Die moderne Gesellschaft bewegt sich unter Einfluß der Informationstechnologien immer mehr hin
zu einer Online-Ära. Dabei verlieren Grenzen und die Entfernungen immer mehr an Bedeutung.
Der Gang zur Behörde, Post, oder Bank, das Stöbern durch die Läden - all das erscheint heute
für viele noch als selbstverständlich, könnte mit der zunehmenden Verbreitung des Internets bald
der Vergangenheit angehören, denn es ist schon heute möglich, großen Teil davon bequem von
zuhause aus zu erledigen.
Diese Entwicklung ist am stärksten im Vertrieb vertreten. Als Vorteile für die Anbieter, kann man
geringere Kosten nennen, im Vergleich zu Ladengeschäften oder anderen Vertriebssysteme. Der
Käufer hat den Vorteil, daß er bequem von zu Hause aus die Ware des Verkäufers zu jeder
Tages- und Nachtzeit begutachten und bestellen kann. Er kann in Ruhe Preise verschiedene
Anbieter oder verschiedene Angebote vergleichen, ohne hierfür irgendwelche Geschäfte zu
besuchen. Es spielt für ihn auch keine Rolle, ob der Verkäufer in München, Hamburg oder Los
Angeles beheimatet ist.
Jedoch gibt es auch Nachteile für beide Seiten. So muß der Kunde zur Zeit noch für den
Aufenthalt im Internet in Abhängigkeit von der Zeit bezahlen, was einem Eintrittsgeld in einem
herkömmlichen Geschäft gleich kommt. Der Verkäufer hat den Nachteil erst bekannt werden zu
müssen, was er meist erst durch teuer angelegte Werbekampagnen oder durch aufkaufen eines
bereits etablierten Domains erreichen kann.
Der Start ins E-Commerce bedeutet für ein Unternehmen meistens nicht nur zusätzliche
Investitionen, sondern auch gewisse Umstrukturierung interner Geschäftsabläufe und der
Kommunikation mit den Partnern. Vorreiter in diesem Gebiet sind Großunternehmen, deren
interne Geschäftsstruktur bereits wegen der Größe optimiert wurde. Großfirmen verfügen
außerdem über mehr liquide Mitteln, die als finanzielle Grundlage des Umstieg erforderlich sind.
Etwas schwieriger haben es die kleinen und mittleren Unternehmen: „Mainz/Frankfurt - KMU
fühlen sich in Sachen E-Commerce allein gelassen und kritisieren Unternehmensberater und
Dienstleister. Die Angebote der unterschiedlichen Anbieter weisen deutliche Lücken auf.“ [...]
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
2 Allgemeines
2.1 Begriff des E-Commerce
2.2 Arten des E-Commerce
3 Produkte im E-Commerce
4 Unterschied zwischen Old- und New Economy
5 Werbung im E-Commerce
5.1 Internet als neues Informationsmedium
5.2 Werbung in den digitalen Medien
6 Vorteile des Electronic Commerce
6.1 Vorteile der Unternehmen
6.2 Vorteile der Kunden
7 Gewinner und Verlierer beim Electronic Commerce / Entgegenwirkende Faktoren
7.1 Vertrauen
7.2 Beratungsschwächen
7.3 Technologische Barrieren
7.4 Rechtliche Barrieren
8 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Entwicklungen, Chancen und Herausforderungen des Electronic Commerce für Unternehmen und Kunden im Kontext einer zunehmend digitalen Wirtschaft.
- Grundlagen und Definitionen des E-Commerce sowie dessen verschiedene Geschäftsmodelle
- Analyse der Vorteile für Anbieter und Konsumenten durch den Einsatz digitaler Absatzkanäle
- Diskussion der zentralen Erfolgsfaktoren, insbesondere Vertrauen und Flexibilität
- Untersuchung technischer und rechtlicher Barrieren, die den Markterfolg beeinflussen
Auszug aus dem Buch
7.1 Vertrauen
Laut dem Deutschen Universalwörterbuch (Duden, 2001) ist Vertrauen folgendermaßen definiert: „festes Überzeugtsein von der Verlässlichkeit, Zuverlässigkeit einer Person, Sache“.
Um Zugang zu dem obengenannten Begriff ,,Vertrauen“ in technischen Bereichen (z.B. Internetgestaltung) und im davon durchdrungenen Alltagsleben zu bekommen, ist hier der Begriff der ,,Sicherheit“ passend. Sicherheit wird neben den Funktionen ,,Verfügbarkeit“, ,,Integrität“, ,,Verbindlichkeit“ und ,,Vertraulichkeit“ auch charakterisiert durch die Begriffe ,,Verlässlichkeit“ und ,,Glaubwürdigkeit“. Verlässlichkeit bedeutet in diesem Zusammenhang eine messbare Eigenschaft des auf Sicherheit zu prüfenden Objekts in Hinblick auf seine Funktionsfähigkeit, während man unter Glaubwürdigkeit die Summe der Merkmale eines Objekts versteht, die Vertrauen erzeugen. Sowohl Verlässlichkeit als auch der zusammengesetzte Begriff der Glaubwürdigkeit sind dabei objektive Bewertungen, die messbar und quantifizierbar sind.
,,Vertrauen“ ist dagegen ein subjektiver Begriff, der von jedem Anwender, bzw. Benutzer von Technologie anders definiert und ausgeprägt wird. Es ist aber unerlässlich, in der Diskussion darüber, welche Faktoren für das Entstehen von Vertrauen ausschlaggebend sind, wiederum verallgemeinernd auf objektivierbare Kategorien wie die oben genannten zurückzugreifen d. h., auch Vertrauen wird letztendlich über Indikatoren, die in der Kategorie Glaubwürdigkeit gründen, nachgewiesen und definiert. Vertrauen (unter dem technischen Gesichtspunkt) kann vor allem dadurch gefördert werden, daß die mit einer Technologie verbundene Risiken erst identifiziert und dann weitestgehend minimiert werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Diese Einleitung beleuchtet den Übergang zur Online-Ära und die damit verbundenen Veränderungen im Vertrieb und in den internen Geschäftsabläufen für Unternehmen.
2 Allgemeines: Das Kapitel definiert Electronic Commerce und stellt die verschiedenen Geschäftsarten wie B2B, B2C und C2C in den Mittelpunkt.
3 Produkte im E-Commerce: Hier wird diskutiert, welche Güter sich besonders für den Online-Vertrieb eignen und welche Rolle die Homogenität von Produkten spielt.
4 Unterschied zwischen Old- und New Economy: Der Abschnitt arbeitet die hohe Dynamik der New Economy sowie den Wandel traditioneller Standortfaktoren heraus.
5 Werbung im E-Commerce: Dieses Kapitel erläutert die Besonderheiten des Internets als Werbemedium und analysiert Instrumente wie Bannerwerbung, Suchmaschinen und Email-Marketing.
6 Vorteile des Electronic Commerce: Der Fokus liegt auf den Kosteneinsparungen, globalen Präsenzen und der gesteigerten Kundennähe für Unternehmen sowie den Vorteilen für Konsumenten.
7 Gewinner und Verlierer beim Electronic Commerce / Entgegenwirkende Faktoren: Es werden die Erfolgsfaktoren Schnelligkeit und Vertrauen thematisiert sowie rechtliche und technologische Hindernisse für den digitalen Handel identifiziert.
8 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass E-Commerce ein unverzichtbarer Absatzkanal ist, der jedoch durch die Überwindung soziotechnischer und rechtlicher Herausforderungen gefestigt werden muss.
Schlüsselwörter
Electronic Commerce, E-Business, Internetökonomie, Online-Handel, Vertrauen, digitale Transformation, Online-Marketing, Geschäftsmodelle, B2B, B2C, Wettbewerbsfähigkeit, Informationstechnologie, Markttransparenz, Datenschutz, Internetrecht.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des E-Commerce auf die moderne Wirtschaft und untersucht, wie digitale Märkte den Handel zwischen Unternehmen und Privatpersonen verändern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten zählen die Definition von E-Commerce-Arten, die Analyse von Online-Werbemethoden, die Identifikation von Wettbewerbsvorteilen und die Untersuchung von Vertrauens- sowie Sicherheitsbarrieren.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen die Möglichkeiten des Internets nutzen können, um effizienter zu agieren, und gleichzeitig die Risiken wie Sicherheitsbedenken oder rechtliche Hürden zu bewerten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auswertung von Statistiken und Modellen aus der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung zu elektronischen Märkten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die operative Umsetzung von Online-Shops, die psychologischen Aspekte von Vertrauen bei elektronischen Transaktionen und die rechtlichen Herausforderungen in einem grenzenlosen Medium.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Electronic Commerce, Markttransparenz, Vertrauensbildung, B2B, B2C, Online-Marketing und die digitale Transformation von Geschäftsprozessen.
Wie unterscheidet sich der E-Commerce von der "Old Economy"?
Die New Economy zeichnet sich durch extrem hohe Dynamik, kurze Produktzyklen und den Wandel von physischen zu immateriellen Standortfaktoren wie technologischem Know-how aus.
Welche Rolle spielt Vertrauen für den E-Commerce?
Vertrauen ist laut Arbeit die entscheidende Barriere für den Massenerfolg; es wird durch messbare Sicherheitsstandards, Glaubwürdigkeit und institutionelle Rahmenbedingungen maßgeblich beeinflusst.
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- Marat Slavinski (Author), 2002, E-Commerce: Vorteile und Nachteile., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24764