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Trierer Treffen (1473) und Neusser Krieg (1474/75) - Das Ende Karls des Kühnen und Burgunds

Title: Trierer Treffen (1473) und Neusser Krieg (1474/75) - Das Ende Karls des Kühnen und Burgunds

Seminar Paper , 2003 , 28 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Baris Celik (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Summary Excerpt Details

Einleitung

Mit den Bemühungen der Herzöge aus dem Hause Valois hatte sich Burgund vor dem Trierer Treffen eine wirtschaftliche und militärisch-politische Grossmachtstellung eingenommen.1 Dem Treffen in Trier ist eine Zeit der Krisen und Konflikte vorausgegangen. Auslöser für die allgemeine Unruhe in Westeuropa, insbesondere aber am Nieder- und Oberrhein war die aggressive Ausdehnungspolitik Karls. Obwohl er innenpolitisch eine strikte Ordnung und Planung inne hielt, brachten seine aussenpolitischen Abenteuer und Wagnisse Beinahmen wie „der Kühne“, „der Verwegene“ (franz: Le Téméraire’), oder „der Unbesonnene“ (engl. ‚the Rash’) ein.2 Diese nach aussen hin unbarmherzige und kontinuierliche Offensivpolitik, mit der Karl die Interessen, gar die Existenz so mancher Fürsten bedrohte, brachte ihm schliesslich sogar den Ruf eines Türk im occident ein, erhob ihn im Volke zum „Schänder der Christenheit“.

Dieser Karl der Kühne sollte in Trier in den Stand eines Königs erhoben werden. Zunächst förderte er die römische Krone, doch der Kaiser der unbedingt seinen Nachfolger Maximilian mit Karls einzigem Erben, seiner Tochter Maria vermählen und somit Burgund nach Karls Tod mit seinem Haus vereinigen wollte, wehrte sich gegen diese Forderung. Friedrich III. handelte Karl sogar in eine Position herunter, bei der er sich mit einem Königtum zu Lehen zufrieden gab. Ein Novum in der Geschichte eines burgundischen Herzogs, denn Karls Vorfahren, allen Voran sein Vater Philipp hatten sich nie auf ein solches Lehenskönigtum einlassen wollen. Doch die Verhandlungen scheiterten in einer für Karl dem Kühnen entehrenden weise.

Karl, seiner Ehre beraubt, griff zum Schwert und zog auf Reichsboden im Erzstift Köln ein. Vor Neuss zog er mit einem bunten Heer auf um den Aussenposten der Kölner vor der Domstadt selbst zu bezwingen. Doch, der Burgunder unterschätzte die Neusser Verteidiger. Zehn Monate harrte Karl vor der Stadt aus, bis zum Eintreffen des kaiserlichen Heeres. Eine Schlacht mit Friedrich III. würde aber endgültig seine Krönung unerreichbar machen. Und, was noch wichtiger war, den Kaiser und Ludwig XI, König von Frankreich und ewiger Feind Karls gegen sich zu haben war eine sichere Garantie für eine Umzingelung durch zwei mächtige Gegner.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. TRIERER TREFFEN

2.1. IM VORFELD DES TRIERER TREFFENS

2.2. ANKUNFT IN TIER

2.3. ERÖFFNUNG DER GESPRÄCHE

2.4 DIE GEHEIMGESPRÄCHE/ HAUPTVERHANDLUNGEN

2.5. DIE HALTUNG DER KURFÜRSTEN

2.6. DAS SCHEITERN

2.7. GRÜNDE FÜR DAS SCHEITERN DES TRIERER TREFFENS

3. NEUSSER KRIEG

3.1. FOLGEN DER TRIERER TREFFENS

3.2. DER ZUG NACH NEUSS

3.3. BELAGERUNG UND SCHEITERN KARLS

4. FOLGEN DES NEUSSER KRIEGES UND DAS ENDE BURGUNDS

5. SCHLUSS

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die diplomatischen und politischen Hintergründe des Trierer Treffens von 1473 und die anschließende militärische Auseinandersetzung im Neusser Krieg, um zu analysieren, wie Karl der Kühne durch seine Expansionspolitik und Fehleinschätzungen den Niedergang seines burgundischen Herrschaftsbereichs einleitete.

  • Diplomatische Verhandlungen zwischen Karl dem Kühnen und Kaiser Friedrich III.
  • Die Rolle der Kurfürsten als Machtfaktor im Heiligen Römischen Reich
  • Strategische Analyse des Neusser Krieges als militärischer Wendepunkt
  • Der Einfluss persönlicher Charakterzüge auf die außenpolitischen Entscheidungen
  • Die langfristige Auswirkung der Ereignisse auf das Ende der burgundischen Macht

Auszug aus dem Buch

3.3. BELAGERUNG UND SCHEITERN KARLS

In die Einzelheiten des Neusser Krieges soll hier aus Platzgründen nicht eingegangen werden. Die Folgende Aufführung soll dem Leser lediglich mit Beispielen die Lage in dem Jahre der Belagerung vor Augen führen, um den tapferen Einsatz der Neusser Verteidiger und das verzweifelte Scheitern Karls des Kühnen zu begreifen. Denn vor dieser kleinen Stadt, lediglich ein zehnmal kleinerer Aussenposten des eigentlichen Ziels des burgundischen Feldzugs, der Stadt Köln, wurde zum eigentlichen Wendepunkt im Schicksal Karls des Kühnen.

Karl forderte die Stadt Neuss zweimal zur Kapitulation auf, was bekanntlich abgelehnt wurde. Zwei Tage nachdem der Kommandant der Verteidiger Stadt erreicht hatte betrat die burgundische Armee am 29. Juli 1474 den Kölner Stift bei Neuss.

Die herzogliche Armee war ein buntes Nationengemisch, in dem neben Deutschen, Flamen, Wallonen und Picarden auch Engländer und Lombarden zum Einsatz kamen. Die Zahl der Belagerer war weit über denen der Belagerten. Karl hatte eine der besten Artillerien Europas in seinem Heer. Der Reichtum Burgunds ermöglichte ihm eine so starke Armee wie vor Neuss aufzustellen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die wirtschaftliche und militärische Machtstellung Burgunds sowie die aggressive Außenpolitik Karls des Kühnen, die zu den Konflikten mit dem Reich und der Krönungsfrage führte.

2. TRIERER TREFFEN: Dieses Kapitel analysiert die Verhandlungen zwischen Karl und Kaiser Friedrich III. sowie die geheimen Gespräche über die Königskrone, die aufgrund der unnachgiebigen Haltung der Kurfürsten und Karls eigener Fehler scheiterten.

3. NEUSSER KRIEG: Hier wird der Feldzug gegen Neuss behandelt, der als militärische Antwort auf das gescheiterte Treffen von Trier folgte und in einer langwierigen Belagerung gipfelte, die schließlich zum Rückzug Karls zwang.

4. FOLGEN DES NEUSSER KRIEGES UND DAS ENDE BURGUNDS: Der Abschnitt beschreibt, wie die Niederlage bei Neuss die Widerstandskraft gegen Burgund stärkte und den Weg zum endgültigen Untergang Karls in der Schlacht bei Nancy bereitete.

5. SCHLUSS: Im Fazit werden die diplomatischen Fehlkalkulationen Karls sowie die berechnende Politik seiner Widersacher zusammengefasst, die gemeinsam den Untergang des Hauses Burgund besiegelten.

Schlüsselwörter

Karl der Kühne, Burgund, Trierer Treffen, Neusser Krieg, Friedrich III., Königskrone, Kurfürsten, Heiliges Römisches Reich, Belagerung, Ludwig XI., Expansion, Diplomatie, Machtpolitik, Ende Burgunds, Mittelalter

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die entscheidende Phase der burgundischen Geschichte zwischen 1473 und 1477, fokussiert auf das Trierer Treffen und den Neusser Krieg als Ursachen für den Untergang Karls des Kühnen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die gescheiterte Königserhebung Karls in Trier, die politische Rolle der Kurfürsten im Reich und die militärischen Misserfolge des Herzogs bei der Belagerung von Neuss.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu belegen, wie Karls Hartnäckigkeit und diplomatische Fehleinschätzungen im Kontext seiner Expansionspolitik direkt zu seiner außenpolitischen Isolierung und dem Ende seiner Macht führten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit nutzt eine historische Analyse von Zeitzeugenberichten, Fachliteratur und unter Anwendung spieltheoretischer Ansätze zur Interpretation der diplomatischen Konstellationen.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der Verhandlungen in Trier, die Analyse der kurfürstlichen Machtinteressen und den Ablauf der militärischen Belagerung von Neuss.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Machtpolitik, politische Diplomatie, dynastische Ambitionen und burgundischer Niedergang charakterisiert.

Warum spielt die Rolle der Kurfürsten in Trier eine so zentrale Rolle?

Die Kurfürsten agierten als dritte Kraft, die aus Sorge um ihre eigene Machtstellung die Zustimmung zur Erhebung Karls zum König verweigerten und damit die kaiserlichen Pläne durchkreuzten.

Was war der "Wendepunkt" im Schicksal Karls des Kühnen?

Die Belagerung von Neuss markiert den Wendepunkt, da sie die burgundische Expansion stoppte, Karl militärisch band und seine diplomatische Position gegenüber dem Reich und Frankreich entscheidend schwächte.

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Details

Title
Trierer Treffen (1473) und Neusser Krieg (1474/75) - Das Ende Karls des Kühnen und Burgunds
College
University of Frankfurt (Main)  (Historisches Seminar)
Course
Burgund und das Reich zur Zeit Karls des Kühnen
Grade
1,7
Author
Baris Celik (Author)
Publication Year
2003
Pages
28
Catalog Number
V24659
ISBN (eBook)
9783638274807
Language
German
Tags
Trierer Treffen Neusser Krieg Ende Karls Kühnen Burgunds Burgund Reich Zeit Karls Kühnen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Baris Celik (Author), 2003, Trierer Treffen (1473) und Neusser Krieg (1474/75) - Das Ende Karls des Kühnen und Burgunds, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24659
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