Diese Seminararbeit stellt die schriftliche Ausarbeitung der Präsentation „Analyse des
Geschäftsmodells und der mobilen Anwendungslösungen von T-Mobile“ im Kurs Mobile
Business bei Prof. Dr. Walter Gora im Sommersemester 2003 dar. Es existieren
vergleichend dazu Seminararbeiten zu den Unternehmen Vodafone und O2.
Präsentation und Hausarbeit sind, der expliziten Aufgabenstellung folgend, inhaltlich
nach den Partialmodellen des integrierten Geschäftsmodells von Wirtz1 strukturiert.
Wirtz definiert ein Geschäftsmodell als die Darstellung des betrieblichen Leistungssystems
einer Unternehmung. Das Modell beschreibt „... welche externen Ressourcen in die Unternehmung
fließen und wie diese durch den innerbetrieblichen Leistungserstellungsprozess in vermarktungsfähige
Informationen, Produkte und/oder Dienstleistungen transformiert werden.“2 Gleichzeitig
werden Aussagen getroffen, durch welche Kombination der Produktionsfaktoren die
Geschäftsstrategie umgesetzt werden soll und welche Funktion den involvierten Teilnehmern
dabei zukommt.3
In den nachfolgenden Kapiteln wird das Unternehmen T-Mobile Deutschland nach den
Partialmodellen – Markt-, Beschaffungs-, Leistungserstellungs-, Leistungsangebots-,
Distributions- und Kapitalmodell – analysiert. Da T-Mobile in eine Konzernstruktur
eingegliedert ist, werden teilweise die Mutterfirma T-Mobile International und der Konzern
Deutsche Telekom mit einbezogen.
1 vgl. Wirtz, B.W. (2001), S.51
2 vgl. vgl. Gora (2003), Teil 5 Folie 24
3 vgl. Wirtz, B.W. (2001), S.50f
Inhaltsverzeichnis
1 Problemstellung [N]
2 Marktmodell [N]
2.1 Das Unternehmen T-Mobile und die Konzernstruktur der Deutschen Telekom
2.2 Marktsituation
2.3 Wettbewerber und Wettbewerbsintensität
2.4 SWOT-Analyse
2.4.1 Stärken
2.4.2 Schwächen
2.4.3 Chancen
2.4.4 Risiken
3 Beschaffungsmodell [N]
3.1 Lagebericht der Deutschen Telekom 2002 – Einkauf
3.2 Partnerschaften und Kooperationen
3.2.1 Content
3.2.2 Roaming
3.2.3 Partnerschaften mit Systemintegratoren
3.2.4 Entwicklungspartnerschaften
3.3 Mobile Wertschöpfungskette
4 Leistungserstellungsmodell [G]
4.1 Mehrschichtige Leistungserstellung
5 Leistungsangebotsmodell [G]
5.1 Das 4-C Modell
5.2 Content
5.2.1 t-zones
5.2.2 MyLounge
5.3 Commerce
5.4 Connection
5.4.1 Business to Consumer (B2C)
5.4.2 Business to Business (B2B)
5.5 Context
6 Distributionsmodell [N]
6.1 Kundenstruktur
6.2 Standorte und Service
6.3 Vertriebsstruktur
7 Kapitalmodell [G]
7.1 Erlösmodell
7.2 Finanzielle Kenndaten
8 Zusammenfassung [G]
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit analysiert das Geschäftsmodell und die mobilen Anwendungslösungen von T-Mobile auf Basis der Partialmodelle des integrierten Geschäftsmodells nach Wirtz, um die strategische Positionierung und die Leistungsfähigkeit des Unternehmens im Mobilfunkmarkt zu beleuchten.
- Analyse des Markt- und Wettbewerbsumfelds von T-Mobile
- Untersuchung der Beschaffungsstrategien und Partnerschaften
- Evaluierung der Leistungserstellung und des Leistungsangebots (4-C Modell)
- Darstellung der Distributions- und Kapitalmodelle des Unternehmens
Auszug aus dem Buch
2.2 Marktsituation
Mit Marktprognosen ist man vorsichtig, denn die Wertschöpfungsketten von Mobilkommunikationsanbietern könnte innerhalb von zwei Jahren bereits anders aussehen. Selbst Profis fällt es schwer die Entwicklungen am Markt für mobile Applikationen und Content-Vermarktung zu prognostizieren. Der Grund hierfür ist die hohe Marktdynamik. Als Ursachen zitiert der Newsletter BizMail der Telekom Austria die Existenz von vielen Playern, einer sehr hohen Fragmentierung und Instabilität, mehreren technischen Standards sowie eines inhomogenen Service-Enviroment. Trotzdem der Newsletter näher auf den österreichischen Markt eingeht, lassen sich die Aussagen hinsichtlich der Globalisierung auch auf andere europäische Märkte übertragen. Die Investitionsbereitschaft wird allgemein im B2B und B2E geringer als im Massenmarkt des B2C-Bereiches beschrieben. Man ist noch vorsichtig auf die neue Technik aufzuspringen. Die Marktforscher von IDC sehen von Seiten der Anwender (B2C) die Vorbehalte aufgrund von labiler Sicherheit, Unerprobtheit und mangelnder Zuverlässigkeit der Applikationen.
Somit herrscht unter Anbietern und Anwendern gleichermaßen Unsicherheit auf dem Markt.
Killerapplikationen gibt es nicht. Um Erfolg zu haben, brauchen die Anbieter den „Killer-Cocktail“, maßgeschneiderte Lösungen, die einen Mehrwert schaffen. Also die richtige Applikation angepasst an das jeweilige Unternehmen. Mobile Anwendungen müssen vor allem mit Strategien, Organisation und den Prozessen des Unternehmens übereinstimmen, die Technologie wird dabei Mittel zum Zweck. Für die geforderten End-to-End-Verfügbarkeiten müssen sich heute auch große Anbieter Partner suchen. Die Komplexität entsteht durch die verschiedenen Anforderungen wie Security, Standfestigkeit, Billing und Service Levels.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Problemstellung: Einführung in die Zielsetzung der Seminararbeit und Erläuterung der methodischen Grundlage durch das Modell von Wirtz.
2 Marktmodell: Untersuchung der Konzernstruktur, der Marktsituation und des Wettbewerbsumfelds von T-Mobile.
3 Beschaffungsmodell: Analyse der Einkaufsstrategien, der Partnernetzwerke und der mobilen Wertschöpfungskette.
4 Leistungserstellungsmodell: Beschreibung des mehrschichtigen Ansatzes der Leistungserstellung und deren Transformation.
5 Leistungsangebotsmodell: Detaillierte Darstellung des 4-C Modells (Content, Commerce, Connection, Context) und dessen Umsetzung durch T-Mobile.
6 Distributionsmodell: Analyse der Kundenstruktur, der Service-Standorte und der Vertriebswege.
7 Kapitalmodell: Untersuchung des Erlösmodells und der finanziellen Kennzahlen der T-Mobile International AG.
8 Zusammenfassung: Abschließende Einschätzung der Wettbewerbsfähigkeit und des zukünftigen Potenzials von T-Mobile.
Schlüsselwörter
T-Mobile, Geschäftsmodell, Mobilfunk, 4-C Modell, Content, Connection, Commerce, Context, UMTS, GPRS, t-zones, MyLounge, B2B, B2C, Marktanalyse
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine umfassende Analyse des Geschäftsmodells und der mobilen Anwendungslösungen von T-Mobile, eingebettet in die Konzernstruktur der Deutschen Telekom.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Felder umfassen die Marktpositionierung, die Beschaffungsstrategien, die Leistungserstellung, das konkrete Leistungsangebot sowie die Vertriebs- und Erlösmodelle.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, T-Mobile anhand der Partialmodelle des integrierten Geschäftsmodells von Wirtz systematisch zu untersuchen und deren strategische Aufstellung im Markt zu bewerten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt als methodische Basis das integrierte Geschäftsmodell nach Wirtz, um das Unternehmen in seine funktionalen Teilbereiche zu gliedern und diese einzeln zu analysieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Marktmodell, Beschaffungsmodell, Leistungserstellungsmodell, Leistungsangebotsmodell, Distributionsmodell und Kapitalmodell.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind T-Mobile, Geschäftsmodell, Mobilfunk, 4-C Modell, Content, Connection, Commerce, Context sowie spezifische Technologien wie UMTS und GPRS.
Welche Bedeutung hat das 4-C Modell in dieser Arbeit?
Es dient als Analyseraster für das Leistungsangebotsmodell von T-Mobile, um die verschiedenen Service-Bereiche (Content, Commerce, Connection, Context) strukturiert darzustellen.
Wie bewerten die Autoren die Zukunft von T-Mobile?
Die Autoren sehen T-Mobile als gut gerüstet für den Wettbewerb, betonen jedoch, dass der zukünftige Erfolg maßgeblich von der Flexibilität bei der Erschließung neuer Märkte abhängt.
- Citation du texte
- Gabriel Goroll (Auteur), Ada Nitze (Auteur), 2003, Analyse des Geschäftsmodells und der mobilen Anwendungslösungen von T-Mobile, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24743