Pädagogische, fachliche und äußere Unterrichtsvoraussetzungen
Der Sportunterricht der Stufe 12 am F.er Schlossgymnasium findet dieses Halbjahr zweimal wöchentlich nachmittags statt. Die Stunde am Montagnachmittag beginnt um 15.45h und endet um 16.50h. Diese Zeit ist eher ungünstig einzuschätzen, da viele Schüler nachmittags nur für die 65 Minuten Sportunterricht nochmals zur Schule fahren müssen oder die Zeit zwischen der letzten Vormittagsstunde bis zum Sportunterricht überbrücken müssen. Der Klasse steht um diese Uhrzeit die komplette Dreifachturnhalle zur Verfügung. Außerdem befinden sich draußen auf dem Gelände eine Weitsprunganlage und drei Handball- bzw. Kleinfußballfelder. Die Schule ist sehr gut ausgestattet, was Material und Geräte angeht, es befinden sich sogar dauerhaft zwei Overheadprojektoren und eine Tafel in der Sporthalle. Für den Zeitraum der 11.-13. Klasse liegt für die jetzige Stufe 12 ein Plan mit Unterrichtsthemen vor, der von der Fachkonferenz Sport beschlossen wurde. Die leitenden pä-dagogischen Perspektiven sind für das zweite Halbjahr der Stufe 12 "Kooperieren und Wettkämpfen" sowie "Gesundheitsbewusstsein entwickeln". Die Sportarten, an denen diese pädagogischen Perspektiven vermittelt werden sollen sind Badminton und Basketball, sowie Laufen, Springen, Werfen aus der Leichtathletik. Als Bewe-gungsbereiche wurden "Springen und Fliegen" festgelegt, sowie ein Einblick in die Rückenschule.
Ich habe mich für ein Thema aus dem Bereich Hochsprung entschieden, da es in dem Halbjahr schon Stunden zum Sprung stattgefunden haben. Die Schüler haben bereits den Absprung beim Weitsprung, beim Korbleger und beim Volleyballangriffsschlag verglichen, und ich habe in einer der vorigen Stunden mit ihnen eine Einführung in den Dreisprung gemacht. Insofern schien mir der Hochsprung geeignet, um das Thema Sprung zu komplettieren, bzw. abzurunden.
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Inhaltsverzeichnis
1. Begründung der Wahl des Unterrichtsthemas und der Stundenziele
1.1. Voraussetzungen
1.1.1. Pädagogische, fachliche und äußere Unterrichtsvoraussetzungen
1.1.2. Schüler und Schülerinnen
1.1.3. Lehrerin
1.2. Unterrichtsziele
1.2.1. pädagogische Perspektiven
1.2.2. kognitive Ziele
1.2.3. Handlungsziele
2. Zum Unterrichtsgegenstand
3. Didaktisch-methodischer Kommentar zum Unterrichtsverlauf
4. Mögliche Probleme, Risiken und Schwierigkeiten
5. Alternativen
6. Literatur
7. Stundenverlaufsplan
Zielsetzung und Themen
Das Hauptziel dieser Unterrichtseinheit ist es, den Schülern der Stufe 12 ein tiefgreifendes Verständnis für die historische Entwicklung der Hochsprungtechniken zu vermitteln, indem sie theoretische Kenntnisse durch praktische Erprobung verschiedener Sprungstile aktiv anwenden und reflektieren.
- Historische Evolution der Hochsprungtechniken (vom Hocksprung bis zum Flop)
- Biomeschanische Prinzipien der Lattenüberquerung
- Einfluss der materiellen Rahmenbedingungen auf die Leistung
- Praktische Erprobung und Vergleich verschiedener Anlauf- und Sprungtechniken
- Bewusstwerdung über eigene Leistungsfähigkeit und Technikoptimierung
Auszug aus dem Buch
Zum Unterrichtsgegenstand
Bei den kultischen Spielen der alten Griechen gab es noch keinen Hochsprung. Erstmalig wird 1583 im höfischen französischen Schrifttum vom sportlichen Hochsprung berichtet. Er wurde als Hocksprung mit Körperstreckung nach Überqueren der Sprungleine beschrieben.
Bei den ostafrikanischen Watussi war der Hochsprung Bestandteil des kulturellen Brauchtums.
Der heutige sportliche Hochsprung begann seine Entwicklung um 1800 in Irland und Schottland als Disziplin der Highland-Games. Er hat im Laufe von zwei Jahrhunderten von allen leichtathletischen Disziplinen die meisten Veränderungen erfahren. Die Entwicklung des Hochsprungs ist durch drei Aspekte gekennzeichnet: a) Veränderung der materiellen Bedingungen; b) Veränderungen der Technik (Lattenüberquerung und Absprung).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Begründung der Wahl des Unterrichtsthemas und der Stundenziele: Erläutert die Ausgangslage der Klasse, die pädagogischen Voraussetzungen sowie die kognitiven und handlungsorientierten Lernziele der Unterrichtsstunde.
2. Zum Unterrichtsgegenstand: Bietet einen historischen Überblick über die Entwicklung des Hochsprungs von antiken Wurzeln bis zur modernen Floptechnik und analysiert die entscheidenden Faktoren der Leistungsverbesserung.
3. Didaktisch-methodischer Kommentar zum Unterrichtsverlauf: Beschreibt den geplanten Stundenablauf, von der theoretischen Einführung am Overheadprojektor bis zur praktischen Erprobung an den Hochsprunganlagen.
4. Mögliche Probleme, Risiken und Schwierigkeiten: Identifiziert potenzielle Hindernisse wie heterogene Leistungsniveaus oder mangelnde Disziplin und schlägt präventive Strategien vor.
5. Alternativen: Zeigt Anpassungsmöglichkeiten bei Zeitnot oder abweichender Schülerbeteiligung auf, um das Lernziel flexibel zu erreichen.
6. Literatur: Listet die verwendeten fachdidaktischen und sportwissenschaftlichen Quellen auf.
7. Stundenverlaufsplan: Detaillierte tabellarische Übersicht über Zeitrahmen, Phasen, Inhalte und methodische Organisation der Stunde.
Schlüsselwörter
Hochsprung, Sportunterricht, Technikentwicklung, Hocksprung, Flop-Technik, Lattenüberquerung, Schersprung, Steigesprung, Bewegungsaufgabe, Leistungsoptimierung, Leichtathletik, Unterrichtsentwurf, Schulpraktische Studien, biomechanische Prinzipien.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Es handelt sich um einen schriftlichen Unterrichtsentwurf für eine Sportstunde in der gymnasialen Oberstufe zum Thema Hochsprung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen die Geschichte des Hochsprungs, die Evolution der Sprungtechniken und die praktische Umsetzung im Schulsport.
Was ist das primäre Ziel der Stunde?
Die Schüler sollen die technische Entwicklung des Hochsprungs verstehen und durch eigenes Erproben die Vor- und Nachteile der verschiedenen Techniken bewerten können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf sportdidaktischen Prinzipien, kombiniert mit einer historischen und biomechanischen Analyse der Disziplin Hochsprung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Phase zur Technikentwicklung und eine Praxisphase, in der Hocksprung, Steigesprung, Schersprung und Flop erprobt werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Hochsprung, Technikentwicklung, Unterrichtsmethodik und sportpraktische Erprobung.
Warum wird der Flop als besonders relevant für die Schüler erachtet?
Der Flop ist die im Schulsport und im Verein am weitesten verbreitete Technik, weshalb ein Vergleich mit älteren Techniken das Verständnis für die Effizienzsteigerung fördert.
Wie geht die Autorin mit der Heterogenität der Klasse um?
Die Autorin plant zwei verschiedene Hochsprunganlagen, um eine Differenzierung nach Leistungsniveau und die Wahl individueller Sprunghöhen zu ermöglichen.
- Quote paper
- Vanessa Schweppe (Author), 2003, Ein Ausflug in die Geschichte der Hochsprungtechniken - Vom Hocksprung zum Flop, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24656