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Von Deutschland in die Welt - Italien als Zentrum der Buchdruckerkunst im 15. Jahrhundert

Title: Von Deutschland in die Welt - Italien als Zentrum der Buchdruckerkunst im 15. Jahrhundert

Seminar Paper , 2001 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Steffi Winkler (Author)

Library Science, Information- / Documentation Science
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Gegenstand der Arbeit ist die Verbreitung und Entwicklung der Buchdruckerkunst in
Italien im 15. Jahrhundert. In dem Alpenland öffnete 1465 die erste Offizin außerhalb
Deutschlands ihre Pforten, was zum größten Teil auf die äußerst positiven wirtschaftlichen
und kulturellen Bedingungen dort zurückzuführen ist. Die Arbeit gibt einen Überblick über die Hauptdruckzentren Italiens und geht dabei auf
berühmte Drucker und deren besonderen Leistungen ein. Die aus Deutschland kommende Buchdruckerkunst hat sich in Italien stark
weiterentwickelt und verselbständigt. Entscheidende Neuerungen wie die Einführung der
Antiqua, die Buchillustration, der Bucheinband und das Buchformat werden dargestellt
und deren Einfluß auf den deutschen Buchdruck besprochen. Abschließend folgt ein Exkurs, in dem sich der Blick von Italien etwas abwendet und den Buchdruck als Phänomen seiner Zeit betrachtet, dem neben Begeisterung und Stolz auch Zweifel und Bedenken gegenüberstanden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. EINLEITUNG

1. WIESO ITALIEN ?

2. DIE HAUPTDRUCKZENTREN ITALIENS

2.1 Rom

2.2 Venedig

2.3 Weitere bedeutende Druckerstädte

3. DIE ANTIQUA; DIE BUCHILLUSTRATION UND ANDERE ITALIENISCHE MEISTERLEISTUNGEN

3.1 Die Antiqua

3.2 Die Buchillustration

3.3 Der Bucheinband und das Buchformat

4. EIN MEISTER LERNT VON SEINEM SCHÜLER – EINFLÜSSE DES ITALIENISCHEN BUCHDRUCKS AUF DEN DEUTSCHEN

5. EXKURS: DIE AMBIVALENZ DER „GÖTTLICHEN GABE“ – BEDENKEN ZUM BUCHDRUCK AUS DER SICHT DER ZEITGENOSSEN

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Verbreitung und Entwicklung der Buchdruckerkunst in Italien im 15. Jahrhundert und beleuchtet, welche kulturellen sowie wirtschaftlichen Bedingungen Italien zum Zentrum dieser neuen Technologie machten. Zudem wird analysiert, wie italienische Innovationen im Gegenzug die deutsche Buchdruckkultur beeinflussten.

  • Wirtschaftliche und kulturelle Rahmenbedingungen Italiens im 15. Jahrhundert
  • Entwicklung zentraler italienischer Druckzentren wie Rom und Venedig
  • Innovationen in Typografie (Antiqua), Illustration und Buchformat
  • Wechselwirkung und technologischer Austausch zwischen italienischen und deutschen Druckern
  • Zeitgenössische Wahrnehmung und Ambivalenz gegenüber der neuen Buchdrucktechnik

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Buchillustration

Das illustrierte gedruckte Buch wurde in Italien vorwiegend von deutschen Druckern eingeführt. Im Laufe der Inkunabelzeit kam es jedoch zu einer Weiterentwicklung des Buchholzschnittes durch italienische Künstler, die bald zu einer außerordentlichen Verfeinerung sowohl im Bildentwurf, als auch in der technischen Ausführung führte.

Parallel zur italienischen Malerei entwickelte sich ein höchst kultivierter, renaissancehaft idealisierender und antikisierender, am Naturvorbild geschulter Stil.

Das erste holzschnittgeschmückte Buch Italiens brachte Ulrich Han 1467 in Rom heraus (Geldner 1978). Danach spielte Rom dann für die Entwicklung der Buchillustration keine so bedeutende Rolle mehr, sondern das Augenmerk der Welt richtet sich abermals nach Venedig, wo Erhard Ratdolt zum Schöpfer des gedruckten Buchschmucks im Renaissancestil wurde. Er ließ schöngeschwungene Ranken, wie er sie in den handgemalten Vorlagen fand, für Seitenumrahmungen und Initialen in Holzschnitt übertragen. Dazu benutzte er die Technik des Weißlinienschnittes, wobei das Ornament weiß auf schwarzem oder rotem Grund stand. Ratdolts Leistungen machten den gedruckten Buchschmuck sehr populär, verdrängten den handgemalten und wurden zu einem Charakteristikum des venezianischen Buchschmucks.

Zusammenfassung der Kapitel

0. EINLEITUNG: Einleitung in die Bedeutung von Gutenbergs Erfindung und die rasche Verbreitung der Druckkunst nach Italien ab 1465.

1. WIESO ITALIEN ?: Analyse der wirtschaftlichen Blüte, des Einflusses der Renaissance und der kirchlichen Förderung als Standortvorteile für den Buchdruck.

2. DIE HAUPTDRUCKZENTREN ITALIENS: Überblick über die wichtigsten Standorte mit Fokus auf Rom, Venedig und weiteren Städten wie Mailand oder Florenz.

3. DIE ANTIQUA; DIE BUCHILLUSTRATION UND ANDERE ITALIENISCHE MEISTERLEISTUNGEN: Darstellung der ästhetischen und technischen Neuerungen, insbesondere der Antiqua-Schrift und der Illustrationskunst.

4. EIN MEISTER LERNT VON SEINEM SCHÜLER – EINFLÜSSE DES ITALIENISCHEN BUCHDRUCKS AUF DEN DEUTSCHEN: Aufzeigung des Rücktransfers von Innovationen und des kulturellen Austauschs zwischen Italien und Deutschland.

5. EXKURS: DIE AMBIVALENZ DER „GÖTTLICHEN GABE“ – BEDENKEN ZUM BUCHDRUCK AUS DER SICHT DER ZEITGENOSSEN: Diskussion kritischer Stimmen und der frühen Zensuransätze gegenüber der neuen Technik.

Schlüsselwörter

Buchdruck, Italien, Inkunabelzeit, Antiqua, Buchillustration, Renaissance, Humanismus, Venedig, Rom, Erhard Ratdolt, Aldus Manutius, Typografie, Buchgeschichte, Zensur, Kulturtransfer

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit behandelt die Verbreitung des Buchdrucks von Deutschland nach Italien im 15. Jahrhundert und untersucht die dortigen technischen und ästhetischen Weiterentwicklungen.

Welche Themenfelder sind zentral?

Zentrale Themen sind die ökonomischen Bedingungen in Italien, bedeutende Druckzentren, Innovationen in Schrift und Design sowie der wechselseitige Einfluss zwischen italienischen und deutschen Druckern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, warum Italien ein so fruchtbarer Boden für den Buchdruck war und wie dieser Standort das moderne Buch maßgeblich mitgestaltete.

Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?

Es handelt sich um eine historische Facharbeit, die auf der Auswertung etablierter Fachliteratur zur Buch- und Inkunabelkunde basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die wichtigsten Städte, die Einführung der Antiqua, künstlerische Illustrationen sowie die Einflüsse italienischer Praktiken auf das deutsche Druckwesen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Inkunabeln, Antiqua, Buchillustration, Humanismus und der kulturelle Austausch zwischen Deutschland und Italien.

Warum war gerade Venedig so bedeutend für den Buchdruck?

Venedig bot eine florierende Handelsinfrastruktur, eine hohe Dichte an Gelehrten und war durch innovative Drucker wie Aldus Manutius ein Zentrum für hochwertige, ästhetisch anspruchsvolle Drucke.

Wie reagierten Zeitgenossen auf den Buchdruck?

Trotz der Begeisterung gab es große Skepsis; Kritiker fürchteten den Verlust des künstlerischen Werts von Handschriften, Fehleranfälligkeit bei Massenproduktion und die Verbreitung gefährlicher oder ketzerischer Inhalte.

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Details

Title
Von Deutschland in die Welt - Italien als Zentrum der Buchdruckerkunst im 15. Jahrhundert
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Bibliothekswissenschaft)
Grade
1,3
Author
Steffi Winkler (Author)
Publication Year
2001
Pages
17
Catalog Number
V24607
ISBN (eBook)
9783638274425
Language
German
Tags
Deutschland Welt Italien Zentrum Buchdruckerkunst Jahrhundert
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Steffi Winkler (Author), 2001, Von Deutschland in die Welt - Italien als Zentrum der Buchdruckerkunst im 15. Jahrhundert, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24607
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