Bedeutung und Beachtung der Reliquien im christlichen Abendland vom 11. bis 13. Jahrhundert


Seminararbeit, 1999
41 Seiten, Note: 1

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Ursprung der Verehrung von Reliquien im Christentum

Heilige

Die Heiligen in ihren Reliquien

Kraft und Macht der Reliquien

Altar und Kreuz

Berühren und Schauen

Die Trierer Heilig-Rock-Reliquie in Zeugnissen und Legenden

Schluß

Zeittafel

Glossar

Literatur

Einleitung

Am mittelalterlichen Reliquienwesen fasziniert nicht nur der kultische Umgang mit den Gebeinen der Heiligen, sondern zudem ihre Verpackung, also das Reliquiar. Es birgt etwas Geheimnisvolles und Kostbares, was auch in der Erscheinung des Reliquiars zum Ausdruck kommt. Zum Reliquienkult im Mittelalter gehört neben den Geschichten über den Umgang mit den leiblichen Überresten von Heiligen und dem Vollzug mittelalterlicher Frömmigkeit, die Gestaltung der Reliquiare. Denn in der Art der kostbaren Schreine spiegelt sich jeweils auch die spirituelle Bedeutung von Reliquien, politischer Anspruch und Welt­anschauung sowie ästheti­sche Wahr­neh­mung wider. So hat sich insbesondere der sinnliche Umgang mit den Reli­quien wäh­rend des Hochmittelalters vom Berühren hin zum Schauen verändert, was die kost­bare Ausformung der Reliquiare prägte. Die reiche Ausschmückung der Reliquiare wurde im Mittelalter von einigen wenigen durchaus kritisch betrachtet, beispiels­weise von Bernhard von Clairvaux.[1] Ebenso wurde Kritik am Kult um die Reliquien geübt: Alkuin von New York (~* 730, † 804), ein Zeitgenosse Karls des Großen, meint “... daß es besser ist, im Herzen die Beispiele der Heiligen nachzuah­men, als Säckchen mit ihren Gebeinen mit sich herum­zutragen”[2] und Petrus Venerabilis, Abt von Cluny betonte, “... «daß die Reliquien nicht um ihrer selbst willen, sondern um der Ehre der Heiligen willen verehrungswürdig sind», so wie die Heiligen selbst nicht um ihrer selbst willen, sondern wegen der Gottesgnade groß sind.”[3]

Der praktische Umgang mit den Reliquien und Grabstätten der Heiligen sowie die Gestaltung der Reliquiare in der mittel­alterlichen Zeit vom 11. bis 13 Jahrhundert sind die Themen der hier vorliegenden Arbeit, entstanden als Ausarbeitung des Refe­rats über Reliquienkult im Mittelalter und den Heiligen Rock in Trier im Rahmen des Seminars von Guido Boulboullé “Das irdische Jerusalem. Dome des 11. bis 13. Jahr­hunderts” an der Universität Bremen und der Exkursion zu mittelalterlichen Kirchen. Die Fahrt nach Maria Laach, Trier, Basel, Speyer und Worms fand im Mai 1996 statt. Im Trierer Dom wurde zu dieser Zeit die Heilig-Rock-Reliquie ausgestellt und Tau­sende Gläubige pilgerten nach Trier, um sie zu sehen. Die Wallfahrt gab den Anlaß, uns während der Exkursion nicht nur mit romani­scher Architektur, sondern auch mit mittelalterlicher Frömmigkeit zu befassen. Tatsächlich ist die sakrale Architektur des Mittelalters eng mit dem Reliquienwesen verknüpft. Die mittelalterliche Vorstel­lung vom “Himmlischen Jerusalem” prägte die Gestaltung der romanischen Dome ebenso wie den Reliquien­kult. Denn die Heiligen waren nach mittelalterlichem Verständnis sowohl im Himm­lischen Jerusalem als auch in ihren Reliquien auf Erden präsent. Somit ist verständlich, daß die irdischen Dome, als Abbild des “Himmlischen Jerusalem”, sich mit den Reliquien der Heiligen verbanden. Grabstät­ten von Heiligen wurden mit Kirchen überbaut. Der Altar, das Herzstück jeder Kirche, benötigt eine Reliquie, um geweiht zu sein. Einige Reliquiare wurden wiederum in Form von Kirchen gestaltet, sogar als dreischiffige Basilika, wie der Schrein der Heiligen Drei Könige im Kölner Dom. - Grundlage des Referats bildete der Text “Reliquien­ver­ehrung” von Peter Dinzelbacher. In der vorliegenden Arbeit stütze ich mich deswei­teren vor allem auf Schriften zum Thema von Arnold Angenendt, Hans Belting und Anton Legner.

Mittelalterlich anmutende Glaubensformen gibt es auch heute noch und nicht nur in Italien. Seit die Madonnenstatuen 1994 allerorten blutige Tränen zu weinen began­nen, ist das Thema vom Glauben an Wunder in den Medien immer wieder präsent (besonders zu Ostern und Himmelfahrt). Da wird von Wunderheilern, göttlicher Gnade durch das Berühren eines Kreuzes, Pilgerreisen[4] und Stigmatisierten[5] berich­tet. Auch heute noch pilgern Tausende beispielsweise zur Heilig-Rock-Reliquie nach Trier[6] und zum Turiner Grabtuch[7]. Der einbalsamierte Leichnam von Lenin in Moskau ist wohl das erstaunlichste Beispiel für den Kult um die menschlichen Überreste und dies sogar im die christli­che Religion verdammenden Kommunismus. Anton Legner sieht das Phänomen sowohl in der christlich-orthodoxen Prägung der russischen Gesellschaft als auch in einem spezifisch menschlich kultischen Verhalten begrün­det. Auf diese Weise wird die Heiligkeit des Revolutionärs Lenin mittels der alten Muster verifiziert.[8]

Moderne Formen der Reliquien sind uns aus dem Starkult bekannt. Ikonen aus Pop und Film werden von ihren Fans vergöttert und zu Heiligen stilisiert, deren Wir­kungsmacht einer Haarlocke, dem Galakleid oder dem verschwitzten Shirt inne­wohnt. Diese Objekte der Begierde möchte der Fan bei sich zu Hause haben, damit das geliebte Idol immer präsent sei. Auch der Brockhaus hat mit seiner Enzy­klopä­die 2000 (Abb. 1), gestaltet von André Heller, eine neue Dimension im Reli­quienkult eröffnet. Die Einbände der Lexika sind mit originalen Objekte von berühm­ten Men­schen bestückt; sowie mit Gegenständen[9], die der Künstler André Heller zudem selbst sammelte. André Heller nimmt teilweise das mittelalterliche Prinzip der Reli­quien­teilung auf, indem er Stücke von Churchills Stuhlbezug oder Placido Domingos Kostüm in verschiedenen Buchrücken einschließt. Die Präsentation der Reliquien hinter transparenten Plexiglasfenstern erinnert zwar an Tafelreliquiare mit einge­arbeiteten Kristallplättchen (Abb. 2) aus dem 13. Jahrhundert. - Aber nicht, daß noch jemand glaubt, es würden Wunder von den Fundstücken ausgehen. Nein, denn André Heller stellt fest: “Die Welt ist voller kleiner Wunder, man muß nur danach greifen”[10]. Eine Enzyklopädie ist eben doch der Aufklärung verhaftet und nicht dem Mittelalter.

In der Zeitgenössischen Kunst arbeitet Christian Boltanski mit dem Wesen des Reli­quienkultes. Mit mystisch anmutenden Installationen schafft er Orte des Erin­nerns, hierzu bedient er sich unter anderem der sakralen Formensprache des Reli­quienwe­sen. Die Arbeiten Christian Boltanskis unterscheiden sich aber vom übli­chen Reliquien­kult, denn er thematisiert immer wieder die namenlose Masse und seine Installatio­nen folgen den Regeln der Konzeptkunst, zudem führt er mittels der foto­grafischen Reproduktion und industriell gefertigter Behältnisse (Archive, Keks­dosen) die Vervielfäl­tigung ein, wodurch sich die Originalität und Einzigartigkeit des Aus­gangsmaterials (alte Fotoalben, Zeitungsausschnitte, Dokumente) verliert. Diese Loslösung vom Original hin zum Produkt[11] ermöglicht letztlich eine Identifikation des Betrachters mit dem Kunstwerk, da persönliche Assoziationen und Erinnerun­gen wachgerufen werden. In seine Kunstwerke bezieht Boltanski häufig viele Men­schen ein, wie beispielsweise in der Arbeit Menschlich[12] mit mehr als 1000 Portrait­fotos. Aber auch in seinen Werken mit Altkleidern, wie in den Installationen Purimfest[13] , See der Toten[14] und Heilige Woche in der Kirche Saint-Eustache, Paris (siehe Deckblatt) berücksichtigt Boltanski das Individuum in der Masse. Viele Jacken, Mäntel, Kleider und Pullover waren einzeln und nebeneinander auf dem Boden der Pariser Kirche ausgebreitet, gleichsam als hätten sie sich zur Anbetung niederge­worfen, die Arme weit ausgebreitet, mit dem “Gesicht” zum Boden. Einerseits sind diese Kleidungs­stücke ein Hinweis auf die Masse der Gläubigen, doch in Form und Wirkung des einzelnen Kleides verweist die Arbeit auch auf das Gewand Christi. Boltanski vervielfacht quasi die Heilig-Rock-Reliquie. Hierzu nimmt er moderne Kleidung in der Art, wie sie von jedermann getragen wird. Da Boltanski das Gewand von Jesus mit Kleidungsstücken heutiger Erdenbürger vergleicht, schafft er einen neuen Blick­winkel auf den Kult um Reliquien und Heiligkeit.

Ursprung der Verehrung von Reliquien im Christentum

Bereits die ersten Christen verehrten jene Glaubensbrüder, die unter den Römern gelitte­n hatten, indem sie körperliche Überreste von ihnen aufbewahrten: Mit Märtyrer­blut getränkte Tücher wurden als Schutz für die Familie mit nach Hause genommen. Der Reliquienkult entspringt verschiedenen Phänomenen: Der Verehrung der Toten an ihren Gräbern und dem Aufbewahren von Erinnerungsstücken, dem Glauben an ein Leben nach dem Tod und, daß für das Weiterleben der Toten die Gebeine erhalten oder sogar beieinander bleiben müssen[15].

Der Kult um die Heiligen und Reliquien sei so alt wie die katholische Kirche und wäre, in der westlichen Welt, bereits um 160 n. Chr. (Märtyrertod des hl. Polykapus) ausgeprägt[16], stellt der Jesuitenpater Stephan Beissel in seiner Schrift von 1890/92 “Die Verehrung der Heiligen und ihrer Reliquien in Deutschland im Mittel­alter” fest. Mit Hinweis auf die Bibelstelle 1 Cor 15, 40.44 belegt Arnold Angenendt jedoch, daß es im Christentum ursprünglich keine Veranlas­sung zur Reliquienverehrung gab, denn entsprechend den Paulusbriefen stand geschrie­ben: Bei der Auferstehung werde ein spirituell-himm­lischer Leib verliehen. So wurde auch das Grab des ersten christlichen Märtyrers Stephanus nicht sonderlich beachtet. Allerdings förderten die Auferstehungsberichte der Evangelisten mit dem leeren Grab die Vorstellung von der Wiederauferstehung des irdischen Leibes. Ein Grund, Knochen und andere Überreste der verehrten, christlichen Ahnen aufzubewahren, lag in dem Glauben, den Überre­sten wohne eine spezielle Kraft virtus inne: Eine vom Heiligen verdiente Got­teskraft, die über seinen Tod hinaus fortwirkt und permanent von der himmlischen Seele des Heiligen auf seine Knochen übertragen würde.[17]

Der Kult um die christlichen Heiligen sei nicht aus der Antike übernommen worden; er sei zudem nicht auf die Verehrung der Heroen der Antike zurückzuführen, so Heinrich Fichtenau. Zum einen wurde den Gräbern der antiken Helden zwar ver­gleichbare Kraft und Wirkung zugesprochen, doch wurden die Gräber in der Antike nicht angetastet und es gab keine Entnahme von Körperreliquien.[18] Anfänglich war auch im Abendland bis zum 8. Jahrhundert das Öffnen von christlichen Heiligen­gräbern kaum üblich. Reliquien waren bis dahin vor allem Kontaktreliquien, die mit dem Heiligen zu Lebzeiten oder nach dem Tode mit dessen Grab in Berührung gekommen waren. Adriaan Bredero meint, erst durch Umbettung von Märtyrern[19] seien auch die Gebeine zu kostbaren Reliquien geworden.[20] Arnold Angenendt beschreibt, daß bis zur Jahrtausendwende lediglich die als nachwachsend gelten­den Teile, wie Zähne, Haare und Fingernägel der Toten genommen und getrennt vom Grab aufbe­wahrt wurden. Weitere Teilungen am Skelett vorzunehmen galt als Sakrileg, Angenendt führt aber nicht weiter aus, weshalb das so war und wieso sich die Praxis zu Beginn des Mittelalters änderte.[21] Der Brauch der Leichenteilung sei aus dem Orient übernommen worden, ist bei Fichtenau zu lesen. Eine einleuchtende Begründung für das Aufkommen der Gebeinteilungen ist sicherlich die so gewon­nene Möglichkeit der Vermehrung der Wirkungsmacht der heiligen Reliquien. Denn die Kraft des Heiligen konnte somit an verschiedenen Orten gleichzeitig wirken.[22]

Doch nun nochmals zurück zu der Frage nach dem Ursprung des Reliquienkultes: Denn das Andenken an Verstor­bene durch Aufbewahren von Skeletteilen scheint nicht erst in christlicher Zeit entstanden zu sein, sondern ist Anton Legner zufolge sogar so alt wie die Menschheit[23] selbst. Die Anbetung, besonders des Schädels, ist in der Geschichte der Menschheit tief verwurzelt. So wurden in prähistorischer Zeit die Leichen unter den Fußböden der Häuser bestattet, aber die Köpfe in den Wohnungen aufbewahrt[24]. Anton Legner stellt Vergleiche zu ethnologischen Kult­objekten an und nennt die “Ahnenschädel von Sepik” und “Spiegelfetische vom Kongo”[25].

Die wunderbare Intaktheit des Leichnams corpus incorruptum steht in der christli­chen Tradition auch immer wieder dem Zerteilen der heiligen Körper gegenüber. In Psalm 16 heißt es, daß Gott seine Heiligen die Verwesung nicht schauen lasse.[26] Diese Bibelstelle hat entscheidend zum kultischen Umgang mit den Überresten der Heiligen beigetragen. Häufig wurde in mittelalterlichen Translationsberichten[27] von unverwesten Leibern geschrieben, von denen gar ein angenehmer Geruch ausging. Ob das immer der Wahrheit entsprach, bleibt fraglich. Wenn eine Mumifizierung der Toten eingesetzt hatte, so war dies rein zufällig unter besonderen klimatischen Bedingungen oder durch künstliche Lüftungssysteme geschehen.

Reliquien werden unterschieden in Primär- und Sekundärreliquien. Als Primärreliquien gelten Körperreliquien, also die leiblichen Überreste des Heiligen, wie Zähne, Haare und Knochen. Sekundärreliquien können Gegenstände sein, die der Heilige zu Lebzeiten berührt oder besprochen hatte. Zu den Sekundärreliquien zählen ebenso die Kontaktreliquien, sogenannte brandea, die als Reliquienersatz dienen. Es sind meist kleine Textilstücke, die mit den Reliquien des Heiligen oder seinem Grab in Berührung gekommen waren. Sogar der Staub von der Grabplatte oder das Lampenöl der Totenlichter gilt als Reliquie.

Heilige

Im Mittelalter war die Heiligenverehrung ein wichtiger Bestandteil des reli­giösen Lebens. Grund für die Verehrung war der Glaube an die Wirkungs­mächte und Kräfte der wundertätigen Menschen über ihren Tod hinaus. Der Glaube an diese Macht hatte große Auswirkungen auf das soziale Leben im Mittelalter. Diese Wirkungs­macht entfaltete sich in erster Linie durch die Reliquien der Heiligen.

Übernatürliche Zeichen und Wunder der Heiligen wurden von den Gläubigen gesehen und gedeutet. Man glaubte, die Heiligen setzen sich auf diese Weise mit ihren Vereh­rern in Verbindung. Gerade aufgrund von Visionen wurden die Heiligen geehrt, indem zu ihrer Erinnerung etwas getan wurde: Kirchen wurden zu ihren Ehren gebaut und nach ihnen benannt, Reliquienschreine wurden kostbarer gestaltet, Translationen und Prozessionen veran­staltet. Wiederum waren die Visionen natürlich gerade die Legitimation für das bauliche oder künstlerische Schaffen oder die prunkvolle Zurschaustel­lung der kostbaren Reliquie und ebenso die Verifizierung der Heiligkeit an sich. Die Verehrung für Christen, die schon zu Lebzeiten den Ruf der Heiligkeit[28] genossen, ging sogar so weit, daß man ihnen das Versprechen abnahm, nach ihrem Tode Reliquien von ihnen zu erhalten. Thomas Cantimpré erhielt von der hl. Lutgard von Tongern einen Finger gegen die Zusicherung, ihre vita[29] zu schreiben. Den Verstorbenen, die man bereits als potentielle Heilige betrachtete, wurden die Zähne herausgebrochen, Finger oder Hände abgetrennt. Richter bezeichnet dies als “andächtige Beraubung”[30]. Verirrungen gab es auch, wenn gar an Ermordung des Heili­gen gedacht wurde, nur um sich die Reliquie und das Patronat zu sichern. Hierzu wird in der Literatur häufig folgende Begebenheit aus dem Leben des hl. Franz von Assisi (* 1181/82, † 1226) zitiert: “Mit guten Gründen vermied es Franziskus, auf der letzten Reise von Sienna nach Assisi seinen Weg durch Perugia zu nehmen, um dort nicht zum Reliquienobjekt zu werden.”[31] Man war sich im Mittelalter auch durchaus bewußt, daß es besser sei, im Herzen dem Beispiel der Heiligen zu folgen, als ihre Gebeine mit sich herumzutragen, so meinte beispielsweise Alkuin von York. “ »Daß die Reliquien nicht um ihrer selbst willen, sondern um der Ehre der Heiligen willen vereh­rungswürdig sind«, so wie die Heiligen selbst nicht um ihrer selbst willen, sondern wegen der Gottesgnade groß sind” stellt Petrus Venerabilis von Cluny fest.[32] Doch sowohl Alkuin von York als auch Petrus Venerabilis verehrten und sammelten Reliquien, so wie es üblich war.

[...]


[1] Elbern, Reliquiar. Abendland, in: Lexikon des Mittelalter, Planudes bis Stadt (Rus’), München 1995,

Bd 7, S. 700. Siehe auch Kap. Berühren und Schauen.

[2] zitiert nach Dinzelbacher, Reliquienverehrung, 1990, S. 225, Anm. 154. Siehe auch Legner, Reliquien in

Kunst und Kult, 1995, S. 325.

[3] zitiert nach Dinzelbacher, Reliquienverehrung, 1990, S. 225, Anm. 155.

[4] Raith, Werner: In Gottes Namen. In: Die Zeit, Nr. 14, Zeitmagazin, 29. März 1996, S. 20-24.

[5] Luyken, Rainer: Der Stigmatisierte. In: Die Zeit, Nr. 11, Zeitmagazin, 11. März 1999, S. 20-24.

[6] Köpke, Wilfried: Er strahlt etwas aus - er wirkt. Die Wallfahrtskerze zu 19,95 - Gläubige pilgern zum

Heiligen Rock im Dom zu Trier. In: Die Zeit, Nr. 19, 3. Mai 1996, S. 71.

[7] David, Wolfgang: Nicht sehen, nur glauben. Menschen aus aller Welt pilgern zum Grabtuch von Turin, um

für einen kurzen Moment des Wunders teilhaftig zu werden. In: Die Zeit, Nr. 20, 7. Mai 1998, S. 66-67.

[8] Legner, Reliquien in Kunst und Kult, 1995, S. 314 f. Ein altes Muster ist hier im besonderen die christliche Anschauung, daß die Körper der Heiligen nach dem Tode nicht verwesen. Hierzu siehe Kap. Ursprung der

Verehrung von Reliquien im Christentum.

[9] So zum Beispiel ein Teil vom legendären Rennwagen “Silberpfeil” oder ein Teil Stacheldraht des

“Eisernen Vorhangs” (fehlt nur noch das graffiti-bunte Mauerstückchen).

[10] Das Kunstwerk gestaltet und inszeniert von André Heller: Brockhaus Enzyklopädie 2000. Werbeblatt der

Firma ars mundi, Hannover 1998, o. pag.

[11] Boltanski verwendet sein Ausgangsmaterial durchaus mehrfach, sogar in einer einzelnen Installation.

[12] Gesammelte Werke I. Zeitgenössische Kunst seit 1968, Bestandskatalog Kunstmuseum Wolfsburg,

Wolfsburg 1999, S. 58 ff.

[13] Das Purimfest ist ein jüdisches Fest des Schabernacks. Installation 1989 im Museum für Gegenwartskunst, Basel. Die

gereinigten und nicht sehr alten Kleidungstücke lagen bergeweise auf dem Boden, so daß die Besucher direkt über die

Sachen gehen mußten. Hierzu siehe auch: Christian Boltanski in einem Interview mit Robert Fleck und Heinz Peter Schwerfel: Wie Leben zum Material für die Kunst wird. In: Art, Heft 9, 1996, S. 74-85, hier S. 82, Abb. S. 78.

[14] Installation 1990 im Institute of Contemporary Arts, Nagoya, Japan. Abb. siehe Kat. Christian Boltanski, London 1997,

S. 20/21.

[15] Angenendt, Reliquien. Allgemeiner Begriff. Abendland, in: Lexikon des Mittelalters, Planudes bis Stadt

(Rus’), München 1995, Bd 7, S. 702.

[16] Beissel, Die Verehrung der Heiligen und ihrer Reliquien in Deutschland im Mittelalter. Erster Teil, 1890, S. 1.

[17] Angenendt, Reliquien. Allgemeiner Begriff. Abendland, in: Lexikon des Mittelalters, Planudes bis Stadt

(Rus’), München 1995, Bd 7, S. 702.

[18] Fichtenau, Zum Reliquienwesen des frühen Mittelalters, 1995, S. 116.

[19] Um sie vor Mus­limen in Sicherheit zu bringen, die die Stadt Rom bedrohten.

[20] Bredero, Christenheit und Christentum im Mittelalter, 1988, S. 10.

[21] Angenendt, Reliquien. Allgemeiner Begriff. Abendland, in: Lexikon des Mittelalters, Planudes bis Stadt

(Rus’), München 1995, Bd 7, S. 702.

[22] Fichtenau, Zum Reliquienwesen des frühen Mittelalters, 1995, S. 116.

[23] Auch im Buddhismus und in mexikanischen Kulturen war Reliquienverehrung üblich.

[24] Legner, Reliquien in Kunst und Kult, 1995, S. 278.

[25] Wobei die Spiegelfetische vom Kongo wiederum von der christlichen Kultur durch Entdecker und portugiesische Missionare

um 1438 beeinflußt wurden.

[26] Psalm 16 (15), 10; vgl. Apg 2, 27.

[27] Translation: die Übertragung des Körpers eines Heiligen oder von Reliquien. Auffindung, Erhebung, Überführung, Empfang

und Niederlegung können ebenfalls im Begriff Translation erfaßt werden. Die lit. Gattung der Translationsberichte fällt

ebenso unter den Begriff.

[28] Zahllose religiöse Persönlichkeiten wurden schon zu Lebzeiten als Heilige betrachte, u. a. Martin von Tours, Bernhard von

Clairvaux, Hildegard von Bingen, Franz von Assisi, Brigitta von Schweden. Siehe Dinzelbacher, Reliquienverehrung,

1990, S. 218.

[29] Lebensbericht, der meist von einem Nachfahren verfaßt wurde.

[30] Legner, Reliquien in Kunst und Kult, 1995, S. 46, Anm. 115.

[31] Dinzelbacher, Reliquienverehrung, 1990, S. 221 f, Legner, Reliquien in Kunst und Kult, 1995, S. 46, Anm. 108.

[32] zitiert nach Dinzelbacher, Reliquienverehrung, 1990, S. 225, Anm. 155.

Ende der Leseprobe aus 41 Seiten

Details

Titel
Bedeutung und Beachtung der Reliquien im christlichen Abendland vom 11. bis 13. Jahrhundert
Hochschule
Universität Bremen  (Kunstwissenschaft)
Veranstaltung
Seminar: Das irdische Jerusalem. Dome des 11. bis 13. Jahrhunderts
Note
1
Autor
Jahr
1999
Seiten
41
Katalognummer
V2448
ISBN (eBook)
9783638114868
ISBN (Buch)
9783638851695
Dateigröße
571 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bedeutung, Beachtung, Reliquien, Abendland, Jahrhundert, Seminar, Jerusalem, Dome, Jahrhunderts, Trierer Rock, Mittelalter, Hochmittelalter, Spätmittelalter, Reliquiar, Heilige, Heiligenverehrung, Reliquienkult, Altar, Kreuz, Macht, Kraft, Schauen, Berühren, Trier, Heilig-Rock-Reliquie, Zeugnisse, Legenden, Verehrung, Christentum, Grabtuch, Kunstgeschichte, Gebeine, Heiligkeit, Wunder, Wundertätigkeit, Wundergläubigkeit, katholisch, katholische Kirche, Kulturgeschichte, Turin, Reliquienverehrung, Dinzelbacher, Boltanski, Anbetung, Reliquie, Heiliger
Arbeit zitieren
M.A. Elke Beilfuß (Autor), 1999, Bedeutung und Beachtung der Reliquien im christlichen Abendland vom 11. bis 13. Jahrhundert, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/2448

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Bedeutung und Beachtung der Reliquien im christlichen Abendland vom 11. bis 13. Jahrhundert


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden