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Die Opposition - Chancen parlamentarischer Regierungskontrolle

Título: Die Opposition - Chancen parlamentarischer Regierungskontrolle

Trabajo de Seminario , 2004 , 21 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Henri Schmidt (Autor)

Política - Sistema político de Alemania
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Die parlamentarische Opposition1 ist ein grundlegendes Element der bundesdeutschen
Demokratie. Sie ist ein wichtiges Glied im Rahmen der parlamentarischen Kontrolle2. Zur
Wahrnehmung dieser gegenüber der Regierungspolitik stehen verschiedene Instrumente
zur Verfügung, welche den Gegenstandsbereich dieser Arbeit bilden.
Der Forschungsstand in diesem Bereich ist bereits sehr gut, jedoch gibt es häufig kontroverse
Meinungen um die Bewertung einzelner Instrumente. Bei der genauen Betrachtung
der Literaturlage ist auffällig, dass einschlägige Literatur oft alt ist und eine Überholung
fällig wäre, der Bereich der Enqueterechte stellt dabei eine Ausnahme dar.
Schwerpunkt der Arbeit ist es, falls vorhanden, die Schwächen der einzelnen Instrumente
zu finden um einen Rückschluss auf ihre Wirkung ziehen zu können. Dabei bleiben Sonderfälle
unberücksichtigt. Insgesamt sollen diese Erkenntnisse dann die Beantwortung folgender
Fragestellung ermöglichen. Sind die durch Grundgesetz und Geschäftsordnung des
Bundestages gegebenen parlamentarischen Kontrollmöglichkeiten für die Opposition ausreichend,
um eine effektive Regierungskontrolle praktizieren zu können?
Die Relevanz dieser Fragestellung ist in der Geschichte und der damit verbundenen Sonderrolle
der Bundesrepublik Deutschland begründet. So sieht der Autor das Ausschalten
der Opposition in der Weimarer Republik als einen wichtigen Meilenstein zur Diktatur und
dem damit verbundenen Untergang der Republik. Die Frage nach Anzahl und Stärke gegebener
Kontrollmöglichkeiten gibt also auch Aufschluss über die Stärke der Opposition
selbst.
Bei der Auswahl dieser Kontrollmöglichkeiten sind drei Kriterien besonders wichtig. Erstens,
soll es sich um Möglichkeiten der parlamentarischen Kontrolle handeln, weshalb beispielsweise
die Anrufung des Bundesverfassungsgerichtes oder auch die Mehrheitsgewinnung
im Bundesrat, als zwar recht starke, aber außerparlamentarische Möglichkeiten, keine
gesonderte Erwähnung finden. [...]
1 Opposition hier verstanden als eine Form institutionalisierten und organisierten Widerspruches gegen die
Regierung und gegen die Parlamentsmehrheit, hervorgegangen durch die Regierungsbildung.
2 Parlamentarische Kontrolle hier verstanden als ein differenzierter Soll-Ist-Vergleich der Arbeit der Exekutive
auf verschiedenen Ebenen, näheres siehe Kapitel zwei.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aufgabe und Bedeutung parlamentarischer Opposition

3. Erscheinungsformen parlamentarischer Kontrolle

3.1 Das Zitierrecht

3.2 Interpellationsrechte

3.2.1 Die Fragestunde und schriftliche Einzelfragen

3.2.2 Aktuelle Stunde und Befragung der Bundesregierung

3.2.3 Große und kleine Anfragen

3.3 Enqueterechte

3.3.1 Untersuchungsausschüsse

3.3.2 Enquete-Kommissionen

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die Effektivität parlamentarischer Kontrollinstrumente der Opposition im politischen System der Bundesrepublik Deutschland, um zu bewerten, ob diese ausreichen, um die Regierung wirksam zu kontrollieren.

  • Grundfunktionen und Rolle der parlamentarischen Opposition
  • Analyse des Zitierrechts als klassisches Instrument
  • Interpellationsrechte wie Fragestunden und Große/Kleine Anfragen
  • Enqueterechte durch Untersuchungsausschüsse und Enquete-Kommissionen
  • Beurteilung der Minderheitenrechte und Verbesserungspotenziale

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Untersuchungsausschüsse

Gemessen an anderen Instrumenten zählen die Untersuchungsausschüsse zu den „einschneidendsten, spektakulärsten und öffentlichkeitswirksamsten Mitteln politischer Auseinandersetzung“. Sie dienen dabei gleichzeitig als „Instrument der politischen Auseinandersetzung und der Wahrheitsfindung“. Der Bundestag hat das Recht und auf Antrag eines Viertels seiner Mitglieder die Pflicht, Untersuchungsausschüsse einzusetzen, welche in öffentlicher Verhandlung Beweise zur Aufklärung bestimmter Sachverhalte erheben.

Ein Ausschluss der Öffentlichkeit ist möglich. Zur Beweismittelfindung sind alle Maßnahmen der Strafprozessordnung legitim, Gerichte und öffentliche Verwaltung sind zur Amtshilfe verpflichtet. Zur Arbeitsvorbereitung ist es des Weiteren möglich, Unterausschüsse einzurichten. Explizite Bestimmungen sind in den Regeln der Interparlamentarischen Arbeitsgemeinschaft (IPA-Regeln), sowie in dem 2001 beschlossenen Untersuchungsausschussgesetz zu finden.

Laut Engels treten in der Praxis verschiedene Arten von Untersuchungsausschüssen auf, deren Entwicklungen auf das Bestreben zurückzuführen sind, dem Parlament stärkere Kontrollrechte gegenüber Regierung und Verwaltung zu sichern. Der klassische Typ ist die „Kontrollenquete“ zur Untersuchung von Verwaltungs- und Regierungshandeln. Die „Gesetzgebungsenquete“ soll vor allem Gesetzte vorbereiten, die „Kollegialenquete“ soll das Verhalten von Bundestagsmitgliedern untersuchen, „Politisch-Propagandistische Enqueten“ dienen der Aufklärung von Missständen mit besonderem öffentlichen Interesse und die „Skandalenenquete“ ist mehr privatwirtschaftlich statt staatlich ausgerichtet. Mittel parlamentarischer Kontrolle ist vordergründig die „Kontrollenquete“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der parlamentarischen Kontrolle und Definition der zentralen Fragestellung sowie der methodischen Kriterien.

2. Aufgabe und Bedeutung parlamentarischer Opposition: Erläuterung der Funktionen der Opposition in einer parlamentarischen Demokratie sowie deren Rolle als Kontrollinstanz.

3. Erscheinungsformen parlamentarischer Kontrolle: Detaillierte Analyse der verschiedenen Instrumente, die der Opposition zur Kontrolle der Regierung zur Verfügung stehen.

4. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Wirksamkeit der Instrumente und Forderungen zur Stärkung oppositionsrelevanter Rechte.

Schlüsselwörter

Parlamentarische Opposition, Regierungskontrolle, Bundestag, Minderheitenrechte, Zitierrecht, Fragestunde, Große Anfrage, Kleine Anfrage, Untersuchungsausschüsse, Enquete-Kommissionen, Gewaltenteilung, Politische Auseinandersetzung, Grundgesetz, Geschäftsordnung, Demokratie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten und Grenzen der parlamentarischen Opposition bei der Kontrolle der Bundesregierung in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die rechtlichen und praktischen Instrumente wie das Zitierrecht, Interpellationsrechte sowie Enqueterechte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Es soll geklärt werden, ob die durch Grundgesetz und Geschäftsordnung des Bundestages gegebenen Kontrollmöglichkeiten für die Opposition ausreichen, um eine effektive Regierungskontrolle auszuüben.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse rechtlicher Vorgaben (Grundgesetz, Geschäftsordnung) sowie eine Auswertung der Literatur zur politischen Praxis und Wirkungsweise der Kontrollinstrumente.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Aufgabendefinition der Opposition und die detaillierte Klassifizierung sowie Bewertung spezifischer Kontrollinstrumente in Zitier-, Interpellations- und Enqueterechte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Parlamentarische Kontrolle, Opposition, Bundestag, Minderheitenrechte, Untersuchungsausschüsse und Regierungshandeln.

Warum ist das Zitierrecht laut Autor in der Praxis oft wirkungslos?

Das Zitierrecht scheitert häufig an der Hürde, dass ein Beschluss zur Herbeiführung von Regierungsmitgliedern formal die Mehrheit im Bundestag erfordert, was die Opposition ohne Zufallsmehrheiten kaum erreichen kann.

Welche Schwächen weisen Untersuchungsausschüsse laut der Analyse auf?

Untersuchungsausschüsse leiden unter der spiegelbildlichen Zusammensetzung zum Plenum (Dominanz der Regierungsmehrheit), parteilichen Interessenkonflikten und häufig zu engen zeitlichen oder thematischen Vorgaben.

Final del extracto de 21 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Opposition - Chancen parlamentarischer Regierungskontrolle
Universidad
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg  (WOW)
Curso
Das politische System der Bundesrepublik Deutschland
Calificación
2,3
Autor
Henri Schmidt (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
21
No. de catálogo
V24491
ISBN (Ebook)
9783638273558
Idioma
Alemán
Etiqueta
Opposition Chancen Regierungskontrolle System Bundesrepublik Deutschland
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Henri Schmidt (Autor), 2004, Die Opposition - Chancen parlamentarischer Regierungskontrolle, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24491
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