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Moral und Liebesideal in "La española inglesa" und "La Gitanilla"

Title: Moral und Liebesideal in "La española inglesa" und "La Gitanilla"

Term Paper (Advanced seminar) , 2001 , 21 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Daniela Hendel (Author)

Romance Studies - Spanish Studies
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Im Allgemeinen werden die novelas ejemplares in novelas idealistas und novelas realistas unterteilt. Ein verbindendes Glied zwischen den novelas ist die Liebe. Praktisch jede der Novellen erzählt eine Liebesgeschichte mit einer bestimmten Intention, einer unterschiedlichen Sichtweise und der damit zusammenhängenden Werteordnung. Die ausgewählten novelas gehören zu je einer der Gruppen. Sie werden im Spannungsfeld zwischem neoplatonischem und christlichem Liebesideal untersucht. Wichtig für diesen Zusammenhang ist die Frage der Moral, die von der Frage der Liebe schwer zu trennen ist. Desweiteren ist die Frage des freien Willens entscheidend. Wie weit geht die Umsetzung des neoplatonischen Liebesideals in den novelas? Wie gestaltet Cervantes andere Aspekte der Moral, welchen Versuchungen werden seine Protagonisten ausgesetzt und mit welcher Strafe müssen sie für eine Verletzung der Moral rechnen? Lässt sich in bezug auf die Moral die vorgenommene Einteilung in realistische und idealistische novelas beibehalten?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Das neoplatonische Liebesideal

1.1. Die neoplatonische Liebe in „La española inglesa“

1.1.1. Die Erscheinung Isabelas

1.1.2. Ricaredos neoplatonische Entwicklung

2. Tugend, Moral und freier Wille in “La Gitanilla”

2.1. Die Tugendhaftigkeit Preciosas

2.2. Die Moral der Zigeuner

2.3. Die Möglichkeit des freien Willens

2.4. Andrés Caballero und die Rolle des Geldes

3. Eifersucht und körperliche Liebe

4. Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung von Liebe, Moral und freiem Willen in ausgewählten Novellen von Miguel de Cervantes, insbesondere in „La española inglesa“ und „La Gitanilla“. Das primäre Ziel ist es, die Verflechtung des neoplatonischen Liebesideals mit christlichen Wertvorstellungen zu analysieren und zu prüfen, inwieweit diese in den Protagonisten exemplarisch verkörpert werden.

  • Analyse des neoplatonischen Liebesbegriffs bei Cervantes
  • Untersuchung der moralischen Integrität und des freien Willens der Hauptfiguren
  • Vergleich der gesellschaftlichen Welten von Zigeunern und spanischem Adel
  • Bedeutung von ökonomischen Faktoren und Geld in den narrativen Strukturen
  • Hinterfragung der klassischen Einteilung in idealistische und realistische Novellen

Auszug aus dem Buch

2.2. Die Moral der Zigeuner

Es stellt sich die Frage, wie gut Cervantes die Zigeunerwelt eigentlich kannte oder ob er nur einen besonders kontrastreichen Rahmen für seine Idealfigur gesucht hat. López de Meneses stellt in diesem Zusammenhang fest: “En la producción cervantina figura el tema gitano en La Gitanilla, Coloquio de perros, La ilustre fregona, [...] Pero su conocimiento de él era muy superficial y en vano buscaríamos en las obras del eximio alcalaíno una sola palabra en caló.”

Wie bereits gezeigt, ist die Einführung in die novela eine Beschreibung der Zigeunerwelt. Wir erfahren, dass die Zigeuner Diebe und Bettler sind und obendrein noch stolz auf diese Lebensweise. Eine ähnliche Beschreibung macht auch Berganza im „El coloquio de los perros“:

La que tuve con los gitanos fue considerar en aquel tiempo sus muchas malicias, sus embaimientos y embustes, los hurtos en que se ejercitan así gitanas como gitanos, desde el punto casi que salen de las mantillas y saben andar. ¿Ves la multitud que hay dellos esparcida por España? Pues todos se conocen y tienen noticia los unos de los otros, y trasiegan y trasponen los hurtos déstos en aquéllos y los de aquéllos en éstos.[...] Cásanse siempre entre ellos, por que no salgan sus malas costumbres a ser conocidas de otros; ellas guardan el decoro a sus maridos, y pocas hay que les ofendan con otros que no sean de su generación. (N.E., II, 347/348)

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Einführung in die Problematik der Klassifizierung der „Novelas ejemplares“ in realistische und idealistische Gruppen sowie Erläuterung des thematischen Fokus auf Moral und Liebe.

1. Das neoplatonische Liebesideal: Darstellung der philosophischen Grundlagen des Neoplatonismus und dessen Anwendung auf die Entwicklung der Protagonisten in „La española inglesa“.

2. Tugend, Moral und freier Wille in “La Gitanilla”: Analyse von Preciosas Rolle als tugendhaftes Ideal in einer kontrastierenden Umgebung sowie die Untersuchung der ökonomischen Aspekte und des freien Willens bei Andrés Caballero.

3. Eifersucht und körperliche Liebe: Untersuchung der Rolle von Eifersucht und körperlicher Enthaltsamkeit als Faktoren innerhalb der von Cervantes entworfenen Liebeskonzepte.

4. Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse, wonach Cervantes neoplatonische und christliche Ideale in einer moralischen Perfektion seiner Protagonisten verschmilzt.

Schlüsselwörter

Cervantes, Novelas ejemplares, Neoplatonismus, Liebesideal, Moral, freier Wille, La Gitanilla, La española inglesa, Tugend, Zigeunerwelt, spanischer Adel, Ethik, christliche Liebe, Literaturanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die moralischen und philosophischen Dimensionen der Liebe in den „Novelas ejemplares“ von Cervantes, wobei der Schwerpunkt auf der Verschränkung von neoplatonischen und christlichen Werten liegt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Kernbereichen gehören das Liebesideal, die Bedeutung des freien Willens bei der Partnerwahl sowie der Einfluss des sozialen Milieus und ökonomischer Faktoren auf das Handeln der Figuren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Cervantes seine Protagonisten als moralische Idealtypen zeichnet und inwiefern diese Darstellung die klassische Unterscheidung zwischen idealistischen und realistischen Novellen infrage stellt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die primäre Textstellen der Novellen mit einschlägiger Sekundärliteratur verknüpft, um thesenartige Argumente zur Struktur des Liebesideals zu stützen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des neoplatonischen Einflusses in „La española inglesa“ sowie eine detaillierte Analyse von Tugend, freiem Willen und ökonomischen Aspekten in „La Gitanilla“.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Neoplatonismus, moralische Perfektion, freier Wille, Tugendhaftigkeit und den sozioökonomischen Gegensatz zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Schichten in Cervantes' Welt geprägt.

Inwiefern spielt der soziale Status in „La Gitanilla“ eine Rolle?

Der soziale Status ist zentral, da die Figur der Preciosa durch ihre vermeintliche Zigeunerherkunft in einen gesellschaftlichen Gegensatz gestellt wird, der erst durch die Enthüllung ihrer tatsächlichen adligen Abstammung aufgelöst wird.

Welche Bedeutung misst die Arbeit der ökonomischen Komponente bei?

Geld fungiert in der Arbeit als ein strukturelles Element, das sowohl die frühkapitalistische Realität Spaniens widerspiegelt als auch als Mittel dient, mit dem Cervantes seine Protagonisten von den tatsächlichen „Lastern“ der Zigeunerwelt abgrenzt.

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Details

Title
Moral und Liebesideal in "La española inglesa" und "La Gitanilla"
College
Humboldt-University of Berlin  (Romanistik-Institut)
Course
"Die novelas ejemplares" von Cervantes
Grade
2,3
Author
Daniela Hendel (Author)
Publication Year
2001
Pages
21
Catalog Number
V24468
ISBN (eBook)
9783638273398
ISBN (Book)
9783656903703
Language
German
Tags
Moral Liebesideal Gitanilla Cervantes
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniela Hendel (Author), 2001, Moral und Liebesideal in "La española inglesa" und "La Gitanilla", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24468
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