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Strafe als Erziehungsmittel

Titre: Strafe als Erziehungsmittel

Mémoire pour le Diplôme Intermédiaire , 2003 , 55 Pages , Note: 1,6

Autor:in: Anke Lehmann (Auteur)

Pédagogie - Général
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Résumé Extrait Résumé des informations

Welche Rolle die Strafe in der Erziehung spielt, und welche Berechtigung ihr als Erziehungsmittel überhaupt zugestanden werden kann, sind zentrale Momente der vorliegenden Arbeit. Gerade die wichtige Frage, ob der Strafe in der heutigen modernen Erziehung noch eine Bedeutung zukommt, kann nur vor dem Hintergrund einer genauen Betrachtung, was Strafe im erzieherischen Kontext darstellt, weitestgehend geklärt werden.
Diesem Anspruch, systematisch das Thema Strafe in der Erziehung von verschiedenen Blickwinkeln her zu beleuchten, möchte diese Arbeit gerecht werden, damit man sich eine eigene, aber trotzdem inhaltlich fundierte Meinung darüber bilden kann, ob Strafe in der Erziehung heutzutage noch von Bedeutung ist oder nicht.
Zunächst erscheint dabei wichtig zu klären, was man unter Strafe überhaupt versteht, und wie Strafe als Erziehungsmittel in der Erziehung eingeordnet werden kann. Damit beschäftigt sich der erste Teil der Arbeit. Dies soll zugleich ein gedanklicher Einstieg sein in die komplexe Strafproblematik. Im zweiten Teil wird sich dann der historischen Entwicklung von Strafe im Kontext der Erziehung zugewandt. Durch den veränderten Umgang mit Strafe durch die Jahrhunderte wird deutlich, wie variabel der Begriff der Strafe eigentlich ist, und wie verschieden er ausgelegt und begründet werden kann durch den Einfluss unterschiedlichster Wertvorstellungen und Normsetzungen, die selber wiederum einem zeitlichen Wandel unterworfen sind. Im dritten und umfangreichsten Teil der Arbeit werden Konzepte zur Strafe vorgestellt, in denen i verschiedene Theorien und Ansätze vorgestellt werden, die grundlegende Wesenszüge von Strafe verdeutlichen sollen. Im Anschluss, im vierten Teil, soll dann die Wirksamkeit von Strafe im Mittelpunkt der Betrachtung stehen. Die letzten beiden Teile der Arbeit erscheinen für die zentrale Frage, welche Rolle die Strafe in der Erziehung spielt, und welche Rolle sie spielen sollte oder auch nicht, als besonders wichtig.
Ebenfalls wird es interessant sein zu sehen, inwieweit selbst in der Kindheit erlebte Bestrafungen im wissenschaftlichen Zusammenhang erklärt und interpretiert werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Einführung: Erziehungsmittel und Strafe

1.1. Was sind Erziehungsmittel?

1.2. Was versteht man unter Strafe als Erziehungsmittel?

2. Strafe in der Erziehung – Historischer Abriss

2.1. Antike bis Viertes Jahrhundert

2.2. Viertes bis Dreizehntes Jahrhundert

2.3. Vierzehntes bis Siebzehntes Jahrhundert

2.4. Achtzehntes Jahrhundert

2.5. Neuzehntes bis Mitte Zwanzigstes Jahrhundert

2.6. ab Mitte Zwanzigstes Jahrhundert

3. Konzepte zur Strafe

3.1. Straftheorien

3.1.1. Retributive oder Vergeltungstheorie

3.1.2. Präventive oder Abschreckungstheorie

3.1.3. Sühne

3.1.4. Besserungstheorien

3.2. Strafformen

3.2.1. Geißlers Unterteilung in Disziplinar- und Erziehungsstrafe

3.2.1.1.Disziplinarstrafe

3.2.1.2.Erziehungsstrafe

3.2.2. Körperstrafe

4. Wirksamkeit de s Erziehungsmittel Strafe

4.1. Wirkung von Strafe in der Erziehung

4.2. Strafe als legitimes Erziehungsmittel

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht systematisch die Rolle und Berechtigung von Strafe im erzieherischen Kontext, mit dem Ziel, die komplexe Strafproblematik unter Berücksichtigung historischer Entwicklungen, theoretischer Konzepte und aktueller Erkenntnisse zur Wirksamkeit zu beleuchten und kritisch einzuordnen.

  • Historische Entwicklung von Strafpraktiken und Kindheitsbildern
  • Systematische Darstellung theoretischer Straftheorien
  • Differenzierung verschiedener pädagogischer Strafformen
  • Analyse der tatsächlichen Wirksamkeit von Strafe in der Erziehung
  • Kritische Diskussion der Legitimität von Strafe in der modernen Pädagogik

Auszug aus dem Buch

1.1. Was sind Erziehungsmittel?

Möchte man sich mit der Thematik, was Strafe in der Erziehung bedeutet, beziehungsweise welche Position die Strafe als Erziehungsmittel im allgemeinen einnimmt, näher befassen, so muss zunächst geklärt werden, was man unter Erziehungsmitteln überhaupt versteht.

Geißler definiert Erziehungsmittel als „Maßnahmen und Situationen, mit deren Hilfe Erziehende auf Heranwachsende einwirken, in der Absicht, deren Verhalten, Einstellungen oder Motive zu bilden, zu festigen oder zu verändern“. (Geißler 1982, S.22) Erziehungsmittel können unter anderem Maßnahmen des Lobes und Tadels, der Erinnerung und Ermahnung, der Strafe, die Situation des Spiels, des Wetteiferns und der Arbeit sein. Aber auch die Gewöhnung, das Gespräch, das Beispiel und Vorbild kann man im weiteren Sinne zu den Erziehungsmitteln zählen. (vgl. Geißler 1982, S.22)

Der Erzieher kann zum einen direkt auf ein Kind einwirken, er kann es loben oder strafen. Diese Maßnahmen nennt man direkte Erziehungsmittel, wo der Impuls direkt vom Erzieher ausgeht.

Zum anderen spricht man von indirekten Erziehungsmitteln, wenn der Impuls von der Situation und nicht vom Erzieher selbst ausgeht, der Erzieher aber trotzdem absichtlich Situationen funktionaler Erziehung arrangiert hat. Indirekte Erziehungsmittel wären zum Beispiel das Spiel, die Arbeit oder der Wetteifer. Meist kommt den indirekten Erziehungsmitteln eine besondere pädagogische Bedeutung zu.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Autorin legt ihre persönliche Motivation dar und definiert den systematischen Anspruch, Strafe in der Erziehung aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten, um eine fundierte Meinung über deren heutige Bedeutung zu ermöglichen.

1. Einführung: Erziehungsmittel und Strafe: Es wird geklärt, welche Funktion Erziehungsmittel allgemein einnehmen, wobei zwischen direkten und indirekten Mitteln sowie deren Absichten unterschieden wird.

2. Strafe in der Erziehung – Historischer Abriss: Dieses Kapitel zeichnet die Entwicklung des Umgangs mit Kindern und deren Bestrafung über verschiedene Jahrhunderte nach, unter besonderer Berücksichtigung der Humanisierung der Erziehung.

3. Konzepte zur Strafe: Es werden zentrale Straftheorien wie Vergeltung, Abschreckung, Sühne und Besserung diskutiert und verschiedene in der pädagogischen Praxis bedeutsame Strafformen detailliert vorgestellt.

4. Wirksamkeit de s Erziehungsmittel Strafe: Hier wird analysiert, unter welchen Faktoren Strafe wirkt, wobei die Differenz zwischen erhoffter und tatsächlicher Wirkung sowie die Problematik des Strafleids zentral sind.

Schlüsselwörter

Strafe, Erziehungsmittel, Pädagogik, Disziplinierung, Kindheitsgeschichte, Straftheorien, Körperstrafe, Wirksamkeit, Sozialisation, Reformpädagogik, Erziehungsstil, Strafleid, Legitimität, Verhaltensbeeinflussung, Menschliche Entwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert die Rolle, Berechtigung und Wirksamkeit von Strafe als erzieherisches Instrument innerhalb der historischen und modernen Erziehungspraxis.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die historische Entwicklung des Kindheitsverständnisses, verschiedene Straftheorien, pädagogische Strafformen sowie die psychologische und erzieherische Wirksamkeit von Bestrafungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, den Leser in die Lage zu versetzen, sich eine inhaltlich fundierte Meinung über die heutige Bedeutung und Legitimität von Strafe in der Erziehung zu bilden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine systematische theoretische Auseinandersetzung mit der Fachliteratur, wobei historische und erziehungswissenschaftliche Ansätze und Begriffsdefinitionen analysiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Konzepte zur Strafe (Theorien und Formen) tiefgehend erarbeitet und die Wirksamkeit von Strafe unter Berücksichtigung von erzieherischen Faktoren und psychologischen Folgen kritisch beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Strafe, Erziehungsmittel, Disziplinierung, Pädagogik, Körperstrafe, Strafleid und Erziehungsstil.

Warum ist die Körperstrafe besonders kritisch zu betrachten?

Die Arbeit hebt hervor, dass körperliche Züchtigung als Form von Gewalt negative Auswirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung hat, destruktive Ängste schürt und dem Ziel der Erziehung zu einem freien Menschen widerspricht.

Welche Rolle spielt der "Liebesentzug" als Strafform?

Liebesentzug wird als mildere, aber psychologisch wirkungsmächtige Form eingestuft, die jedoch bei falscher Dosierung und Dauer zu frühkindlichen Trennungsängsten und zum Verlust der Geborgenheit führen kann.

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Résumé des informations

Titre
Strafe als Erziehungsmittel
Université
Dresden Technical University  (Sozialpädagogik, Sozialarbeit)
Note
1,6
Auteur
Anke Lehmann (Auteur)
Année de publication
2003
Pages
55
N° de catalogue
V24477
ISBN (ebook)
9783638273473
ISBN (Livre)
9783638723619
Langue
allemand
mots-clé
Strafe Erziehungsmittel
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anke Lehmann (Auteur), 2003, Strafe als Erziehungsmittel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24477
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Extrait de  55  pages
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