Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Economía - Teoría y política monetaria

Neue Keynesianische Theorie: Rezession als Koordinationsversagen

Título: Neue Keynesianische Theorie: Rezession als Koordinationsversagen

Trabajo Escrito , 2003 , 20 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Dominik Jahnke (Autor)

Economía - Teoría y política monetaria
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Trotz, dass sich die Prinzipien ökonomischen Handelns in den letzten Jahrzehnten nicht geändert haben, entwickelten sich über die Zeit eine Vielzahl makroökonomischer Theorien. Während der sechziger Jahre ließen sich Ökonomen entweder in die Gruppe der Monetaristen oder die der Keynesianer eingruppieren. Später gewann zunehmend die Neue Klassische Makroökonomik an Gewicht. Dieser Ansatz basierte auf der Forschung von Lucas (1972), der den Wirtschaftssubjekten eine rationale Erwartungsbildung unterstellte. Daraus ergibt sich, dass eine Zentralbank nur durch überraschende Geldmengenänderungen kurzfristig auf den Output wirken kann. Aber auch die Theorie von Lucas zeigte bei empirischen Untersuchungen viele Schwachstellen. Dieser ständige Such- und Entdeckungsprozess führte zu den heutigen mikroökonomisch fundierten Denkrichtungen – der Real Business Cycle Theory (RBC-Theorie) und der Neuen Keynesianischen Makroökonomik. Beide Ansätze sind völlig konträr zueinander. Die RBC-Theorie setzt die walrasianischen Bedingungen eines vollkommenen Marktes voraus. Nominale Variablen haben daher keinen Einfluss auf reale Grössen. Konjunkturschwankungen werden an Hand von Pro-duktivitätsschocks erklärt. Anders als die RBC-Theorie, unterstellt die Neue Keynesianische Makroökonomik keinen walrasianischen Auktionator. Da sich Nominallöhne und Preise nur langsam an Änderungen der aggregierten Nachfrage anpassen entstehen Konjunkturschwankungen. Eine unzureichende nominale Anpassung führt zu Abweichungen von der klassischen Dichotomie.
Aber warum können nominale Anpassungen unzureichend sein? Hier gibt es die folgenden Erklärungsansätze, die alle komplementär zueinander sind:
• Staggered Wages and Prices;
• Small Menu Costs and Aggregate Demand Externalities;
• Recessions as Coordination Failures.
Um also die Neue Keynesianische Makroökonomik verstehen zu können, muss man sich mit allen drei Theorien auseinandersetzen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

2. Staggered wage & price adjustment

2.1. unvollständige Konkurrenz und Preissetzerverhalten

2.2. vorher festgesetzte Preise

2.3. reale Rigidität

2.3.1. Die Gewinnfunktion

3. Small menu costs

3.1. allgemeine Annahmen

3.2. ein einfaches grafisches Modell

4. Rezession als Koordinationsversagen

4.1. Koordinationsfehlermodelle

4.1.1. Handelsexternalitäten

4.1.2. Einführungszyklus

4.1.3. Strategische Unsicherheit und Sunspots

5. Schlussbetrachtung

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Neue Keynesianische Makroökonomik, um zu erläutern, wie Rezessionen als Resultat von Koordinationsversagen innerhalb einer Volkswirtschaft entstehen können. Der Fokus liegt dabei auf der mikroökonomischen Fundierung makroökonomischer Phänomene und der Analyse nominaler sowie realer Rigiditäten.

  • Analyse der Mechanismen schrittweiser Lohn- und Preisanpassungen.
  • Untersuchung der Bedeutung von "Small menu costs" für die Preisstabilität.
  • Diskussion von Koordinationsfehlermodellen und multiplen Gleichgewichten.
  • Betrachtung von Handelsexternalitäten und strategischer Unsicherheit als Auslöser für Konjunkturschwankungen.

Auszug aus dem Buch

3. Small menu costs

Unter menu costs werden nominale Preisanpassungskosten der Untenehmen verstanden. Diese Aufwendungen sind für das einzelne Individuum – zum Beispiel durch die Koppelung des realen Preises an den Preisindex - sehr gering. Trotzdem können kleine Friktionen auf mikroökonomischer Basis zu großen makroökonomischen Änderungen führen.

3.1. allgemeine Annahmen

Da eine Preisanpassung mit Kosten verbunden ist, ändern sich die Preise nicht unmittelbar mit einer Änderung der ökonomischen Bedingungen. Senkt ein Unternehmen seine Preise, so sinkt das Durchschnittspreisniveau etwas. Dadurch steigt M/P und damit auch die aggregierte Nachfrage. Jede Preisentscheidung eines Unternehmens hat eine AD-Externalität. Jedoch ignoriert das Unternehmen bei seiner Preisentscheidung diese Externalität und folglich ändert es zu selten seine Preise - Romer (2001), S. 301 - 302.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Entwicklung makroökonomischer Theorien und die Abgrenzung der Neuen Keynesianischen Makroökonomik von der Real Business Cycle Theory.

2. Staggered wage & price adjustment: Erläuterung, wie zeitlich versetzte Lohn- und Preisanpassungen zu nominalen Rigiditäten führen können.

2.1. unvollständige Konkurrenz und Preissetzerverhalten: Analyse des Einflusses von Marktmacht auf den Gleichgewichtsoutput und die Wohlfahrt.

2.2. vorher festgesetzte Preise: Untersuchung der Auswirkungen verzögerter Preisanpassungen auf den Konjunkturverlauf.

2.3. reale Rigidität: Analyse der Ursachen für die Unempfindlichkeit der Gewinnfunktion gegenüber Preisänderungen.

2.3.1. Die Gewinnfunktion: Grafische Darstellung und mathematische Herleitung der Auswirkungen von Preisänderungen auf den Unternehmensgewinn.

3. Small menu costs: Erklärung der Rolle nominaler Anpassungskosten bei der Entstehung makroökonomischer Ineffizienzen.

3.1. allgemeine Annahmen: Erörterung der AD-Externalitäten bei Preisentscheidungen von Unternehmen.

3.2. ein einfaches grafisches Modell: Illustration der Anreize für Preisanpassungen mittels eines Grenzerlös-Grenzkosten-Diagramms.

4. Rezession als Koordinationsversagen: Diskussion darüber, wie das Scheitern bei der Koordination von Erwartungen Rezessionen auslösen kann.

4.1. Koordinationsfehlermodelle: Vorstellung der theoretischen Basis für multiple Gleichgewichte durch strategische Komplementaritäten.

4.1.1. Handelsexternalitäten: Analyse des Diamond-Modells zur Entstehung von Unterbeschäftigung in einer Vielpersonen-Ökonomie.

4.1.2. Einführungszyklus: Untersuchung der zeitlichen Koordination von Innovationen und deren Auswirkung auf Konjunkturzyklen.

4.1.3. Strategische Unsicherheit und Sunspots: Erörterung der Rolle von Zufallsvariablen bei der Bestimmung von Nash-Gleichgewichten.

5. Schlussbetrachtung: Fazit zur mikroökonomischen Fundierung und den ordnungspolitischen Implikationen der Theorie.

6. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten wissenschaftlichen Quellen.

Schlüsselwörter

Neue Keynesianische Makroökonomik, Koordinationsversagen, Konjunkturzyklus, nominale Rigidität, reale Rigidität, Small menu costs, AD-Externalität, multiplen Gleichgewichte, strategische Komplementarität, Handelsexternalitäten, Sunspots, Preissetzungsverhalten, Wohlfahrtsverluste, Stabilisierungspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Neue Keynesianische Makroökonomik, insbesondere die Ansätze, die Rezessionen als Koordinationsversagen zwischen den Akteuren einer Volkswirtschaft interpretieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Rolle von Preisanpassungskosten, die Auswirkungen von Lohn- und Preisrigiditäten sowie die Bedeutung von Erwartungen und externen Schocks für die gesamtwirtschaftliche Stabilität.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die mikroökonomische Fundierung makroökonomischer Schwankungen darzulegen und zu erklären, warum Märkte nicht immer ihr volles Potenzial ausschöpfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden spieltheoretische Modelle, mathematische Gewinnfunktionen und grafische Analysen genutzt, um die verschiedenen ökonomischen Hypothesen zu erläutern und zu veranschaulichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von "Staggered wage & price adjustment", die Theorie der "Small menu costs" sowie diverse Modelle zu Koordinationsfehlern und Erwartungskoordinierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Neue Keynesianische Makroökonomik, Koordinationsversagen, nominale sowie reale Rigiditäten und strategische Komplementarität.

Wie entstehen gemäß der Arbeit multiple Gleichgewichte?

Multiple Gleichgewichte entstehen durch strategische Interdependenzen, bei denen die Handlungen eines Akteurs vom Verhalten der anderen abhängen, wobei dies zu ineffizienten Zuständen führen kann.

Welche Rolle spielen "Sunspots" in der Theorie?

Sunspots dienen als Zufallsvariablen, die keine fundamentalen wirtschaftlichen Ursachen haben, aber durch die Korrelation der Erwartungen der Akteure bestimmen können, welches Nash-Gleichgewicht realisiert wird.

Final del extracto de 20 páginas  - subir

Detalles

Título
Neue Keynesianische Theorie: Rezession als Koordinationsversagen
Universidad
University of Duisburg-Essen  (Geld, Kredit, Währung)
Curso
Seminar Geldtheorie und Geldpolitik
Calificación
2,0
Autor
Dominik Jahnke (Autor)
Año de publicación
2003
Páginas
20
No. de catálogo
V24673
ISBN (Ebook)
9783638274913
ISBN (Libro)
9783638771818
Idioma
Alemán
Etiqueta
Neue Keynesianische Theorie Rezession Koordinationsversagen Seminar Geldtheorie Geldpolitik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Dominik Jahnke (Autor), 2003, Neue Keynesianische Theorie: Rezession als Koordinationsversagen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24673
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  20  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint