Geldmenge in Umlauf. Nur ein Ankauf der Reservewährung ermöglicht die Geldschöpfung. Das Ziel ist, Geldwertstabilität zu erlangen und diese über die Ankerwährung zu importieren. Vor allem für Länder mit Glaubwürdigkeitsproblemen aufgrund einer inflationsgeprägten Vergangenheit wie in Argentinien biete sich diese System an.

„Als Ankerwährung sollte dann die Währung (der Währungsgemeinschaft) gewählt werden, aus der man primär Direktinvestitionen erwartet. Der über den Verkauf von Eigentumstiteln (Beteiligungen, Aktien, Immobilien, Wälder, Grund und Boden usw.) erwartete Nettokapitalimport hat entsprechend bei dem fixierten Wechselkurs das zu erwartende Leistungsbilanzdefizit (bspw. eines Transformationslandes mit dem Import von Investitionsgütern) zu kompensieren bzw. zu finanzieren.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Stellt das Thema des Buches vor, definiert die Zielsetzung und führt das Schema der Weltbank zur Ländereinteilung ein.

2. Die Konvergenztheorie: Diskutiert die Annahme, dass sich das Pro-Kopf-Einkommen durch freien Handel angleicht, und zeigt deren Grenzen auf.

3. Entwicklungs- und Schwellenländer: Analysiert die strukturellen Divergenzen, Kapitalzuflüsse sowie die Mechanismen von Rückzahlungsschwierigkeiten in diesen Ländern.

4. Lateinamerika: Von Krisen zu ungleichen Reformen: Untersucht die Krisengeschichte Lateinamerikas, den Einsatz des Tablitas-Modells und detailliert das Currency Board in Argentinien.

5. Erklärung der Krisen anhand des DD-AA-Modells: Nutzt ökonomische Modelle, um die Dynamik von Wechselkursen und Krisen grafisch und theoretisch zu erläutern.

6. Krise in Asien: Beschreibt den Aufstieg und den darauffolgenden Zusammenbruch der asiatischen Volkswirtschaften sowie deren Auswirkungen auf andere Regionen.

7. Russlandkrise: Analysiert die spezifische Situation Russlands und die Rolle der Staatsfinanzen während der Krise 1998.

8. Erklärungen der Asienkrise: Hinterfragt die Ursachen der Finanzkrise in Asien und bewertet die Rolle der Banken.

9. Gründe für die Asienkrise: Diskutiert Thesen zum Finanzsektor und kritisiert die Diagnose sowie die Rezeptur des IWF bei der Krisenbewältigung.

10. Die Folgen für die Entwicklungsländer: Bewertet die Auswirkungen der Liberalisierung und die Rolle internationaler Institutionen für die betroffenen Länder.

11. Fazit: Fasst zusammen, dass das untersuchte Modell nicht eins zu eins auf Europa übertragbar ist, und gibt einen Ausblick auf künftige Herausforderungen.

Schlüsselwörter

Entwicklungsländer, Schwellenländer, Finanzkrise, Währungskrise, Currency Board, IWF, Kapitalzufluss, Leistungsbilanz, Wechselkurssystem, Argentinien, Asienkrise, Strukturreformen, Verschuldungsstrategie, Kapitalmobilität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die wirtschaftliche Dynamik von Entwicklungs- und Schwellenländern, wobei der Fokus auf dem Spannungsfeld zwischen Kapitalzuflüssen, Wachstum und den wiederkehrenden Krisen in diesen Regionen liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Analyse von Währungssystemen (insbesondere Currency Boards), Ursachen und Auswirkungen von Finanz- und Währungskrisen (Asien, Lateinamerika, Russland) sowie eine kritische Auseinandersetzung mit den Krisenbewältigungsstrategien des IWF.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die ökonomischen Mechanismen hinter den Krisen der 80er und 90er Jahre zu durchdringen, die Angemessenheit von marktradikalen Reformen zu hinterfragen und zu prüfen, inwieweit theoretische Modelle wie das DD-AA-Modell diese Krisen erklären können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine makroökonomische Analyse durchgeführt, die theoretische Ansätze (z.B. das DD-AA-Modell, Krugmans Investitionsfunktion) mit einer empirischen Betrachtung spezifischer Länderbeispiele und historischer Ereignisse verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Länderanalysen (Lateinamerika, Asien, Russland), die theoretische Herleitung der Krisenmechanismen durch verschiedene ökonomische Modelle sowie eine detaillierte Kritik an den Interventionen internationaler Finanzinstitutionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Währungskrise, Kapitalmobilität, Currency Board, IWF-Konditionalität und strukturelle Anpassungsprozesse charakterisiert.

Warum scheiterten die Reformversuche in Argentinien trotz des Currency Boards?

Die starre Bindung an den US-Dollar entzog der argentinischen Zentralbank die Möglichkeit, geldpolitisch auf Schocks zu reagieren. Zudem führten hohe Auslandsverschuldung und ein Mangel an politischer Glaubwürdigkeit in der Krise zu einem Vertrauensverlust, den das System nicht ausgleichen konnte.

Inwiefern unterscheidet sich die Asienkrise von den lateinamerikanischen Krisen?

Während die Krisen in Lateinamerika häufig durch staatliche Haushaltsdefizite und Hyperinflation geprägt waren, entstand die Asienkrise primär durch einen privaten Finanzsektor, der sich massiv in Fremdwährungen verschuldete und nicht mit der realwirtschaftlichen Entwicklung Schritt halten konnte.

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Details

Title
Entwicklungsländer: Wachstum, Krisen und Reformen
College
Bielefeld University  (Lehrstuhl für VWL)
Course
Zur Interaktion von Real- unf Finanzmärkten
Grade
1,3
Authors
Philipp Kötter (Author), Fabian Qednau (Author)
Publication Year
2003
Pages
39
Catalog Number
V24456
ISBN (eBook)
9783638273305
Language
German
Tags
Entwicklungsländer Wachstum Krisen Reformen Interaktion Real- Finanzmärkten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Philipp Kötter (Author), Fabian Qednau (Author), 2003, Entwicklungsländer: Wachstum, Krisen und Reformen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24456
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